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  • The Corner Berlin: Das richtige Buying

    31. Mai 2019 „Das richtige Buying ist das Wichtigste“ Wenn man so will, war Emmanuel de Bayser einer der ersten, der Luxusmode nach Berlin gebracht hat. Gemeinsam mit seinem Partner Josef Voelk eröffnete der gebürtige Pariser 2006 die Boutique The Corner Berlin am Gendarmenmarkt, damals eine rare Anlaufstelle für die großen internationalen Designer und ein Hotspot für die hiesige Modeszene — noch bevor es in der Hauptstadt eine Fashion Week gab. Mittlerweile betreibt de Bayser zwei weitere Dependancen in der Stadt, erst im vergangenen Jahr eröffnete er einen großen Store nahe des Kurfürstendamms. Mit dem Fashion Council Germany sprach der Retail-Experte über neue Anforderungen an den Handel, den modischen Wandel in der Hauptstadt — und warum es wirklich endlich einen neuen Flughafen braucht. FCG: Herr de Bayser, während andere Boutiquen und Concept Stores schließen, machen Sie neue auf. Was ist Ihr Erfolgsrezept? Emmanuel de Bayser (The Corner Berlin): Wir machen intuitiv das, wovon wir denken, dass es zum Zeitgeist passt. Dazu überlegen wir uns immer wieder etwas anderes. Das hat auch hat mit Gefühl und Kreation zu tun. Mit The Corner Berlin wollen wir unsere Kunden inspirieren. FCG: Wie zum Beispiel? Emmanuel de Bayser: In unserer neuen Dependance im Berliner Westen gibt es etwa einen Shop-in-Shop mit der französischen Macaron-Marke Ladurée. Manchmal kommen Besucher nur herein, um dort etwas Süßes zu kaufen — und entdecken dann vielleicht doch noch eine Bluse oder ein Kleid, das ihnen gefällt. So schaffen wir außerdem zusätzlichen Traffic. Wir hatten im Westen schon seit Jahren eine kleine Dependance. Mit dem neuen Laden und Konzept machen wir mehr als das Doppelte an Umsatz. FCG: Sie schaffen Erlebnisse, die über das reine Shoppen hinausgehen. Emmanuel de Bayser: Genau. Wir machen immer wieder kleine Aktionen, um unsere Kunden oder solche, die es werden könnten, zu erreichen. Zur Europa-Wahl hatten wir etwa ein spezielles EU-Sweatshirt im Sortiment, das in Kooperation mit Place To B entstand — auch um die Idee von einem gemeinsamen Europa zu unterstützen. Kürzlich hatten wir außerdem mit Dior einen Pop-up Shop und im vergangenen Jahr einen gemeinsamen Launch mit Gucci. FCG: Ist das Ihre Antwort auf den wachsenden Online-Handel? Emmanuel de Bayser: Es ist ja nicht so, dass die Kunden nur noch online kaufen. Sie mögen die Welt der Apps, kommen aber nach wie vor gerne in Geschäfte. Online-Shopping kann auch lästig sein. Wenn ich mir all diese Leute anschaue, die eine halbe Stunde in der Schlange bei der Post anstehen, um ihr Paket abzuholen — und dann passt das Bestellte nicht und beim Rückversand steht man wieder an? Da gehen sie doch lieber zu uns und bekommen eine vorsortierte Auswahl und fabelhaften Service. Nach einer halben Stunde sind sie glücklich wieder draußen, ohne Zeit verloren zu haben. FCG: Setzen Sie auch auf Online-Vermarktung? Emmanuel de Bayser: Wir arbeiten immer mehr mit den sozialen Medien, auf Instagram haben wir derzeit rund 35.000 Follower. Wir setzen allerdings auf einen persönlichen Kontakt, schicken unseren existierenden Kunden etwa Bilder von Produkten via Whats App, von denen wir glauben, es könnte etwas für sie sein. Das ist schon ein sehr persönlicher Service. Auch deshalb haben wir viele Stammkunden. FCG: Stationär wollen Sie jetzt deutschlandweit expandieren, war kürzlich zu lesen. Emmanuel de Bayser: Das ist eigentlich immer eine Option, aber es kommt natürlich darauf an, ob sich gute Gelegenheiten ergeben. Offen sind wir dafür immer, unser Modell funktioniert auch in anderen Städten gut. FCG: Was ist Ihr Konzept? Emmanuel de Bayser: Wir haben uns in letzter Zeit stark auf die großen Renner spezialisiert. Wissen Sie, weltweit wollen die Kunden immer die gleichen Produkte und Marken. Die Modebranche ist da schon speziell. Wenn man in einer gewissen Preisklasse unterwegs ist, muss es das eine Label sein. Das ist dann eben Gucci, Dior, Prada, Balenciaga. Letztere führen wir zum Beispiel von Anfang an. Generell pflegen wir zu den meisten Kunden langjährige Partnerschaften. Sie schätzen uns für unsere Kontinuität und sehen uns in Deutschland als Referenz. FCG: Wie ordern Sie? Gehen Sie auf Messen? Emmanuel de Bayser: Messen besuchen wir nicht. Ich gehe auf die wichtigsten Modenschauen in Mailand und Paris, um dort die Stimmung einzufangen und zu sehen, in welche Richtung sich die Mode entwickelt. Ansonsten besuchen wir die Showrooms. Das hat sich natürlich in den letzten Jahren intensiviert, aber ich habe ein gutes Team. Beim Ordern weiß ich von vornherein, was wir brauchen, auch unsere Kunden sagen, was sie wollen. Mit den Marken bin ich dann im direkten Kontakt. Das richtige Buying ist das Wichtigste. Sie können die besten Marken haben — wenn Sie falsch einkaufen, gehen Sie pleite. FCG: Internationale Marken, Modenschauen in Mailand und Paris, Expansion: Wie viel Berlin steckt eigentlich in The Corner? Emmanuel de Bayser: Die Stadt tragen wir bereits im Namen — und zwar rot. Das ist auch ein Signal und war uns immer wichtig. Als wir 2006 The Corner Berlin am Gendarmenmarkt eröffneten, gab es hier in unserem Segment noch nicht so viel. Wir empfanden Berlin schon immer als eine Stadt mit Zukunft. In Europa gibt es nicht viel vergleichbare Städte, die offen, jung und frisch sind. FCG: Damals passierte in Berlin gerade einiges in der Branche. 2007 fand in der Hauptstadt erstmals die Fashion Week statt und mit ihr kam ein Gefühl modischen Aufschwungs. Wie sieht es diesbezüglich heute aus? Emmanuel de Bayser: Die Stadt selbst muss sich meiner Meinung nach noch mehr entwickeln. Das coole Image ist natürlich super — aber man kann langfristig nicht nur über Armut sexy bleiben. Ich weiß nicht, was verkehrt daran sein soll, Geld zu verdienen. Man sieht etwa in München, dass dort die Retail-Landschaft stabiler ist, mit mehr Potenzial in der Kaufkraft. FCG: Kaufen die Berliner selbst denn nicht mehr ein? Emmanuel de Bayser: Nein. Wir leben natürlich auch viel von Touristen und generell einem internationalen Publikum. Der Tourismus in Berlin war allerdings vor fünf Jahren noch qualitativ hochwertiger. Der wachsende günstige Massentourismus bringt kaum Geld in die Stadt, weil die Leute kaum etwas ausgeben. ich sage nicht, dass die Art zu reisen grundsätzlich schlecht ist — für Boutiquen aber etwa auch Restaurants müsste aber ein anderes Niveau her. Dazu bräuchte es in Berlin ein Mindestmaß an Service genauso wie einen gescheiten Flughafen, der einem wohlhabenden Klientel Direktflüge in die Hauptstadt ermöglicht. FCG: Paris ist Ihre Heimat und die Weltstadt der Mode. Man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen — gibt es dennoch etwas, das Berlin von Paris lernen kann? Emmanuel de Bayser: Berlin hat super Qualitäten, die Paris überhaupt nicht hat. Die Konzentration sollte eher auf den Stärken Berlins liegen. Modisch muss sich hier allerdings die Mentalität ändern. Deutschland ist ein reiches Land, gleichzeitig geben die Leute ihr Geld lieber für Autos, Reisen und Immobilien aus als für Essen, Mode und Lifestyle. Dabei ist Mode auch eine Power-Wirtschaft. Anders als in Frankreich gehört das hier nicht zur Kultur. Ich denke, das geht auch mit der Professionalität der ansässigen Marken Hand in Hand. FCG: Inwiefern? Emmanuel de Bayser: In Deutschland machen sich viele Designer gleich nach der Uni selbstständig, anstatt erst einmal Erfahrung zu sammeln. Dabei ist das super wichtig! Es zeigt auch eine gewisse Demut vor der Mode. Wir sprechen hier von einer extrem professionellen Branche, in der man Qualität genauso wie Identität liefern muss. Es gibt viele schöne gute Ideen, aber etwas mehr Professionalität schadet Berlin nicht. FCG: Haben Sie deshalb keine deutschen Modelabels in Ihrem Sortiment? Emmanuel de Bayser: Doch, wir haben jetzt Odeeh. Wir stehen auch in Kontakt mit Iris von Arnim und können uns vorstellen, mit ihrer Strickmode zum Winter einen Pop-up Store zu machen. FCG: Sie sind Mitglied im Fashion Council Germany. Warum? Emmanuel de Bayser: Wenn wir Deutschland modisch voranbringen wollen, ist eine Zusammenarbeit sehr wichtig. Berlin hat alle wichtigen Zutaten dafür! Jetzt geht es noch darum, stärker herauszukristallisieren, in welche Richtung es gehen soll. Die Retailer dürfen da nicht fehlen — immerhin bringen die Geschäfte das Geld. Ich wünsche mir ganz generell mehr Kollaboration. Zwischen Händlern, Presse und Stylisten. FCG: Was erhoffen Sie sich davon? Emmanuel de Bayser: Es sollte zum Beispiel von den Magazinen mehr das geshootet werden, was in Deutschland in den Läden hängt, um die Kunden abzuholen. Wissen Sie, der Kunde hat zunehmend Power, ist heute viel informierter als früher. Die wichtigste Frage sollte deshalb immer lauten: Wer ist meine Kundin und wie kann ich die verführen? In der Mode geht es eben nach wie vor im Glamour, um Schönheit und Verführung. Das sollten wir nie vergessen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview The Corner Berlin: Das richtige Buying

