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  • In Zusammenarbeit mit Fashion United: Macht der Grüne Knopf für Modelabels Sinn?

    15. Juni 2021 // Gastbeitrag auf Fashion United Das Thema Nachhaltigkeit und die Nachweisbarkeit in Unternehmen wird immer wichtiger. Gleichzeitig ist es schwierig, bei der Fülle an Zertifizierungen, Labels und Versprechungen den Überblick zu behalten. Daher ist es dem Fashion Council Germany ein Anliegen, Klarheit in die Welt der vermeintlich nachhaltigen Zertifikate zu bringen, beginnend mit dem Grünen Knopf. Als erstes staatliches Siegel versucht der Grüne Knopf auch die Lieferkette in die Bewertung mit einzubeziehen und somit ökologische und soziale Nachhaltigkeit sicher zu stellen. Trotzdem bleiben noch einige Fragen offen. Um den Grünen Knopf besser zu verstehen, haben wir das Gespräch mit einem unserer Mitglieder gesucht und zu den Erfahrungen mit dem Siegel befragt. Das nachhaltige Mode-Label Phyne ist bereits seit einigen Jahren mit dem Siegel zertifiziert und bekennt sich zum umweltbewussten und gesellschaftlich verantwortungsvollen Handeln. Für das Unternehmen ist das staatliche Siegel für nachhaltige Mode ein wichtiger Leitsatz, nachdem sie sich orientieren. Im Interview berichtet Geschäftsführer Andri Stocker, wie der Grüne Knopf ihren Alltag bestimmt. Fashion Council Germany: Warum haben Sie sich für den Grünen Knopf entschieden und seit wann nutzen Sie das Siegel? Andri Stocker: Wir haben Phyne vor über vier Jahren mit einem Ziel gegründet: Den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit (in der Mode) zu beschleunigen. Das klappt am besten, wenn alle mitmachen. Entsprechend war es für uns selbstverständlich, beim Grünen Knopf mitzumachen und den Wandel mitzugestalten. Fashion Council Germany: Wie hoch ist der Aufwand für eine Lizenzierung mit dem Grünen Knopf? Andri Stocker: Da wir von Anfang an einen sehr hohen Nachhaltigkeitsstandard verfolgen, mussten wir nur sehr wenig verändern, was unsere Prozesse in der Wertschöpfungskette angeht. Der Aufwand lag für uns vor allem im Verstehen der OECD-Richtlinien, dem analytischen Bearbeiten der unterschiedlichen Vorgaben und der Dokumentation. Fashion Council Germany: Worum handelt es sich bei den OECD-Richtlinien? Andri Stocker: Die OECD ist eine internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Diese hat globale Richtlinien erarbeitet an denen sich Unternehmen orientieren können, um eine nachhaltige Lieferkette aufzubauen und alle Teilbereiche ökologisch und sozial verantwortungsvoll zu gestalten. Fashion Council Germany: Wie lief die Prüfung (Audit) für den Grünen Knopf ab? Gab es Herausforderungen und wie ist Phyne diesen begegnet? Andri Stocker: Da der Grüne Knopf auch für die Prüfer:innen Neuland war, gab es hier und da natürlich Fragen, die erst im Nachgang geklärt werden konnten. Insgesamt war der Prozess aber sehr verständlich und die Unterstützung durch das Prüfungsinstitut sehr hilfreich. Fashion Council Germany: Wie haben Sie sich auf das Audit vorbereitet, was hat bei der Vorbereitung weitergeholfen? Andri Stocker: An erster Stelle haben wir uns intensiv mit den OECD-Richtlinien beschäftigt, um die genauen Anforderungen zu verstehen. Das war für uns sehr hilfreich, da wir so letztlich genau abschätzen konnten, wo wir noch welche Arbeit „nachzuholen“ hatten. Darüber haben wir das Angebot seitens der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) genutzt, unseren Status vorab zu besprechen, um gut vorbereitet in die Prüfung zu gehen. Fashion Council Germany: Was waren die wichtigsten Erkenntnisse während der Auseinandersetzung mit dem Thema Due Diligence? Vielleicht auch Erkenntnisse aus der Risikoanalyse? Andri Stocker: Unsere wichtigste Erkenntnis war das Verständnis über die Zusammenhänge der unterschiedlichen Anforderungen. Hätten wir uns vorab nicht intensiv mit den OECD-Richtlinien auseinandergesetzt, so wären uns diese Zusammenhänge wohl nicht klargeworden. Eine Due Diligence ohne das Grundverständnis dieser Richtlinien wäre weder zielführend noch sinnvoll. Fashion Council Germany: Welchen Mehrwert bietet der Grüne Knopf Ihrem Unternehmen? Andri Stocker: Wir sehen den Mehrwert vor allem in der Textilbranche selbst, weniger beim Verkauf unserer Produkte. Der Grüne Knopf bietet uns die Möglichkeit, gemeinsam mit größeren Marktteilnehmern – wie zum Beispiel Tchibo oder Aldi – unternehmerische Entscheidungen positiv zu beeinflussen und so den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu beschleunigen. Fashion Council Germany: Was würden Sie Unternehmen empfehlen, die sich für den Grünen Knopf entscheiden? Andri Stocker: Lieber anfangs etwas mehr Zeit investieren, um die Zusammenhänge zu verstehen, als hinterher ein Wirrwarr von Anforderungen zu erfüllen versuchen. Fashion Council Germany: Wo sehen Sie noch Lücken, was sollte der Grüne Knopf noch verbessern? Andri Stocker: Ich sehe große Chancen bei der Internationalisierung. Der Grüne Knopf ist das erste „Siegel“, das quasi den Stempel und somit das Vertrauen eines Staates trägt, nicht nur einer privaten Organisation. „German Sustainability Approved“ könnte international genauso anerkannt werden, beziehungsweise sein wie „Made in Germany“. (lacht) Um das Thema noch tiefergehender zu behandeln, die Konversation zu eröffnen und Fragen zu ermöglichen, veranstalten wir am 22.6.2021 um 14:00 Uhr ein kostenfreies Webinar zu dem Thema „Grüner Knopf“. In diesem wird Silke Langer, Beraterin in der Geschäftsstelle Grüner Knopf, über die Rahmenbedingungen aufklären und Andri Stocker von seinen Erfahrungen berichten. Fragen zum Grünen Knopf können vorab an uns gerichtet werden: edu@fashion-council-germany.org Hier geht es zur Registrierung: https://bit.ly/2TOx8R0 AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview In Zusammenarbeit mit Fashion United: Macht der Grüne Knopf für Modelabels Sinn?

