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- Berlin Fashion X International Delegationsreise nach Tokio: Diese Brands sind dabei
16. Okt. 2025 Berlin Fashion X International startet in das nächste Kapitel – dieses Mal geht es nach Tokio, Japan! Als globale Hauptstadt der Innovation und eine der modischsten Metropolen der Welt bietet Tokio die perfekte Bühne für unsere nächste Reise. Wir freuen uns, die neun deutschen Marken bekannt zu geben, die uns vom 09.11.25 bis 14.11.25 in Japan begleiten werden. Vor Ort werden sie ihr Netzwerk erweitern und neue Chancen auf dem japanischen Markt erkunden. Von Workshops mit führenden Branchenexpert*innen bis hin zur Entdeckung der dynamischen und stetig wandelnden Modeszene Tokios – wir sind gespannt, welche Möglichkeiten diese Stadt bereithält! Mit dabei sind: Anne Bernecker , Carolin Dieler , Esther Perbandt , Gerrit Jacob , LUEDER , MARKE , Panos Gotsis , SF1OG und Vladimir Karaleev . Erfahrt mehr über das Programm und die Initiative über den Link in unserer Bio. Unterstützt wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Europäischen Union. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Laura Altenberg INFOS ANFRAGEN laura.altenberg@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.berlinfashioninternational.com/ https://www.fashion-council-germany.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Berlin Fashion X International Delegationsreise nach Tokio: Diese Brands sind dabei
- Berlin Fashion Week is on! Impressionen vom Opening Dinner der Saison
2. Juli 2026 Am Donnerstagabend haben der Fashion Council Germany und die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe zum Opening Dinner der nun eröffneten Modewoche geladen. Dabei fand das Networking-Event – seit Jahren eine feste Tradition im offiziellen Kalender der Berlin Fashion Week – erstmals nicht in einem Restaurant, sondern in einer spannenden Offsite-Location statt. „ In den vergangenen Saisons hat die Berlin Fashion Week die Arbeiten ihrer Designer:innen immer tiefer in die Stadt hineingetragen – sie sichtbar gemacht in den wichtigsten Kulturinstitutionen des Landes und an ikonischen Orten wie dem Roten Rathaus, dem Flughafen Tempelhof oder hoch oben auf dem Fernsehturm. Nun schließen wir mit dem Eröffnungsdinner in der Großen Orangerie des Schloss Charlottenburg, in der am Freitag zudem Der Berliner Salon eröffnen wird, an diese Geschichte an: Mode wird als Teil der Kultur, der Geschichte und der Gesellschaft erlebbar", so Christiane Arp , Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany. „Berlin ist nicht nur ein Ort kreativer Freiheit, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort für die Modebranche. Innovative Startups und Labels, etablierte Unternehmen und tausende Beschäftigte prägen diesen Sektor und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung unserer Stadt. Die Berlin Fashion Week macht diese Stärke sichtbar und trägt sie in die Welt: Sie verbindet Design mit Unternehmertum, die Kreativität lokaler Talente mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit", ergänzt Berlins Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel . „Unser Anspruch ist es, mit unserer Förderung weiterhin die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen nachhaltige Innovation wachsen kann – damit Berlin seine internationale Strahlkraft als Modestandort weiter ausbauen kann und seine erneut gewonnene Relevanz erhält.“ In dieser Saison konnten in der Orangerie des Schloss Charlottenburg rund 230 Gäste aus Mode und Medien, Politik und Gesellschaft begrüßt werden, darunter Kozue Akimoto (Model), Carlo Bellmann und Keith Metcalfe (eBay), Michele Beil und Jale Richert (Richert Beil), Iris Berben (Schauspielerin), Edward Buchanan (Perfect Magazine), Declan Chan (Content Creator), William Fan (Designer), Franziska Frosch (Elle Germany), Alfons Kaiser (FAZ), Florence Kasumba (Schauspielerin), Manuela Kampp-Wirtz (Burda Style Group), Wana Limar (Creative Director), Nadja Reusch (Airbnb Germany), Angel Nemov (Business of Fashion), Janina Lin Otto (Holistic Foundation), Eva Padberg (Model), Caroline Rush (UNation), Hadnet Tesfai (Moderatorin), Valentin von Arnim (Iris von Arnim), Kerstin Weng (Vogue Germany), Arashi Yanagawa (John Lawrence Sullivan) und Bobby Kolade (Buzigahill). Nach Eröffnungsreden von Christiane Arp (Fashion Coundil Germany) und Staatssekretär Michael Biel (Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe) gingen die Gäste in einen entspannten Austausch über die vor ihnen liegende Edition der Berlin Fashion Week. Wir danken den offiziellen Partnern der Berlin Fashion Week, Airbnb und Martini , sowie dem Team der Orangerie des Schloss Charlottenburg. Fotos: Tonya Matyu, Jeremy Möller AUTOR:IN Manuel Almeida Vergara ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Berlin Fashion Week is on! Impressionen vom Opening Dinner der Saison
- RAUM RECAP DAY I with DAGGER | IDEN | JULIAN ZIGERLI
1. Juli 2025 The new presentation format RAUM.Berlin initiated by Fashion Council Germany and powered by eBay is having its debut during Berlin Fashion Week. Over the course of the three-day exhibition from July 1-3 , nine emerging fashion brands showcased their collections in a daily rotating line-up. On Day I the format kicked off with an opening reception and featured presentations from DAGGER , IDEN and JULIAN ZIGERLI . RAUM.Berlin was open to the public daily in the uniquely designed spaces at the iconic Kranzler X on Kurfürstendamm - which also hosted the talk series ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change ’ powered by eBay. HERE’S A LOOK BACK AT DAY I DAGGER IDEN JULIAN ZIGERLI (Credits: Dagger, Iden & Julian Zigerli Credit: Celine Witon) MEET THE DESIGNERS On the first day of RAUM.Berlin , three labels - DAGGER, IDEN & JULIAN ZIGERLI - presented their designs at Kranzler X. DAGGER After losing his job in 2020, Luke Rainey founded DAGGER with just €300 and a vision. Inspired by his skateboarding youth in Northern Ireland, the brand channels raw, DIY energy. Clothes that feel like scraped knees and cracked pavement. Visit Website IDEN Founded in 2021, Berlin-based IDEN explores the space between digital and physical worlds. Inspired by queerness, cyborgs, and rebellion, it challenges gender norms and convention - made for digital natives and new-age punks. Visit Website JULIAN ZIGERLI JULIAN ZIGERLI creates modern, functional fashion with a playful, timeless twist. Known for bold prints and collaborations across artistic disciplines, his Swiss-based label blurs the line between art and clothing. Visit Website PRE-LOVED. REIMAGINED. RAUM.Berlin , powered by eBay, sends a clear message: it’s time for mindful consumption and greater transparency. This is evident in the Pre-Loved Exhibition by eBay , which is also part of the format and takes place at Kranzler X . Carefully selected pre-loved pieces meet contemporary design visions - revealing just how inspiring circular fashion can be. Every item tells a story of renewal and transformation. The exhibition is curated exclusively for RAUM.Berlin by stylist Christian Stemmler . To offer a moment of pause amid the diverse program, the eBay Lounge invites visitors to relax and connect - a space designed for inspiration and exchange. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Comm2 Team INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S http://press[at]fashion-council-germany.org MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week RAUM RECAP DAY I with DAGGER | IDEN | JULIAN ZIGERLI
