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- Im Gespräch mit Designerin Melitta Baumeister
16. Mai 2024 Melitta Baumeister ist eine deutsche Modedesignerin mit Sitz in New York City. Nach einer fundierten Ausbildung zur Schneiderin erwarb sie einen MFA in Fashion Design an der Parsons School of Design, um anschließend ihre eigene Brand zu gründen. Im Jahr 2014 wurde Melittas Debütkollektion auf der New York Fashion Week gezeigt. Dies führte dazu, dass sie unter anderem im Vogue Magazine, in der New York Times, i.D., Numeró und Self Service gefeatured wurde, was ihrer Karriere einen enormen Auftrieb gab und es ihr ermöglichte, ihre Arbeiten auf renommierten Events in London und Paris zu zeigen. Melitta Baumeister interessiert sich für die skulpturale Beschaffenheit von Kleidung. Sie überspitzt Volumen und modelliert Silhouetten neu, wobei sie oft ungewöhnliche Materialien und experimentelle Techniken verwendet. Dieser unverwechselbare Ansatz wurde sowohl von internationalen Boutiquen als auch von Museen mit großem Beifall bedacht. 1. Du bist zum Studieren nach New York City gezogen – was hat Dich damals dazu bewegt, so einen großen Schritt zu gehen und wie hast Du es anfänglich geschafft, Fuß zu fassen? Ein Studium in New York war nie geplant und kam aus unterschiedlichen, meist finanziellen Gründen nicht infrage. Dass es trotz alldem dazu kam, ist Shelley Fox, der Gründerin und damaligen Direktorin des Master-Programms in Fashion Design and Society zu verdanken. Auf der Suche nach Talenten für den neuen Studiengang ist Shelley damals durch die Designschulen getourt und auf diese Weise auf meine Abschlusskollektion aufmerksam geworden. Ihre Energie und der Idealismus, der dem Studiengang innewohnte, sowie ein Vollstipendium haben mich überzeugt, den Schritt zu wagen. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut. 2. Was unterscheidet für Dich die deutsche Mode von der US-amerikanischen? Was können in Deutschland ansässige Designer:innen Deiner Meinung nach noch von amerikanischen Brands lernen? Obwohl die Brand seit der Gründung in den USA ansässig ist, tue ich mich schwer unser Design in die US-amerikanische Tradition einzuordnen. Die Landschaft hier hat eine deutlich kommerzielle Auslegung und innovatives Design ist meist der innovativen Business-Strategie untergeordnet. Unser Design bleibt weiterhin im Herzen europäisch aufgrund der Kompromisslosigkeit in Formgebung, was stark auf meine Ausbildung zurückzuführen ist. (Sogar die Professor:innen im Parsons waren Europäer) Deutschen Designer:innen würde ich empfehlen, sich in erster Linie auf ihr authentisches, ehrliches und zeitgemäßes Design zu konzentrieren. Amerika steht zwar als Vorbild, dass man beinahe jede Idee vermarkten kann, doch stellt sich die Frage, ob wir solche Produkte wirklich brauchen, in einer Welt, die vor großen Herausforderungen in der Zukunft steht. Technologische Innovation, Effizienz und eine gewisse Klarheit und Nüchternheit sind zwar Klischees, bergen für mich jedoch einiges Zukunftspotenzial. Der Vorteil sowie auch große Herausforderung sind die Tatsache, dass die Modeindustrie keine klare Position in der Welt hat, diese muss jetzt aus sich heraus entstehen, davon bin ich überzeugt. 