  • Von Waste zu Wert: ZEROW und die Zukunft zirkulärer Produktionsmodelle. Ein Interview mit CEO Gabriele Rorandelli

    26. Juni 2026 Mit der Berlin Fashion Week direkt vor der Tür haben wir mit jemandem gesprochen, dessen Einfluss längst über Europas Front Rows hinaus bis in die USA reicht : Gabriele Rorandelli, CEO von ZEROW. Wir erreichen ihn per Videocall am Londoner Flughafen, zwischen zwei zentralen Stationen des internationalen Modekalenders – der Pitti Immagine in Florenz und The Mills Fabrica in London. Dass Rorandelli aktuell stark gefragt ist, überrascht nicht. Sein Ansatz trifft einen Nerv der Zeit: ZEROWs Modell, hochwertige Deadstock-Materialien zugänglich zu machen, gewinnt sowohl für aufstrebende Labels als auch für etablierte Marken zunehmend an Relevanz. Auch für den Fashion Council Germany ist ZEROW ein langjähriger Unterstützer mehrerer Initiativen. Zuletzt stellte die Plattform Deadstock-Materialien für unsere Initiative Fashion x Craft zur Verfügung und unterstützte damit Designer:innen bei der Entwicklung ihrer Kollektionen. Nun setzt ZEROW die Zusammenarbeit mit dem Fashion Council Germany und jungen Designer:innen fort, indem Deadstock-Materialien für einen Designwettbewerb bereitgestellt werden, den wir gemeinsam mit der Whisky-Marke ABERFELDY organisieren. Darüber hinaus hat ZEROW erstmals Materialien für die gesamte SS27-Kollektion der FCG-Mitgliedsmarke Nowrubi geliefert, die am 3. Juli im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert wird. Höchste Zeit also, mit Gabriele über seine wegweisende Geschäftsidee zu sprechen. Gabriele, Du hast ZEROW 2021 mit dem Ziel gegründet, überschüssige Materialien und Deadstock zugänglicher zu machen und Zirkularität im Modesystem voranzutreiben. Fünf Jahre später – hat sich dieses Ziel verändert? Nein. Was sich verändert, ist die Branche selbst: Sie bewegt sich hin zu kleineren Stückzahlen, geringeren Volumen und Bestellmengen. Das Thema Deadstock betrifft nach wie vor vor allem die großen Akteure und Marken auf Lieferantenseite, da es heute – insbesondere im Kontext von Mikrotrends – zunehmend schwierig ist, Nachfrage verlässlich zu prognostizieren. Gleichzeitig setzt ein wachsender Teil kleinerer Marken auf bewusstere, reduzierte Produktionsansätze, in denen Deadstock an Bedeutung gewinnt: nicht nur als Mittel für eine ressourcen- und zeiteffizientere sowie verantwortungsvollere Produktion, sondern auch als Grundlage für ein starkes, glaubwürdiges Storytelling gegenüber Kund:innen. Ich bin überzeugt, dass künftig noch mehr Marken diesen Ansatz verfolgen, ihre Geschäftsmodelle überdenken und sich den aktuellen Entwicklungen anpassen werden. „Abfall darf kein Thema sein, über das Marken nur ein- oder zweimal im Jahr nachdenken." Wie geht ihr auf Luxusmarken auf der Lieferantenseite zu, und wie überzeugt ihr sie von eurem Geschäftsmodell? Das ist unsere größte Herausforderung und ein zentraler Bestandteil unserer Vision – denn wir können nichts wiederverwerten, was wir nicht haben. Um Luxusmarken, Stoffhersteller oder Gerbereien zu überzeugen, müssen wir zeigen, dass wir eine große Vision haben und wachsen – was am Anfang nahezu unmöglich war, da wir noch keine nennenswerten kommerziellen Erfolge vorweisen konnten. Alessio Troisi, unser Co-Founder, und ich haben das genutzt, was wir hatten: unsere Netzwerke und das Vertrauen, das wir uns durch frühere Erfahrungen in der Branche aufgebaut hatten. Anfangs war es schwierig, aber es wird jeden Tag leichter, unseren Partnern ein wertvolleres Angebot zu machen. Jetzt, da wir Partnerschaften mit italienischen und deutschen Institutionen wie dem Fashion Council Germany aufbauen, bewegen wir uns in eine Richtung, in der unser Ansatz zum Standard wird – getragen sowohl von finanziellen als auch von Nachhaltigkeitszielen. Auch wenn sich die Branche verändert, basiert Mode noch immer stark auf Exklusivität. Wie verändert sich diese Dynamik, wenn Materialien von Luxusmarken für kleinere Labels zugänglich werden? Marken waren schon immer sehr vorsichtig im Umgang mit ihren Materialien und Produkten, da diese Teil ihrer Markenidentität sind – und früher wurden sie, insbesondere im Luxussegment, kaum geteilt. Doch heute verschiebt sich das Verständnis von Exklusivität im Sektor: weg vom Produkt selbst, hin zu Community, Kultur und Erlebnissen. Das Produkt ist nur noch ein Berührungspunkt unter vielen – nicht mehr der zentrale. Deshalb sind Marken offener geworden, ihre Materialien zu teilen. Gleichzeitig entsteht Exklusivität auch durch die Haltung und Werte einer Marke. Marken mit einem starken Ethos bleiben relevant, weil sie Dinge tun können, die andere nicht leisten – und genau das schätzen Kund:innen. Wenn sie Materialien und Ressourcen mit kleineren Marken teilen, schafft das zusätzlichen Wert – vorausgesetzt, es ist ganzheitlich und langfristig in ihre Strategie eingebettet. Es kann sogar dazu beitragen, das Markenimage zu stärken und Exklusivität neu zu definieren. Was war bisher euer größter Erfolg mit Zerow? Für uns war der größte Erfolg, direkt nach dem Launch international zu werden. Wir wussten, dass man in der Modebranche überall sichtbar sein muss, um relevant zu sein. Heute, nach einigen Jahren am Markt, sind wir stark in Deutschland, Großbritannien und Frankreich vertreten und beginnen auch in den USA bekannter zu werden. Mit mehr als 1.200 Kund:innen außerhalb Italiens – und weiter wachsender Zahl – ist es ein großer Erfolg, in weniger als zwei Jahren eine globale Marke aufgebaut und sich als verlässliche Quelle etabliert zu haben. Gleichzeitig ist das einer der schönsten Aspekte unseres Geschäfts, da wir ständig mit unterschiedlichen Kulturen und Herangehensweisen in Kontakt stehen – was wiederum unsere Marke prägt. Und welche Herausforderungen begegnen euch aktuell am stärksten? Wir entwickeln unser Angebot derzeit weiter und haben eine Logistikplattform geschaffen, die Marken und Unternehmen dabei unterstützt, unsere Lösung zu nutzen – inklusive Logistik und Finanzierung. Unsere