- STUDIO2RETAIL: Recap Fashion Week im Januar 2023
25. Jan. 2023 Eine aufregende Woche von STUDIO2RETAIL ging letzte Woche zu Ende. Insgesamt haben im Rahmen von STUDIO2RETAIL über 40 Veranstaltungen, darunter zahlreiche Store-Events, Pop-ups & Partys, zu denen Endkonsument:innen eingeladen werden, stattgefunden. Bei den Events könnten sich Interessierte über die Vielfalt der Berliner Modeszene informieren und austauschen. Das Netzwerk von STUDIO2RETAIL vereint über 100 Berliner Brands und Stores. Die Initiative, organisiert vom Fashion Council Germany und beauftragt von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, hat es sich zum Ziel gemacht, Berliner Designer:innen und Einzelhändler:innen zu unterstützen und die Berliner Modewoche auch für Interessierte zugänglich zu machen. Im Vorfeld gingen Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro an jeweils fünf Event-Konzepte die im Rahmen von STUDIO2RETAIL zur Berlin Fashion Week für Fachpublikum und Endkonsument:innen stattfinden. Eine Übersicht aller stattgefundenen Events und Teilnehmer:innen sind auf der Website von Studio2Retail zu finden. Credits: Rafael Bilio für ANIMA PROTECTION links, Ben Mönks für Fashion Council Germany rechts Unterstützt durch: AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Raphael Schreiber INFOS ANFRAGEN S2R[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.studio2retail.berlin/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News STUDIO2RETAIL: Recap Fashion Week im Januar 2023
- Philipp Wolff: „Bitte nicht Selbstbewusstsein mit Selbstüberschätzung verwechseln“
26. Juni 2026 Darf’s ein bisschen mehr Souveränität sein? Philipp Wolff findet: Ja, es darf! Der Kommunikationsexperte, der viele Jahre für das wirkungsvolle Außenbild der Marke Hugo Boss, später auch des Konzerns Hubert Burda Media verantwortlich zeichnete, wünscht Designer:innen in und aus Deutschland mehr Selbstbewusstsein. Im Gespräch mit dem Fashion Council Germany erklärt Philipp Wolff – seit November 2025 Mitglied im Advisory Board – warum es auch in der auf Perfektion konditionierten Branche wichtig ist, nicht nur zu den eigenen Stärken, sondern auch zu Schwächen zu stehen. Philipp, wenige Tage vor unserem Gespräch wurde in Mailand die neueste Kollektion von BOSS vorgestellt. Verfolgst du die Schauen der Marke, für die du bis 2013 mehr als zehn Jahre hindurch die weltweite Kommunikation verantwortet hast, auch heute noch? Natürlich, ich sehe mir nach wie vor jede Kollektion an! Ich verfolge die Entwicklung dieser Marke, die immer eine weltoffene und demokratische war: BOSS zeichnet sich nicht nur durch eine sehr breite Distribution aus, sondern auch dadurch, kontinuierlich den Anschluss an Kunst und Kultur, an Film, Musik und Sport zu suchen. Ich denke immer gern an Aktionen zurück, die wir zu meiner Zeit umgesetzt haben; wie wir zum Beispiel während der Biennale in Venedig, wo wir den deutschen und den US-amerikanischen Pavillon gesponsert und dort die Top-Leute der internationalen Kunstszene zusammengebracht haben, von Damién Ortega über Ed Ruscha bis Liam Gillick. Die Marke BOSS hat immer ein aufrichtiges Interesse daran gezeigt, was um sie herum passiert. Legendär waren damals auch die Modenschauen, die BOSS im Rahmen der Berlin Fashion Week gezeigt hat. Gibt es eine, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist? Da gab es so viele tolle Shows, in Theatern und Kirchengebäuden, im Tropenhaus des Botanischen Gartens oder dem Lagerhaus der Berliner Hafengesellschaft. Gut erinnern kann ich mich auch an ein gesetztes Dinner für HUGO in den Opernwerkstätten, einer riesigen Location in der Chausseestraße, die damals – ganz Berlin – noch wahnsinnig günstig zu mieten war. Wir haben vor Ort dann erstmal alle Toiletten renoviert, was für die Werkstätten im Nachhinein bestimmt ein schönes Geschenk war. Und niemals vergessen werde ich natürlich auch unsere Inszenierung am Brandenburger Tor – die erste Modenschau überhaupt, die dort ausgerichtet wurde. Berlin hatte schon zur damaligen Zeit eine tolle Energie, mit hervorragenden Stylist:innen und Journalist:innen, die hier unterwegs waren, und mit Magazinen wie Achtung und Sleek, die damals ganz neu an den Start gegangen sind. Heute sind wir wieder an einem Punkt, an dem gerade die Berlin Fashion Week eine ganz eigene Energie ausstrahlt. Also ein guter Zeitpunkt für dich, wieder mitzumischen? Seit November bist du schließlich Mitglied im Advisory Board des Fashion Council Germany, der die Fashion Week maßgeblich prägt. Als ich am Abend vor meiner Ernennung als neues Mitglied im Advisory Board auf dem Jubiläums-Dinner des Councils war, konnte ich mich mit einigen jungen Designer:innen austauschen. Mit Johann von Haderlump Atelier Berlin zum Besipiel, oder Johannes von Ioannes. Das waren wirklich berührende, animierende Gespräche, bei denen ich gemerkt habe: Diesem Nachwuchs muss man gerecht werden! Ihn nicht nur entdecken, sondern langfristig fördern und unterstützen. Wenn man diesen Talenten mit Expertise helfen kann, dann macht mich das glücklich. Zudem kenne ich viele Protagonist:innen des Councils schon seit vielen Jahren, Christiane Arp, LouLou Berg und Dirk Schönberger etwa. Als ich gefragt wurde, ob ich ins Advisory Board kommen möchte, war das also ein bisschen so, als würde mich meine alte Schulklasse bitten, noch einmal am Klassentreffen teilzunehmen – da sagt man nicht nein! Was ist der eine Rat, den du diesen jungen Talenten, von denen du sprichst, aus deiner Perspektive als Kommunikationsexperte geben würdest? Das Wichtigste ist, konsequent seine Idee zu verfolgen. Und da stecken eigentlich schon zwei Ratschläge drin: Zum einen, an sich selbst zu glauben und sich nicht beirren zu lassen – und zum anderen, Disziplin und