Suchergebnisse
Suche
Search this site
1049 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3
3. Feb. 2025 Das FCG Talk-Format in Partnerschaft mit eBay Deutschland unterstützt durch NIO zur BFW. Im Rahmen der Berlin Fashion Week laden wir in Partnerschaft mit eBay Deutschland bereits zum zweiten Mal zu dem zukunftsweisenden Talk Format ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change powered by eBay‘ ein. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Formats finden die Talks nun in einem noch vielfältigeren Rahmen statt und begleiten die gesamte Berlin Fashion Week. Dabei stehen erneut nationale und internationale Expert:innen der Modeindustrie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus. ‘ METAMORPHOSIS ’ beleuchtet die essenziellen Transformationen der Branche mit einer Varianz aus Keynotes, Panels und Interviews. Die Veranstaltung ist sowohl für ein Fachpublikum als auch die Öffentlichkeit zugänglich und soll einen inklusiven Dialog fördern, um möglichst verschiedene Facetten zur Entwicklung der Modebranche weiterzutragen. Die thematischen Schwerpunkte der vier Veranstaltungstage bieten einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Modewelt. Am dritten Tag fanden Panels, Interviews und Diskussionen rund um das Thema "Creativity & Future Trends: Designing for Tomorrow" statt: Der Tag startete mit einer Keynote von Elke Timmerman (International & Business Relations I Flanders DC) "How does the Fashion Eco System evolve: The European Fashion Alliance Report" Panel 1: "AI and Automation in Fashion: Opportunities and Challenges" Speaker:innen: Odeta Jacė (Future and culture analyst, next-gen tech experiences strategist I Storyfounders), Heather Thibodeau (Global Head of Core AI Personalization Science I eBay), Michel Steiskal (Co-founder & CEO I CHOYCE), Anna Franziska Michel (CEO & Co-Founder I Yoona.ai ) und Charlotte Stobrawe ( Chief Evangelist I Flixstock). Interview: "Circularity Unlocked: How Digital Product Passports will Transform the Fashion Industry" Speaker:innen: Ann Claes (Techno-optimist & Co-Founder I Masjien) und Michele Casucci (Founder & General Manager I Certilogo). Panel 2: " Supply Chain Transparency: Building Brand Trust" Speaker:innen: Maliha Shoaib (Reporter I Vogue Business), Ana Kristiansson (Founder &CEO I Portia), Danielle Keller Aviram (Founder, Sustainable Jewelry Consultant and Researcher I See Through), Roman Houlbreque (Director Partnerships I Retraced GmbH) und Janis Künkler ( Co-Founder I Reverse Supply). Panel 3: "The Future of the Fashion Ecosystem" Speaker:innen: Christiane Arp ( Chairwoman I Fashion Council Germany), Pascal Morand (Executive President I Fédération de la Haute Couture et de la Mode), Carlo Capasa (Chairman I Camera Nazionale della Moda Italiana) und Scott Lipinski (CEO I Fashion Council Germany). HIER könnt Ihr Euch für morgen registrieren. Location: NIO House Berlin, Kurfürstendamm 11, 10719 Berlin. Weitere Informationen zu Metamorphosis, allen Speaker:innen sowie zum Programm, findet Ihr HIER. Das Event ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet damit während der Berlin Fashion Week besonders auch den Modeinteressierten abseits vom Fachpublikum die Möglichkeit einer Teilnahme. (Foto-Credit: Jens Oellermann) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Raphael Schreiber INFOS ANFRAGEN raphael.schreiber[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3
- Empfang im Bundeskanzleramt
20. Juli 2018 Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, lud am 6. Juli 2018 im Dialog mit dem Fashion Council Germany (FCG) ausgewählte Gäste und Opinionleader der deutschen Modeindustrie zum Empfang in das Bundeskanzleramt. Dass tatsächlich ein Treffen zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin und Vertretern der deutschen Modeindustrie während des Empfangs zu Stande kam, war gewiss die Überraschungssensation der Berlin Fashion Week. Eigentlich hatte Dorothee Bär ausgewählte Gäste, Designer und Opinionleader, darunter John Cloppenburg (Peek & Cloppenburg), Nina Kuhn und Rianna Nektaria Konou (Rianna + Nina) oder Dorothee Schumacher zu einem Meinungsaustausch ins Bundeskanzleramt geladen. Doch auch Angela Merkel persönlich kam dazu, um sich über die momentane Lage von Deutschland als Modenation zu informieren