größte Herausforderung ist es nun, diese Plattform namens Circula zu einer All-in-one-Lösung für Modeabfälle auszubauen. Wir entwickeln eine Software, die nicht nur unseren Marktplatz integriert, sondern auch Lösungen für Wiederverwendung, Recycling und Materialspenden umfasst. So können Partner verschiedene Materialströme verwalten, Zero Waste erreichen – und das messbar sowie einfach umsetzbar. Zudem erweitern wir die Plattform um soziale Aspekte im Rahmen der EPR-Regelwerke [Anm. d. Red. Extended Producer Responsibility, also jener umweltpolitischen Ansätze, die Hersteller für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte in die Verantwortung nehmen ]. Dieser Ansatz bringt zwar Komplexität mit sich, hilft unseren Partnern jedoch, regulatorische Anforderungen in wirtschaftlichen und ökologischen Mehrwert zu verwandeln. Eine Lösung, die die Branche wirklich zero-waste machen soll – nicht nur oberflächlich. Wie lässt sich Zirkularität messen? Allein die Möglichkeit, Materialflüsse, Mengen und Kilogramm zu messen, ist bereits ein Fortschritt – denn die Branche weiß oft nicht einmal, wie viel Leder oder Stoff tatsächlich entsorgt wird, da Lieferketten ausgelagert sind. Wir messen die Mengen über verschiedene Kanäle hinweg: wie viele Meter oder Kilogramm über unsere Plattform weiterverkauft, wiederverwendet, recycelt oder gespendet wurden. Darauf aufbauend analysieren wir den ökologischen Fußabdruck und die eingesparten CO₂-Emissionen. Darüber hinaus erfassen wir auch den wirtschaftlichen Impact, da diese Materialien zuvor oft entsorgt oder sehr günstig verkauft wurden, sowie den sozialen Impact, da wir kleine Unternehmen, Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs unterstützen. Zudem passen wir unsere Lösungen an neue Berichtspflichten an, etwa die Ecodesign for Sustainable Products Regulation [eine EU-Verordnung, die Designanforderungen festlegt, um Produkte langlebiger, reparierbarer und besser recycelbar zu machen] sowie die Corporate Sustainability Reporting Directive [die Unternehmen verpflichtet, ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen nach einheitlichen EU-Nachhaltigkeitsstandards offenzulegen]. Das wird künftig zu detaillierteren Messungen von Abfällen führen – und wir sind überzeugt, dabei eine wichtige Rolle spielen zu können. Diese Saison markiert eine Premiere: Ihr seid exklusiver technischer Partner und offizieller Sponsor der kommenden Kollektion des Berliner Designers nowrubi und stellt sämtliche Materialien dafür bereit. Was nehmt ihr aus dieser Erfahrung mit, und seht ihr künftig mehr solcher Kooperationen? Wir schätzen Kooperationen sehr, bei denen unsere Materialien für kreative, sinnstiftende und zielgerichtete Projekte eingesetzt werden, die die Initiativen junger Unternehmer:innen unterstützen. Sie wollen wirklich etwas bewegen – und nowrubi ist dafür ein großartiges Beispiel, weil er starkes Design mit überzeugendem Storytelling verbindet und eine gesamte Kollektion ausschließlich aus unseren Deadstock-Stoffen entwickelt. Ich kann es kaum erwarten, sie zu sehen. Neben nowrubi unterstützen wir auch weitere aufstrebende Marken wie UNVAIN, sample030 und ML Heart. Bereits bei der letzten Berlin Fashion Week haben wir im Rahmen der Initiative Fashion x Craft des Fashion Council Germany das V-Collective unterstützt. All diese Projekte zeigen, dass Zirkularität möglich ist – eine spannende Geschichte nicht nur für Kund:innen, sondern auch für andere Marken. Was macht Berlin zu einem interessanten Partner oder Kontext für eure Arbeit? Die Berlin Fashion Week schafft etwas Neues, mit Zirkularität, Verantwortung und Nachwuchstalenten im Zentrum. Ich schätze auch, wie zugänglich sie ist – mit zahlreichen Events, Aktivierungen und Ausstellungen für die Öffentlichkeit. Für uns ist sie der ideale Ort, um Kooperationen zu vertiefen und Zirkularität greifbar zu machen – nicht nur als Konzept, sondern als etwas Bedeutungsvolles und Teilbares. Wir haben bereits andere Initiativen des Fashion Council Germany unterstützt, etwa die Kollektion Echoes of Tomorrow der Fashion x Craft Initiative, und setzen das fort. Die Standards, die der Fashion Council Germany setzt, und die Art, wie Brands ihnen folgen – nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung – sind bemerkenswert. Ich hoffe und glaube, dass wir mehr davon sehen werden. Vielleicht wird die Berlin Fashion Week eines Tages die erste vollständig zirkuläre Fashion Week werden. Welche Rolle kann Deadstock dabei spielen, aufstrebenden Designer:innen zu helfen, Kreativität und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen? Es gibt eine Lücke zwischen dem, was aufstrebende Designer:innen in Bezug auf nachhaltige Produktion leisten können, und den Branchenstandards – und dessen sollte man sich bewusst sein, um langfristig Schritt zu halten. Am Anfang geht es jedoch vor allem um die Relevanz des Produkts, die eigene Vision und Kreativität. Darauf sollten die Designer:innen sich konzentrieren – und Deadstock hilft ihnen dabei, indem es ihnen ermöglicht, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Was wünschst du dir für die Zukunft der Modeindustrie? Dass Zirkularität von den Endkund:innen verstanden, angenommen und wertgeschätzt wird. Große Luxusmarken haben die Macht, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und zu vermitteln, wie entscheidend es für die wirtschaftliche Entwicklung Europas ist – einer Region, die naturgemäß ressourcenarm ist. Wir glauben, dass unsere Lösung diesen Marken helfen kann, ihre Geschichten besser zu kommunizieren, sodass Zirkularität hoffentlich bald zum Standard wird – und kein Nischenthema mehr ist. AUTOR:IN Sinah Griessler ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.zerow.it/ https://www.fashion-council-germany.org/stories/f%C3%B6rderprogramm-fashion-x-craft-mit-residency-in-england- MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Von Waste zu Wert: ZEROW und die Zukunft zirkulärer Produktionsmodelle. Ein Interview mit CEO Gabriele Rorandelli