Durchhaltevermögen im wirklich harten Modebusiness zu beweisen. Außerdem würde ich noch zu einem gewissen Opportunismus raten, also dazu, Optionen zu erkennen und zu nutzen, immer wieder den Kontakt zu Retailern und Medien, vielleicht auch zu Investor:innen suchen. Man muss sich gut verkaufen und selbstbewusst von der eigenen Arbeit sprechen können. Manchmal habe ich das Gefühl, das fällt gerade den Kreativen in Deutschland schwer: Als neulich der Deutsche Filmpreis verliehen wurde, ist mir aufgefallen, dass sich die Preisträger:innen bei ihren Dankesreden fast schon für iohren ihren Erfolg entschuldigten, dass sie jedem und allem danken, aber kaum selbstbewusst ihre eigene Leistung feiern. Und das ist eine speziell deutsche Art der Bescheidenheit? Ich finde, dass wir generell ein bisschen zu verknorpelt und verkopft sind. Wir können nicht so locker irgendjemanden in den Himmel loben – schon gar nicht uns selbst. Dabei ist das in den kreativen Branchen ganz wichtig. Kann man so ein Selbstbewusstsein denn lernen oder trainieren? Ja, das kann man durchaus! Immer wieder üben, über sich selbst und vor allem über das eigene Produkt zu sprechen, halte ich für sinnvoll. Zumindest meine Generation hat das in Deutschland nicht so richtig gelernt: Uns wurde vor allem gesagt, nehmt euch nicht so wichtig – und wenn sich jemand anderes den Keks nehmen will, dann lasst ihm bitte den Vortritt. Ich finde, jeder sollte mal trainieren, in zwei Minuten möglichst positiv von sich selbst zu sprechen. Wobei Selbstbewusstsein nicht mit Selbstüberschätzung verwechselt werden darf. Wie meinst du das? Kommunikativ ist es ganz wichtig, nicht zu versuchen, etwas oder jemand anderes sein zu sein, als man eigentlich ist. Viele Konsument:innen sind heute viel aufgeklärter und auch skeptischer als früher – da wird Glaubwürdigkeit immer entscheidender. Ich fand es schon immer cool, wenn ich zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch bei jemandem die Kompetenzen abgeklopft habe, und diese Person mir dann geantwortet hat: „Nein, tut mir leid, das kann ich zwar nicht – aber ich kann das, dies und jenes!“ Oder wenn ein Geschäftsführer in einem Interview, angesprochen auf einen Fehler, nicht versucht hat, sich rauszureden. Es ist doch viel spannender und sympathischer, wenn er sagt: „Da haben sie jetzt einen wunden Punkt getroffen, wir haben uns wirklich total verrannt – aber nun will ich ihnen erklären, was wir tun, um diesen Fehler korrigieren.“ Es geht also um Selbstbewusstsein im ursprünglichen Sinn – sich seiner selbst bewusst zu sein, sowohl der eigenen Stärken als auch der eigenen Schwächen. Es geht darum, einen Blick dafür zu bekommen, was man selbst gut kann und was nicht – und das dann auch aussprechen zu können. Vor einigen Monaten habe ich während unserer Konferenzreihe „METAMORPHOSIS“ im Rahmen der Berlin Fashion Week einen Talk zum Thema Markenkommunikation moderiert. Auf dem Podium saßen Expert:innen von den Unternehmen eBay und Karl Lagerfeld, außerdem von der Agentur Silk Relations. Alle Gäste berichteten dem Publikum, dass sie kontinuierlich damit beschäftigt seien, die immergleiche Geschichte zu erzählen, damit diese Message wirklich bei den Leuten ankommt. Würdest du auch sagen, dass Kontinuität im Bereich der Kommunikation wichtiger ist als die Überraschung? Ich würde das eine nicht gegen das andere aufwiegen. Es ist richtig, dass es die eine Message gibt, die konstant dieselbe bleiben und dementsprechend immer wieder kommuniziert werden sollte. Auch das schafft Glaubwürdigkeit, eine gewisse Klarheit. Trotzdem ist es gerade in der Mode wichtig, immer mal wieder zu verblüffen, vielleicht sogar zu irritieren. Das sind zwei Ebenen, die nur zusammen funktionieren. Wenn ich das mal beispielhaft am Fashion Council erklären darf, dann würde ich sagen: Die Aufgabe und der Status des Vereins als Interessensvertretung der deutschen Modebranche, seine Raison d'être, Werte und Statuten sollten immer wieder klar nacherzählt werden. Und dann können on top so spannende Aktionen überraschen wie die Ausstellung „Echoes of Tomorrow“, die der Council in der Gemäldegalerie inszeniert hat und die ich mir während der Fashion Week angesehen habe. Das finde ich übrigens auch für junge Designer:innen wichtig: Dass sie sich immer wieder fragen, was ihre Kernaussage ist, und wie sie trotzdem mit ihrer nächsten Kollektion überraschen können. Um zu überraschen, braucht es mitunter Mut. Denkst du, dass viele Unternehmer:innen heute zu ängstlich geworden sind, weil gerade das Publikum auf den Sozialen Medien so unversöhnlich ist, wenn etwas Fahrlässiges oder zumindest mal Missverständliches veröffentlicht wurde? Zwischen 2013 und 2024 warst du Communication Director der Hubert Burda Media und zählst als eine Aufgabe in deinem Lebenslauf auch die „Crisis Communication“ auf. Wenn man sich in allem Handeln an bestimmten, unumstößlichen Werten orientiert – dass jede Form der Diskriminierung inakzeptabel ist zum Beispiel, oder dass Freiheit, Offenheit und Demokratie elementar für eine funktionierende Gesellschaft sind – kann theoretisch gar nicht mehr so viel schiefgehen. Aber natürlich kann es immer Situationen geben, in denen etwas entweder falsch kommuniziert oder aber falsch interpretiert wurde. In so einem Fall ist es erst einmal wichtig, die Ruhe zu bewahren. Nur wer die nötige Gelassenheit mitbringt, kann die andere Seite wirklich hören und adäquat auf jede Kritik reagieren. Also ist es auch sinnvoll, sich nicht allzu viel zu trauen? In den vergangenen Jahren ist in der Mode das „Storytelling“ zum Schlagwort geworden – manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass sich Marken und Unternehmen mit den Geschichten, die sie erzählen, einfach übernehmen. Ich finde, dass die Mode in den vergangenen Jahren richtig gut darin geworden ist, sich zu inszenieren. Das heißt, dass sie nicht nur von dem Produkt erzählt, die sie verkaufen will, sondern eine richtige Welt um dieses Produkt herum baut. Aber ja, auch ich beobachte, dass es manche Marken übertreiben – nicht nur, was die Detailverliebtheit angeht, mit der sie ihre Geschichten erzählen. Auch die pure Verbreitung ist manchmal einfach viel zu viel. Wenn eine Marke immer und überall präsent ist, kann das zu einer gewissen Ermüdung führen; sie ist dann schlichtweg nicht mehr interessant. Da kommen wir eigentlich wieder zu dem Punkt zurück, den ich vorhin herausgestellt habe: Es bringt überhaupt nichts, sich größer zu machen, als man eigentlich ist – dein Storytelling sollte mit dem übereinstimmen, was und wer du wirklich bist. AUTOR:IN Manuel Almeida Vergara ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/team/philipp-wolff MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Philipp Wolff: „Bitte nicht Selbstbewusstsein mit Selbstüberschätzung verwechseln“
