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  • Der FCG bei der Konferenz „THE STATUS OF EUROPEAN FASHION“ der European Fashion Alliance in Brüssel

    11. März 2024 Am 5. März veranstaltete die European Fashion Alliance (EFA) unter der Leitung von Scott Lipinski, EFA-Vorstandsvorsitzender und FCG-Geschäftsführer, die erste Konferenz "The Status of European Fashion" in Brüssel, Belgien. Die Veranstaltung brachte Branchenführer:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Interessenvertreter:innen zusammen, die über wichtige Themen diskutierten, die die Zukunft der europäischen Mode bestimmen. Zur Vorbereitung der Konferenz führte die EFA eine umfassende europaweite Umfrage über die bevorstehende Nachhaltigkeitsgesetzgebung für die Modeindustrie durch, deren Ergebnisse und Empfehlungen bis Ende April veröffentlicht werden sollen. Ziel der Umfrage war es, den aktuellen Stand der europäischen Modelandschaft zu bewerten und wichtige Herausforderungen und Chancen im Hinblick auf die bevorstehenden gesetzlichen Änderungen zu ermitteln. Erste Erkenntnisse wurden dem Publikum vorgestellt. In seiner Eröffnungsrede betonte Scott Lipinski, Vorstandsvorsitzender der EFA und Geschäftsführer des FCG: "Wir haben die EFA gegründet, weil wir sahen, dass es eine Lücke gab. Es gab keine Organisation, die die kreative Seite der europäischen Modeindustrie repräsentierte. Es gibt viele lokale Organisationen, aber es fehlte ein Bindeglied für eine europäische Allianz - eine Allianz des Wissensaustauschs, eine Allianz gemeinsamer Interessen und der großen Ambition, in Zukunft ein besseres Mode-Ökosystem zu schaffen". Auf der Konferenz erlebten 150 Teilnehmer:innen ein dynamisches Programm mit Vorträgen, einer Präsentation der Umfrage "The Status of European Fashion" und vier spannenden Podiumsdiskussionen, die nach einer Präsentation der wichtigsten Fakten der Studie durch Elke Timmerman, Vorstandsmitglied der EFA, stattfanden. Die Studie zeigte, dass das negative Image der Branche von der Fast Fashion beeinflusst wird, dass aber ein positiver Wandel von den KMU beeinflusst wird. Den Umfrageteilnehmern zufolge würden drei Hauptlösungen zur Verbesserung der öffentlichen Meinung beitragen: Verbrauchererziehung, Regulierungsmaßnahmen und nachhaltige Geschäftsmodelle. Eine weitere wichtige Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass, trotz begründeter Bemühungen und Investitionen in nachhaltige Dienstleistungen zur Sicherstellung der Langlebigkeit von Modeprodukte die KMU nicht vollständig auf die kommenden EU-Verordnungen vorbereitet sind. Wichtige und längst überfällige Stellen für CSR-Manager:innen können aufgrund fehlender Ressourcen meist nicht geschaffen werden. In den anschließenden Podiumsdiskussionen zu den Themen Politik, Bildung und Innovation, die von prominenten Vertreter:innen der Modeindustrie geleitet wurden, konnten die Diskussionsteilnehmer:innen ihre Perspektiven und ihr Fachwissen über die sich entwickelnde Nachhaltigkeitslandschaft austauschen. Die erste Podiumsdiskussion , moderiert von Simone Cipriani, UN Alliance for Sustainable Fashion, Foudner der Ethical Fashion Initiative, ITC, konzentrierte sich auf die Politik und umfasste Guy Morgan, Director of Sustainability bei Chanel; Henrik Vibskov, Modedesigner; Ruth Reichstein, Koordinatorin für Politik im Kabinett von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Julia Aruni Kirschner, Director of Impact and Innovation bei Armedangels. Die Diskussion befasste sich mit den Überschneidungen zwischen der EU-Nachhaltigkeitspolitik und der Gesetzgebung für KMU, einschließlich Einblicken in den Green Deal, die Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR), digitale Pässe, bevorstehende Rechtsvorschriften und die internationalen Auswirkungen von EU-Entscheidungen. Die zweite Diskussionsrunde der Konferenz befasste sich mit der Zukunft der Kompetenzentwicklung und der Bildungssysteme und ihrer Rolle bei der Förderung der Nachhaltigkeit und der Stärkung junger Talente und Unternehmer:innen. Moderiert wurde die Diskussion von Jasmien Wynants, Co-Founder von Masjien, mit den Experten Prof. Dilys Williams, Director of the Centre of Sustainable Fashion, Paolo Naldini, Director of Fondazione Cittadellarte, und Carlota Barrera, Modedesignerin. Die dritte Podiumsdiskussion befasste sich mit dem Wandel in der Branche und behandelte Themen wie Transparenz in der Lieferkette, digitale Produktpässe (DPP), digitale Mode, Digitalisierung, neue Fähigkeiten und innovative Geschäftsmodelle. Die Diskussion wurde von Christine Goulay, Founder von Sustainabelle Advisory Services, moderiert und setzte sich zusammen aus Semora Mangnoesing, Commercial Director of EON, Alexandre Capelli, Deputy Environmental Director of LVMH, Federico Brugnoli, Founder and Sole Director of Spin360, und Dr. Andrée-Anne Lemieux, Sustainability Chair Director IFM-KERING, Full Professor Institut Français de la Mode. Den Abschluss der Diskussionsrunden bildete eine interessante Podiumsdiskussion mit den EFA-Vorstandsmitgliedern, darunter Carlo Capasa, Vorsitzender der Camera Nazionale della Moda Italiana; Caroline Rush, CEO des British Fashion Council; Pascal Morand, Geschäftsführender Präsident der Fédération de la Haute Couture et de la Mode; Elke Timmerman, International & Business Relations bei Flanders DC; Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany und Zuzana Bobikova, CEO des Slovak Fashion Council. Kommissarin Iliana Ivanova, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sorgte mit ihrer Grundsatzrede für einen inspirierenden Abschluss des Konferenztages: "Die aufschlussreichen Podiumsdiskussionen heute haben die Lebendigkeit und Widerstandsfähigkeit Ihrer Branche unterstrichen. Die Diskussionen haben auch die Schlüsselrolle der European Fashion Alliance bei der Unterstützung der europäischen Mode- und Textilindustrie auf der Grundlage von Kreativität und Zusammenarbeit - den treibenden Kräften der Innovation - verdeutlicht. Und wenn wir in die Zukunft blicken und uns den Geist von Innovation, Nachhaltigkeit und Bildung zu eigen machen, der die heutigen Diskussionen belebt hat, dann haben die European Fashion Alliance und ihre Mitglieder gezeigt, dass Europa nicht nur die Wiege der Mode ist, sondern auch ihre Zukunft." Die Ergebnisse der Studie “The Status of European Fashion“ und der Konferenz werden Ende April auf der Website der EFA und auf der Website des FCG veröffentlicht. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Katharina Fahr INFOS ANFRAGEN katharina.fahreuropean[at]fashionalliance.org WEBSITE/S https://www.europeanfashionalliance.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Der FCG bei der Konferenz „THE STATUS OF EUROPEAN FASHION“ der European Fashion Alliance in Brüssel