  • Im Gespräch mit Marie-Luise Patzelt und Maren Wiebus von der SEEK: "Gemeinsam sind wir stärker"

    15. Jan. 2024 Wir haben uns mit Marie-Luise Patzelt, Show Director und Maren Wiebus, Creative - & Event Director, über die SEEK unterhalten, die am 16. und 17. Januar 2024 erstmalig als Solo-Show in Berlin stattfindet. 1. Die SEEK findet am 16. und 17.01.2024 zum allerersten Mal als Solo-Show statt. Was können die Messebesucher:innen und Einkäufer:innen diese Saison erwarten? Marie-Luise Patzelt: Ich könnte jetzt die klassischen Fakten aufzählen: neue Marken, Inspiration, relevanter Markenmix und interessante Inhalte. Aber was in dieser (lasst uns ehrlich sein) herausfordernden Zeit zu erwarten und unvergleichbar ist, sind der Zusammenhalt, der realistische und auch optimistische Blick in die Zukunft all unserer Aussteller:innen sowie die einzigartige familiäre Atmosphäre. Nur wer sich wohl, verstanden und angenommen fühlt, hat die Kraft, Neues zu entdecken und zu entwickeln. Genau dafür legen wir den Grundstein. Die SEEK hat schon vor dem Umzug in die Station zusammen mit der PREMIUM sehr gut und erfolgreich alleine funktioniert. Damals in der Arena. Es ist also nichts Neues für uns, “unter uns” zu sein. Wir sind “nur” die Bühne für unsere Aussteller:innen, die Brands, die Geschichten und die Menschen hinter den Produkten. Umso dankbarer sind wir, dass wir seit teilweise mehr als 10 Jahren mit tollen Leuten wie den Berlinern von About Companions und Merz b. Schwanen, der Offenbacher Agentur Wunschnaht und ihren Brands wie Edwin, Lyle&Scott und Farah sowie den Nachhaltigkeitspionieren von Veja, Sandqvist und O My Bag zusammenarbeiten dürfen. Nicht nur mit einigen Aussteller:innen sind wir inzwischen befreundet, auch die Aussteller:innen untereinander verbindet mehr als “nur” die SEEK zweimal im Jahr. Diese Verbindung, diese Atmosphäre, diese Gemeinschaft kann man nicht am Reißbrett planen und aufbauen. Diese Gemeinschaft hat uns durch alle Krisen und Umzüge (und Nicht-Umzüge) getragen. 2. Gemeinsam mit UNION Showroom habt Ihr die neue Allianz „THE JUNCTION“ ins Leben gerufen. Wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt und inwiefern wird es das (Aussteller-)Angebot der SEEK erweitern? Auch wenn es kitschig klingt oder sich so liest. Unser Motto war schon immer: "Gemeinsam sind wir stärker! Die SEEKer, wie wir unsere Community nennen, teilen die gleichen Werte - Ehrlichkeit, Mut und Zusammenhalt. Wer diese Werte mit uns teilt, ist in unserer Community herzlich willkommen. Felix Engelmann, Gründer und Kopf hinter dem UNION Showroom, war bereits Aussteller auf der SEEK. Er ist ein SEEKer. Seitdem stehen wir in engem Austausch, informieren uns und brainstormen. 3. Der Conscious Club präsentiert sich erneut als Europas größte Plattform für nachhaltige Mode. Auf welche Formate können wir uns in dieser Saison freuen? Maren Wiebus: Ein großer Teil unseres Talk-Programms an beiden SEEK-Tagen beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit - auch im weiteren, gesellschaftlichen Sinne. So wird der erste ‘Fashion Purpose Release’ im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, Retail-Experten von L&T, Avocadostore und Engelhorn diskutieren auf der Bühne, wie man kommuniziert (und wie nicht), Cherie Birkner liest Texte über ihr schwieriges Verhältnis zu nachhaltiger Mode, About Kokomo, Adidas & Pool erzählen von ihrem gemeinsamen Mietprojekt ‘Laundromat’ und die Mental Health in Fashion Kampagne von Florian Müller stellt sich vor. Um nur einige zu nennen, Gemeinsam mit unseren Partnern von studio MM04 und VORN laden wir zum Get-Together. Ivalo.com veranstaltet am Dienstag- und Mittwochnachmittag eine Art ‘Stammtisch’, an dem jeder teilnehmen kann, um konkrete Fragen und Ideen zu diskutieren. Kommt alle vorbei! Wir bedanken uns bei Marie-Luise Patzelt und Maren Wiebus für das Gespräch. Bild-Credit Marie-Luise Patzelt: Maxime Ballesteros Bild-Credit Maren Wiebus: Jan Kapitän AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.seek.fashion/ MITGLIEDER Premium Group PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Marie-Luise Patzelt und Maren Wiebus von der SEEK: "Gemeinsam sind wir stärker"

  • Die hochkarätige Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund

    24. Mai 2024 Nach dem erfolgreichen Launch i m Februar haben der Fashion Council Germany und VOGUE Germany jetzt die Jury für den ersten FCG/VOGUE Fashion Fund in Deutschland bekanntgegeben. Das Format wurde von VOGUE bereits erfolgreich in Ländern wie Spanien, UK, China und den USA umgesetzt. Die Initiierung in Deutschland setzt ein starkes Zeichen für die Unterstützung der deutschen Modeindustrie und soll besonders junge Designtalente fördern. Die Jury wählt die sieben Finalist:innen aus, die zur Berlin Fashion Week Anfang Juli im Rahmen eines feierlichen Cocktail-Events bekanntgegeben werden. Ausgewählte Entwürfe werden anschließend im Rahmen des Berliner Salon präsentiert. Eine hochkarätige Jury Die Fachjury setzt sich aus insgesamt acht hochkarätigen Branchenexpert:innen zusammen , deren unterschiedliche Expertisen ein holistisches Bild der Modebranche vermitteln . Neben Kerstin Weng , Head of Editorial Content VOGUE Germany, bringen seitens des Fashion Council Germany CEO Scott Lipinski und Vorstandvorsitzende Christiane Arp ihr ausgeprägtes Branchenwissen ein. Des Weiteren zählen zur Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund Edward Enninful OBE , Global Creative and Cultural Advisor von VOGUE, die international erfolgreiche Sängerin Kim Petras , Mumi Haiati , CEO und Founder von Reference Studios, die Filmeproduzentin und Chefredakteurin von VOGUE China, Margaret Zhang, sowie Model Paloma Elsesser . „Für den Start des FCG/VOGUE Fashion Fund konnten wir eine Jury aus international renommierten Branchenexpert:innen gewinnen. Das setzt ein wichtiges Zeichen für die Initiative – und die deutsche Mode. Sie alle bringen verschiedene fachliche Perspektiven mit und bieten den jungen Designer:innen über ihr Wissen und ihre Erfahrungen relevante Anknüpfungspunkte, um die eigene Marke holistisch auszubauen und wettbewerbsfähig zu machen. Wir freuen uns auf den Austausch mit den Designer:innen in dieser zweiten Phase der Initiative“ , so Kerstin Weng, Head of Editorial Content VOGUE Germany. Scott Lipinski, CEO Fashion Council Germany, betont: „Die sorgfältig ausgewählte Jury spiegelt unsere Bestrebungen wider, die nächste Generation von talentierten Designer:innen zu fördern. Mit ihrer Expertise und ihren Fachkenntnissen tragen die Jury-Mitglieder maßgeblich zur Gestaltung der Zukunft der deutschen Modebranche bei.“ Bewerben konnten sich für die erste Ausgabe des FCG/VOGUE Fashion Fund in Deutschland ansässige Designer:innen und Unternehmen mit zwei bis maximal 15 Jahren am Markt , die einen besonders kreativen und innovativen Ansatz verfolgen. Die Bewerbungsphase ist seit dem 15. April 2024 abgeschlossen. Für die zweite Phase wählt die Fachjury aus allen Einreichungen sieben Finalist:innen aus, die im Juli 2024 zur Berlin Fashion Week in feierlichem Rahmen bekanntgegeben werden. Im Anschluss werden ausgewählte Entwürfe der Finalist:innen im Berliner Salon gezeigt. Der oder die Gewinner:in wird im Herbst 2024 im Rahmen einer Preisverleihung in Berlin bekannt gegeben. Der Gewinn ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, diversen Kommunikationsleistungen, der Produktion einer Fashion Show zur Berlin Fashion Week im Februar 2025 sowie einem Business Mentoring-Programm im Gesamtwert von 100.000 Euro dotiert. Der FCG/VOGUE Fashion Fund wurde ausgezeichnet im Wettbewerb innovativer Veranstaltungsformate. Kofinanziert von der Europäischen Union und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Weitere Details zur ersten Ausgabe des FCG/VOGUE Fashion Fund gibt es auf VOGUE.de und auf der Website des Fashion Council Germany . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fcg%2Fvogue-fashion-fund MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Die hochkarätige Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund

  • Im Gespräch mit Designerin Melitta Baumeister

    16. Mai 2024 Melitta Baumeister ist eine deutsche Modedesignerin mit Sitz in New York City. Nach einer fundierten Ausbildung zur Schneiderin erwarb sie einen MFA in Fashion Design an der Parsons School of Design, um anschließend ihre eigene Brand zu gründen. Im Jahr 2014 wurde Melittas Debütkollektion auf der New York Fashion Week gezeigt. Dies führte dazu, dass sie unter anderem im Vogue Magazine, in der New York Times, i.D., Numeró und Self Service gefeatured wurde, was ihrer Karriere einen enormen Auftrieb gab und es ihr ermöglichte, ihre Arbeiten auf renommierten Events in London und Paris zu zeigen. Melitta Baumeister interessiert sich für die skulpturale Beschaffenheit von Kleidung. Sie überspitzt Volumen und modelliert Silhouetten neu, wobei sie oft ungewöhnliche Materialien und experimentelle Techniken verwendet. Dieser unverwechselbare Ansatz wurde sowohl von internationalen Boutiquen als auch von Museen mit großem Beifall bedacht. 1. Du bist zum Studieren nach New York City gezogen – was hat Dich damals dazu bewegt, so einen großen Schritt zu gehen und wie hast Du es anfänglich geschafft, Fuß zu fassen? Ein Studium in New York war nie geplant und kam aus unterschiedlichen, meist finanziellen Gründen nicht infrage. Dass es trotz alldem dazu kam, ist Shelley Fox, der Gründerin und damaligen Direktorin des Master-Programms in Fashion Design and Society zu verdanken. Auf der Suche nach Talenten für den neuen Studiengang ist Shelley damals durch die Designschulen getourt und auf diese Weise auf meine Abschlusskollektion aufmerksam geworden. Ihre Energie und der Idealismus, der dem Studiengang innewohnte, sowie ein Vollstipendium haben mich überzeugt, den Schritt zu wagen. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut. 2. Was unterscheidet für Dich die deutsche Mode von der US-amerikanischen? Was können in Deutschland ansässige Designer:innen Deiner Meinung nach noch von amerikanischen Brands lernen? Obwohl die Brand seit der Gründung in den USA ansässig ist, tue ich mich schwer unser Design in die US-amerikanische Tradition einzuordnen. Die Landschaft hier hat eine deutlich kommerzielle Auslegung und innovatives Design ist meist der innovativen Business-Strategie untergeordnet. Unser Design bleibt weiterhin im Herzen europäisch aufgrund der Kompromisslosigkeit in Formgebung, was stark auf meine Ausbildung zurückzuführen ist. (Sogar die Professor:innen im Parsons waren Europäer) Deutschen Designer:innen würde ich empfehlen, sich in erster Linie auf ihr authentisches, ehrliches und zeitgemäßes Design zu konzentrieren. Amerika steht zwar als Vorbild, dass man beinahe jede Idee vermarkten kann, doch stellt sich die Frage, ob wir solche Produkte wirklich brauchen, in einer Welt, die vor großen Herausforderungen in der Zukunft steht. Technologische Innovation, Effizienz und eine gewisse Klarheit und Nüchternheit sind zwar Klischees, bergen für mich jedoch einiges Zukunftspotenzial. Der Vorteil sowie auch große Herausforderung sind die Tatsache, dass die Modeindustrie keine klare Position in der Welt hat, diese muss jetzt aus sich heraus entstehen, davon bin ich überzeugt. 3. Deine Kollektionen verbinden viele Elemente aus Kunst und Mode – wie steht das für Dich im Zusammenhang und was inspiriert Dich besonders zu Deinen Designs? Es ist immer ein großes Kompliment für mich, wenn diese Verbindung gezogen wird, auch wenn wir in erster Linie unsere Arbeit als Mode sehen! Für mich ist Kunst der Ort in dem sich die Kreativität prinzipiell ohne Grenzen entfalten kann, immer in Diskussion zwischen dem Künstler, dem Zuschauer und der Gesellschaft. Je ehrlicher und frei von Filtern, umso erfolgreicher, das ist, was ich aufregend finde. Durch meinen Partner, einen Künstler mit Autodesign Vergangenheit, der vor 8 Jahren als Artdirector Teil Brand wurde, haben sich unsere Design-Besprechungen im Ton, Ziel und Referenzen immer mehr einer künstlerischen Betrachtungsweise angepasst, was unfassbar wichtig ist, besonders als Kontrast zu den Excel-Tabellen und Sale-trough, die ein großer Teil jeder Brand sind. 4. Im letzten Jahr hast Du den CFDA/VOGUE Fashion Fund gewonnen. Wie hat dieser Gewinn Dein Label weitergebracht und was würdest Du den Finalist:innen des FCG/VOGUE Fashion Funds, dem deutschen Äquivalent, mitgeben? Den Finalist:innen würde ich empfehlen, die Auszeichnung als Bestätigung und Stärkung der eigenen Vision zu sehen. Jede Brand hat Ihren eigenen Prozess und Geschwindigkeit. Die Auszeichnung ist ein wichtiges Feedback, dass diese Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Genau diese Wertschätzung ist auch, was unseren Gewinn so wichtig gemacht hat für uns. Zusätzlich haben wir ein einjähriges Mentoring erhalten, mit einem Experten unserer Wahl aus dem großen Pool der CFDA Mitglieder. Diese professionellen Einblicke, die sonst entweder aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich wären, zählen zu den wichtigsten Ergebnissen aus unserem Gewinn. 5. In den letzten Saisons hat die Berlin Fashion Week einen Wandel vollzogen und setzt nun verstärkt auf innovative Formate, junge Designer:innen und nachhaltige Konzepte. Wie beurteilst Du diese positive Veränderung für die Berlin Fashion Week im internationalen Vergleich und wo siehst Du noch Verbesserungsbedarf? Weiter so! Eine Plattform, besonders für junge Positionen in der Mode, ist unheimlich wichtig für die Industrie. Das Potenzial liegt darin, der Fashion Week Landschaft mit Berlin einen neuen Ton hinzuzufügen. Die Frage ist nur, wie viel Mut und Radikalität aufgebracht werden kann und was dieser Ton letzten Endes ist. Die Tatsache, dass dies für mich noch nicht so deutlich ist, spricht für die Zeit, die ein solches Unterfangen benötigt. Dieser Entwicklung schaue ich mit großem Interesse zu. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.melittabaumeister.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Designerin Melitta Baumeister

  • RAUM.Berlin

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  • Im Gespräch mit Devina Popat von Trend-Tech-Trade & Oliver Gerbitz von Talbot Runhof: VR & die Zukunft des Retails