- 10 Fashion Experts and their Favourite Member Brands
13. Jan. 2026 We asked ten industry experts to share their favourite brands from our community — highlighting the voices, visions and values shaping contemporary fashion today. BIANCA LANG-BOGNÁR Editor-in-Chief – S-Magazin/Der Spiegel Managing Director – brookmedia Credit: David Maupilé “ANNE BERNECKER turned upcycled fashion into couture for me — elegant and stylish. Vintage men’s shirts have never looked sexier than hers. You can see that she learned her craft at Central St. Martins in every single one of her designs.“ “Johann and Julius of HADERLUMP ATELIER BERLIN have a gift for the grand entranc — and yet they remain understated. Their fashion is sophisticated and still Berlin-rough and certainly Berlin-made, of course. Their designs are like them: cool, passionate, and confident.“ “Antonia and Björn of WORKING TITLE have perfected the concept of the timeless wardrobe. I’ve owned several of their pieces for many years, and every time I wear them, I get compliments — because they fi t fantastically and stand out in their simplicity. They always have that certain something and showcase truly exceptional craftsmanship.” HANAN BESOVIC Fashion Commentator – @ideservecouture Credit: Privat “NAMILIA is a brand that doesn‘t shout but it screams. It is loud and in your face and that‘s what is always so appealing about their shows. It’s unapologetic and it speaks to a community that backs it up.“ “MARKE in my opinion has a lot of potential. There is always a good story with great references that is delivered and tailored into these pieces. It always plays with innocence and historical inspiration while it translates the pieces into todays world. I’ve seen the brand grow for a few years now and it hasn‘t lost its touch.“ “ODEEH is an example of what a great brand can be. I always like to refer to the brand as German Prada because the aesthetic reminds me of it. It does not follow trends, it delivers collections that make you realize the beauty of fashion. Their mind and vision is always something I look forward seeing.” KOZUE AKIMOTO Model Credit: Privat “HADERLUMP ATELIER BERLIN I am personally a fan of. I love how they blend darkness, streetwear, elegance, and sustainability into one expression. I’m excited to see how brands like this continue to explore sustainable fashion without compromising their identity. Overall, I can really feel each brand’s unique presence at Fashion Week, and I fi nd myself drawn to those that carry a certain darkness that feels very Berlin. And I also always look forward to seeing what the show guests are wearing — their real, personal fashion is truly inspiring.“ KERSTIN WENG Head of Editorial Content – VOGUE Germany Credit: Katja Broemer “KASIA KUCHARSKA found early on what many creatives search for over years: a truly distinctive style. What impresses me most about her is that, despite the success of her 3D-printed latex pieces, which have become her signature look, Kasia has managed to evolve her design language in a coherent and thoughtful way. By incorporating tailoring elements that perfectly complement the latex pieces, her aesthetic remains feminine but has gained a more mature dimension, appealing to a broader audience. The way she continues to run her label while being the mother of a young daughter is deeply inspiring and highlights how much more visibility mothers in fashion deserve.” “SIA ARNIKA’S vision of womanhood is exactly what we need today: she designs for a bold woman who is self-aware and combines fearless sensuality with a touch of roughness. The fact that global stars like Charli xcx identify with this attitude and wear her pieces proves that Sia Arnika’s aesthetic has worldwide relevance — it simply needs the chance to be seen. I’m truly proud that a designer like Sia Arnika presents her fashion in Berlin, because what she stands for embodies exactly what makes the city such an exciting fashion capital.” “Estelle Adeline Trasoglu of PLAIDÀPORTER has to offer what can only be described as an unfailing sense of style. Even before she began designing, she had an eye for what makes an outfit special and how to make looks more intriguing. Her personal style has always been defined by a confident femininity. As a designer, she has found her niche through the upcycling of unique fabrics, allowing her distinctive sense of style to become accessible to others. With her approach of transforming blankets or curtains into pieces like corsets or hot pants, she proves that upcycling can be not only meaningful, but also visually sexy.” JUN YABUNO Foreign Correspondent – WWD Japan Credit: Privat “SF1OG is undeniably one of the most exciting rising stars in both Berlin and German fashion today: Weaving relatable nostalgia into its design language, they transform repurposed materials into contemporary clothing that feels cool and culturally connected. Their runway shows are always charged with youthful energy, refl ecting a strong community growing around the brand.” "ESTHER PERBANDT’S universe of black, articulated not only through fashion but also through art and performance, brings new depth and richness to what the world imagines as Berlin style. While staying true to her own aesthetic, she continually embraces new challenges to broaden her brand’s reach to global audiences. That commitment is genuinely inspiring.” “ODEEH’S eclectic mix of colors, prints, and textures sparks pure joy for fashion, turning everyday life into a playful canvas. Their craftsmanship and sophistication shape a style that is unmistakably their own. With an already established international footprint, they remain one of the most compelling voices within German fashion.” EDWARD BUCHANAN Design Consultant and Fashion Director Milan – Perfect Magazine Credit: Danielle Levitt “WILLIAM FAN is a wonderful human being and a skilled designer. What has impressed me most about his work is the consistency and confidence. The first time I met William was a few years ago at one of his shows — it was jaw dropping to see such independence and perspective.” “RICHERT BEIL I also adore – and I adore even more their Berlinness! They have a very singular voice and are really invested creatives. Our conversations are often about honesty and how in this climate they can grow the business in a way which is correct for them. I love that they have carved out new incredibly cool headquarters for themselves in Kreuzberg. Truly inspiring!