und einige der Vertreter persönlich kennen zu lernen. Für Dorothee Bär war der Empfang ein „Auftakt zu einem Dialog, Fashion designed in Germany im digitalen Zeitalter" voranzubringen. Dass die Bundeskanzlerin selbst zu dem Empfang gekommen ist, zeigt "die Bedeutung der Modebranche für unser Land". Ein Zusammenkommen mit echter Symbolwirkung". Berechtigterweise bemängelte die Kreativbranche in der Vergangenheit immer wieder, in Deutschland werde — anders als in Nachbarländern wie Frankreich oder Italien — die Mode als Kulturgut nicht ernst genommen. Und das trotz ihrer Wirtschaftsmacht. Immerhin arbeiten hierzulande rund 135.000 Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 35 Milliarden Euro. Der FCG wird die daraus entstandenen Gespräche zum Anlass nehmen, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Konzepte anzuregen, um die deutsche Modeindustrie bei der Wahrnehmung der sich bietenden Chancen zu unterstützen. Ziel der Aktivitäten ist es, deutsche Mode gesamtgesellschaftlich als Kultur- und Wirtschaftsgut zu verankern. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Empfang im Bundeskanzleramt
- Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie
29. Jan. 2026 Nicht nur rund 400 geladene Gäste – auch zahlreiche Figuren der Kunstgeschichte wohnten am Donnerstag einem einzigartigen Abend in der Gemäldegalerie bei: Unter den Augen der prachtvoll Portraitierten – gemalt von einigen der größten Künstler aller Zeiten – wurden im Vorfeld der Berlin Fashion Week (30. Januar bis 2. Februar) gleich zwei Modeausstellungen in den Museumsräumen eröffnet. Während im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ einen Dialog zwischen zeitgenössischen Modefotografien und -entwürfen und den Gemälden der Alten Meister wie inszeniert, widmet sich “Echoes of Tomorrow” im hinteren Teil des imposanten Museumsraumes ganz den Arbeiten junger Designer:innen: Die Schau zeigt eine Kollektion des V-Collective, das sich aus Stipendiat:innen der diesjährigen Ausgabe der Initiative “Fashion x Craft” zusammensetzt, realisiert durch den Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation . Innerhalb eines Förderjahres wurden den Teilnehmer:innen Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki traditionelle Handwerkskünste wie Weben und natürliche Färbeprozesse, aber auch modefremde Techniken wie Holz- und Metallarbeit vermittelt. Entstanden ist daraus die vielschichtige Kollektion “Echoes of Tomorrow”, die in der Gemäldegalerie dazu einlädt, über Gestern und Heute, den Wert der Handarbeit und die Zukunft der Mode nachzudenken. “Als Fashion Council Germany ist uns die Bewahrung des Handwerks eine echte Herzensangelegenheit. Insofern freut es mich ganz besonders, dass das V-Collective mit seiner Kollektion traditionelle Techniken sichtbar macht und so zu ihrem Erhalt beiträgt. Dass wir diese Arbeiten im musealen Raum zeigen, in dem auch die Genialität und das handwerkliche Können so vieler Alter Meister zu sehen ist, entspricht unserem zentralen Anspruch: Wir wollen Mode nicht nur als zeitgenössische Ausdrucksform, sondern zudem als Kulturgut mit einer reichen Geschichte erfahrbar machen”, so die Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, Christiane Arp, die das V-Collective während der Entstehung seiner Kollektion und der zugehörigen Ausstellung begleitet hat. Diese Schaffensphase wird auch in der Gemäldegalerie erlebbar: Eine zum Teil rohbauliche Wandgestaltung erweckt den Eindruck eines Ateliers – und überträgt den Arbeitsprozess so in den institutionellen Raum. Die Kollektion selbst zeigt sich als charmante Materialschlacht: ein steifes Jackenmodell, das mittels der Korbflechttechnik entstand, eine geklöppelte Robe, die wie ein feingliedriges Netz den Körper hinabfällt, eine Jacke aus dünnem Holz und Ärmelpartien aus schwerem Metall – ein denkbar fantasievolles wie handwerklich anspruchsvolles Gesamtkunstwerk. Die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“, die parallel zu “Echoes of Tomorrow” bis zum 31. Mai geöffnet bleiben wird, zeigt indes, wie Mode, Fotografie und Malerei korrespondieren. Den Anstoß für die Schau hatte der renommierte Fotograf Ralph Mecke gegeben, der in Bildproduktionen zuvor erforschte, wie Kompositionen, Lichtstimmungen und Symbolik der Alten Meister in zeitgenössischen Entwürfen wiederkehren. Neben seinen Modefotografien werden Videoarbeiten Florian Azars und Kleidungsstücke der Designer:innen Anne Bernecker, Karen Jessen, Alexander Gigl und Estelle Adeline Trasoglu von der Marke Plaid-à-Porter gezeigt. Die Schau wurde von Katja Kleinert, Kuratorin für niederländische und flämische Kunst des 17. Jahrhunderts an der Berliner Gemäldegalerie, kuratiert; das Modekonzept entwickelte Christiane Arp. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie
- FCG Seminars light: Mai Edition
5. Juni 2019 Nach erfolgreichem Auftakt der FCG SEMINARS light am 17. April 2019 setzt der Fashion Council Germany die Reihe mit monatlichen Business-Workshops fort. Fashion Professionals haben am 28.05.2019 in Form eines Tages-Workshops die Möglichkeit sich zu den Themen: DSGVO - 1 Jahr danach sowie Budget- & Liquiditätsplanung weiterzubilden. Die zweite Edition der SEMINARS light am 28.05.2019 wird von der Anwaltskanzlei Squire Patton Boggs und dem Start-Up Qvsta im Showroom des FCG angeboten. Jeder Workshop geht mit einer Anmeldephase vorab einher. Hierzu bitten wir das nachstehende Formular auszufüllen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl der FCG SEMINARS light Workshops wird Fashion Professionals der Vorrang zur Teilnahme gegeben. Nach sorgfältiger Prüfung der Anmeldung werden die Bewerber über Zu- oder Absage per E-Mail informiert. Je Tages-Workshop wird vor Ort eine Teilnahmegebühr in Höhe von 25 Euro/Person erhoben. Kontakt: workshop@fashion-council-germany.org AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG Seminars light: Mai Edition
- Bringing the Heavyweights on Board - Interview with Claudia Hofmann
19. Dez. 2025 “Designers from Germany show an incredibly impressive level of resilience,” says Claudia Hofmann, one of the founding members of Fashion Council Germany. In this interview, the renowned stylist explains why it remains essential to support these strong and adaptable young talents — for example, through initiatives like the Fellowship Programme by Fashion Council Germany and H&M, which she co-initiated. Interview by Kelly Niesen Claudia Hofmann, you’re one of the co-founders of Fashion Council Germany. What inspired you, as a stylist, to become involved in its founding ten years ago? Claudia Hofmann: Looking back, it was a very exciting time. Together with the other co-initiators, we recognised the challenges within the German fashion industry and asked ourselves what we could do differently and what sort of impact we could create. Through my work as a freelance stylist, consultant, and creative director, I have always supported young designers and understood how important and relevant it is to nurture emerging talent. It was an incredible feeling to live in Berlin and be able to drive positive change there. Our goal was to create the greatest possible impact. Thanks to our extensive network and connections across the media landscape, we were able to bring together the crème de la crème of the industry and establish the Fashion Council Germany. There are many ways to drive change. Why did you specifically choose to establish an association, or more precisely, a fashion council? Claudia Hofmann: During a trip to New York, I met Natalie Massenet, then-President of the British Fashion Council, and we started talking. At one point, she asked me, “Claudia, why doesn’t Germany have a council?” I replied, “We already have plenty of other associations here.” She made it clear that while that’s all well and good, international councils mainly speak to one another — council to council. So, when I returned from that trip, it became clear to me that we needed to establish one in Germany as well, so we could position ourselves alongside cities like New York, London, Milan, Paris, and Copenhagen, and communicate with them on equal terms. From your perspective, how did the association develop in its early stages? Claudia Hofmann: In the beginning, we were essentially a start-up. We all invested our free time and utilised every resource available to establish the strongest possible foundation. I still remember Anita Tillmann offering us a space with great visibility for our designers at the Premium trade show. And Christiane Arp, who at the time was both President of the FCG and Editor-in-Chief