  • NEWS: 16 Kollektionen im 16. Stock - Das war RAUM.Berlin: Fashion Council Germany und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentieren aufstrebende Designer:innen im Rahmen der Berlin Fashion Week

    NEWS: 16 Kollektionen im 16. Stock - Das war RAUM.Berlin: Fashion Council Germany und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentieren aufstrebende Designer:innen im Rahmen der Berlin Fashion Week Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/about https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Navigation/DE/Home/home.html DOWNLOAD PM Download Hier passiert was Großes – das war in den vergangenen Sommernächten schon von Weitem zu sehen. Die gesamte Fassade des John Jahr Hauses in der Kurfürstenstraße 72-74, nach Plänen des renommierten Architekturbüros Barkow Leibinger eben erst erbaut, war auf Mode eingestellt. Zwischen markanten Granitstreben flackerten zwei Logos: Berlin Fashion Week – und RAUM.Berlin . Vom 2. bis 5. Juli setzte der Fashion Council Germany zum dritten Mal sein einzigartige Präsentationsformat im Rahmen der Modewoche um: Im 16. Stock zeigten an vier Veranstaltungstagen je vier Labels ihre Arbeiten mittels Installation, Performance oder anderer interaktiver Elemente. Auch in dieser Saison durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt, schließt RAUM.Berlin somit eine Lücke zwischen klassischem Laufsteg und statischer Ausstellung, gibt Designer:innen also die Möglichkeit, sich und ihre Kollektionen auf möglichst individuelle Weise vorzustellen. „Mode lehrt uns vor allem eines: Es gibt nie nur den einen richtigen Weg, eine Geschichte zu erzählen. Und auch wenn der Laufsteg immer die zentrale Bühne der Branche bleiben wird, entstehen die spannendsten Momente gerade dann, wenn mit genau diesen Erwartungen gebrochen wird. Deshalb haben wir RAUM.Berlin ins Leben gerufen: Wir möchten Designer:innen die Möglichkeit geben, ihre Kollektionen zu ihren eigenen Bedingungen zu zeigen und ganz neu zu definieren, was eine Modepräsentation alles sein kann“ , so Christiane Arp , Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany. Während eines exklusiven Zeitfensters waren die vielfältigen Konzepte an jedem Tag zunächst für das internationale Fachpublikum der Berlin Fashion Week zu sehen, bevor die Ausstellungsräume auch für die Allgemeinheit geöffnet wurden. So konnten die teilnehmenden Designer:innen in einen wichtigen Austausch mit Journalist:innen und Einkäufer:innen gehen und ihre neuen Entwürfe zudem potenziellen Kund:innen ganz direkt und persönlich zeigen. Zur großen Eröffnung am Donnerstag, 2. Juli, hatte zunächst die Berliner Designerin Elodie Carstensen kontrastreiche Kleider an Models präsentiert, die sich in einer zentral im Raum platzierten Wasserinstallation einer elegischen Choreografie folgend bewegten. Parallel inszenierte das Label PLNGNS eine Social-Media-affine Performance im Stil eines Achtzigerjahre-Fotnessstudios. Am ersten Tag von RAUM.Berlin machte außerdem die Designerin Natascha von Hirschhausen vielseitige Tragearten ihrer hybriden Entwürfe mittels einer interaktiven Ausstellung erlebbar, während Lennart Bohle seine kunstvollen Skulpturenkleider an Mannequins präsentierte. Am Freitag, 3. Juli, ließ das Label Société Angelique ein von weißen Textilien verhülltes Podest erbauen, auf dem lebendige und künstliche Models in den betont femininen Ensembles der Designerin posierten. Ähnlich präsentierte Laura de Sousa ihre reich dekorierten Entwürfe, während sich Vladimir Karaleev für eine statische Puppen-Inszenierung seiner dekonstruktivistischen Mode entschied. Zudem führten Models in farbstarken Entwürfen der Marke lealabob gekleidet Alltagssituationen performativ vor – vom Warten an der Bushaltestelle bis zum Skaten über die Straße. Der Samstag, 4. Juli, war dann geprägt von unterschiedlichen choreografischen Ideen: Anne Bernecker stellte ihre üppig dekorierten, handbestickten Entwürfe in Form von einer Salonshow vor, die an eine Modepräsentationen in ihrem eigenen Atelier erinnerte. Sofia Hermens Fernandez ließ ihre Kollektionsteile indes von zwei Performerinnen aus kleinen Päckchen und Schachteln auspacken, das zwischen Ghana und Großbritannien agierende Label PALMWINE IceCREAM schickte Models in farbintensiven Leder-Kombinationen durch eine stilisierte Steppenlandschaft, und die Marke TATi aus Berlin erinnerte mit entsprechend agierenden Models und einem Set von DJ Floss an die ausgelassenen Stunden, in denen sich Freundinnen gemeinsam für eine Clubnacht fertigmachen. Das Finale am Sonntag, 5. Juli, bestritten dann Designer PANOS GOTSIS mit mehreren Models, die aufwendig bestickte Hemden und Hosen durch einen kleinen Wald aus ebenso bekleideten Mannequins trugen, und das Label Krobos mit einer Ausstellung, die den Fokus des Designers auf schlaue Schnittlösungen ersichtlich machte. Die beiden anderen Labels baten ihre Models zu Tisch – Inlé Studio zeigte auf diese Weise melancholische Kleider an einer düster gedeckten Tafel, während Naomi Tarazi feminine Looks um einen verspielten Dinner Table herum präsentierte. Downloads: Pressemitteilung & Bilder Fotos: Celine Witon, Finnegan Koichi Godenschweger PREVIOUS NEXT