3. Deine Kollektionen verbinden viele Elemente aus Kunst und Mode – wie steht das für Dich im Zusammenhang und was inspiriert Dich besonders zu Deinen Designs? Es ist immer ein großes Kompliment für mich, wenn diese Verbindung gezogen wird, auch wenn wir in erster Linie unsere Arbeit als Mode sehen! Für mich ist Kunst der Ort in dem sich die Kreativität prinzipiell ohne Grenzen entfalten kann, immer in Diskussion zwischen dem Künstler, dem Zuschauer und der Gesellschaft. Je ehrlicher und frei von Filtern, umso erfolgreicher, das ist, was ich aufregend finde. Durch meinen Partner, einen Künstler mit Autodesign Vergangenheit, der vor 8 Jahren als Artdirector Teil Brand wurde, haben sich unsere Design-Besprechungen im Ton, Ziel und Referenzen immer mehr einer künstlerischen Betrachtungsweise angepasst, was unfassbar wichtig ist, besonders als Kontrast zu den Excel-Tabellen und Sale-trough, die ein großer Teil jeder Brand sind. 4. Im letzten Jahr hast Du den CFDA/VOGUE Fashion Fund gewonnen. Wie hat dieser Gewinn Dein Label weitergebracht und was würdest Du den Finalist:innen des FCG/VOGUE Fashion Funds, dem deutschen Äquivalent, mitgeben? Den Finalist:innen würde ich empfehlen, die Auszeichnung als Bestätigung und Stärkung der eigenen Vision zu sehen. Jede Brand hat Ihren eigenen Prozess und Geschwindigkeit. Die Auszeichnung ist ein wichtiges Feedback, dass diese Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. Genau diese Wertschätzung ist auch, was unseren Gewinn so wichtig gemacht hat für uns. Zusätzlich haben wir ein einjähriges Mentoring erhalten, mit einem Experten unserer Wahl aus dem großen Pool der CFDA Mitglieder. Diese professionellen Einblicke, die sonst entweder aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich wären, zählen zu den wichtigsten Ergebnissen aus unserem Gewinn. 5. In den letzten Saisons hat die Berlin Fashion Week einen Wandel vollzogen und setzt nun verstärkt auf innovative Formate, junge Designer:innen und nachhaltige Konzepte. Wie beurteilst Du diese positive Veränderung für die Berlin Fashion Week im internationalen Vergleich und wo siehst Du noch Verbesserungsbedarf? Weiter so! Eine Plattform, besonders für junge Positionen in der Mode, ist unheimlich wichtig für die Industrie. Das Potenzial liegt darin, der Fashion Week Landschaft mit Berlin einen neuen Ton hinzuzufügen. Die Frage ist nur, wie viel Mut und Radikalität aufgebracht werden kann und was dieser Ton letzten Endes ist. Die Tatsache, dass dies für mich noch nicht so deutlich ist, spricht für die Zeit, die ein solches Unterfangen benötigt. Dieser Entwicklung schaue ich mit großem Interesse zu. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.melittabaumeister.com/ MITGLIEDER Previous Next Interview Im Gespräch mit Designerin Melitta Baumeister
- Der Gewinner des BFW Streetstyle Fotowettbewerbs steht fest!
19. Juli 2024 Der Gewinner der Streetstyle Photography Competition der Saison SS25 heißt Kevin Duong . Kevin ist ein Digital Designer und Fotograf aus Berlin und vor allem in dem Genre der Streetstyle Fotografie unterwegs. Die Jury bestand in dieser Saison aus den Expert:innen Josepha Rodriguez , Kenya Tay , Kristian Schuller , Manuel Almeida Vergara und Nina Klein wählte den Fotografen aus einer Anzahl von zwei dutzend Bewerber:innen aus. Aufstrebende Fotograf:innen aus Berlin (Studierende, Absolvent:innen und Young Professionals) im Bereich der Mode und Streetstyle Fotografie wurden dazu aufgerufen insgesamt fünf Fotos in unterschiedlichen Kategorien einzureichen, die anschließend von einer Fach-Jury bewertet wurden. Dabei sollten besondere Streetstyle Fotosituationen während der BFW festgehalten und ein eigener Stil präsentiert werden. Die gesamte Fotostrecke inkl. eines Interviews mit Kevin Duong wurden bei der Berliner Zeitung HIER veröffentlicht. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Antara Gill INFOS ANFRAGEN antara.gill@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.kevond.com/ https://www.berliner-zeitung.de/stil-individualitaet/berlins-beste-street-styles-was-die-strassenfotografie-ueber-unsere-stadt-erzaehlt-li.2236558 MITGLIEDER Previous Next News Der Gewinner des BFW Streetstyle Fotowettbewerbs steht fest!