    10. Mai 2022 Trend-Tech-Trade ist ein kreatives, interaktives Unternehmen, das eine einzigartige Möglichkeit für den Einkauf im Einzelhandel bietet. Sie wollen einen VR Booth Buchungsservice über die Website von Modemarken anbieten, um direkt mit ihren Einkäufer:innen zusammen zuarbeiten und eine trendsetzende Umgebung zu schaffen. Im Einklang damit wollen sie die Verbraucher:innen darüber aufklären, wer die Einkäufer:innen hinter den Kulissen der Modeindustrie sind und ein Sortiment in limitierter Auflage kreieren, das das ganze Jahr über in physischen Geschäften unter Einsatz von Virtual Reality verkauft wird. Sie wollen die Verbraucher:innen durch ihre digitalen Auswahlkanäle unterhalten sowie die Werbung, Produktivität und Sortiment für Marken messbar machen. „It’svall about knowing where to stop” - Gehe nie zu weit, aber immer weit genug: Das ist für Johnny Talbot und Adrian Runhof Designmotto und Lebensphilosophie. Seit 2000 entwerfen sie unter dem Namen Talbot Runhof glamouröse Abendkleider und Cocktailkleider. Mit ihrem Faible für besondere Stoffe, perfekte Schnittführungen und extravagante Details hat sich die Marke aus München weltweit eine Fangemeinde erschlossen. Wer Talbot Runhof trägt, hat etwas vor — das gilt für den roten Teppich genauso wie im Business- und Freizeitkontext, denn inzwischen wird das Sortiment auch durch hochwertige Tageskleider, Kostüme, Mäntel und Accessoires ergänzt, in denen sich die Designvision genauso widerspiegelt. 1. Wie kam es dazu, dass sich Talbot Runhof und Trend-Tech-Trade zusammengetan haben, um gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten? Devina Popat : Ich hatte die Gelegenheit, ein Webinar über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Modegeschäften mit dem German Fashion Council zu veranstalten, an dem Oliver als Gastredner teilnahm. Nach unserem Webinar haben wir beschlossen, bei der Bereitstellung unserer VR- und AR-Technologielösungen zusammenzuarbeiten. Was Oliver (Gerbitz)über die technischen Anforderungen von Talbot Runhof erzählte, war für mich sehr inspirierend. Die Geschichte von Johnny (Talbot) und Adrian (Runhof) und die Arbeit, das Design, die Gedanken, die Inspiration und die vielen Stunden, die in diese Kollektionen geflossen sind, die jede Frau auf eine glamouröse Art und Weise anspricht, fand ich einfach großartig. Wir haben beschlossen, zusammenzuarbeiten, und unser erstes Problem war die Bestimmung von Kleidergrößen. Wie könnte eine Online-Lösung aussehen, die die Kundinnen dazu ermutigt, Kleidung in Webshops virtuell anzuprobieren? Wir haben uns mit Fashioneura zusammengetan, um die allererste Lösung für einen Online-Webshop auf den Markt zu bringen. Außerdem wollten wir den Prozess so realistisch wie möglich gestalten: Die Kund:innen können sich selbst innerhalb von Sekunden nach dem Start der Anwendung durch die Laptop-Kamera sehen und werden bequem zu Hause im Wohnzimmer gescannt. Unsere Mission ist, die Kluft zwischen online und offline zu überbrücken, indem wir Talbot Runhof mit Technologien und Produkten versorgen, die in In-Store Lösungen im Geschäft und online eingesetzt werden können. 2. Was können wir von dieser Zusammenarbeit erwarten? DP: Wir haben zwei Technologielösungen, die wir für Talbot Runhof vorstellen. Erstens unsere Lösung für die Anprobe in unserem virtuellen Webshop Fashioneura, die es Kund:innen ermöglicht, Kleidung bequem von ihrem Laptop aus anzuprobieren. Außerdem bietet sie Größenangaben für die/den Verbraucher:innen und eine alternative digitale Lösung für den Webshop. Die Einführung hat stattgefunden und ist bereits in die Talbot Runhof Website integriert. Dieses Projekt mit Fashioneura war fantastisch und es war ein Vergnügen, mit Oliver und seinem Team zu arbeiten. Wir werden unsere Zusammenarbeit in einer zweiten Phasefortsetzen, in der wir auch unsere VR-Standlösung präsentieren werden, die im Laden eingesetzt werden wird. 3. Warum haben Sie sich entschieden, diese Technologie in das Talbot Runhof-Einkaufserlebnis einzubinden? Oliver Gerbitz : Eines der größten Themen im Online-Modehandel ist die Retourenquote. Eine hohe Retourenquotebindet Kapital und Ressourcen und hat somit entscheidenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg jedes Online-Shops. Das trifft uns als Marke besonders, da wir unsere Kleider in kleinen Stückzahlen produzieren und somit immer bemüht sein müssen, die Verfügbarkeit unserer Produkte in möglichst allen Größen zu gewährleisten. Da die hohe Service- und Beratungsqualität schon immer eine große Rolle in unserem Geschäftsmodell gespielt hat, war es für uns von Anfang an wichtig, auch der Kundin, die sich online für ein Talbot Runhof-Kleid interessiert, alle Informationen und die bestmögliche Beratung zur Verfügung zustellen. Nur so ist sie in der Lage, auch online das für sie und ihren Anlass passende Kleid in der richtigen Größe zu bestellen. Technologische Lösungen, die nicht nur ein individuelleres Einkaufserlebnis schaffen, sondern auch einen tatsächlichen Nutzen für die Kundin haben und so die Kaufentscheidungerleichtern, sind daher für uns natürlich sehr interessant. Jede Kundin ist anders und möchte wissen, wie ein Kleid ganz individuell an ihrem Körper, mit ihrer Haut- und Haarfarbe, zusammen mit ihren Schuhen, Schmuck etc. aussieht. Wenn wir ihr nur etwas mehr Sicherheit geben können, ein Kleid in dem für sie richtigen Schnitt, der richtigen Länge, mit der richtigen Ärmellösung, der richtigen Farbe und letztlich in der richtigen Größe zu bestellen, kann die VR-Lösung von Fashioneura sehr wertvoll für uns und unsere Kundin werden. Das gilt besonders für Kundinnen, die in ihrer Gegend keine Möglichkeit haben, einTalbot Runhof-Kleid im stationären Handel anzuprobieren. 4. Inwiefern zielt die Anprobe-Lösung darauf ab, das Online-Erlebnis zu verbessern, und wie zielt das VR-Booth-Event darauf ab, den Besuch des Kunden im Geschäft zu verbessern? DP: Die Anprobelösung soll das Online-Erlebnis verbessern, indem sie einzigartige Funktionen bietet, die auf die Bedürfnisse der Kund:innen zugeschnitten sind. Das Interface ermöglicht es den Kund:innen zum Beispiel, einfach ihre Körpergröße einzugeben, sich dann 3 Meter von ihrer Desktop- oder Handy-Kamera entfernt hinzustellen und effektiv vermessen zu werden, die Kleider werden auf magische Weise auf den Körper der Kundin bzw. des Kunden gelegt, um zu sehen, wie das Kleid genau aussieht. Es gibt zusätzliche Funktionen, um das Erlebnis mit Freunden zu teilen, indem sie einfach ein Foto machen, um deren Meinung einzuholen. Dieser Webshop-Launch wird der erste Schritt sein, um nützliche Daten über Größen, Mengen und die Erstellung von Pre-Assets bereitzustellen und so nachhaltig eine bessere Kunden-Experience zu schaffen. Der VR-Booth verbessert das Kundenerlebnis, indem sie/er eine alternative digitale In-Store-Lösung bietet, die Spaß macht und unterhaltsam ist. So bieten wir den Verbraucher:innen einen erweiterten Zugang durch virtuelle Realität wie die Bereitstellung von Artikeln in limitierter Auflage. Innerhalb des VR Booths verfügen wir über zum Patent angemeldete Optionen wie das PR-Werbetool, das sich beispielsweise auf die Messung von Werbeausgaben konzentriert. Das Einzigartige an diesem Stand ist, dass er im physischen Geschäft platziert ist und einen Online-Buchungsservice bietet, über den die Kunden ihr Erlebnis buchen können. Darüber hinaus wird der Stand exklusive Kollektionen von Adrian (Runhof) & Johnny (Talbot) anbieten, die die Kund:innen in der Kabine ansehen und nach ihrem VR-Erlebnis anprobieren können. Auf diese Weise soll das Kundenerlebnis im Geschäft verbessert werden, um letztlich die Kunden bzw. den Kunden durch das Angebot einer alternativen digitalen Lösung auf unterhaltsame, lehrreiche und informative Weise zurückzuholen. 5. Wie seht Ihr die Zukunft des Einzelhandels? DP: Um unsere Zukunftsvisionen im Einzelhandel fortzusetzen, hoffen wir, die Funktionen in der Fashioneura-Webshop-Anwendung zu erweitern. In diesem Zusammenhang werden wir unsere Crowdfunding-Kampagne starten, um eine VR-Kabine im Talbot Runhof-Flagship Store in München zu eröffnen. Die VR-Kabine ermöglicht es den Kund:innen, den Laden zu betreten und an der VR-Erfahrung teilzunehmen. In der VR-Brille kann der Kunde bzw. die Kundin beispielsweise limitierte Designs von Talbot Runhof durchstöbern und die Kleidungsstücke nach dem Kauf (der virtuellen Anprobe) physisch anprobieren. In der Skalierungsphase werden wir VR in die neue Metaverse-Welt, von Marketing-Kampagnen bis hin zur Kunst integrieren. Unser Ziel ist es, die Kluft zwischen Online- und Offline-Diensten durch die Bereitstellung dieser beiden Technologien zu überbrücken. OG : Wenn man die Frage auf technologische Entwicklungen bezieht, wird es darauf ankommen, die Möglichkeiten, die durch den Einsatz von VR, AR und AI entstehen, nahtlos, intuitiv und spielerisch in alle Touchpoints entlang der Customer Journey einzubinden und einen echten Mehrwert für den/die Kund:in zu schaffen. Letztlich entscheidet der/die Kund:in, welche Technologie sich durchsetzt und dem Einzelhandel die Möglichkeit bietet, sich einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Zur virtuellen Anprobe eines Talbot Runhof-Kleides auf ihrem Online-Shop geht es hier . Wir bedanken uns bei Devina Popat und Oliver Gerbitz für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Talbot Runhof PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Devina Popat von Trend-Tech-Trade & Oliver Gerbitz von Talbot Runhof: VR & die Zukunft des Retails