“ “LOU DE BÈTOLY, LUEDER, and KASIA KUCHARSKA also come to mind, not only because I want to also add a really compelling observation that the quantity of female led independent design houses showing in Berlin are really superior to surrounding fashion spaces. I always believe in the empowerment of any disadvantaged community and love to see female designers like the ones mentioned thrive! Kudos also to new mom Kasia for knowing her limits and the importance in knowing how to step away and come back when the time is right.“ FRANZISKA FROSCH Editor-in-Chief – ELLE & ELLE Decoration Credit: Andreas Ortner “At LUTZ MORRIS, a clear concept meets total consistency, yet there’s still room for playful touches. Tina Lutz Morris combines craftsmanship with sustainability and a very personal signature. Bags and accessories by Lutz Morris are statement pieces for extroverted minimalists.” “ODEEH make even strict minimalists fall in love with their patterns. That’s thanks to the finesse with which the duo Jörg Ehrlich and Otto Drögsler compose their designs. In every piece, you can feel their attention to detail and passion for artisanal perfection. Plus: there’s always a little twist that turns even a blouse into a personality.” DRIES VRIESACKER Founder and Editor-in-Chief – ENFNTS TERRIBLES Magazine Credit: Privat “The pride I feel for MILK OF LIME as a Belgian (they studied in Antwerp) is hard to describe. When they staged their fi rst show in a planetarium during Berlin Fashion Week a few years ago, it was immediately clear to me that they were reaching for the stars. With every collection they make, it becomes cleare that their eye for detail and fabrics is something truly rare — and it’s something we should cherish and support as an industry.” “NAMILIA might just be the most fun and uplifting show at Berlin Fashion Week. They’re one of the few brands that truly put their community above everything else. Their clothes are made for their people — and, refreshingly, their people can actually afford them.” “MARKE stands out through pure quality and razor-sharp tailoring. Mario Keine is one of my Berlin favorites because I’ve seen the brand grow season after season, and it feels like he’s now at a point of real confidence — ready to take things to the next level. Watching Marke evolve has been a joy.” ALBERT AYAL Founder & Creative Director – UpNextDesigner Credit: Privat “I’ve been following GERRIT JACOB since day one. I love how he uses such bold colors, you can always tell when something’s his. His work has such a strong identity, and I think that’s what makes it so exciting to see how far he’s come.” “SF1OG is one of those brands I discovered early on through Instagram, and I’ve been supporting them from the start. What I love is how every collection tells a completely different story, one might be inspired by school uniforms, another by workwear. It always feels fresh but still completely true to who they are.” “SIA ARNIKA is another designer I found on Instagram a while back, and it’s been so cool to watch her journey. Now she’s collaborating with Kylie Jenner and showing at Berlin Fashion Week, it’s amazing to see how far she’s come. I love how her pieces often have these fun, bold messages on them, they make women feel powerful, confident, and totally unapologetic.” HERBERT HOFMANN Vice President Creative – Highsnobiety Credit: Vitali Gelwich “DAGGER is a queer skate brand with depth. I’m so inspired by the stories Luke tells through his brand and designs. DAGGER and its world are melancholic, yet they look to the future with positivity. ‘ALL THE BEST’ is their slogan, and I wholeheartedly wish that for the brand as well.” “LUEDER popped up at a moment when I thought I had seen it all, and Marie mixed styles, worlds, and inspirations I would never have connected. The designs manage to be very distinctive, yet timeless at the same time. Individuality wins — and that fits Berlin so perfectly.” This text is an excerpt from our 10-year Fashion Council Germany booklet, in which we reflect on a decade of shaping and advancing German fashion. Discover the full booklet and explore all the stories and highlights HERE . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT 10 YEARS FCG 10 Fashion Experts and their Favourite Member Brands
- Never Change A Winning Team: Fashion Council Germany setzt weiterhin auf starkes Quintett im Vorstand
27. Nov. 2025 „Never Change A Winning Team“ – so könnte die Überschrift zur Jahresmitgliederversammlung des Fashion Council Germany (FCG) lauten: In Anwesenheit von zahlreichen Teilnehmer:innen wurden am Donnerstag im Kino Zoo Palast Berlin sowohl unsere Vorstandsvorsitzende Christiane Arp als auch die weiteren Vorstandsmitglieder Marie-Louise Berg (CEO, Berg Communications), Roel de Cooman (VP Global Sales, haebmau.ATELIER), Simone Hartmann (Managing Partner, Hartmann Consultants) und Dirk Schönberger (Global Chief Brand Officer, MCM) in ihren Ehrenämtern bestätigt. Haben die Wahl angenommen: Dirk Schönberger, Roel de Cooman, Christiane Arp, Simone Hartmann und Marie-Louise Berg. Damit stärkt der für zwei Jahre gewählte Vorstand den FCG weiterhin als Kompetenzcluster mit Expertise in den Bereichen Media, Sales, Design, Personalwesen und politischer Netzwerkarbeit. Veränderungen gibt es indes im Advisory Board: Unser repräsentativer Beirat wird ab sofort ergänzt durch die Unternehmerin Janina Lin Otto (Stiftungsvorständin, Holistic Foundation), die Nachhaltigkeitsexpertin Magdalena Schaffrin (CEO, studio MM04) und den Kommunikationsspezialisten Philipp Wolff, der den Vorsitz des Advisory Boards übernimmt. Neben dem zentralen Programmpunkt der Vorstandswahl und der Bekanntgabe der neuen Präsidiumsmitglieder, wurden die FCG-Member über die positiven finanziellen Entwicklungen des Vereins, den Stand seiner weitreichenden Initiativen und über neue Projekte informiert, die sich derzeit in der Planungsphase befinden und im kommenden Jahr realisiert werden. Zahlreiche Member, hier die Designerinnen Esther Perbandt und Fiona Bennett, nahmen an der Versammlung teil. In einer detaillierten Präsentation zog Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany, eine positive Bilanz und hob etwa Erfolge hervor, die in der politischen Netzwerkarbeit erreicht wurden. „Durch die Beauftragung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sind wir seit einigen Saisons zum Beispiel für die strategische Neuausrichtung und die gesamte Koordination der Berlin Fashion Week verantwortlich.” Das Format habe sich seitdem stetig weiterentwickelt und ein immer größeres internationales Publikum erreichen können. Unterstrichen wurde der enge Austausch mit Akteur:innen der Politik außerdem dadurch, dass Dr. Christian Ehler, Mitglied im Europäischen Parlament und im Advisory Board des Fashion Council Germany, an der Jahresmitgliederversammlung teilnahm. Auch Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, war unserer Einladung gefolgt und hielt eine beeindruckende Keynote. Somit blicken wir nicht nur auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr 2025 zurück – sondern auch mit viel Enthusiasmus in die nächste Dekade des FCG. Fotos: Celine Witon AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Never Change A Winning Team: Fashion Council Germany setzt weiterhin auf starkes Quintett im Vorstand