- Die FCG-Mitglieder bei der Design-Showcase "NEUDEUTSCH" kuratiert von Julian Daynov auf der Pitti Uomo in Florenz
18. Jan. 2024 Auf der Pitti Immagine Uomo 105, die vom 9.-12. Januar 2024 in Florenz stattfand, präsentierte unser Mitglied Julian Daynov "NEUDEUTSCH" – ein kuratiertes Design-Showcase mit Kollektionen und Arbeiten von rund 20 Talenten, die ihr kreatives Zuhause in Deutschland haben. Der Begriff NEUDEUTSCH bezieht sich ursprünglich auf die ständige Transformation, Bereicherung und Weiterentwicklung der deutschen Sprache durch verschiedene interkulturelle Einflüsse und Ausdrucksformen. Während der Pitti Uomo 105 hat NEUDEUTSCH eine Mischung von jungen Menswear Brands mit starkem Retail-Fokus vorgestellt, die auch die genderneutrale Haltung vieler der beteiligten Kreativen unterstreichen. Mit ausgestellt waren folgende FCG-Mitglieder: AVENIR , HADERLUMP , INTERNATIONAL CITIZEN , MARKE und OFTT . Weitere Infos zu NEUDEUTSCH unter folgendem Link . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN lydia.kleiber[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.instagram.com/julian_daynov/ https://uomo.pittimmagine.com/en/news/neudeutsch MITGLIEDER Julian Daynov AVENIR Haderlump Atelier Berlin MARKE INTERNATIONAL CITIZEN Oftt Previous Next News Die FCG-Mitglieder bei der Design-Showcase "NEUDEUTSCH" kuratiert von Julian Daynov auf der Pitti Uomo in Florenz
- THADEN AG
members THADEN AG Accessoires Thaden wurde 2021 in der Schweiz von der Künstlerin Kristina Thaden gegründet - tragbare Skulpturen, die die innere Heldin einer jeden Frau ehren und ihren Facettenreichtum widerspiegeln. Handgenäht in Italien und inspiriert durch einen künstlerischen Blick auf die Welt, vereinen die Handtaschen höchste Handwerkskunst und einzigartiges Design. https://www.thaden.ch/ info[at]thaden.ch Next Previous
- CODE OF CONDUCT | Fashion Council Germany
Code of Conduct Wird zeitnah veröffentlicht
- Status Deutscher Mode 2021
Der Fashion Council Germany e.V. präsentiert die erste Studie zum Status Deutscher Mode digital im Rahmen der Berlin Fashion Week. Diese zeigt deutlich: Mode ist auch in Deutschland ein relevantes und vielversprechendes Wirtschafts- und Kulturgut, benötigt jedoch mehr Förderung. Fashion Council Germany, Oxford Economics Status Deutscher Mode 2021 Der Fashion Council Germany e.V. präsentiert die erste Studie zum Status Deutscher Mode digital im Rahmen der Berlin Fashion Week. Diese zeigt deutlich: Mode ist auch in Deutschland ein relevantes und vielversprechendes Wirtschafts- und Kulturgut, benötigt jedoch mehr Förderung. Download
- NEWS: Fashion Council Germany fördert nachhaltigere Mode in Kooperation mit eBay
Der Fashion Council Germany setzt in diesem Jahr erneut ein Zeichen für die Förderung nachhaltigerer und kreativer Mode. NEWS: Fashion Council Germany fördert nachhaltigere Mode in Kooperation mit eBay Fashion Council Germany Berlin, 13. Januar 2025: Der Fashion Council Germany setzt in diesem Jahr erneut ein Zeichen für die Förderung nachhaltigerer und kreativer Mode. Gemeinsam mit dem Online-Marktplatz eBay werden fünf Berliner Modelabels unterstützt. Ziel des Circularity Support ist es, innovative Ansätze zu unterstützen und das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft in der Modebranche zu stärken. Die folgenden fünf Modelabels wurden hierfür ausgewählt: BALLETSHOFER , Haderlump Atelier Berlin , Lou de Bètoly , Natascha von Hirschhausen und Sia Arnika . Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das Thema Circularity. Die fünf Labels kreieren jeweils zwei Looks, bestehend aus upgecycelten Materialien und pre-loved Kleidungsstücken, die über den Online-Marktplatz eBay erworben wurden. Die Kreationen vereinen die Handschrift der Designer:innen mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Wiederverwertung und unterstreichen so die Bedeutung verantwortungsvoller Mode. Nach der Berlin Fashion Week werden die entstandenen Looks auf dem Online-Marktplatz eBay erhältlich sein. Konsument:innen haben so die Möglichkeit, Unikate direkt vom Runway zu erwerben und gleichzeitig junge Talente der Branche aktiv zu unterstützen. „M it eBay haben wir einen Partner an unserer Seite, der den Gedanken der Circularity teilt und die Umsetzung nachhaltigerer Konzepte unterstützt “, sagt Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany. „ Diese Kooperation zeigt, wie Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit in der Mode miteinander harmonieren und die Branche zukunftsweisend prägen können.“ Tanja Vojkic, Category Lead Fashion bei eBay Deutschland, ergänzt: „Unsere Partnerschaft mit dem Fashion Council Germany zeigt, wie eBay als Marktplatz den Impact von Circularity in der Modebranche verstärken kann. Wir möchten Designer:innen fördern, die Ästhetik und Wiederverwertung auf inspirierende Weise vereinen und durch unsere Reichweite und Infrastruktur dazu beitragen, nachhaltige Mode weiter zu etablieren. Diese Initiative setzt ein klares Zeichen dafür, dass Stil und Verantwortung Hand in Hand gehen können.“ Die Initiative unterstreicht das gemeinsame Engagement vom Fashion Council Germany und eBay, nachhaltigere Alternativen in der Mode zu stärken und den Kreislaufgedanken in der Branche weiter voranzutreiben. Die individuellen Handschriften der fünf Talente stehen dabei im Fokus und setzen ein Zeichen für eine bewusstere, zukunftsorientierte Modewelt. ANSPRECHPARTNER Fenja Niechoj E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON t +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.ebayinc.com/stories/press-room/de/ https://www.fashion-council-germany.org/about DOWNLOAD PM Download
- Claire Common
members Claire Common Fashion Brand Claire Common designt inklusive Mode, die sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderungen tragbar ist. Die Kollektionen zeichnen sich durch spezielle Schnitte, Materialien und Designs aus, die eine größere Barrierefreiheit in der Modewelt ermöglichen. Zudem werden 80% der Designs in einem regionalen Inklusionsbetrieb genäht https://clairecommon.de claire[at]clairecommon.de Next Previous
- Unsere Mitglieder im DACH Showroom auf der Paris Fashion Week vom 30.09. bis zum 03.10.2022
4. Okt. 2022 Am vergangenen Wochenende vom 30.09.2022 bis zum 03.10.2022 fand nach zweijähriger coronabedingter Pause wieder der DACH Showroom zur Paris Fashion Week statt. Organisiert von Arne Eberle und seinen Team sowie der Austrian Fashion Association (AFA) wurden ingesamt 17 deutsche und österreichische Newcomer-Brands im DACH Showroom im Herzen des Quartier du Temple im Pariser Marais vorgestellt. Diese Saison waren die FCG-Mitglieder Acceptance Letter Studio , Haderlump Atelier Berlin , Leinz Eyewear , Susumu Ai sowie die Berliner Labels Anne Bernecker, Clara Colette Miramon, Halo Labels, Tata Christiane und Vladimir Karaleev aus Deutschland vertreten. Aus Österreich waren die Designer:innen Astrid Deigner, Güç, Julia Skergeth, Modus Vivendi, Not Yet FYI, Published By, Rendl und Timna Weber präsentiert. Vergangenen Freitag, den 30.09.2022, fand das offizielle Opening und Get-Together statt. Eingeladen waren neben internationalen Einkäufer:innen und Journalist:innen natürlich auch die Designer:innen des Showrooms, die ihre Kollektion vor Ort dem Fachpublikum vorstellten. Als sich die Gründer:innen des Berlin Showroom, des