  • FCG Seminars light: Mai Edition

    5. Juni 2019 Nach erfolgreichem Auftakt der FCG SEMINARS light am 17. April 2019 setzt der Fashion Council Germany die Reihe mit monatlichen Business-Workshops fort. Fashion Professionals haben am 28.05.2019 in Form eines Tages-Workshops die Möglichkeit sich zu den Themen: DSGVO - 1 Jahr danach sowie Budget- & Liquiditätsplanung weiterzubilden. Die zweite Edition der SEMINARS light am 28.05.2019 wird von der Anwaltskanzlei Squire Patton Boggs und dem Start-Up Qvsta im Showroom des FCG angeboten. Jeder Workshop geht mit einer Anmeldephase vorab einher. Hierzu bitten wir das nachstehende Formular auszufüllen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl der FCG SEMINARS light Workshops wird Fashion Professionals der Vorrang zur Teilnahme gegeben. Nach sorgfältiger Prüfung der Anmeldung werden die Bewerber über Zu- oder Absage per E-Mail informiert. Je Tages-Workshop wird vor Ort eine Teilnahmegebühr in Höhe von 25 Euro/Person erhoben. Kontakt: workshop@fashion-council-germany.org AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG Seminars light: Mai Edition

  • Chris Stricker

    PREVIOUS NEXT Chris Stricker Advisory Board Chris Stricker ist Mitgründerin der haebmau ag, einer der führenden Lifestyle-Kommunikationsagenturen in Deutschland mit Standorten in München und Berlin. Nach über 36 Jahren als CEO ist sie seit 2025 Mitglied des Aufsichtsrats der Agentur und konzentriert sich hier auf die strategische Ausrichtung. In ihren 10 Jahren als Mitglied des Art Directors Club wurde ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Im Advisory Board des Fashion Council Germany, dem sie seit 2018 angehört, bringt sie ihre umfassende Expertise im Bereich Lifestyle-Kommunikation und Markenentwicklung ein. Mit ihrem Netzwerk aus Kommunikations- und Community-Expert:innen sowie starken Verbindungen zu Journalist:innen und Opinion Leader:innen prägt sie seit über 40 Jahren die internationale Agentur- als auch Modebranche und engagiert sich für "designed in Germany". office[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 50

  • Simone Soll-Urban

    PREVIOUS NEXT Simone Soll-Urban Finance Mangement Simone bringt lange Jahre Erfahrung in Finance Management in das Team des Fashion Council Germany. Sie verantwortet das Controlling des Fashion Council Germany und der FCG-Projekte. simone.soll-urban[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 54

  • NEWS: GENERATION ZUKUNFT Hub: Bildung, Kreativität und Nachhaltigkeit in der Mode