  • „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3

    3. Feb. 2025 Das FCG Talk-Format in Partnerschaft mit eBay Deutschland unterstützt durch NIO zur BFW. Im Rahmen der Berlin Fashion Week laden wir in Partnerschaft mit eBay Deutschland bereits zum zweiten Mal zu dem zukunftsweisenden Talk Format ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change powered by eBay‘ ein. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Formats finden die Talks nun in einem noch vielfältigeren Rahmen statt und begleiten die gesamte Berlin Fashion Week. Dabei stehen erneut nationale und internationale Expert:innen der Modeindustrie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus. ‘ METAMORPHOSIS ’ beleuchtet die essenziellen Transformationen der Branche mit einer Varianz aus Keynotes, Panels und Interviews. Die Veranstaltung ist sowohl für ein Fachpublikum als auch die Öffentlichkeit zugänglich und soll einen inklusiven Dialog fördern, um möglichst verschiedene Facetten zur Entwicklung der Modebranche weiterzutragen. Die thematischen Schwerpunkte der vier Veranstaltungstage bieten einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Modewelt. Am dritten Tag fanden Panels, Interviews und Diskussionen rund um das Thema "Creativity & Future Trends: Designing for Tomorrow" statt: Der Tag startete mit einer Keynote von Elke Timmerman (International & Business Relations I Flanders DC) "How does the Fashion Eco System evolve: The European Fashion Alliance Report" Panel 1: "AI and Automation in Fashion: Opportunities and Challenges" Speaker:innen: Odeta Jacė (Future and culture analyst, next-gen tech experiences strategist I Storyfounders), Heather Thibodeau (Global Head of Core AI Personalization Science I eBay), Michel Steiskal (Co-founder & CEO I CHOYCE), Anna Franziska Michel (CEO & Co-Founder I Yoona.ai ) und Charlotte Stobrawe ( Chief Evangelist I Flixstock). Interview: "Circularity Unlocked: How Digital Product Passports will Transform the Fashion Industry" Speaker:innen: Ann Claes (Techno-optimist & Co-Founder I Masjien) und Michele Casucci (Founder & General Manager I Certilogo). Panel 2: " Supply Chain Transparency: Building Brand Trust" Speaker:innen: Maliha Shoaib (Reporter I Vogue Business), Ana Kristiansson (Founder &CEO I Portia), Danielle Keller Aviram (Founder, Sustainable Jewelry Consultant and Researcher I See Through), Roman Houlbreque (Director Partnerships I Retraced GmbH) und Janis Künkler ( Co-Founder I Reverse Supply). Panel 3: "The Future of the Fashion Ecosystem" Speaker:innen: Christiane Arp ( Chairwoman I Fashion Council Germany), Pascal Morand (Executive President I Fédération de la Haute Couture et de la Mode), Carlo Capasa (Chairman I Camera Nazionale della Moda Italiana) und Scott Lipinski (CEO I Fashion Council Germany). HIER könnt Ihr Euch für morgen registrieren. Location: NIO House Berlin, Kurfürstendamm 11, 10719 Berlin. Weitere Informationen zu Metamorphosis, allen Speaker:innen sowie zum Programm, findet Ihr HIER. Das Event ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet damit während der Berlin Fashion Week besonders auch den Modeinteressierten abseits vom Fachpublikum die Möglichkeit einer Teilnahme. (Foto-Credit: Jens Oellermann) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Raphael Schreiber INFOS ANFRAGEN raphael.schreiber[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3

  • Richert Beil

    Richert Beil, a fashion brand based in Berlin, was established by Jale Richert and Michele Beil in 2014. Renowned for pushing boundaries and transcending conventional norms since its inception, Richert Beil's collections defy traditional gender constructs while redefining the essence of elegance and luxury. Richert Beil sets itself apart through an innovative creative process, drawing inspiration from the tapestry of daily life. For their collection the designers meticulously create diverse fictional characters from myriad backgrounds, which come to life within the looks of their collection, imbuing each piece with narrative depth and profound meaning, thus transforming fashion into a medium for captivating storytelling. Embracing a holistic approach to fashion, the brand is lauded for its unwavering commitment to sustainability and inclusivity. Richert Beil endeavors to create designs that transcend the boundaries of gender and body type. This dedication to diversity is not only reflected in their collections but also in their ethos, fostering a community where all individuals are celebrated and empowered through fashion. Lookbook PDF Website RICHERT BEIL Richert Beil, a fashion brand based in Berlin, was established by Jale Richert and Michele Beil in 2014. Renowned for pushing boundaries and transcending conventional norms since its inception, Richert Beil's collections defy traditional gender constructs while redefining the essence of elegance and luxury. Richert Beil sets itself apart through an innovative creative process, drawing inspiration from the tapestry of daily life. For their collection the designers meticulously create diverse fictional characters from myriad backgrounds, which come to life within the looks of their collection, imbuing each piece with narrative depth and profound meaning, thus transforming fashion into a medium for captivating storytelling. Embracing a holistic approach to fashion, the brand is lauded for its unwavering commitment to sustainability and inclusivity. Richert Beil endeavors to create designs that transcend the boundaries of gender and body type. This dedication to diversity is not only reflected in their collections but also in their ethos, fostering a community where all individuals are celebrated and empowered through fashion. info@richertbeil.com Fashion Forward Network