of Vogue Germany , provided important platforms such as the Vogue Salon for our talents. That’s how we managed to present ourselves to the outside world as a strong and united force. One of your early initiatives to support young talent was a two-year fellowship programme launched in 2016 in cooperation with H&M. How did that partnership come about? Claudia Hofmann: Within the Council, I was initially responsible for the area of education. Through a close relationship with Thorsten Mindermann, then Regional Manager for Central Europe at H&M, it made perfect sense to involve the fashion giant in supporting young talent in Germany. Interestingly, it was not only a first for the FCG — the Fellowship Programme by Fashion Council Germany and H&M was also the first collaboration of its kind for the Swedish company. The idea was to create a long-term programme in partnership with a major brand that would support designers across all areas. Ten designers qualified for the final round, and four were ultimately selected for the fellowship by a distinguished panel of experts. What did this support look like in practice, and what did participants take away from the experience? Claudia Hofmann: We connected the designers with influential mentors, and H&M provided them with in-depth insights into their internal processes over several weeks. It focused on coaching and expertise — sharing both background knowledge and practical experience. Many of the designers are still in close contact with their mentors today. One of the most remarkable examples of the opportunities such programmes can create is the story of Tim Labenda: Angela Missoni, who was part of the expert jury, immediately recognised his talent and offered him a position at her company on the spot. That example fits well with your 2016 statement that you saw a promising future for fashion made in Germany. Has your prediction come true? Claudia Hofmann: I think that’s something that needs to be assessed on a case-by-case basis. In recent years, especially during the COVID-19 pandemic, the debate surrounding the supply chain law, U.S. tariffs, and other issues has clearly impacted both the fashion industry and creativity. Nevertheless, Germany remains economically strong, and purchasing power is still there. Fashion now needs to adapt in light of these changes. At the Fashion Council Germany, we have built important partnerships with councils and institutions in other countries, such as South Korea and the U.S., and have launched an exchange programme with Japan. German design is very popular in the Asian market, where there’s strong interest in our work here in Germany. It’s always inspiring to look at other markets and learn from them. What are German creatives particularly good at in an international comparison? Claudia Hofmann: German talent is incredibly diverse. They are hard-working, deeply committed, and have a strong sense of sustainability. I’ve worked closely with universities, and at graduation shows there were always teams from major international fashion houses — from France or Italy — such as Dior, Fendi, or Stella McCartney, who came specifically to recruit German graduates. Many designers from Germany work with remarkable dedication and focus. They also demonstrate an exceptional level of resilience. They know how to persevere. Fashion Council Germany now plays a leading role in organising and developing Berlin Fashion Week, which each season attracts growing attention. What do you particularly value about this platform? Claudia Hofmann: I find it remarkable that there are so many support programmes in place, backed by key decision-makers and the Senate. The curation of participating designers is excellent, and I’m always impressed by how they manage to continually reinvent themselves, both returning brands and newcomers alike. We’ve also succeeded in generating significant international attention, from the press to major buyers. It’s wonderful to see how the platform keeps evolving, growing stronger, more defined, and more confident with each season. Berlin Fashion Week has found its own identity; it no longer needs to compare itself to others. Ten years of Fashion Council Germany: what are you most proud of? Claudia Hofmann: First and foremost, I’m proud that we took the