    Im März fand der erste GENERATION ZUKUNFT Hub des Fashion Council Germany in der PLATTE Berlin statt – ein inspirierendes Event, das Bildung, Nachhaltigkeit und Kreativität in der Modebranche vereinte. Ein besonderes Highlight war der Book Release der deutschen Übersetzung des Kinderbuchs „Wachsen Hosen an Bäumen?“ von Jasmien Wynants und Judith Thomas, das junge Leser:innen über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie sensibilisieren soll. NEWS: GENERATION ZUKUNFT Hub: Bildung, Kreativität und Nachhaltigkeit in der Mode Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON t +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.pvh.com/company/about https://drive.google.com/drive/u/1/folders/1VnHY5b4rzJvz61xJgneSYYwCTgfLRPa0 https://masjien.be/ DOWNLOAD PM Download Berlin, 31. März 2025: Am vergangenen Samstag fand der erste GENERATION ZUKUNFT Hub des Fashion Council Germany in der PLATTE Berlin statt – ein inspirierendes Event, das Bildung, Nachhaltigkeit und Kreativität in der Modebranche vereinte. Ein besonderes Highlight war der Book Release der deutschen Übersetzung des Kinderbuchs „Wachsen Hosen an Bäumen?“ von Jasmien Wynants und Judith Thomas, das junge Leser:innen über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie sensibilisieren soll. In einer interaktiven Diskussionsrunde zu Inhalten von Generation Zukunft und einem darauffolgenden Quiz, das sich an den Themen des Buches orientierte, erhielten die Teilnehmer:innen des Hubs spannende Einblicke in die Auswirkungen der Modeindustrie. Die beiden Autorinnen gingen dabei detailliert auf den Inhalt des Buches ein, welches sich an Kinder ab 8 Jahren richtet. In bunten Illustrationen werden den Leser:innen u.a. die Herstellungsprozesse, Materialien und Lieferketten von Kleidung anschaulich und kindgerecht übermittelt. Das Buch spricht neben einer primär jungen Zielgruppe auch eine erwachsene Leserschaft an und bietet ihr einen inhaltlichen Mehrwert. Im Anschluss wurden die Teilnehmer:innen in einem kreativen Workshop selbst aktiv und erprobten nachhaltige Designansätze. Das Event konnte eindrucksvoll beweisen, dass Bildung und kreatives Schaffen untrennbar miteinander verbunden sind und gemeinsam dazu beitragen, junge Menschen für eine nachhaltigere Zukunft in der Mode zu sensibilisieren und zu begeistern. Seit 2022 reist der Fashion Council Germany gemeinsam mit der PVH Foundation mit dem Bildungsprojekt „GENERATION ZUKUNFT“ durch Deutschland, um Schüler:innen der 9. Klasse ein nachhaltiges Modebewusstsein zu vermitteln und berufliche Perspektiven in der Modebranche aufzuzeigen. Im Anschluss an die Workshops haben die Schüler:innen die Möglichkeit, sich für die Projektexkursion nach Schottland zu qualifizieren. Mit dem neuen Hub-Format bringt der FCG diese Inhalte nun auch über den Schulkontext hinaus direkt zu den Jugendlichen. Um noch mehr Schüler:innen zu erreichen, werden in den kommenden Monaten weitere GENERATION ZUKUNFT Hubs in verschiedenen Städten Deutschlands stattfinden. Mit interaktiven Workshops, Diskussionsrunden und kreativen Formaten sollen junge Menschen kontinuierlich für eine nachhaltige Modebranche sensibilisiert und inspiriert werden. Außerdem finden noch bis zum Sommer deutschlandweit zahlreiche Schulbesuche statt. Interessierte Schulen und Lehrkräfte können sich bei Interesse an einer Teilnahme beim Fashion Council Germany melden. Das Buch „Wachsen Hosen an Bäumen?“ ist ab sofort für 18€ im Handel erhältlich. Weitere Informationen und Bildmaterial gibt es HIER . hier PREVIOUS NEXT

  • Marie-Louise Berg

    PREVIOUS NEXT Marie-Louise Berg Board of Directors, Gründungsmitglied Marie-Louise Berg verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im internationalen Fashion- und Lifestyle-Business. Nach der Gründung ihrer Agentur Berg Communications Berlin im Jahr 2000 ist Marie-Louise Berg Gründungsmitglied des Fashion Council Germany und hat sich stets auf die interdisziplinäre Arbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft konzentriert. Marie-Louise Berg ist eine der treibenden Kräfte hinter den politischen Aktivitäten des FCG. office[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 50

  • Firesidechat in Frankfurt

    22. Mai 2019 Am 14.05.2019 veranstaltete der Fashion Council Germany einen weiteren FCGFIRESIDECHAT - diesmal in Frankfurt in der Villa Kennedy. Zusammen mit den Co-Hosts der Veranstaltung Messe Frankfurt und TextilWirtschaft empfingen und vereinigten wir eine Gruppe von rund 50 Vertretern der regionalen Modebranche, begleitet von kurzen Reden von Christina-Oster Daum (FCG Präsidiumsmitglied & Cosnova), Olaf Schmidt (Messe Frankfurt) und Holger Knapp (Deutscher Fachverlag), die weiterhin den Austausch förderten und über den Status der deutschen Modebranche sprachen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Firesidechat in Frankfurt