Österreichischen Modeverbandes und der Mode Suisse Anfang 2017 während der Fashion Week in Paris trafen, entstand der DACH Showroom aus dem gemeinsamen Wunsch heraus, aufstrebenden Modedesigner:innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eine internationale Bühne zu bieten. Seit Jahren engagieren sich die Beteiligten dafür, heimische Modeinnovationen auf verschiedenen internationalen Plattformen zu präsentieren und zu fördern. Mit dem DACH Showroom ist ein neuer, dynamischer und inspirierender Showroom entstanden, der einer jungen Generation von Modedesigner:innen den Raum und die Unterstützung bietet, sich in der globalen Branche zurechtzufinden. Weitere Informationen zum DACH Showroom unter folgendem Link . Unterstützt u.a. durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.dachshowroom.com/ MITGLIEDER Previous Next News Unsere Mitglieder im DACH Showroom auf der Paris Fashion Week vom 30.09. bis zum 03.10.2022
- Im Gespräch mit CLOTHESfriends: "Über Rental & Resale"
11. Okt. 2022 About CLOTHESfriends: CLOTHESfriends verfolgt die Mission, nachhaltige Mode jedem zugänglich zu machen. Über die Fashion Rental App werden Kleidung und Accessoires in einen Kreislauf zum Mieten, Vermieten und Kaufen gebracht – über die man als User:in seine Outfits von nachhaltigen Partner-Brands oder direkt von Vermieter:innen aus der Community unkompliziert ausleihen kann. Parallel bietet CLOTHESfriends im Rahmen gezielter B2B-Partnerschaften für Fashion Brands einen Fashion Rental-& Resale-Service, wobei Modeunternehmen im Aufbau ihres Circular Fashion Angebots unterstützt werden. 1. Die Idee von Rental-Fashion und einer Sharing Economy gilt seit einigen Jahren als der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche. Was macht das Konzept von CLOTHESfriends einzigartig? Carmen: CLOTHESfriends ist eine Everyday-Solution für circular fashion, die so persönlich wie vielseitig ist. Ob zum Brunch mit der besten Freundin, zur Party auf der Roof Top-Terrasse oder zum Spazieren am Sonntagnachmittag, unser Ziel ist es, die Produkt- und Brand-Auswahl zu bieten, die zur Tagesform unserer User:innen passt und mit der sie sich immer neu ausprobieren können. Dabei fokussieren wir uns bei der Auswahl unserer Partner-Brands gezielt auf nachhaltig orientierte Brands und auf ein Angebot, was dem aktuellen Zeitgeist und Trends entspricht. Während sich andere Plattformen insbesondere auf Anlass- oder High End Designermode ausrichten, sehen wir bei unserer Community weniger eine Nachfrage nach Luxus- oder Designer-Marken – vielmehr nach einem Zugang zu sustainable Brands sowie einer Shopping-Alternative, die eine Abwechslung und das Ausprobieren von Trends auf eine nachhaltige, preiswerte Weise ermöglicht. Sonja: Dieser Gedanke entspricht auch unserem Rent-to-own Feature, was uns von anderen Rental Plattformen in gewisser Form unterscheidet. Auf das Feedback unserer Community haben wir gemerkt, dass man sich während der Miete oft in gewisse Pieces verliebt, die man gerne behalten würde. Mit dem Rent-to-own Feature bieten wir die Möglichkeit, einzelne Produkte in der Miete abzukaufen und ermöglichen so den bewussten Kauf im Gegensatz zum Impulskauf. Wenn man nach einer Weile merkt, dass man das Piece doch nicht mehr so oft trägt, kann es mit der Re-Upload Funktion mit nur wenigen Klicks wieder in die App hochgeladen werden. 