- BFW: 82.000 Euro Preisgeld gehen an 14 ausgewählte Event-Konzepte im Rahmen von STUDIO2RETAIL
23. Aug. 2021 Der Fashion Council Germany hat gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die STUDIO2RETAIL Initiative ins Leben gerufen, welche die Berlin Fashion Week näher an die Endkonsument:innen bringen wird. Berliner Brands mit Shops, sowie Ateliers und besondere Einzelhandelsunternehmen werden unter dem Dach des Vorhabens STUDIO2RETAIL vereint und zur Berliner Fashion Week aktiviert. Neben Kommunikationsmaßnahmen, Brandpräsentationen und einem virtuellen sowie physischen Shopping Guide wurde im Rahmen der Initiative Preisgeld in Höhe von insgesamt 82.000,- EUR vom Berliner Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe zur Verfügung gestellt, um innovative und nachhaltig ausgerichtete Konzepte zu prämieren. Von 03. bis 10. August durften alle Berliner Modelabels, Designer:innen, Concept Stores, Einzelhändler:innen und Modeveranstalter:innen Formatvorschläge einreichen. Von den zahlreichen Bewerbungen und Netzwerk Registrierungen wurden am 12.08.2021 die Gewinner:innen durch eine Jury aus Branchenexpert:innen ausgewählt. Das höchste Preisgeld gewann William Fan mit 16.000,- EUR. Viermal 10.000,- EUR gingen an MALAIKARAISS, #DAMUR , PLATTE.Berlin und an die GREEN FASHION FAIR Berlin, 6.000,- EUR gewannen Manakaa Project und uncommon matters und die 7 Preisgelder im Wert von 2.000,- EUR gingen an Become A-Ware, Good Garment Collective, slow Friday – fair fashion store, Konk, Lebenskleidung, esther perbandt und Aurelia Paumelle. "Den Gewinner:innen gratuliere ich herzlich zu den Auszeichnungen und bin gespannt auf die vielen dezentralen Konzepte zur Berlin Fashion Week, die zur Aktivierung des Einzelhandels beitragen und Mode für alle erlebbar machen." Ramona Pop, Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Ausgewählt wurden die Gewinner:innen nach den qualitativ herausragendsten Eventkonzepten zu den Themen Innovation und Nachhaltigkeit und den Konzepten, die Modethemen einem breiteren Publikum zur Berlin Fashion Week näher bringen. Nachhaltigkeit war als zentrales Thema in allen eingereichten Vorschlägen enthalten und die Vielzahl an progressiven Ideen, die die Stadt, die Kund:innen und Mode als wertvolles Kulturgut in den Mittelpunkt stellten, machte die Entscheidung nicht leicht. "Der Jury fiel es nicht leicht die Gewinner:innen auszuwählen. Unter Bewerbungen waren unwahrscheinlich gute und überzeugende Konzepte um Berliner Mode sowohl sichtbar zu machen, Mode bewusster zu konsumieren und Kleidungsstücken eine neue Wertigkeit geben. Wir hoffen sehr, dass die Berliner:innen die dezentralen Studio2Retail Orte besuchen und mit den Brands in den Dialog treten." so Scott Lipinski, Geschäftsführer des Fashion Council Germany. Die Jury bestand aus folgenden Expert:innen: Petra Pfaller (Creative Director BUNTE), Melanie Bauer (Inhaberin von MELAGENCE), Nobieh Talaei (Gründerin des Labels Nobi Talai), Mira von der Osten (Vorstand des Verbands Berliner Modedesigner:innen und Gründerin des Labels Cruba), Kristina Hellhake (Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe; Bereich Mode- und Designwirtschaft), Herbert Hofmann (Creative Director und Head of Buying bei Highsnobiety) und Scott Lipinski (CEO des Fashion Council Germany). Weitere Informationen unter folgendem Link: www.studio2retail.berlin AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN S2R[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.studio2retail.berlin/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News BFW: 82.000 Euro Preisgeld gehen an 14 ausgewählte Event-Konzepte im Rahmen von STUDIO2RETAIL
- Die FCG Mitglieder bei der FASHION POSITIONS zur Berlin Art Week 2025
17. Sept. 2025 Bei der siebten Ausgabe der FASHION POSITIONS waren sechs FCG Mitglieder unter den 20 ausstellenden Labels. ESTHER PERBANDT, FIONA BENNETT, HADERLUMP ATELIER BERLIN, KAREN JESSEN, PLAID-À-PORTER und SELVA HUYGENS präsentierten im Rahmen der POSITIONS Berlin Art Fair ihre Mode. Mit ihrer klaren inhaltlichen Ausrichtung und kontinuierlichen Weiterentwicklung ist die FASHION POSITIONS mittlerweile zu einer eigenständigen Plattform innerhalb der Berlin Art Week geworden. Sie findet jährlich im Flughafen Berlin Tempelhof statt und präsentiert innovative Designer:innen, die Kunst und Mode miteinander verschmelzen lassen. Die Ausstellung zählte dabei an den vier Öffnungstagen ca. 30.000 Besucher:innen aus Kunst, Design, Journalismus, Lehre und interessierter Öffentlichkeit. Ein zentrales Highlight war die viertägige Live-Performance von Esther Perbandt. In einem skulpturalen Setting verschmolz die Designerin selbst mit ihrer Installation: Gekleidet in ein Ganzkörperkostüm aus schwarzen Baumwollstreifen wurde sie zur lebendigen, atmenden Komponente ihres Werks. Während der gesamten Dauer blieb sie in der Arbeit präsent. Besucherinnen und Besucher konnten das Werk zu verschiedenen Zeitpunkten erleben und wurden Teil eines offenen Prozesses mit ungewissem Ausgang. FASHION POSITIONS wird unterstützt durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Fotos von Paula Reschke AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Comm2 Team INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://fashionpositions.de/ MITGLIEDER Haderlump Atelier Berlin Esther Perbandt Fiona Bennett PLAID-À-PORTER Karen Jessen SELVA HUYGENS PREVIOUS NEXT News Die FCG Mitglieder bei der FASHION POSITIONS zur Berlin Art Week 2025
- FCG-Information: Covid-19