initiative, turned an idea into reality, and watched it grow into something truly significant. I’m proud of our success, our expanding membership, and above all, of the fantastic team that has built something meaningful — a team that gives designers visibility both nationally and internationally. We’ve managed to shift the perception of Germany from being seen merely as a “clothing country” to being recognised as a genuine fashion nation. I’m also proud of moments like our visit to the Federal Chancellery in 2017, where we succeeded in raising political awareness, or our collaboration with Oxford Economics and the resulting report on the state of German fashion. We’ve built connections, brought together diverse players across the industry, and helped shape a shared vision for its future. The past ten years have been, above all, vibrant! This interview is an excerpt from our 10-year Fashion Council Germany booklet, in which we reflect on a decade of shaping and advancing German fashion. Discover the full booklet and explore all the stories and highlights HERE . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT 10 YEARS FCG Bringing the Heavyweights on Board - Interview with Claudia Hofmann
- Junge Talente, große Visionen: Das sind die Gewinner:innen der vierten Edition von FASHION X CRAFT
13. Mai 2025 Die Gewinner:innen der vierten Edition des Förderprogramms FASHION X CRAFT stehen fest. Das vom Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit eBay Deutschland und The King’s Foundation organisierte Projekt, bietet jungen Absolvent:innen im Mode- und Textildesign eine einzigartige Plattform zur Weiterentwicklung und kreativen Entfaltung jenseits konventioneller Produktionswege. Die innovativsten Konzepte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Handwerkskunst wurden nun aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und die fünf Projektteilnehmer:innen bekanntgegeben. Die Zukunft der Mode ist nachhaltig, handwerklich und innovativ – das zeigen die Konzepte der Gewinner:innen: Aleksander Kudrischow (HAW HAMBURG), Jon Liesenfeld (AMD), Laura De Sousa (UNIVERSITY OF LISBON), Lennart Bohle (PFORZHEIM UNIVERSITY DESIGN), and Melanie Parzenczewski (HTW BERLIN). Mit ihren Arbeiten setzen die ausgewählten Talente starke Impulse für die Branche: Sie entwickeln pflanzenbasierte Materialalternativen, denken Modularität und Langlebigkeit in ihren Kollektionen neu und verbinden kulturelles Erbe mit zukunftsweisenden Designstrategien. In den nächsten acht Monaten durchlaufen die Nachwuchsdesigner:innen ein ausführliches Workshop- und Mentoringprogramm. Während eines mehrwöchigen Aufenthaltes in Deutschland und einer Reise nach England in das Bildungszentrum Highgrove der The King’s Foundation, erlernen sie traditionelle Handwerkskünste wie Korbflechten und Weben. Zur Berlin Fashion Week im Februar 2026 stellen die fünf Gewinner:innen zum Abschluss des Projektes ihre konzipierten Designs vor. Anders als in den vergangenen Editionen werden sie nicht nur ein einzelnes Piece anfertigen, sondern eine gesamte Kollektion aus mehreren Looks entwickeln. Dabei durchlaufen sie die einzelnen Schritte einer Kollektionsentwicklung, um noch tiefer in das Thema Design einzutauchen. Unterstützt werden sie dabei von der FCG-Vorstandsvorsitzenden Christiane Arp sowie in individuellen Styling-Workshop. FASHION X CRAFT wurde 2022 vom Fashion Council Germany gemeinsam mit der Swarovski Foundation und The King’s Foundation ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, junge Talente früh zu entdecken und ihnen traditionelle Handwerkstechniken und Methodiken zu vermitteln, die sie auf ihrem Weg in die Branche unterstützen sollen. Die vierte Edition wird in Partnerschaft mit eBay und The King’s Foundation fortgeführt – mit einem noch stärkeren Fokus auf nachhaltige Designansätze. Die Gewinner:innen der letzten Editionen haben inzwischen eigene Labels gegründet, darunter Milk of Lime, IMPARI und SVEASØN. Diese konnten dank der gesammelten Erfahrungen bereits erfolgreich eigene Präsentationen, Shows und Konzepte während der Berlin Fashion Week umsetzen und sich in der deutschen Modelandschaft etablieren. Der Erfolg der Alumni unterstreicht dabei die Bedeutung von Programmen wie FASHION X CRAFT für die kreative und nachhaltige Transformation der Modebranche. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-x-craft https://www.ebayinc.com/ https://kings-foundation.org/about-us/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Junge Talente, große Visionen: Das sind die Gewinner:innen der vierten Edition von FASHION X CRAFT