2. Ihr habt Euch während des Studiums kennengelernt und im Oktober 2020 beschlossen Euer eigenes Start-up zu gründen. Welche Learnings würdet ihr angehenden Gründer:innen in der Modebranche ans Herzlegen? Carmen: Wenn Du für eine Idee, ein Ziel oder eine Vision brennst – go for it! Seit der ersten Sekunde, als wir über CLOTHESfriends gesprochen haben, gab es gefühlt kein anderes Thema mehr und ein paar Monate später hatten wir plötzlich gegründet. Eines der wichtigsten Learnings für mich ist die Bereitschaft für Feedback und der offene Austausch. In unserer Anfangsphase hatten wir oft das Gefühl, dass die Idee noch nicht reif genug ist oder jemand die Idee besser umsetzt. Die Wahrheit ist aber, mindestens irgendjemand auf dieser Welt wird Deine Idee schon gehabt haben - es kommt drauf an, wie und ob man es durchzieht und welche Menschen man dafür begeistern kann, gemeinsam an der Vision zu arbeiten. Letztlich steht und fällt der Erfolg mit der Stärke, den sich ergänzenden Skills und dem Zusammenhalt des Teams. Sonja und ich haben uns zu Beginn sehr gut ergänzt, doch ohne unser heutiges Team wären wir mit CLOTHESfriends niemals am heutigen Punkt. Sonja: Die Ursprungsidee wird sich immer weiterentwickeln. Entscheidend ist, an der Vision festzuhalten und auch wenn eine Vielzahl von Herausforderungen auf einen zukommen – die Passion dabei nie zu verlieren. Dabei kann man nie genug vorbereitet sein. Carmen und ich haben beide zum ersten Mal gegründet und für uns, war – und ist immer noch – vieles neu. Genau das macht die ganze Reise so spannend! Besonders in einem Start-up wird man immer wieder vor unerwartete Aufgaben gestellt und wir lernen jeden Tag. Dabei bleibt die größte Herausforderung, immer wieder bereit zu sein, aus Fehlern zu lernen und in der Lage zu sein, aus einer verpassten Chance das Positive zu ziehen. 3. Neben Eurer App habt Ihr in München, Hamburg, Berlin und Nürnberg sogenannte Hubs, wo User:innen neue Pieces ausleihen, abholen und auch retournieren können. Welche Rolle spielt Eurer Meinung nach der stationäre Einzelhandel und Kooperationen wie mit Staiy und Zamt in Berlin in Eurem Businessmodell? Sonja: Um Circular Fashion im Alltag zu etablieren, war für uns die Verbindung einer digital und lokal verknüpften Lösung klar. Über die verschiedenen Touchpoints schaffen wir eine Community, die über das Mieten von Mode hinausgeht. Die Kombination unserer Hubs spiegelt die Werte wider, auf dem wir CLOTHESfriends aufbauen: Einen bewussten, nachhaltigen Lebensstil auf allen Ebenen zu ermöglichen und dabei gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Deshalb schätzen wir es sehr, wie sich durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Hubs unsere Communities gegenseitig ergänzen: vom eigenen Store der nachhaltigen Knitwear-Brand Faible & Failure in Hamburg bis zur veganen Pizzeria Doctor Drooly in München. Carmen: Diese Motivation steckt schließlich auch in der Zusammenarbeit mit ZAMT und Staiy im Concept Store in Berlin, wobei es unser Ziel als Partner war, alle Ebenen von Circular Fashion verbinden: Durch die Kombination der sich ergänzenden Ansätze von nachhaltigem Design, fairer Produktion, der Berliner Brand ZAMT, der geprüften Selektion von Brands vom Marketplace für sustainable Fashion Staiy und der Verlängerung der Tragezeit über das Mieten von neuen oder secondhand Pieces von CLOTHESfriends wird zirkuläre Mode in einer lokalen Experience vereint. 4. Welche Fashion Pieces oder Brands sind bei Euren User:innen besonders gefragt und beeinflussen Fashion Trends die Nachfrage nach bestimmten Pieces? Carmen: Vom weißen Secondhand Babydoll-Kleid bis zumCrop Top aus recyceltem Kaschmir von Jan 'n June. Wir sind immer wieder begeistert, wie viel wir von unserer Community lernen und wir aus ihrem Feedback das Angebot anpassen können. Die aktuellen Trends und die Auswahl von speziellen Pieces haben darauf einen genauso entscheidenden Einfluss, wie die Positionierung der Partner-Brands. Hier achten wir in erster Linie auf die Philosophie einer Brand und inwiefern sie eine nachhaltige, faire Produktion sowie den Ausbau ihrer Strategie für mehr Zirkularität im Unternehmen verfolgen. Gerade weil unsere User:innen Mode nicht nur wegen der Abwechslung mieten, sondern dabei auch einen bewussten Konsum anstreben, spüren wir eine immer größere Nachfrage, die Brands über CLOTHESfriends kennenzulernen und entweder über die App gesammelt ausprobieren zu können oder direkt bei einer Brand im Online-Shop zu mieten. 