  • Strahlend trotz Regen - Das war die Berlin Fashion Week im Sommer 2024

    5. Juli 2024 Vom 1. bis 4. Juli präsentierte sich die Berlin Fashion Week erneut als Powerhouse of Talents. Insgesamt knapp 28.500 Gäste erlebten ein reichhaltiges Programm aus 35 Shows und zahlreichen großen und kleinen Events, die für euphorische Modemomente in der ganzen Stadt sorgten. Unter dem Leitmotiv "The responsible movement of freedom, inclusion, and creativity" bewies die BFW an vier Veranstaltungstagen erneut, dass sie mit ihren besonders kreativen Protagonist:innen und Kollektionen einen festen Platz auf der Karte globaler Modemetropolen eingenommen hat. Zwischen antiken Säulen herrschaftlicher Gebäude, Pools mit Plastikpalmen, Neonlichtern in leerstehenden Kaufhäusern und brutalistischen U-Bahn-Tunneln zeigte sich Berlin wieder von seiner vielfältigsten Seite. Auch die Kollektionen ließen sich stilistisch keinesfalls in eine Schublade stecken und begeisterten trotz Regen internationale Mode-Professionals, Content Creator:innen, Einkäufer:innen und Journalist:innen. " Die Berlin Fashion Week war wieder ein großartiges Ereignis der Modewelt, das wir an vielen Orten in der Stadt spüren und sehen konnten. Die fantastischen Präsentationen in 35 Shows und zahlreiche Begleitveranstaltungen haben gezeigt, wofür die Berlin Fashion Week steht: Unglaublich kreative Talente, die Freiheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit lebendig machen, indem sie inspirierende und ikonische Modedesigns kreieren. Mehr als 28.000 Gäste und die wachsende internationale Aufmerksamkeit bestätigen unseren Kurs. Wir werden weiterhin unseren Fokus auf den mutigen Modenachwuchs legen und unsere Anstrengungen fortsetzen, Kreativität und Nachhaltigkeit eng miteinander zu verweben. Mode ist ein Handwerk - auch dieses Thema noch stärker ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken, ist mir ein großes Anliegen für die Weiterentwicklung der Modemetropole Berlin. Wir wollen die kreativsten Köpfe und die talentiertesten Hände, die ihr Können auch in Zukunft auf der Berlin Fashion Week zeigen .“ – Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe DIE SHOWS Das Herz der Berlin Fashion Week bildeten die Shows und Präsentationen der Berlin Contemporary-Gewinner:innen sowie die Inszenierungen des Formats Intervention, das nach erfolgreicher Premiere im Februar zum zweiten Mal von der Kommunikationsagentur Reference Studios unter der Leitung von Mumi Haiati initiiert wurde. Die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe geförderten Formate haben sich zu international strahlkräftigen Plattformen für neue und erfahrene Talente entwickelt und fanden in unterschiedlichen Locations in ganz Berlin statt. Den Auftakt der Berlin Fashion Week sowie des Intervention Showcase im Tempodrom bildete die Show der Knitwear-Ikone Claudia Skoda . Die seit den Siebzigerjahren erfolgreiche Berliner Underground-Designerin Claudia Skoda, die auch David Bowie einkleidete, präsentierte eindrucksvolle Wollensembles, gelayerte Kleider und glitzernde Lurex-Pullis vor einer projizierten retrospektiven Bildcollage. Bereits im Februar präsentierte Berlin Contemporary-Gewinnerin Marie LUEDER innerhalb des Intervention Showcase und erforschte mit ihrer Mode die Grenzen zwischen Form und Material. Diese Saison zeigte sie Layering-Looks aus kastigen Hemden, Mesh-Kleider, Metal-Shirts und Hosen mit Farbverläufen zu Kniestrümpfen und Puma Speedcats. Nachdem Benjamin Alexander Huseby und Serhat Işık die Mode ihres Labels GmbH bisher in Paris zeigten, feierten sie mit "Resistance Through Rituals" ihr Berlin Fashion Week-Debüt und zeigten eine starke Kollektion aus maßgeschneiderten Kapuzenjacken, ultrakurzen Shorts, Polos und asymmetrischen Kleidern mit olympischem Touch. Shayne Oliver schloss das Intervention-Programm mit seiner Anonymous Club Runway Show im vollbesetzten Tempodrom. Zum zweiten Mal zeigte der international gefeierte Künstler in Berlin und begeisterte damit ein ultra-modisches, junges, internationales und einflussreiches Publikum – off- und online. UGG präsentierte die offizielle Intervention After-Party. Ebenfalls am Montag zeigte Mitya Hontarenko seine PLNGNS -Kollektion auf der Terrasse des brutalistischen Lobe Blocks. Der Ukrainer beeindruckte mit aus alten Sneakern recycelten, konsequent nachhaltigen Streetwear-Looks und nutzte seine Plattform, um auf ernsthafte Themen wie Klimawandel und Krieg aufmerksam zu machen. Julia Ballardt und Nico Verhaegen von Milk of Lime präsentierten die aufwändig handgearbeiteten Stücke ihrer Kollektion “Current” auf dem Gelände eines ehemaligen Krematoriums in Wedding, dem Silent Green. In Kooperation mit NEWEST wählte Mario Keine für seine Brand MARKE das Kulturforum als beeindruckende Location und zeigte Looks, die von ländlichen Schützenfesten inspiriert waren. Passend zur DNA des Labels ließen RIANNA + NINA Tänzerinnen aus Athen einfliegen, die ihre detailverliebten folkloristischen Kreationen im Haus der griechischen Botschaft vorführten. Für die "Commute"-Kollektion ihres Labels Avenir entwarf Sophie Claussen urban-inspirierte Upcycling-Looks, die sie authentisch auf Kopfsteinpflaster unter den Augen der Öffentlichkeit am Potsdamer Platz präsentierte. Ein weiteres Highlight war die Show von Haderlump , die „AERO“ im historischen Hangar 6 des Flughafen Tempelhof zeigten – eine Hommage an die Innovationsfreude der Flugpionier:innen des frühen 20. Jahrhunderts. Jale Richert und Michele Beil inszenierten für Richert Beil eine "Bademodenschau" mit geschneiderter Swimwear für alle Körperformen und blieben ihrer Mission treu, mehr Inklusivität in die Modewelt zu bringen. Sia Arnika wählte ein leerstehendes Ladenlokal in Wedding für die Präsentation ihrer progressiven Mode und spielte mit stilistischen Gegensätzen und Dekonstruktion. Das große Finale des zweiten Tages fand im herrschaftlichen Kolonnadengang des Alten Museums statt, wo Otto Drögsler und Jörg Ehrlich, das Duo hinter ODEEH , ihre neueste Kollektion präsentierten. Die Berlin Contemporary-Gewinner zeigten auch diese Saison überaus eklektische Designs, die immer eines verbindet: handwerkliche Exzellenz. Den Show-Start am Mittwoch bildete das ukrainische Label DZHUS im stimmungsvollen Kabbalah Centre gefolgt von der Berlin Contemporary Newcomerin Anna Heinrichs, die, typisch für ihr Label Horror Vacui , extrem aufwendige Kreation zeigte, die allesamt eine berührende Hommage an traditionelle Handwerkskunst bilden. Nach ihrer spektakulären BFW-Premiere im Februar feierte Abarna Kugathasan von Kitschy Couture diesmal im Stadtbad Neukölln eine Braut, die, frisch verheiratet mit sich selbst, ihre Flitterwochen genießt und zeigte passend dazu Lingerie-inspirierte Kreationen mit Seidenblumen und Delfin-Accessoires. Rosa Marga Dahl und Jacob Langemeyer von SF1OG ließen sich von der Lebendigkeit von Marktplätzen inspirieren und zeigten zu Live-Rockmusik kunsthandwerkliche Entwürfe mit Referenzen wie Schürzen, Küchenleinen und Einkaufstaschen. Seine Handwerkskunst zeigte Alan Balletshofer im Martin Gropius Bau in Form klassischer Maßmode mit Sportswear-Anleihen. Die junge Designerin Clara Colette Miramon feierte ihr Runway-Debüt mit “Nesting”, einer Kollektion, die die Dynamik zwischen weiblicher Stärke und Verletzlichkeit erforscht. Zum Abschluss des dritten Tages feierten Emilia Pfohl und Nan Li ihre Namilia -Kollektion 'Good Girl Gone Bad' zusammen