  • Vereinte Kräfte: Fashion Council Germany und eBay Deutschland gehen Partnerschaft ein

    6. Sept. 2023 Der Fashion Council Germany und der Online-Marktplatz eBay Deutschland gehen eine Partnerschaft ein. Seit Juli 2023 vereinen die beiden Organisationen ihre Kräfte und unterstützen sich gegenseitig in ihren strategischen, kreativen und brancheninternen Prozessen. Als leitende Instanz für die deutsche Modeindustrie hat es sich der Fashion Council Germany zur Aufgabe gemacht, Modeunternehmen in Deutschland bei ihrem Wachstum zu unterstützen und diese besonders auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu fördern. eBay Deutschland spielt als einer der größten Online-Marktplätze Deutschlands ebenfalls eine tragende Rolle, Händler:innen und Privatpersonen eine vertrauenswürdige Plattform für Kreislaufwirtschaft zu bieten. Durch die Partnerschaft erhält eBay Zugriff auf die Expertise und das Netzwerk des FCG. eBay ist ein weltweit führendes Handelsunternehmen, das Millionen Käufer:innen und Verkäufer:innen in mehr als 190 Märkten auf der ganzen Welt verbindet und wirtschaftliche Möglichkeiten für einzelne Menschen, Entrepreneur:innen sowie Unternehmen und Organisationen jeder Größe schafft. eBay strebt damit das Ziel an, seine Rolle in der Modebranche zu stärken. Mit Hilfe der Partnerschaft setzt das Unternehmen mit Sitz in Dreilinden damit ein deutliches Zeichen, um zunehmend als Enabler der Industrie wahrgenommen zu werden. In den kommenden Monaten werden weitere gemeinsame Projekte und Initiativen angekündigt und umgesetzt. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.ebayinc.com/stories/press-room/de/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Vereinte Kräfte: Fashion Council Germany und eBay Deutschland gehen Partnerschaft ein

  • Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley

    4. Aug. 2021 Fashion for Good ist ein auf vielen Ebenen agierendes Unternehmen, welches es sich zum Ziel gemacht hat die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten - zum Einen durch unterschiedlichste Weiterbildungsangebote um den Übergang in eine nachhaltigere Modewelt zu fördern zum Anderen verbindet Fashion for Good vielversprechende Unternehmen und Start-ups, um ein Netzwerk aus Expert:innen dieser Branche zu bilden und durch interdisziplinäre Projekte innovative, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Mehr zu den vielfältigen Ansätzen und Initiativen von Fashion for Good erfährst Du in einem Interview, das wir mit Katrin Ley (Managing Director) geführt haben. FCG: Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um zu einem nachhaltigeren Modebusiness beizutragen? Fashion for Good: Fashion for Good ist die globale Initiative, die darauf abzielt, Mode 'gut' zu machen, d. h. eine zirkuläre Lieferkette zu integrieren, die alle Elemente vom Design bis zum Ende der Nutzung berücksichtigt. Die Herausforderung dies zu erreichen, wird durch Zusammenarbeit und Gemeinschaft ermöglicht. Das Herzstück von Fashion for Good ist unsere Innovationsplattform, auf der wir Innovative startups unterstützen und ihnen helfen, ihre Konzepte in der Mode-Lieferkette zu etablieren. Wir wählen die weltweit vielversprechendsten Start-ups aus und bringen sie in gemeinsamen Pilotprojekten großen Unternehmen zusammen. Fashion for Good unterstützt diese gemeinsamen Pilotprojekte tatkräftig und bietet Coachings, maßgeschneiderte Unterstützung bei der Mittelbeschaffung und in einigen Fällen auch finanzielle Unterstützung für die Hersteller durch den Good Fashion Fund. In unserem Co-Working Space beherbergen wir die sogenannte Circular Apparel Community - eine Gemeinschaft gleichgesinnter Organisationen und anderer Expert:innen mit dder geeinten Mission, die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten. Das interaktive Fashion for Good Museum ist ein öffentlich zugängliches Museum, in dem wir Menschen aus der ganzen Welt inspirieren und über den Einfluss der Modeindustrie aufklären. Die Besucher:innen erfahren etwas über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Modeindustrie. Mit der digitalen Good Fashion Journey und einem RFID-Armband entdecken sie Wege im Alltag zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen und sich zu engagieren, um etwas zu verändern. Wir veranstalten Workshops, zeigen Dokumentarfilme und halten Vorträge zu jedem Thema, um die Besucher:innen zu informieren, zu befähigen, den Good-Fashion-Gedanken in ihre Leben zu integrieren. Außerdem bieten wir Bildungsmaterial an und entwickeln Toolkits, Papiere, Berichte, Leitfäden und andere Ressourcen, die wir auf unserer Website für alle zugänglich machen. FCG: Ihr habt ein relativ neues Projekt gestartet, das sich mit einer neuen Methode des Baumwollanbaus befasst. Inwiefern waren die bisherigen Verfahren des Baumwollanbaus nicht nachhaltig und wie wollt ihr das mit eurem Projekt ändern? Fashion for Good: Baumwolle macht fast 30 % der weltweiten Textilproduktion aus, ist jedoch für 24 % des weltweiten Insektizid Einsatzes verantwortlich und kann als wasserintensive Kulturpflanze bis zu 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm verbrauchen. Mehr als 60 % der weltweiten Baumwollproduktion wird von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen erzeugt. Etwa 90 % dieser schätzungsweise 100 Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen leben in Entwicklungsländern und bauen die Pflanze auf weniger als zwei Hektar an. Bei schlechten Anbaumethoden kann Baumwolle zu einem übermäßigen Verbrauch von Wasser, Düngemitteln und Pestiziden beitragen. Innovative Anbaumethoden wie die Präzisionslandwirtschaft verbessern die Ressourceneffizienz und die Widerstandsfähigkeit des Baumwollanbaus und sind dringend erforderlich, um den Einsatz von Pestiziden, Land und Wasser zu reduzieren. Fashion for Good hat in Zusammenarbeit mit den führenden Marken Kering und PVH Corp., sowie dem weltweit führenden Textilhersteller Arvind Limited ein zweijähriges Pilotprojekt gestartet, um eine radikal ressourceneffiziente Baumwollanbautechnologie des Fashion for Good-Innovators Materra (ehemals hydroCotton) zu testen. Materras innovative Kombination aus Präzisionslandwirtschaft, Umweltkontrolle und Echtzeit Datenverfolgung in Echtzeit erleichtert den Baumwollanbau in Entwicklungsregionen, in denen Klima und Ressourcen eine Herausforderung für den Baumwollanbau darstellen. Materras Ansatz für den Baumwollanbau kombiniert Präzisionslandwirtschaft und kontrollierte Umgebungen, um radikal ressourceneffiziente Baumwollbetriebe zu schaffen. Effiziente Bewässerung, die übermäßige Wasserverluste