5. Mode zu mieten anstelle zu neu zu kaufen gilt ja bekanntermaßen als nachhaltigste Art des Konsums. Was würdet Ihr Fashion Brands raten, die Teil der circular und shared economy werden wollen? Carmen: Time is now: Der Klimawandel, die aktuelle Weltlage und die sich dadurch veränderten Umstände könnten sich aktuell nicht klarer auf die Gesellschaft und die Wirtschaft auswirken. Als junges Unternehmen werden wir immer aufs Neue daran erinnert, dass man Krisen-Situationen als Chance nutzen kann. Dieses Potenzial liegt gerade für Fashion Brands in der Circular und Sharing Economy. Die naheliegende Perspektive liegt in der Reduktion der CO₂-Emissionen, der Einsparung an Abfall und dem langfristigen Einzahlen auf eine zirkulär funktionierende Modeindustrie von der Produktion bis zum Recycling. Die zweite Chance besteht darin, über ein zirkuläres Angebot wie dem Mieten die Generation Z früh zu erreichen und an sich zu binden. Es ist klar, dass eine zirkuläre Transformation für eine Brand komplex ist – und eine entscheidende Herausforderung ist der Preis. Laut einer Zalando-Studie sagen knapp mehr als die Hälfte der Konsument:innen, dass Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle bei ihren Kaufentscheidungen spielt – wenn es zum Kauf kommt, geben 35 % geben an, dass sie regelmäßig ein günstiges Angebot einem nachhaltigen Artikel vorziehen. Diese Attitude Behavior Gap kann mit Circular Fashion Angebot wie dem Mieten geschlossen werden. Sonja: Unsere Erfahrungen zeigen, dass es beim Eintritt in ein Miet- oder Secondhand-Modell nicht nur auf die Auswahl des möglichen Partners oder Dienstleisters ankommt, sondern insbesondere um die Kommunikation. Dabei legen wir auch bei CLOTHESfriends einen großen Wert darauf, Brands bei der Kommunikation zu unterstützen. Grundsätzlich sollte aber der erste Schritt darin bestehen, seine Haltung als Fashion Brand zu Circular Fashion zu kommunizieren und transparent in den Punkten zu sein, welche Bemühungen innerhalb des Unternehmens gemacht werden oder geplant sind. Im nächsten Schritt geht es darum, die passenden Angebote und Ansätze für Circular Fashion für sein Unternehmen zu definieren und wie sich diese ergänzen lassen: Ausgehend von der Produktion bis hin zur Distribution und der Sicherstellung, dass die Produkte so lange wie möglich im Kreislauf genutzt werden. Im Umkehrschluss nutzt man das Potenzial somit am besten damit aus, indem man auf der Kombination verschiedener Ansätze setzt – und da auch Fashion Rental eine Chance gibt. Obschon das Mieten noch nicht in der breiten Masse angekommen ist, lohnt es sich gerade jetzt, eine Pionier-Rolle einzunehmen und von den Vorteilen zu profitieren und sich ganzheitlich für eine Circular Fashion Economy starkzumachen. Wir bedanken uns bei Carmen Jenny und Sonja Wunderlich für das Gespräch. Bild-Credits: Mirjam Hagen AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER CLOTHESfriends Previous Next Interview Im Gespräch mit CLOTHESfriends: "Über Rental & Resale"
- Personalwechsel beim FCG - Christiane Arp wurde zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Nadja Swarovski folgt ihr als neue Präsidentin.