dem Kultlabel Ed Hardy und fast 600 Gästen wie gewohnt in einer großen, wilden und bunten Party der Popkultur und Provokation. Wie bereits in den letzten Saisons sorgte das von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützte Showcase-Format NEWEST bei vielen Shows für einen reibungslosen Ablauf in den verschiedenen Locations und schenkte Besucher:innen durch die Zusammenarbeit mit Museum&Location eine spannende Reise durch Berlins beeindruckende Architektur, Geschichte und kulturelle Vielfalt. Weitere Highlights des Show-Programms bildeten Brands wie Marc Cain , die ihre Gäste ins Neue Palais nach Potsdam luden, und die Collective Four-Designer:innen Kilian Kerner, Marcel Ostertag, Danny Reinke und Rebekka Ruétz, die rund um die Uber Eats Music Hall für mediale Aufmerksamkeit und ein enthusiastisches Publikum sorgten, sowie in der Branche etablierte Namen wie Dawid Tomaszewski, Anja Gockel und Ewa Herzog . Am Donnerstag deckte der ABOUT YOU Fashion Circus mit Shows von Marken wie adidas, HUGO, LSCN by LASCANA, Levi's®, Nike, PUMA und Reebok den Streetwear-Part der Fashion Week ab und lockte damit rund 1.300 Gäste, unter anderem Musiker:innen und Content Creator:innen, in die Stadt. Den letzten Showtag des offiziellen Kalenders gestalteten Maximilian Gedra (The Ballery), Maria Chany (Manifesto am Potsdamer Platz), Faam Studio (Haubentaucher) und Marlon Ferry (NEST3) und rundeten das Programm mit ihren kreativen Kollektionen ab. Das Nachwuchsförderungsformat Neo.Fashion. fand im Atrium Tower am Potsdamer Platz statt. Neben den Graduate Shows von 11 Hochschulen wurde das Programm von einem Panel Talk zu digitaler Mode mit anschließender Ausstellung virtueller Arbeiten von ca. 50 Digital Artists, sowie kollektiven Shows deutscher Jungdesigner:innen und Talenten der Ukrainian Fashion Week ergänzt. Den Höhepunkt bildete die 'Best Graduates Show', im Rahmen derer die Neo.Fashion. Awards verliehen wurden. Best Design: Marvin Mülleck, Kunsthochschule Weißensee; Best Craftsmanship: Marie-Louise Müller, Macromedia Berlin; Best Sustainability Concept: Nadine Aurin-Liew, HTW Berlin; Best Innovation: Christian Nemnich HS Pforzheim. DIE EVENTS Der Berliner Salon fand erstmals in den imposanten Hallen des Bode-Museums statt. Zwischen Kunstgeschichte und Marmorstatuen konnten Besucher:innen hier die Kreationen der 44 Teilnehmer:innen aus den Bereichen Mode, Interieurdesign und Beauty entdecken. Zusätzlich waren in diesem Sommer erstmals auch die Looks der sieben Finalist:innen des FCG/VOGUE Fashion Funds , die am Montag im Rahmen eines Empfanges in der James-Simon-Galerie vorgestellt wurden, Teil der Gruppenausstellung: Kasia Kucharska, Lou de Bètoly, LUEDER, Namilia, Richert Beil, SF1OG und Sia Arnika dürfen auf den mit insgesamt 100.000 Euro in Finanz- und Sachleistungen dotierten Preis hoffen. Verliehen wird er am 23. September 2024 in Berlin. Die globale Initiative, die während der letzten BFW im Februar bekannt gegeben wurde und erstmals in Deutschland stattfand, hat sich zum Ziel gesetzt, junge aufstrebende Talente zu unterstützen und ihnen zu Sichtbarkeit und wirtschaftlichem Erfolg zu verhelfen. Dem Thema Nachhaltigkeit wurde während der Berlin Fashion Week viel Platz und Sichtbarkeit eingeräumt. Die achte Ausgabe des 202030 - The Berlin Fashion Summit fand am 2. und 3. Juli im BIKINI Berlin statt. Unter dem Motto RE/GENERATE IMPACT bot die Veranstaltung Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Netzwerkmomente, die relevante Aspekte der Nachhaltigkeit in der Mode beleuchteten. Premiere feierte METAMORPHOSIS - Dialogues about Change . Dieses vom Fashion Council Germany in Partnerschaft mit Vogue Business und unterstützt von eBay initiierte Format brachte vom 2. bis 4. Juli insgesamt 30 Expert:innen in der CUPRA City Garage zusammen. Die Gespräche fokussierten sich auf das Thema Circularity und betrachteten notwendige Veränderungen in der Branche aus den Perspektiven von Design, Technologie und Innovation sowie Community. Zwei Tage SEEK und vier Tage THE JUNCTION : Auf dem Gelände der Station Berlin zeigten Brands aus den Segmenten Street-, Sports- und Heritagewear, Denim, Sneakers und Footwear, um sich als Community auszutauschen, Geschäfte mit internationalen Einkäufer:innen zu machen und die Branche von morgen zu gestalten. 41 % der ausstellenden Marken schlossen sich in dieser Saison dem CONSCIOUS CLUB an und demonstrierten damit ihr Engagement für positive Veränderungen in der Modeindustrie. Verschiedene Showrooms wie Berlin Contemporary im Château Royal, REFERENCE FORUM: NEW WAVE sowie der Melagence Showroom zeigten eine starke Entwicklung zu Räumen, die sich auf die wirtschaftliche Dimension der Mode fokussieren. Die Veranstaltungen der Initiative STUDIO2RETAIL brachten die Fashion Week in die Straßen, die Stores und Galerien Berlins. Highlights waren dabei die Events, die im Rahmen des von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe finanzierten Wettbewerbs ausgezeichnet wurden. Unter dem Titel „The Lissome Presents: Slow Style Chronicle” erweckten The Lissome -Gründerin Dörte de Jesus und ihr Team beispielsweise ihren eigenen, nachhaltigen Brand Guide zum Leben und organisierten einen Paneltalk zum Thema “Conscious Making”. Lou de Bètoly verwandelte eine Neuköllner Galerie in einen Pop-up-Shop, wo es neben Looks und Accessoires ihrer eigenen Kollektion auch von ihr kuratierte Zeichnungen und Kunstwerke zu kaufen gab. Das multidisziplinäre und soziale Designprojekt PEOPLE lud Besucher:innen ein, die Zero-Waste-Designs des Kollektivs zu entdecken. Black in Fashion stellte im Rahmen eines Store-Events fünf deutsche Brands mit afrikanischem Hintergrund und deren Gründer:innen vor. Unter dem Motto „NextGen” stand bei Platte.Berlin die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt: Vorab konnten sich Berliner Modedesign-Absolvent:innen bewerben, deren Looks während der BFW mit Musik, Open Bar, Tattoostudio und Tooth-Gem-Bar verkauft wurden. Effenberger Couture gewann den Sonderpreis der Berliner Sparkasse und öffnete zur BFW einen Pop-up-Store in Clubatmosphäre. W1P Studios, MAJÈRE, Luise Zücker und OBS & Maximilian Semlinger organisierten ebenfalls kreative Events. Reference Studios veranstaltete mit der italienischen Marke CP Company eine Installation inklusive Workshop sowie einen einwöchigen Pop-Up Shop des Labels GmbH und UGG präsenteiert die offizielle Intervention After-Party. Insgesamt versammelte sich ein junges, sehr modeaffines und diverses Publikum bei den BFW-Aktivitäten und machte den besonderen Vibe in ganz Berlin sicht- und spürbar. Die Initiator:innen der Berlin Fashion Week bedanken sich für die Unterstützung der Partner-Brands! CUPRA: Für die Bereitstellung von Shuttles, die unsere Hospitality-Gäste komfortabel durch die Stadt beförderten. 1664 Blanc: Für das einzigartige Bier, das die Atmosphäre zahlreicher Veranstaltungen der Berlin Fashion Week bereicherte. Don Julio: Für die exquisiten Paloma Cocktails und den Spaß! Die nächsten Berlin Fashion Weeks finden vom 31.01. bis 03.02.2025 und vom 14.07. bis 17.07.2025 statt. Das gesamte Bildmaterial der Berlin Fashion Week steht im offiziellen Media Hub zum Download zur Verfügung. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://fashionweek.berlin/berlin-fashion-week.html MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Strahlend trotz Regen - Das war die Berlin Fashion Week im Sommer 2024