  • Hochkarätige Speaker:innen bei ‚METAMORPHOSIS‘ im NIO House Berlin

    9. Jan. 2025 Die Berlin Fashion Week wird 2025 erneut zur Bühne für zukunftsweisende Diskussionen rund um die Transformation der Modebranche. Vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2025 lädt der Fashion Council Germany (FCG) in Partnerschaft mit eBay Deutschland zum Talk Format ‚METAMORPHOSIS – dialogues about change‘ powered by eBay ein. Nach einem erfolgreichen Debut des Formats im vergangenen Jahr wird ‚METAMORPHOSIS‘ in seiner zweiten Ausgabe um ein noch vielfältigeres Programm erweitert. Mit Keynotes, Panels und Interviews bietet die mehrtägige Veranstaltung eine Plattform, um über Themen wie Nachhaltigkeit, Circularity, digitale Transformation und kreative Zukunftsvisionen zu diskutieren. Das Ziel: Ein inklusiver Dialog, der die Herausforderungen und Chancen der Modebranche beleuchtet und zukunftsorientierte Impulse setzt. Ein hochkarätiges Line-up an Speaker:innen, Moderator:innen und Panelists bilden die Grundlage der Talks, die während der Berlin Fashion Week im NIO House Berlin stattfinden werden. Als offizieller Mobility Partner der Berlin Fashion Week unterstützt der Hersteller für intelligente Elektroautos im Premium-Segment NIO das Format ‚METAMORPHOSIS‘. Die innovative Elektromobilitätsmarke, die mit ihrer Philosophie „Blue Sky Coming“ neue Maßstäbe in Design und Nachhaltigkeit setzt, bietet mit dem zentral am Kurfürstendamm gelegenen NIO House Berlin während der Fashion Week einen zentralen Veranstaltungsort für das Talk Format sowie weitere Side-Events. Interessierte können sich kostenfrei für die vier Veranstaltungstage anmelden und weitere Details zum Programm HIER einsehen. ‚METAMORPHOSIS‘ bringt dabei einige der einflussreichsten Stimmen der Modebranche auf die Bühne. Zu den bereits bestätigten Expert:innen gehören u.a. Michael Philouze ( Men’s Editor, Vogue US), Cecilie Thorsmark (CEO, Copenhagen Fashion Week), Maliha Shoaib (Redakteurin, Vogue Business), Agnes Weber (CEO, Mended), Mandy Krüger (Head of Fashion, ebay Deutschland) sowie die aufstrebende Designerin Marie Lüder . Komplementiert wird das Line-up durch weitere nationale und internationale Branchenexpert:innen, die unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse einbringen können. Mit dieser Vielfalt an Stimmen bietet ‚METAMORPHOSIS - dialogues about change‘ powered by eBay, tiefe Einblicke in die wesentlichen Veränderungen der Modeindustrie. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ https://www.metamorphosistalks.com/registration MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Hochkarätige Speaker:innen bei ‚METAMORPHOSIS‘ im NIO House Berlin

  • Talk Format ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ powered by eBay zur BFW etabliert sich in dritter Edition