25. Nov. 2021 Im Rahmen der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Christiane Arp wechselt vom Präsidiums- in den Vorstandsvorsitz. Nadja Swarovski folgt ihr als neue Präsidentin. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Dirk Schönberger und Theo Grassl. Im zweiten Coronajahr trafen die Mitglieder, der Vorstand und das Präsidium des Fashion Council Germany im hybriden Format zusammen. Nach siebenjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit als Vorstand traten Mandie Bienek (Vorstandsvorsitzende), Claudia Hofmann (stellv. Vorstandsvorsitzende)und Marcus Kurz (stellv. Vorstandsvorsitzender) auf eigenen Wunsch von ihren Posten zurück. „Als Gründungsvorstand macht es mich stolz, mit meinen Kollegen und dem Team maßgeblich am Aufbau und der Entwicklung des Fashion Council Germany mitgewirkt zuhaben. Angefangen haben wir in einem Wohnzimmer mit gleichgesinnten Mitstreitern. Wir alle wollten gemeinsam die Branche durch gezielte Aktivitäten und Lobbyarbeit positiv verändern und mehr Zusammenhalt schaffen. Sieben Jahre und viele tolle Projekte und Maßnahmen später steht der Fashion Council Germanymit mehr als zehn Mitarbeitern, über 200 Mitglieder und zahlreichen Erfolgen für seine Mitglieder zukunftssicher da. Aber nun ist es an der Zeit, dass neue Vorstandsmitglieder mit frischen Ideen und Impulsen die Zukunft des Councils mitgestalten“, so die bisherige Vorstandsvorsitzende Mandie Bienek. Der neue und alte Vorstand betonte in seiner Danksagung an die ausscheidenden Vorstände ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement seit der Gründung des FCG und luden sie ein, dem Council weiterhin als Mitglied des Präsidiums eng verbunden zu bleiben. Neben der neuen Vorstandsvorsitzenden Christiane Arp wird der Vorstand weiterhin durch Marie-Louise Berg (Berg Communications) und Olaf Schmidt (Vice President Textiles & Textile Technologies Messe Frankfurt)vertreten. Neu hinzu gewählt wurden Dirk Schönberger (Global Creative Officer bei MCM) und Theo Grassl (Professor für Fashion Management an der Polimoda in Florenz, Italien, und Lehrbeauftragter an der Hochschule Macromedia in Berlin und München sowie an der NYU, New York City, USA). „Ich begreife den Fashion Council Germany als die kreative Werkstatt der Zukunft, wenn es um Mode in und aus Deutschland geht. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und darauf, das Ökosystem Mode noch aktiver mitzugestalten“, betont Christiane Arp , neue Vorstandsvorsitzende beim FCG. Das Präsidium stellt sich ebenfalls in neuer Konstellation auf. So übernimmt auf Einladung des Vorstands Nadja Swarovski (Chairwoman der Swarovski Foundation) die Position der Präsidentin und steht dem FCG mit ihrem internationalen Netzwerk und Erfahrungen beratend zur Verfügung. Nadja Swarovski , die neue Präsidentin der FCG, kommentierte: " Ich fühle mich geehrt, einer so zukunftsorientierten Organisation beizutreten, die sich schnell als weltweit führend bei der Förderung nachhaltiger Praktiken in der Branche etabliert hat und sich für die jungen Designer:innen einsetzt, die das Herzstück unserer Branche sind. "Bildung ist der Schlüssel, und ich freue mich darauf, die Mission des Fashion Council Germany zu unterstützen, Innovation und nachhaltige Praktiken in der nächsten Generation voranzutreiben und sie zu befähigen, die Kraft des Modedesigns zu nutzen, um positive soziale und ökologische Veränderungen zu bewirken." Verstärkt wird das Präsidium nicht nur durch die ausscheidenden Vorstände, sondern auch durch Gründungs- und ehemaliges Vorstandsmitglied Anita Tillmann (Founding Partner Premium Exhibition Group). Die Projekte und Partner für das kommende Jahr werden in Kürze bekannt gegeben. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Christiane Arp Theo Grassl Marie-Louise Berg Previous Next News Personalwechsel beim FCG - Christiane Arp wurde zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Nadja Swarovski folgt ihr als neue Präsidentin.
- Les Papillons et Moi
members Les Papillons et Moi Fashion Brand Les Papillons et Moi steht für textil- und handwerksorientierte Mode. Die projektbasierten Kollektionen erzählen von den Erfahrungen bikultureller Wurzeln und versuchen ein Bewusstsein für ökologische oder soziale Fragen zu schaffen. Basierend auf den Werten Individualität, Handwerkskunst und Langlebigkeit entstehen Unikate, die Einzigartigkeit zelebrieren und zu einem Umdenken in der Wertschätzung von Mode anregen. Die Designerin Chantal Wehran ist Teil des 2024 FASHION X CRAFT Projektes in Partnerschaft mit der Swarovski Foundation und The King’s Foundation. lespapillonsetmoi[at]gmail.com Next Previous