  • Lutz Huelle: Pariser Prunk in Berlin

    27. Juli 2018 Auf Einladung des Fashion Council Germany zeigte Lutz Huelle zum Abschluss der Berlin Fashion Week in der Halle am Berghain die Highlights seiner Kollektionen und brachte mit opulenten Kronleuchtern und vergoldeten Stühlen Pariser Prunk nach Berlin. Nach seinem Studium am Central Saint Martins war er für Martin Margiela tätig und lancierte anschließend 2000 sein gleichnamiges Label.Als zweimaliger Andam-Preisträger und Consultant für die Max Mara Fashion Group ist Lutz Huelle eine feste Größe im internationalen Modebetrieb. Sie haben ihr Label in Paris lanciert und immer dort gezeigt. Wie fühlt es sich an in Berlin zu zeigen? Berlin ist einer meiner liebsten Orte auf der Welt und es fühlt sich toll an hier zu sein. Ich habe das Gefühl, dass ich zu Hause bin. Wir hatten das Fitting mit Blick auf die Gedächtniskirche, was unglaublich war. Hätte mir jemand vor Jahren mal gesagt, dass ich in Berlin eine Kollektion zeige, und dann auch noch in diesem tollen Gebäude, hätte ich das nicht geglaubt. Worin unterscheidet sich die Mode in Deutschland von anderen Ländern? Ich glaube die deutsche Mode hat viel mehr Potenzial als man international wahrnimmt. Es passieren auch in der Mode so viele interessante Dinge in Deutschland, trotzdem ist es verhältnismäßig schwierig als junger Designer Fuß zu fassen. Hier geht es eher darum sofort in großem Maße Kleidung zu verkaufen. Das ist in Frankreich und Italien nicht unbedingt der Fall. Dort wird seit Jahrzehnten gezeigt, dass man auch mit Kreativität und interessanten Dingen Geschäfte machen kann. Was muss sich hierzulande ändern? Ich schätze diese unglaubliche Bodenständigkeit, die in Deutschland herrscht. Ich finde es extrem angenehm, dass man immer weiß, woran man ist. Aber es fehlt eine gewisse Offenheit. In Deutschland glauben die Leute, dass man, wenn man eine Sache tut, eine zweite Sache nicht anders machen kann. Ich arbeite im Ausland für verschiedene Marken, die mit meiner eigenen Marke nichts zu tun haben und einen völlig anderen Stil haben als ich selbst. Und ich finde, dass man sich mehr auf seine Instinkte verlassen müsste, gerade was Mode angeht. Manchmal müsste man vielleicht einfach sagen, das ist das Richtige im Augenblick, auch wenn es nicht für jede Frau auf der Welt verkäuflich ist. Instinktiv handeln, das beschreibt Sie ganz gut. Sie waren einer der ersten, der auf die Straße ging, beobachte und Streetwear und Counter Culture auf den Laufsteg holte. Der große Erfolg setzte auch für Sie erst nach Jahren ein. Wie blicken Sie darauf, dass jetzt so viele Marken – auch große Modehäuser – mit diesen Themen kokettieren? Ich finde das toll. Es ist das Beste was passieren konnte. Es ist ein Zeichen dafür, dass ich die richtigen Instinkte hatte und es vollkommen natürlich ist, aufzugreifen, was man im Alltag sieht. Das ist das interessante an der Mode. Alle haben denselben Gedanken haben und dann geht es weiter. Ich hatte diesen Gedanken eben vielleicht ein bisschen früher. Wie geht es weiter? Tritt jetzt, wo so viele eine ähnliche Ästhetik umsetzen und sich das Bild lansam übersättigt, wieder eine Kehrtwende ein? Es geht immer weiter. Es gibt immer andere Sachen die nach vorne gehen, aber ich habe das Gefühl, dass es im Moment zu einer gewissen Eleganz zurückgeht. Es klingt altmodisch, aber gerade das finde ich ja interessant. Sie sind mit den Künstlern Alandra Bircken und Wolfgang Tillmans in Remscheid aufgewachsen und zusammen erst nach Köln und dann nach London gegangen. Wie wichtig ist eine Gemeinschaft Gleichgesinnter für kreative Arbeit? Mit den beiden habe nicht zusammengearbeitet, wir sind in erster Linie einfach Freunde. Aber Gleichgesinnte sind extrem wichtig, weil niemand alleine sein möchte und jeder verstanden werden möchte. Es ist wahnsinnig wichtig eine Gemeinschaft zu haben, gerade heute passiert so vieles durch Zusammenarbeit. Überhaupt die Idee Dinge im Alleingang zu machen ist für mich völlig veraltet. Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Arbeit des Fashion Council Germany? Die Arbeit des Fashion Council ist extrem wichtig. Verrückterweise gibt es das in anderen Ländern ja schon seit Jahrzehnten. Die Tatsache, dass es das jetzt auch hier gibt, ist ein Zeichen dafür, dass Mode in Deutschland endlich ernst genommen wird. Ich überlege manchmal, ob ich überhaupt weggezogen wäre, wenn es damals anders gewesen wäre. Aber als ich angefangen habe, war es einfach nicht möglich in Deutschland etwas in dieser Form aufzubauen. Sie wurden im Frühjahr in Paris gemeinsam mit anderen Desigern zu Emmanuel Macron in den Elysée-Palast eingeladen und wurden nun auch mit Vertretern der deutschen Mode-Industrie im Kanzleramt von Angela Merkel empfange. Wie hat sich das angefühlt? Es hat sich in Berlin genauso toll angefühlt wie es sich in Paris angefühlt hat. Der französische Staatspräsident hat uns gesagt: „Ici, c’est votre maison“. Man fühlt sich dadurch ernst genommen. Das war jetzt auch in Berlin der Fall als uns die Bundeskanzlerin empfangen hat. Man kann über die Mode sagen was man will, aber Tatsache ist, dass sie eine riesige Industrie ist. Sie ist genauso wichtig wie die Autoindustrie und ich finde es völlig verrückt, dass man das in Deutschland bisher nicht so wahrnehmen wollte. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Lutz Huelle: Pariser Prunk in Berlin

  • Fashion Council Germany initiiert Förderprojekt “FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP”

    21. März 2024 Der Fashion Council Germany ruft die Initiative FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP ins Leben und schließt sich für die erste Ausgabe mit dem Istituto Marangoni zusammen. Im Rahmen des Projektes werden zwei Stipendien für jeweils ein Masterstudium am Istituto Marangoni in Mailand und London vergeben. Bewerben können sich interessierte Mode- und Businesstalente aus Deutschland, die die Zukunft der Modeindustrie aktiv mitgestalten wollen. Der Fashion Council Germany ruft über seine Bildungsplattform re.FASHION ACADEMY die Initiative FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP ins Leben und erweitert damit sein bestehendes Portfolio an Education Programmen. Mit dem Förderprogramm sollen zukunftsorientierte Design- und Businesstalente aus Deutschland unterstützt und ausgebildet werden. Die erste Ausgabe wird in Zusammenarbeit mit der internationalen Hochschule Istituto Marangoni als FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by Istituto Marangoni initiiert. Vergeben werden zwei Stipendien für jeweils ein Masterstudium: Am Istituto Marangoni in London für Sustainable Fashion & Systems sowie am Istituto Marangoni in Mailand für Fashion Business & Entrepreneurship . Der Fashion Council Germany hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Talente in verschiedenen Phasen ihrer Karriere zu unterstützen und zu fördern. Mit der re.FASHION ACADEMY wurde eine Plattform initiiert, die durch das FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP ergänzt wird und so auch über die angebotenen Seminare, Workshops und Webinare hinaus, die Möglichkeit einer physischen Weiterbildung bietet. Bewerben können sich, in Deutschland ansässige Bachelorabsolvent:innen, die die Zukunft der Modeindustrie in den Bereichen nachhaltiges Modedesign, Start-ups oder Social Enterprises aktiv mitgestalten möchten. Das Profil der Bewerber:innen sollte dabei durch Werte und Interessen wie Kreativität, Innovation, Nachhaltigkeit, Leidenschaft und inklusives Denken geprägt sein. Eine Fachjury wählt die Gewinner:innen der beiden Stipendien aus, welche im Juni 2024 bekannt gegeben werden. Die Jury setzt sich aus namhaften Branchenexpert:innen zusammen. Für Mailand: Diana Marian Murek (Director of Education, Istituto Marangoni Milano), Manuela Kampp-Wirtz (Co-CEO, BurdaVerlag), Nadja Swarovski (Präsidentin, Fashion Council Germany), Scott Lipinski (CEO, Fashion Council Germany) und William Fan (German Fashion Designer). Für London: Christiane Arp (Vorstandsvorsitzende, Fashion Council Germany), Janina Lin Otto (Unternehmerin und Gründerin), Kerstin Weng (Head of Editorial Content, Vogue Germany), Noorin Khamisani (Programme Leader für Postgraduate Fashion) und Kirsty Keoghan (General Manager Global Fashion, eBay). Der FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by ISTITUTO MARANGONI ist mit zwei Masterstipendien im Wert von je 30.000 Euro, jeweils einem re.FASHION ACADEMY Gutschein im Wert von 500 Euro sowie diversen Kommunikationsleistung auf den Kanälen des FCG und Istituto Marangoni dotiert. Das Masterstudium startet im Oktober 2024 und läuft bis zum Frühjahr 2026 . Bewerbungen für die beiden Stipendien sind ab sofort bis zum 21. April 2024 über die Website des Istituto Marangoni HIER möglich. Alle Details zu den Teilnahmebedingungen gibt es HIER . Fashion Council Germany Mitglied Waridi Schrobsdorff fungierte als Mit-Initiatorin des Projektes. (Foto-Credit: Istituto Marangoni) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Daniela Eichhorn INFOS ANFRAGEN daniela.eichhorn[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.refashion.academy/fcg-future-minds https://www.istitutomarangoni.com/de https://www.istitutomarangoni.com/en/admission/scholarships/scholarship-in-partnership-with-fashion-council-germany MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Fashion Council Germany initiiert Förderprojekt “FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP”