4. Jan. 2021 Aufgrund der aktuell kritischen Gesundheitslage in Deutschland wie auf globaler Ebene, möchten wir auf interne, aber auch externe Sicherheitsmaßnahmen und Änderungen hinweisen, denn: Um präventiv unseren Teil dazu beizutragen, die Pandemie Coronavirus SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln einzudämmen, müssen wir handeln. Und das gemeinsam. Ganz nach dem Leitspruch #FlattenTheCurve ist es unsere kooperative Verantwortung bewusst zu agieren. Was genau das zu Zeiten einer Pandemie bedeutet? Menschliche Interaktionen auf ein absolutes Minimum reduzieren und dazu beitragen, dass die Lage sich nicht exponentiell zuspitzt und unsere medizinische Infrastruktur überfordert. Und auch wenn die genannten Sicherheitsmaßnahmen erst einmal “machbar” scheinen, ist uns bewusst, dass alle Beteiligten der Modeindustrie unter den aktuellen Sicherheitsvorkehrungen leiden werden. Um die Mode- und Kreativindustrie sowie weitere Branchen, die besonders stark von nötigen Sicherheitsmaßnahmen betroffen sind, zu unterstützen und zu stärken, möchten wir hiermit über finanzielle Mittel und Zuschüsse der Länder sowie des Staats informieren und bei möglichen Anträgen und Fragen zur Seite stehen. Im Sinne eines solidarischen Miteinanders, wünschen wir allen entsprechende Umsicht, gute Gesundheit und eine geringe negative Auswirkung der dramatischen Entwicklung. Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Im Namen des Vorstands und des gesamten Teams,Herzliche Grüße! Offizielle Unterstützung und finanzieller Support Allgemeines Aufgrund des neuartigen Coronavirus steht die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland vor einer der größten Herausforderungen seit Jahrzehnten. Fast alle Branchen sind stark betroffen, insbesondere aber Freiberufler:innen und kleine wie mittelständische Unternehmen, u.a. aus der Modebranche. Hierfür hat 2gather.jetzt einen digitalen Raum geschaffen, um diese neue und unvorhersehbare wirtschaftliche Krise durch etwa Crowdfunding, Petitionen, Online-Aktionen oder den einfachen Informationsaustausch gemeinsam zu überstehen. Wir raten dazu sich regelmäßig bei den lokalen Wirtschaftsförderungen über die Möglichkeiten zu informieren. Bund und Land arbeiten eng zusammen, um die aktuelle Situation zu bewältigen. Und auch wir arbeiten im ständigen, engen Austausch und in Abstimmung mit dem BWMi. Auf deren Website Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finden sich Quellen und Kontakte, welche auf Landesebene verweisen. Hier empfiehlt sich die zuständige Wirtschaftsförderung und deren existierende, aber auch neu geschaffenen Förderungen auf Landesebene zu prüfen. Alle Links sind auf der Website des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu finden. Auf Ebene der Bundesländer Für konkrete wirtschaftliche Fragen können Sie sich darüber hinaus an Ihre lokale IHK-Niederlassung wenden, welche Hotlines zum Thema Coronavirus bereitstellt und beratend agiert. In Berlin beispielsweise soll ein zusätzliches Landesprogramm verabschiedet werden, um der Kreativwirtschaft angesichts drohender Umsatzverluste zu helfen. Dabei hat Bürgermeister Michael Müller ( SPD ) angeregt, Selbstständige mit einem einmaligen Zuschuss von 15.000 Euro zu unterstützen. Ähnliche flexible und neue Fördermöglichkeiten werden in allen Bundesländer derzeit konzipiert und eingeführt. Einfache Suchen im Internet durch Eingabe von „Soforthilfe Berlin“, „Soforthilfe Bayern“ oder andere Bundeslandkombinationen liefern nützliche Kontakt- und Supportinformationen. Auf Ebene des Bundes Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat bereits klare Stellung zu der aktuellen Gesundheitskrise bezogen und weist auf folgende Unterstützungsmöglichkeiten hin: 1. Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Hier und hier finden Sie konkrete Informationen und Ansprechpartner. 2. Die Verbesserung der steuerlichen Maßnahmen erleichtert die Liquidität von Unternehmen. Zu diesem Zweck werden die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Hierzu wird Empfohlen mit den eigenen Finanzämtern, Renten- und Sozialversicherungsträgern und Gemeinden Kontakt aufzunehmen. 3. Die Liquidität von Unternehmen wird auch durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen unterstützt. Dazu werden bestehende Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Die Hausbanken bieten in aller Regel Informationen zu den neuen Möglichkeiten. Es gibt aber auch KfW-Darlehen für die Überbrückung, auch für Bürgschaften via der Bürgschaftsbanken der Länder. Es lohnt sich außerdem die Seiten der Landesförderbanken anzuschauen, hier beispielsweise in Niedersachsen 4. Auf EU-Ebene führt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz derzeit Gespräche für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen. Die Bundesregierung begrüßt unter anderem die Idee der Europäischen Kommission für eine „Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro. Linksammlung 1. https://2gather.jetzt/ 2. https://www.ihk-berlin.de/service-und- beratung/international/coronavirus-trifft-wirtschaft-4713818 3. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html 4. https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen 5. https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus 6. https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html 7. https://www.foerdermittel-deutschland.de/foerderbanken/ 8. https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-f%C3%BCr-unsere-Kunden.jsp 9. https://kreativ-bund.de/corona So bleiben Sie Informiert Um dieser Pandemie vorsichtig und mit den richtigen Maßnahmen gegenüberzutreten, appellieren wir sich primär über Portale wie das Robert-Koch-Institut , das Bundesministerium für Gesundheit sowie die World Health Organization über die tagesaktuelle Lage des neuartigen Coronavirus zu informieren. Bei weiteren Fragen, schreiben Sie uns gerne an: covid19@fashion-council-germany.org AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG-Information: Covid-19
- Der FCG ist Gründungsmitglied bei k3d
18. Nov. 2021 16 führende privatwirtschaftliche Branchenverbände der deutschen Kultur-und Kreativwirtschaft schließen sich als offenes Bündnis zusammen. Gemeinsam fordern sie eine exponierte Zuständigkeit in der neuen Bundesregierung. Die deutsche Kreativ-und Kulturbranche zählt neben der Automobilindustrie und Maschinenbau zu den drei größten Wirtschaftszweigen. Ihre Bruttowertschöpfung beträgt 106 Milliarden Euro und trägt mit 3,1 Prozent zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung Deutschlands bei. Führende privatwirtschaftliche Interessenvertretungen aus den Bereichen Bücher und Mode,Journalismus, Musik, Games, TV, Radio und Film, Kulturveranstaltungen,Galerien, Architektur und Design haben sich zur „Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d)“ als offenes Bündnis zusammengeschlossen. Diese will künftig gegenüber der Politik auf Bundes-,Länder- und EU-Ebene kompetenter Dialogpartner und Impulsgeber für die gemeinsamen Interessen der Branche sein. Gemeinsam wollen die Initiatoren der Koalition die Relevanz der Kultur- und Kreativwirtschaft als Wirtschaftszweig und für die Gesellschaft stärker nach außen