verhindert, liefert landwirtschaftliche Betriebsmittel direkt an das Wurzelsystem der Pflanze, wo sie effizient aufgenommen werden können, und ist pestizidfrei, wobei biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Die Anbaugebiete sind mit einem Netz intelligenter Sensoren ausgestattet, welche Daten in Echtzeit erfassen und so eine bessere ökologische und soziale Absicherung gewährleisten. FCG: Ihr sprecht davon, dass Biobasierte Materialien die Zukunft sind, um synthetische Materialien zu ersetzen, und dies scheint derzeit einer Ihrer Schwerpunkte zu sein. Könntest Du bitte näher auf die Initiativen und Maßnahmen eingehen, die ihr in dieser Hinsicht ergreift, und erklären, warum dies die Zukunft der Mode sein könnte? Fashion for Good: Biobasierte Materialien sind natürliche Materialien, also Materialien, die biologischen Ursprungs und ganz oder teilweise von lebenden Organismen stammen. Unsere aktuelle Ausstellung GROW zeigt den aktuellen Stand sowie die Zukunft dieser Materialien. Weil es Zeit braucht, bis solche Technologien skalierbar und marktreif sind, haben wir das GROW-Talentprojekt ins Leben gerufen, ein dreimonatiges Programm, bei dem junge Designer:innen mit Biomaterialien arbeiten, um Kleidungsstücke der Zukunft zu entwerfen. Diese Kleidungsstücke werden in der Ausstellung GROW 2.0 präsentiert, die im Oktober 2021 eröffnet wird. Dies ist tatsächlich erst der Anfang der Materialien der nächsten Generation, die sich in den nächsten Jahrzehnten entfalten wird. Biologisch hergestellte oder biologisch zusammengesetzte Materialien können als Ersatz für bestehende Materialien wie Polyester, Nylon oder Leder verwendet werden. Unternehmen wie AMSilk, Bolt Threads, Ecovative, Modern Meadow, MycoWorks, Spiber usw. stehen für eine neue Generation von Materialinnovationen, die Fachwissen in den Bereichen Organismusdesign (GVO) und -technik, Fermentation und Textilien sowie Materialwissenschaft miteinander verbinden. Eine solche Zusammenführung von Disziplinen wäre früher nur von großen Chemiekonzernen möglich gewesen. Das Versprechen dieser Technologien besteht darin, dass die gestaltete Biologie den Zugang zu allen Vorteilen der Leistung, Ästhetik und des Komforts der Natur und darüber hinaus ermöglicht, jedoch ohne denselben ökologischen Fußabdruck. Die Nachfrage nach neuen Biowerkstoffinnovationen übersteigt derzeit massiv das Angebot. Einige unserer jüngsten Pilotprojekte befassen sich mit dem Potenzial dieser neuen Technologien; das "Renewable Carbon Textiles Project" beispielsweise ist ein Konsortium zur Förderung der Entwicklung von Polyhydroxyalkanoaten oder PHA-Polymerfasern, einer vielversprechenden biosynthetischen Alternative zu Fasern auf fossiler Basis, die das Potenzial hat, die Kohlenstoffemissionen in der Mode-Lieferkette zu verringern. FCG: Glaubst Du, dass die Pandemie neben all ihren negativen Aspekten auch dazu beigetragen hat, dass die Menschen ein besseres Verständnis für Nachhaltigkeit entwickeln? Habt ihr ein gesteigertes Interesse an nachhaltiger Mode sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Verbraucher festgestellt? Fashion for Good: Nachhaltige Innovationen haben gerade in schwierigen Zeiten immer wieder bewiesen, wie wichtig sie sind, um den normalen Geschäftsbetrieb wiederzubeleben und die Unternehmensziele zu unterstützen. Wir sehen vielversprechende Anzeichen, die auf ein strukturelles Umdenken der Modebranche hindeuten. Die derzeitige Situation bietet die Gelegenheit, Ansätze neu zu bewerten und positive Veränderungen voranzutreiben, die bereits in Gang gekommen sind, z. B. in den Bereichen Logistik und Transport. Immer mehr Branchenführer:innen erkennen die dringende Notwendigkeit verantwortungsbewusster Praktiken, wie sie von Verbraucher:innen und Investor:innen gefordert werden und wie der regulatorische Druck wächst. Deutliche Anzeichen für ein Umdenken der Verbraucher:innen waren schon vor der Panndemie erkennbar. Die renommierte Trendforscherin Li Edelkoort sprach von einer "Quarantäne des Konsums", die tiefgreifende kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen hat. So könnten sich die Erwartungen an zweckorientiertes, nachhaltiges Handeln und der Widerstand gegen verschwenderische Geschäftsmodelle beschleunigen. Wir sehen, dass die Verbraucher:innen zunehmend Marken zur Verantwortung ziehen und Fragen stellen, wie und von wem ihre Kleidung hergestellt wurde. 90 % der Verbraucher:innen der Generation Z geben an, dass sie Veränderungen vorgenommen haben, um ihr tägliches Leben nachhaltiger zu gestalten. Marken, die in der Lage sind, innovativ zu sein und zu nachhaltigeren Praktiken und Geschäftsmodellen überzugehen, werden in der Lage sein, ein informiertes Publikum anzusprechen und für sich zu gewinnen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley

  • Marcel Ostertag: Berlin als starker Modestandort

    2. Okt. 2019 „Ich wünsche mir einen starken Modestandort Berlin“ In der deutschen Modeszene längst ein alter Hase: Seit 2006 überzeugt Marcel Ostertag mit seinen urban-eleganten — und von Anfang an nachhaltigen —Kollektionen für Frauen und Männer. Zunächst von München aus, vor drei Jahren zog es ihn nach Berlin. Mit wem ließe sich besser plaudern über den Modestandort Deutschland und dessen Entwicklung? Ein Gespräch über die Herausforderungen junger Labels, die Notwendigkeit von Nachwuchsförderung und natürlich Green Fashion . FCG: Herr Ostertag, Ihr eigenes Modelabel gründeten Sie 2006. Damals kamen Sie frisch von der Uni. Würden Sie den Schritt in die Unternehmensgründung aus heutiger Sicht als blauäugig bezeichnen? Marcel Ostertag: Wir haben uns in den letzten 26 Saisons zu einer etablierten Fashion Brand entwickelt. Ob das einfacher gewesen wäre, wenn ich erst in einem anderen Unternehmen Erfahrungen gesammelt hätte, kann ich rückwirkend schwer sagen. Was ich sicher weiß: Ich hatte schon immer eine klare Idee meiner eigenen Kollektion. Meine Vorstellungen von fairer Produktion und einer High Fashion Kollektion „Made in Germany“ hat allerdings vor 13 Jahren noch keiner verstanden. Mir war grün zu denken wichtig, bevor es sexy wurde und der Begriff sustainable inflationär um sich griff. FCG: Auch der Fashion Council Germany setzt sich verstärkt für Nachhaltigkeit ein. Marcel Ostertag: Zum Glück gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in der Mode an immer größerer Bedeutung! Ich möchte niemanden bekehren oder belehren, aber der Konsum von Fast Fashion ist einfach sinnlos und entbehrt jeglicher Wertschätzung gegenüber dem Produkt, den Schneidern, dem Design — und auch gegenüber sich selbst. FCG: Eine nachhaltige Modemarke aufzubauen: Wie gelingt das eigentlich? Marcel Ostertag: Um eine nachhaltige und transparente Marke aufzubauen, war es uns zunächst sehr wichtig, einen Produzenten zu finden, der unsere hohen Ansprüche teilt. Bei unseren Stoffen und Materialien legen wir Wert auf höchste Qualität und Herkunft und verzichten auf die Verwendung von Leder und Pelz. Die größte Herausforderung in diesem Bereich ist es immer, diese anspruchsvolle Produktionskette in einen marktfähigen Preis zu kalkulieren. FCG: Welche Herausforderungen sind Ihnen damals bei der Gründung noch begegnet, auf kreativer aber insbesondere auch aus unternehmerischer Perspektive? Marcel Ostertag: Der Modemarkt ist sehr schnelllebig und komplett übersättigt, heute noch mehr als vor 13 Jahren. Das führt natürlich dazu, dass man ein Vielfaches an Energie und Leidenschaft einbringen muss. Es gab viele Momente, in denen ich das Projekt „eigene Brand“ hinterfragt habe. Aber auf kreativer Ebene hatte ich so viele Ideen. Die umzusetzen war mir immer wichtiger, als nur den Aufwand zu betrachten, der dahinter stand. FCG: Sie gewannen zu Beginn Ihrer Laufbahn einige Nachwuchs-Awards. Wie ausschlaggebend war das für den weiteren Erfolg Ihrer Karriere? Marcel Ostertag: Durch diese Auszeichnungen wurden mir medial als auch finanziell einige Türen geöffnet. Ich hatte außerdem immer Spaß, an diesen Ausschreibungen teilzunehmen, und kann das nur jedem Designer empfehlen. FCG: Wird in Deutschland Ihrer Meinung nach genug für den Modenachwuchs getan? Marcel Ostertag: Leider nein. In Großbritannien beispielsweise ist die Nachwuchsförderung viel etablierter. Ich habe in London am St. Martins College studiert und hatte zu der Zeit ganz andere Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Förderung. Deutschland hat in diesem Bereich noch einiges nachzuholen — angefangen bei dem Selbstverständnis und der Wahrnehmung der eigenen tollen Designer. In Deutschland orientiert man sich gern international, anstatt national aufzubauen und zu fördern. Ich wünsche mir einen starken Modestandort Berlin. FCG: Sie sind auch Mitglied des Fashion Council Germany… Marcel Ostertag: … Genau aus dem oben genannten Grund: Um die deutsche Modebranche institutionell zu stärken und stärker ins Gespräch zu kommen. Für mich ist die bislang größte Errungenschaft des FCG, dass der Austausch unter den Designern gefördert wurde und sie vertreten werden. Für die Branche ist es außerdem gut, eine Institution zu haben, die sich dafür einsetzt, dass Mode als ernstzunehmender Wirtschaftszweig anerkannt wird. FCG: Was ist für den Erfolg in der Modebranche noch wichtig? Marcel Ostertag: Für einen langfristigen Erfolg ist es wichtig, seine Brand-DNA zu bestimmen und ständig weiterzuentwickeln. Durch verschiedene Projekte konnte ich die Identität der Marke Marcel Ostertag weiter schärfen. Das waren tolle Erfahrungen für mich persönlich und hat mir beispielsweise meinen Traum erfüllt, auf der New York Fashion Week zu präsentieren. FCG: Auf der Berlin Fashion Week waren Sie von Anfang an eine feste Instanz. Was für ein Wind weht hingegen in New York? Marcel Ostertag: Die Menschen in New York feiern die Fashion Week als großes Ereignis und zeigen ihre Begeisterung an Mode in einer positiven und fördernden Art, was mir in Berlin etwas fehlt. In New York wurde meine Show außerdem von vielen internationalen Presse- und Medienvertretern und Einkäufern besucht. In Berlin vermisse ich zunehmend das Fachpublikum, dennoch halte ich an der hiesigen Modewoche fest und hoffe, mit meiner Kontinuität zur Förderung des Standortes Berlin beizutragen. FCG: Bis 2016 war Ihr Label-Standort München. Dann haben Sie Ihren Sitz nach Berlin verlagert. Marcel Ostertag: Ich liebe Berlin und hatte beruflich ganz einfach die meisten Termine hier. Deshalb war die Entscheidung schnell getroffen. Unsere Produktionsstätten in Brandenburg und Thüringen sind so noch schneller zu erreichen, was optimal ist. Zudem inspiriert mich diese Stadt einfach wahnsinnig und gibt mir das Gefühl, angekommen zu sein. FCG: War es für Marcel Ostertag von Vorteil, in der letzen Dekade von München aus zu agieren und — und nicht von Berlin? Marcel Ostertag: München war durchaus ein interessanter Standort und wird für mich immer ein Stück Heimat bleiben. Nach meinem Studium gab mir München eine gewisse Sicherheit sowie Nähe zu bestehenden Kontakten, Partnern und meiner Familie, welche mich bei der Gründung meines Unternehmens unterstützte. Darüber hinaus konnte ich dort meine ersten langjährigen Kundinnen gewinnen, mit welchen ich teils auch eine persönliche Freundschaft pflege. Von München aus koordinierten mein Team und ich in den vergangenen Jahren viele spannende Projekte, wodurch sich Marcel Ostertag als Marke etablieren konnte.Durch unsere internationale Präsenz kann ich jedoch sagen, dass meine Kunden auf der ganzen Welt zu Hause sind. Der Berliner Store hat mir ebenso wahnsinnig tolle neue Berliner Kundinnen und Kunden gebracht. FCG: Sie waren vor Ihrer Modekarriere Profi-Balletttänzer. Vermissen Sie das Tanzen beizeiten? Marcel Ostertag: Ich tanze tatsächlich immer noch wahnsinnig gern, wenn auch in einem anderen Rahmen. Ich freue mich immer wieder, ins Ballett zu gehen und die Ästhetik in meinen Entwürfen umzusetzen. Für meine aktuelle Herbst-Winter-Kollektion 2019/20 — „Heroes“ — habe ich mich von den Helden meiner Jugend, wie beispielsweise dem Balletttänzer Mikhail Baryshnikov, inspirieren lassen. Das Ballett hat mich außerdem etwas Wichtiges gelehrt: Disziplin. Ohne die geht es in der Mode auch nicht. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Marcel Ostertag PREVIOUS NEXT Interview Marcel Ostertag: Berlin als starker Modestandort

  • Raphael Schreiber

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