  • Happy Birthday to us! Impressionen unseres Jubiläums-Dinners

    28. Nov. 2025 Das positive Resümee der vergangenen zwölf Monate, die Wiederwahl unseres Vorstands, eine inspirierende Keynote der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann: Die Jahresmitgliederversammlung am Donnerstag, 27. November 2025, ließ und nicht nur auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2025 zurückblicken – sondern auch mit viel Enthusiasmus in die nächste Dekade des Fashion Council Germany. Und apropos Jubiläum: Der Versammlung war ein Dinner anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens vorausgegangen, zu dem wir am Mittwochabend gemeinsam mit unserem offiziellen Partner eBay ins Restaurant Beast geladen hatten – im historischen Pressecafé, einem geschichtlich wie gesellschaftlich bedeutenden Ort Berlins gelegen. Vor 220 Gästen aus Medien, Politik und Stadtgesellschaft hob Kirsty Keoghan, General Manager Fashion & Luxury bei eBay, in einer Ansprache den Erfolg des FCG und der Zusammenarbeit hervor. Christiane Arp erinnerte in einer Ansprache ihrerseits an unsere übergeordnete Mission zurück: „ Wir wollten Mode in und aus Deutschland als Kultur- und Wirtschaftsgut etablieren, gerade jungen Talenten Bühnen bieten, um sie national wie international sichtbar zu machen, Brücken bauen zur Bekleidungsindustrie, Wirtschaft und Politik. “ Seitdem hätten zahlreiche Programme etabliert werden können, „ von denen jedes einzelne auf unsere Vision einzahlt. “ Zu den Gästen des Abends zählten unter anderem Michael Biel (Staatssekretär, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Johanna Dramé (Referentin Modewirtschaft, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Frank Fischer (Referatsleiter Kultur- und Kreativwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Mandy Krüger (Head of Fashion, eBay Deutschland), Timo Weber (CEO, KaDeWe), Heiko Desens (VP Creative Direction, Puma), Patrick Pendiuk (Fashion Features Director, VOGUE Germany), Herbert Hofmann (VP Creative Director, High Snobiety), John Cloppenburg (Mitglied des Advisory Boards, Fashion Council Germany), Mumi Haiati (CEO, Reference Studios), Kristian Schuller (Fotograf), Philipp Bree (CEO, PB0110), Bianca Lang-Bognár (Editor-in-Chief, S-Magazin; Managing Director, brookmedia) sowie zahlreiche Designer:innen, darunter Sia Arnika, Fiona Bennett, Alan Balletshofer, Anne Bernecker, Johannes Böhl-Cronau (Ioannes) und Odély Teboul (Lou de Bétoly). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Happy Birthday to us! Impressionen unseres Jubiläums-Dinners

  • Theo Grassl mit Sabine Lettmann, Lydia Maurer und Alexandra Svendsen

    27. Aug. 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Dieser #FCGVOICES Talk wird von Theo Grassl moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Sabine Lettmann (Fashion Design & Creative Consulting), Lydia Maurer (PHYLYDA) und Alexandra Svendsen (Alexandra Svendsen). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Theo Grassl mit Sabine Lettmann, Lydia Maurer und Alexandra Svendsen

  • Berliner Press Days: Die Showrooms der Stadt öffnen ihre Türen

    17. Apr. 2026 Die Berliner Press Days haben sich für uns zu einem echten Highlight im Kalender entwickelt. Zweimal im Jahr öffnen die Showrooms der Stadt ihre Türen und machen die Stadt für zwei Tage zum Treffpunkt der deutschen Mode-, Presse- und Kommunikationswelt. Die Agenturen präsentieren die neusten Kollektionen ihrer Kunden – und zwischen Kleiderstangen und Kaffeetassen entstehen Gespräche, die die Branche antreiben. Als Fashion Council Germany nutzen wir die Press Days ganz bewusst, um unsere Member zu besuchen, ihre Arbeit live zu sehen und – ganz wichtig – miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn viele der teilnehmenden Agenturen sind selbst FCG-Mitglieder, oder sie zeigen Brands, die es sind. Bei den Frühjahrs-Press-Days waren wir bei verschiedensten Showrooms - und das haben wir dort entdeckt: Press Factory Erster Stopp: Press Factory ! Die Agentur, deren Mitinhaberin Mandie Bienek Gründungsmitglied des FCG und aktuelles Präsidiumsmitglied ist, präsentierte unter anderem die aktuellen Kollektionen von unseren Mitgliedern Panos Gotsis und Esther Perbandt – zwei Berliner Brands, die für starkes Handwerk und ausgeklügelte Designs stehen. Dazu gab es eine interaktive Station von Pepe Jeans, an der Besucher sich eine Denim-Tasche mit individuellem Laserdruck versehen lassen konnten. Die Agentur nutzte den Anlass außerdem, um einen persönlichen Meilenstein zu zelebrieren: Press Factory feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen! Die Feierlichkeiten dazu läuteten sie direkt im Showroom mit einer Portion Nostalgie ein: Eine Ecke wurde mit Postern von Popstars, einem alten Röhrenfernseher und passender Y2K-Deko geschmückt und erinnerte so daran, wo ihre Reise Anfang der 2000er begann . Bold Bei der Agentur Bold stand für uns ein FCG-Member im Mittelpunkt: Amazon Fashion . Der globale Player zeigt in Berlin, dass er die lokale Modeszene ernst nimmt – und Bold lieferte den passenden Rahmen dafür. Wir haben uns die Neuheiten genau angesehen und interessante Gespräche mitgenommen. haebmau.ATELIER haebmau.ATELIER – selbst FCG-Member – ist für seinen kuratierten, atmosphärischen Showroom bekannt, und auch diesmal machte die Agentur keine Ausnahme. Zu sehen gab es unter anderem die Welten unserer Mitglieder MCM und Zalando . MCM begeisterte mit einer Auswahl an luxuriösen Taschen und Accessoires – von klassisch bis modern. Zalando wiederum gab einen Einblick in die breite Vielfalt der Plattform: Die Besucher konnten eine kuratierte Auswahl unterschiedlicher Labels und Stile entdecken. KMB Creative Network Anschließend ging es für uns zu unserer Member-Agentur KMB Creative Network . Dort konnten wir neben vielen anderen Brands auch Natalie Grassis aktuelle Kollektion anschauen – elegant aber verspielter Schmuck, mit einem klaren Gespür für Wearability. Dazu gab es eine Fotobox, eine Kaffeebar und leckere Snacks! FakePR Ein besonderer Dank gilt FakePR – FCG-Member und gleichzeitig Organisator der gesamten Press Days. Dass man neben der logistischen Meisterleistung auch noch einen wunderschönen eigenen Showroom auf die Beine stellt, verdient Applaus! Gezeigt wurde hier unter anderem FCG-Member Carl Friedrik , ein skandinavisches Label für Lederwaren und Reiseaccessoires. Elegant, funktional, zeitlos – und in diesem Rahmen perfekt in Szene gesetzt. Silk Relations Den Abschluss unseres Tages bot FCG-Member Silk Relations . Neben den Kollektionen ihrer Kunden warteten gleich zwei charmante Experience-Stationen: An einem Tisch konnten Besucher:innen Taschen aus Sofastoff einer Möbelmarke mit Bügelbildern individuell gestalten, an der anderen Station gab es Matcha und Kaffee to go – und das in bunten Bechern, die man selbst verzieren durfte. Die Berliner Press Days finden zweimal im Jahr statt; die nächste Edition ist für den Herbst geplant. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wieder durch die Showrooms zu streifen, neue Kollektionen zu entdecken und anregende Gespräche zu führen. Und wer weiß: Vielleicht ist der FCG beim nächsten Mal nicht nur als Gast dabei – sondern wieder mit einem eigenen Showroom mittendrin. Mal sehen… AUTOR:IN Ronja Hetland ANSPRECHPARTNER:IN Comm2-Team INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Berliner Press Days: Die Showrooms der Stadt öffnen ihre Türen