    6. Mai 2025 Das Talk Format ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change‘ powered by eBay wird zur kommenden Berlin Fashion Week im Juli 2025 bereits in der dritten Edition fortgeführt. Das Event wird vom Fashion Council Germany (FCG) in Partnerschaft mit eBay Deutschland vom 30. Juni bis zum 03. Juli 2025 umgesetzt. Unter den Leitthemen Circularity und Creativity finden an den vier Tagen unterschiedliche Talks mit nationalen sowie internationalen Branchenexpert:innen statt. In seiner dritten Edition entwickelt sich ‘ METAMORPHOSIS ‘ mehr und mehr zu einer Plattform für bedeutungsvollen Austausch und schafft Impulse für kontinuierlichen Fortschritt und Wandel. Dabei werden neben einem Fachpublikum auch die interessierte Öffentlichkeit angesprochen, da es für eine echte Veränderung beide Seiten – die Modeindustrie als auch die Konsument:innen - braucht. Inhaltlich soll es besonders um die unumgängliche Transformation der Modeindustrie gehen – Zirkularität, und damit Themen wie Innovation, Technologie und Kreativität, die sowohl für eBay als auch Fashion Council Germany eine tragende Rolle spielen, werden in diversen Panels, Interviews und Keynotes aufgegriffen. Das viertägige Programm wird in folgende Themenschwerpunkte aufgeteilt: Tag 1 (30.06.) – Futurecraft: Fashion’s Next Frontiers Erkundung neuer Technologien, bahnbrechender Materialien und innovativer Geschäftsmodelle, die die Mode neu definieren. Tag 2 (01.07.) – The Circular Shift: Scaling Impact with Smart Systems Strategien, Systeme und Lösungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und des Wandels in der Modebranche. Tag 3 (02.07.) – Lead & Thrive: Building the Business of Tomorrow Unternehmertum, Leadership und Kommunikation in einer sich wandelnden Branche. Tag 4 (03.07.) – Creativity as Currency: Designing for Meaning & Relevance Konzentration auf den kreativen Prozess als Motor für Werte, Kultur und bewussten Konsum Scott Lipinski , CEO des Fashion Council Germany, betont: „Mit ‘METAMORPHOSIS’ etablieren wir eine Plattform, die den dringend nötigen Wandel in der Modebranche diskutiert und Lösungen vorstellt. Innovation, Kreativität und der offene Dialog zwischen Industrie und Öffentlichkeit sind entscheidend, um eine zirkuläre Zukunft zu gestalten.“ „Die Partnerschaft mit dem Fashion Council Germany ist ein zentraler Bestandteil unserer Vision, die Kreislaufwirtschaft in der Modebranche voranzutreiben. Als wegweisender Pre-Loved-Marktplatz fördert eBay Innovation und kreative Lösungen, die es Marken und Verbraucher:innen gleichermaßen erleichtern, Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Mode zu werden – mit dem Ziel, die Branche grundlegend zu verändern.“ ergänzt Mandy Krüger , Head of Fashion bei eBay. Das Programm wird erneut in Zusammenarbeit mit Ann Claes, Co-Gründerin der belgischen Agentur Masjien, erarbeitet, um eine internationale Perspektive bereits in der Planung sicherzustellen. Über 40 Branchenexpert:innen werden zur SS26 Edition der Berlin Fashion Week Teil von ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change‘ powered by eBay sein, um ihr Wissen mit dem interessierten Publikum zu teilen und Diskussionen anzuregen. Darunter auch Vertreter:innen von eBay selbst, die mit der Umsetzung des Formats ihre Präsenz als wichtiger Player in der Modebranche weiter festigen. Weitere Informationen zu den Speaker:innen, zur Location und dem detaillierten Programm werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben. Eine Vorabanmeldungen ist über die Webseite HIER möglich. Aufzeichnungen und Informationen der letzten Saisons HIER . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Talk Format ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ powered by eBay zur BFW etabliert sich in dritter Edition

  • Melissa Drier mit Paul James Hay, Shih-Shun Huang und Pieter de Mik

    24. Juli 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Dieser #FCGVOICES Talk wird von Melissa Drier moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Paul James Hay (Core Artist Management), Shih-Shun Huang (#DAMUR) und Pieter de Mik (CooCooShop). Dieser Vortrag ist auf Englisch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Melissa Drier mit Paul James Hay, Shih-Shun Huang und Pieter de Mik

  • Dirk Schönberger

    PREVIOUS NEXT Dirk Schönberger Board of Directors, Gründungsmitglied Nach dem Modestudium 1995 Gründung der Marke „dirk schönberger“ und Umzug von Antwerpen nach Berlin im Dezember 2006. Er war Creative Director bei JOOP! Hamburg (2007–2010) und Adidas (2010–2018) und kam 2018 als Global Creative Officer zu MCM. Im Januar 2023 verließ er das Unternehmen, um als Chief Brand Officer zur Möbelmarke vetsak zu wechseln, kehrte jedoch 2025 zu MCM zurück und bekleidet nun CBO-Positionen für beide Marken. office[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 50

  • Odeeh: Gemischte Gefühle in der momentanen Krise

    29. Apr. 2020 FCG: Wie geht es euch in der momentanen Krise? Odeeh: Wir sind aufgewühlt, wach und hoffnungsvoll mit kleinen Unterbrechungen. Man ist machtlos, was die gesamte Situation anbelangt — das sorgt für ein gewisses Maß an Gelassenheit. Gleichzeitig sind wir machtvoll im gedanklichen Gestalten von zukünftigen Ideen. Alles in allem: gemischte Gefühle! FCG: Was ist für euch derzeit am schlimmsten? Odeeh: Italien ist geschlossen! Unsere wichtigsten Stoffpartner sitzen dort, weswegen wir nicht weiter an der neuen Kollektion arbeiten und produzieren lassen können. Außerdem leiden unsere Händler. Alles ist gewissermaßen blockiert, die unglaubliche Vernetzung der Industrie wird momentan sehr deutlich. FCG: Wie verbringt ihr die Quarantäne? Odeeh: Wir kochen, lesen, hören Musik, schlafen, es gibt Netflix. Weil wir auf dem Land leben, können wir immer raus in den Garten und die Natur. Dafür sind wir dankbar. Wir sollten nicht vergessen, dass unsere Quarantäne-Probleme eigentlich Luxus-Probleme sind.Außerdem: Wir arbeiten! Sichtlich gehandicapt und langsamer, aber so gut es eben geht. Wir konzentrieren uns darauf, auf Sicht zu fahren, kurzfristig zu reagieren und verantwortungsvoll mit unseren Partnern und unserem Team umzugehen. FCG: Welche Auswirkungen wird Corona langfristig auf die Modebranche haben? Odeeh: Ob sich wirklich wahnsinnig viel ändern wird? Langfristig sind wir uns da nicht so sicher. Bestimmt wird gezwungenermaßen erst einmal eine Verlangsamung eintreten. Aber das „danach“ sollten wir uns gedanklich nicht zu einfach machen. Es wird nicht alles besser, nachhaltiger und fairer werden, das ist illusorisch. Manches aber hoffentlich schon. FCG: Was wünscht ihr euch momentan? Odeeh: Dass wir da alle zusammen durchkommen und uns unsere positive Energie erhalten bleibt. Dabei hilft uns unser Handwerk: die Kreativität. Alternativ denken und trotzdem klarkommen, dafür brauchen wir sie jetzt umso mehr. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Odeeh PREVIOUS NEXT Interview Odeeh: Gemischte Gefühle in der momentanen Krise

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