vermitteln. Dabei wird k3dübergeordnete Positionen, Stellungnahmen und Forderungen zu kultur-, medien-und wirtschaftspolitischen Fragestellungen entwickeln und vertreten. Angesichts der aktuellen Koalitionsverhandlungen spricht sich k3d für eine zentrale Anlaufstelle in der neuen Bundesregierung für alle Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft aus. Mit einer Bruttowertschöpfung von 106 Milliarden Euro im Jahr 2019 trägt die Kultur- und Kreativwirtschaft 3,1 Prozent zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung in Deutschland bei. Sie ist damit nach der Automobilindustrie und dem Maschinenbau der drittgrößte Wirtschaftszweig. Auf europäischer Ebene erzielte sie 2019 einen Umsatz von 643 Milliarden Euro und eine Gesamtwertschöpfung von 253 Milliarden Euro. Damit machen die Kernaktivitäten der Kultur- und Kreativwirtschaft 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU aus. Ihr wirtschaftlicher Beitrag ist also weit größer als jener der Telekommunikations-, Hightech-, Pharma- oder Automobilindustrie. Der Fashion Council Germany e. V. engagiert sich seit seiner Gründung verstärkt für mehr politische Relevanz der Mode als Kultur- und Wirtschaftsgut. Neben einem Termin im Juli 2018 mit führenden Modeexperten zu einem Dialog mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt hat der FCG zu Beginn dieses Jahres in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Studie zum Status deutscher Mode veröffentlicht. Bei der im vergangenen Juli vom FCG initiierten Konferenz „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in ihrer Eröffnungsrede auf die Initiative des k3d-Bündnisses hingewiesen und lobte dieses zukunftsweisend als „perfektes Beispiel“ eines disziplinübergreifenden Ansatzes. Weitere Informationen zum k3d-Bündnis unter: https://k3-d.org/ AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Scott Lipinski INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://k3-d.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Der FCG ist Gründungsmitglied bei k3d
- Im Gespräch mit Julia Freitag, Geschäftsführerin von StyleproofedTV: "Die Story hinter der Marke"
25. Mai 2022 Die styleproofed GmbH ist ein kreativer Think-Tank rund um Mode & Styling & Shopping. Ins digitale Publishing ist Julia Freitag schon 2009 mit dem Blogzine “ styleproofed.com - the guide to good fashion” zusammen mit ihrer Kollegin Silke Wichert und einem Team befreundeter Mode & Lifestyle Journalisten eingestiegen. Mit dem Anspruch, die besten Produkte aus dem Bereich Mode, Beauty und Lifestyle vorzustellen, zu testen und zu bewerten. Eine zeitgemäße Art von Stiftung Warentest im Web… Seit 2014 hat sich das Portfolio der styleproofed GmbH dann noch um Marken-Beratung &Styling sowie Content-Creation erweitert. Das zielgruppengerechte Inszenieren von Mode & Lifestyle hat sie also schon immer begeistert und mit styleproofedTV hat sie sich dieses Jahr in ein neues bewegtes Content-Abenteuer gewagt! FCG: Magst Du uns kurz erläutern, was hinter StyleproofedTV steckt und welche Services Du mit der Agentur jetzt neu anbietest? Julia Freitag : Mit styleproofed.tv wollen wir neuen Brands, lokalen Designgrößen und nachhaltigen Produkten mehr digitale Aufmerksamkeit schenken und in unseren Live-Shows die “Story behind the Brand“ und die Hero-Produkte samt Funktions- und Produktionsdetails zusammen mit den Brand Machern erläutern und vorstellen. Wir verbinden in unseren LIVES den oft unpersönlichen E-Commerce mit persönlichen Interviews und Entertainment zu einem neuen Social Shopping-Format. FCG: Du kommst ursprünglich aus dem Journalismus und warst lange Jahre Moderedakteurin und dann später Fashion Director bei Magazinen wie Vanity Fair, Glamour etc. Wie hat sich die Branche aus Deiner Perspektive in den letzten 20 Jahren verändert? JF: Die Trendzyklen sind so viel schnelllebiger geworden und die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten für Produkte hat sich sehr ins SEE NOW & BUY NOW verlagert. Für Journalisten und Stylisten, wie mich, hat sich daher viel geändert, denn die klassischen Mode-Magazine müssen zusätzlich alle digitalen Formate und Social Media Accounts bedienen. Leider lässt sich ein tolles, aufwändiges Fotoshooting, wie ich es noch aus meiner Zeit bei Condé Nast produzieren konnte, kaum noch finanzieren und der Druck zusätzlich zu den Fotos, ein perfektes Fashion-Video und gute Social Media-Posts mal so easy nebenbei mitzumachen, ist zur Normalität geworden. Daher bedeutet für mich Social Media Work eher liebevoller Alltag, wo dann auch die Bildsprache realistisch und lebensnah funktioniert, und die Fashionshoots und Fashionshows sind meine ganz besonderen Ausflüge in die Branche. FCG: Welche (deutsche) Modemarken haben es aus Deiner Perspektive geschafft, national wie international Erfolg zu haben? Was waren dafür die Gründe? JF: Spannend finde ich, dass es einige sehr eskapistische Labels aus den Anfängen des Berliner Salons in die internationale Wahrnehmung geschafft haben - mir fällt da spontan Horror Vacui und Rianna+Nina ein. Und dann gibt es auch noch sehr authentische Marken, wo die Founder ihren Design Geschmack und ihre Marken-ID über Jahre immer wieder mit viel Stringenz und Qualität kommunizieren. Das sind für mich z.B. Jörg und Otto von Odeeh, Johnny und Adrian von Talbot Runhof oder Leyla von Lala Berlin. FCG: Du warst lange u.a. neben Deiner Tätigkeit als Mode- und Trendexpertin und Beratung auch als Stylistin tätig. Gibt es Tipps, die Du jungen (deutschen) Labels mit auf den Weg geben möchtest? JF: Ich würde jedem jungen Label raten, sich auf ein oder zwei Hero-Produkte zu fokussieren im Design und in der Kommunikation. Denn der Total Look Gedanke ist weder bei Einkäufern noch bei den Konsumenten die Realität. FCG: Was macht den Standort Deutschland für Dich attraktiv und wie würdest Du Berlin als Modemetropole bewerten? JF: Ich bin eine waschechte Berlinerin und liebe meine so unperfekt-chaotische und modisch sehr indifferente Stadt natürlich sehr für ihre freigeistige Haltung, ihre Offenheit gegenüber anderen Kulturen und die Möglichkeit sich in ihr immer wieder neu zu erfinden. Problem ist nur, dass in Berlin der Status nicht über Mode definiert wird und daher auch zu wenig Geld für gute Mode ausgegeben wird. Ich hoffe, mit dem Thema Upcycling-, Vintage-, Made to Order - und Sustainable Fashion kann sich Berlin modisch neu und stark positionieren. Das passt gut in den Lifestyle der Stadt und ist hoffentlich die Zukunft. Wir bedanken uns bei Julia Freitag für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Julia Freitag, Geschäftsführerin von StyleproofedTV: "Die Story hinter der Marke"