  • Stefan Brunner

    PREVIOUS NEXT Stefan Brunner Project Manager Berlin Fashion Week Nach 7 Jahren in der österreichischen Tourismusbranche, einem Umzug nach Berlin, mit Studium in Mode- und Designmanagement (B.A.) und Stationen bei Hermès, Longchamp und RIANNA + NINA, beschäftigte Stefan sich in seiner Bachelorarbeit vor allem mit Strukturförderung und Standortentwicklung in der Modebranche und fand so 2021 zum Fashion Council Germany. Nach 3,5 Jahren Vollzeit im Projektmanagement – zuletzt als Project Lead der Berlin Fashion Week – zog er im September 2024 nach London für einen Master in „Applied Psychology in Fashion (MSc.)“ am London College of Fashion (UAL) und arbeitete seitdem von dort in Teilzeit beratend an vielen FCG-Projekten mit. Seit Dezember 2025 ist er wieder in Vollzeit Teil des Berlin Fashion Week Teams und übernimmt die Leitung des Formats während Antaras Elternzeit ab März 2026. Stefan ist Teil der LGBTQI+ Community und sieht Inklusion als Pflicht, um eine nachhaltige und faire Zukunft zu erreichen. Dieses Ziel verfolgt er mit strategischem Ansatz und einer Leidenschaft für die Schaffung kultureller Momente und menschlicher Verbindungen. Eine weitere Leidenschaft ist „Public Speaking“ – über Emerging Creatives, Vielfalt und Inklusion sowie menschliches Verhalten im Kontext von Kreativität und Konsumgütern. stefan.brunner[at]fashion-council-germany.org

  • NEWS: Fashion Council Germany initiiert zur Berlin Fashion Week sein Talk Format METAMORPHOSIS in Partnerschaft mit Vogue Business und eBay Deutschland

    Zur Berlin Fashion Week im Juli 2024 veranstaltet der Fashion Council Germany in Partnerschaft mit VOGUE Business und eBay Deutschland erstmals sein Talk Format „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ powered by eBay. Vom 02. bis zum 04. Juli kommen nationale und internationale Expert:innen der Modeindustrie und Circular Economy in der CUPRA City Garage in Berlin Mitte zusammen, um über die verschiedenen Facetten und die notwendigen Veränderungen der Branche in den Dialog zu treten. An den drei Veranstaltungstagen wird das Oberthema Circularity aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Design, Technology & Innovation sowie Community. NEWS: Fashion Council Germany initiiert zur Berlin Fashion Week sein Talk Format METAMORPHOSIS in Partnerschaft mit Vogue Business und eBay Deutschland Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://fashionweek.berlin/index.html https://www.voguebusiness.com/about/vogue-business-about-us https://city-garage-berlin.cupra.de/?gad_source=1&gclid=CjwKCAjw65-zBhBkEiwAjrqRMN0t7Abr7E8NP-9BoAt84uxQ3WSeTCeIJdezmOu9denhqsNBOvORxBoCoNcQAvD_BwE&gclsrc=aw.ds DOWNLOAD PM Download Über 30 renommierte Branchenexpert:innen werden in sechs unterschiedlichen Panel Talks über diese Themen diskutieren und Impulse für eine anschließende Publikumsdiskussion geben. Unter dem Motto „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ zielt das Talk Format besonders darauf ab, die verschiedenen Facetten und essentiellen Transformationen der Branche herauszuarbeiten, Diskussionsräume für aktuelle Themen zu schaffen und so den Austausch innerhalb der Branche zu fördern. Das Thema Circularity bzw. Kreislaufwirtschaft ist bereits in vielen Konzepten der Brands des BFW Kalenders zu sehen. Auch Projektpartner eBay Deutschland spielt als einer der größten Online-Marktplätze Deutschlands ebenfalls eine tragende Rolle, Händler:innen und Privatpersonen eine vertrauenswürdige Plattform für Kreislaufwirtschaft zu bieten. Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany, betont: „ Talk Formate wie METAMORPHOSIS bieten uns die Möglichkeit führende Branchenexpert:innen aus unserem Netzwerk zusammenzubringen, um ihr geballtes Wissen mit einem interessierten Publikum zu teilen. Es lässt mich positiv hoffen, dass wir die Bühne der Berlin Fashion Week nutzen werden, um die Konversation anzuregen und so eine Veränderung in Gang zu setzen.“ Tanja Vojkic, Category Lead Fashion bei eBay Deutschland ergänzt: „ In den vielen Gesprächen, die wir kontinuierlich mit unseren Stakeholdern im Fashion-Handel und -Industrie führen, ist das Thema Kreislaufwirtschaft maßgeblich auf der Agenda. Schon vor 25 Jahren war eBay.de ein Pionier der Kreislaufwirtschaft, heute ist der Wachstumsmarkt rund um Pre-Loved Artikel mehr denn je ein zentrales Element der Strategie und Zielsetzung von eBay Deutschland. Da liegt es nahe, dass uns daran gelegen ist, mit einem Panel Talk rund um Circularity den Austausch in der Modebranche zu fördern. “ Während der drei Veranstaltungstage finden folgende Panel Talks statt: Dienstag, 02. Juli – DESIGN Impulsvortrag: What is Circularity? #1 Panel: "Crafting Love: Designing for Circular Fashion and Garment Longevity" #2 Panel: "Beyond Good Intentions: Navigating Global Human Rights in Design and Supply Chains" Mittwoch, 03. Juli – TECHNOLOGY & INNOVATION #3 Panel: "Innovative Retail Revolution: Redefining Product-Centric Shopping across experiences and touchpoints #4 Panel: How to implement AI in a responsible way? Donnerstag, 04. Juli – COMMUNITY #5 Panel: "Fashioning Community Narratives: Bridging CSR Reporting to End Consumers through Storytelling" #6 Panel: "Breaking Barriers: Empowering Fashion in the Global Creative Economy" Das Event ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet damit während der Berlin Fashion Week besonders auch den Modeinteressierten abseits vom Fachpublikum die Möglichkeit einer Teilnahme. Als Veranstaltungsort fungiert die CUPRA City Garage am Aaron-Bernstein-Platz 1, 10117 Berlin. Die 2023 eröffneten Ausstellungsräumen bieten mit ihrem modernen und industriellen Look die perfekte Location für das Talk Format. Des Weiteren ist CUPRA der Mobility Partner der Berlin Fashion Week. Branchenexpertin Ann Claes fungiert als Content Director und unterstützt den FCG sowohl inhaltlich als auch bei der Zusammenstellung der Panelist:innen. Als Co-Founder der Mode-, Nachhaltigkeits- und Technologieagentur Masjien verbindet sie ihr über 20-jähriges Branchenwissen mit neuen innovativen Ideen. Panelist:innen sind u.a. Dilys Williams (Centre for Sustainable Fashion), Dries Vriesacker (ENFNTS TERRIBLES), Herbert Hofmann (Highsnobiety), Janina Lin Otto (Holistic Foundation), Kerstin Weng (VOGUE Germany), Kirsty Keoghan (eBay), Kirsty McGregor (Vogue Business), Liz Ricketts (The Or Foundation), Maliha Shoaib (Vogue Business) und Nina Knaudt (Rianna + Nina). Eine Anmeldung für die Panels ist über die Website des Fashion Council Germany HIER möglich. PREVIOUS NEXT

  • "Every fashion student should have visited a farm at least once", says Jacqueline Farrell, Education Director at The King's Foundation

    6. Jan. 2026 “There is nothing wrong with loving fashion for its beauty,” says Jacqueline Farrell, Education Director at The King’s Foundation. In this interview, she explains why it is equally important to engage young people with the more serious dimensions of the industry — through initiatives such as the FASHION ZUKUNFT conference and the residency programmes GENERATION ZUKUNFT and FASHION X CRAFT, which Fashion Council Germany runs in partnership with The King’s Foundation in Scotland. Jacqueline Farrell, why is it important to introduce young people, students and pupils, to key fashion topics like sustainability, fair production, and craftsmanship at an early stage? We often only start discussing sustainability or environmental issues once we are already in professional life. Only then do we struggle with these problems and ask ourselves: How are we supposed to solve this now? But by that point, we are already in the middle of these challenges, and we should have the skills to deal with them. That’s why we place great emphasis on giving young people not just practical skills, but also awareness of the issues that we must address now and in the future, including with regard to our planet. How do you implement this at The King’s Foundation? It’s crucial to engage with young people in an adult manner on the issues affecting our industry. They respond incredibly well when you say: “Here’s the problem, here’s the challenge, how can we fix it?” We show them some of the solutions that are already in place and ask: “What can you do now? What do you want to do in the future?” And that doesn’t overwhelm them? Society often believes that young people are not ready to think about such issues or that they cannot grasp their depth. But in reality, teenagers begin thinking about their future and careers around the age of 13 or 14, and they enjoy being treated like adults. When we host our conferences with the Fashion Council Germany and have, for example, Christiane Arp speak to them from the front row, that’s something 14-year-olds don’t usually experience. The industry should not say: “You’re only worthy of my attention when you’re 22.” In partnership with The King’s Foundation, the Fashion Council Germany’s annual FASHION ZUKUNFT Conference at Dumfries House in Scotland also exposes young people to fashion as a career. I heard a student from Germany was so inspired by Christiane Arp that she decided to become a fashion designer. That shows that when you have inspiration, role models, and the opportunity to engage with these topics early on, you become an informed consumer, and possibly an informed professional. You enter the industry knowing what’s wrong. In my generation, no one really had any idea that something could be wrong within the fashion industry. Yet we helped build the fast fashion movement that exploits people. At the time, no one really talked about these problems in the industry — and as long as you don’t address global issues collectively, you cannot solve them. How does the collaboration between the Fashion Council and The King’s Foundation work? The joint projects include the FASHION ZUKUNFT conference, the GENERATION ZUKUNFT residency program, and FASHION X CRAFT. Can you explain the method and why it reaches and inspires young people? When Scott Lipinski first contacted us, he was curious about our work on craftsmanship and fashion at Dumfries House. The King’s Foundation strives to ensure that our work is not limited to our Scottish headquarters or the UK; international exchange, especially within Europe, is very important to us. So we decided to organise a conference to bring professionals from both countries together and ask: Where are the shared challenges? The 2019 conference marked our first exchange. I suggested that, in addition to an industry conference, we should also organise one for 12- to 18-year-olds. I was tired of attending the same conferences with the same people, where nothing ever changed. I said: “We have to tell the young people, those who will follow in our footsteps, about these things.” So Scott and I simply tried it. We were surprised that many guest speakers were nervous, asking: “How do I talk to a 14-year-old about these issues?” And I replied: “How do you talk to a 21-year-old or a 65-year-old? Just normally, like a conversation.“ And how did it go? At the first conference, we asked students to share what they wanted to change after that day. We created tailor’s mannequins with paper tags where they wrote their resolutions: “Consume less,” “Hold companies more accountable,” “Keep my clothes longer.” It was the first time the Fashion Council Germany saw how quickly mindsets could change and responsibility could be entrusted to young people — responsibility they normally wouldn’t have been given. That motivated us to continue the conferences. Out of this collaboration, FASHION ZUKUNFT was born, which we financially support. How does FASHION ZUKUNFT work? Our German partners developed online courses that were introduced in schools and selected the most talented students to come to Scotland for an intensive learning week. The conference is the highlight, where German and Scottish students meet. I noticed that the questions from the German students went much deeper — they were the ones who had already completed the courses. The programme at Dumfries House fostered a questioning, investigative mindset and imparted more profound knowledge. They no longer accept answers at face value without critical reflection, for example, if someone says fabrics can be dyed using algae, they respond: “But doesn’t that harm the seabed?” Can you tell us about the FASHION X CRAFT project? The project was Scott’s idea, bringing German fashion students to Scotland for three weeks to learn craft skills, even with materials not directly related to fashion, such as stone, wood, metal, and plaster. We demonstrate that these materials can open up entirely new avenues for the market, for silhouettes, for proportions, and for working with materiality. Participants also value the opportunity to slow down, observe nature, and work with natural materials. Craftsmanship plays a central role in your work. Do you believe the value of well-made, durable clothing can be made more visible again? We try to raise awareness of craft skills, the time, care, and value involved. For example, we also have projects with Chanel in embroidery and haute couture. When you know how long something takes and how beautiful it is, you don’t throw it away. This mindset has been lost. Clothes used to be passed down, repaired, altered, and kept until they were fashionable again. Today, people think they can just discard garments because they have so many. What is the solution? We aim to improve the message: The more that is produced, the more harm is done to the environment. Production will always exist, but let it be ethical. Let’s celebrate craftsmen and pay fair wages. Sustainability means considering both ecological and economic factors. Many recycling solutions still legitimise cheap mass production. Young people realise they have been misled, that’s part of my mission: to make it clear to them without shaming them. Do you try to preserve traditional craft techniques? Once knowledge is lost, it is lost forever. We cannot save all techniques, there aren’t enough people willing to learn them for years. But we try to preserve what we can and highlight its importance. We collaborate with the Heritage Crafts Association in the UK, which publishes an annual list of endangered crafts, similar to the Red List for animals. When a craft is listed, we increase our efforts there. Can you give an example? Currently, the hand-sewn Scottish kilt is regarded as endangered because machine-made ones are more affordable. A genuine kilt is entirely handmade and demands significant skill. Efforts are ongoing to grant it protected status, similar to traditional techniques in Japan, where people are willing to pay more for it. We aim to make traditional craft forms modern. Nobody will wear wooden shoes again, but some dances in the UK still require them. Or we take old techniques like fine embroidery and apply them to modern designs, so they stay desirable. Instead of copying medieval patterns, we adapt the technique into contemporary design. Could it be the role of universities to teach traditional techniques in new ways? If you study fashion, you should understand how things are made in order to design them better. For a long time, there was a separation: you could create collections digitally without knowing how they are produced. But if you’ve never sewn something by hand, you cannot design effectively, resourcefully, or realistically. Fashion is also a form of engineering — and increasingly a science. And finally: there is nothing wrong with loving fashion for its beauty. Clothes help us enter spaces confidently. Are there exciting new projects coming up? We are currently working on a project with Amazon MGM in costume craftsmanship. We are exploring how film, TV, and theatre productions can better incorporate craft skills. A particular concern of mine is forging a stronger link between agriculture and fashion. Without healthy soil, there are no fibres, no natural dyes, no leather. We want students to visit farms, meet sheep, compare wool fibres, and understand why wool is water-repellent, fire-resistant, warm, and breathable. Every fashion student should have visited a farm at least once. This conversation is an excerpt from our 10-year Fashion Council Germany booklet, in which we reflect on a decade of shaping and advancing German fashion. Discover the full booklet and explore all the stories and highlights HERE . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/ https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-x-craft https://kings-foundation.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT 10 YEARS FCG "Every fashion student should have visited a farm at least once", says Jacqueline Farrell, Education Director at The King's Foundation

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