- Im Gespräch mit Heiko Johannisson, Head of Fashion & Sports bei eBay Deutschland: "Über den übergreifenden Community-Gedanken"
23. Okt. 2023 Der Fashion Council Germany und der Online-Marktplatz eBay Deutschland gehen eine Partnerschaft ein. Seit Juli 2023 vereinen die beiden Organisationen ihre Kräfte und unterstützen sich gegenseitig in ihren strategischen, kreativen und brancheninternen Prozessen. Anlässlich der neuen Partnerschaft, haben wir uns mit Heiko Johannisson, Head of Fashion & Sports bei eBay Deutschland unterhalten, um mehr über eBay Deutschland und seine Initiativen zur Förderung von Kreislaufwirtschaft unterhalten. 1. Re-Selling und Kreislaufwirtschaft sind in der Mode(-wirtschaft) zwei wichtige Kernthemen, um nachhaltiger zu werden. Worin sieht eBay Deutschland sein Vorteil im Vergleich zu anderen Online-Marktplätzen? Im Grunde genommen wurde eBay 1995 von Pierre Omidyar gegründet, um gebrauchten Dingen ein neues Leben zu geben. Damit wurde der private und auch der gewerbliche An- und Verkauf in das digitale Zeitalter geholt. Und dies ist noch immer essentieller Bestandteil unserer DNA. Im Jahre 2023 ist eBay ein spannender Marktplatz für jeden Menschen, der auf der Suche nach gebrauchten und auch neuen Produkten ist. Was uns besonders macht, ist der übergreifende Community-Gedanke. Ich kann selbst verkaufen und kaufen. Egal ob gebrauchte Ware oder neue Artikel. Und das sowohl von privaten wie auch gewerblich Verkaufenden. Und unsere Nutzer:innen können zwischen einem breiten Angebot an Festpreisangeboten wählen oder auch bei den klassischen Auktionsformaten mitbieten. Da all unser Online-Marktplätze global vernetzt sind, finden Suchende ein überaus breites Angebot an Artikeln. Ca. 1,8 Milliarden Angebote sind zu jedem Zeitpunkt über alle eBay-Seiten hinweg verfügbar. 2. Was ratet Ihr gewerblichen Verkäufer:innen bzw. Modehändler:innen, die ihre Produkte über eBay verkaufen möchten? Wir freuen uns über jede neue Verkäufer:in bei eBay und bieten in unserem Verkäuferportal wertvolle Tipps und Hinweise für den Start und den erfolgreichen Handel auf unserem Marktplatz an ( LINK ). Zudem haben wir ein tolles Team, welches sich engagiert um die Entwicklung der Fashion-Kategorie bei eBay kümmert. Unser Team kann von interessierten Händler:innen über fashion@ebay.de erreicht werden. Wir freuen uns über jede Anfrage. Wichtig ist mir hier zu erwähnen, dass zwar das Thema Kreislaufwirtschaft in unserem Fokus steht und wir eine tolle „Pre-Loved Fashion“ Seite ( LINK ) für unsere Käufer*innen veröffentlich haben. Aber auch Neuware hat ihren festen Platz bei uns. Hier betreiben wir seit über 2 Jahren das „Markenoutlet“ ( LINK ). Das A und O des erfolgreichen Handelns bei eBay ist die bestmögliche Darstellung der Produkte. Die Händler:innen erstellen eigenverantwortlich ihre Angebote und können somit sehr kreativ in der Darstellung sein. Zusätzlich können Retailer und Marken das Look & Feel ihrer Präsenz bei eBay selbst gestalten und damit ihr eigenes Branding betreiben. Gute Produktbilder, ich spreche ich vorsätzlich im Plural, sind die Visitenkarte des eBay-Angebots. Zudem sollte der Angebotstitel, also sozusagen die Überschrift des Artikels, aussagekräftig und verständlich sein. Wenn Händler:innen beides berücksichtigen, werden die Angebote auch auf unseren Suchergebnisseiten gefunden und geklickt. Die Conversion (also die Quote der Verkäufe pro Klick) erhöht sich mit der Ausführlichkeit der Produktbeschreibung. Hier sind den Verkäufer*innen innerhalb von HTML 5 praktisch keine Grenzen gesetzt. 3. Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen eBay als internationale Plattform und seinen lokalen Händler:innen aus? Die Einbindung des lokalen stationären Handels ist uns eine Herzensangelegenheit. Schon vor einigen Jahren haben wir mit „eBay Deine Stadt“ lokale Marktplätze für und mit Kommunen und Gemeinden ins Leben gerufen. Besonders attraktiv ist für die lokalen Anbieter:innen neben der lokalen Präsenz auch die globale Reichweite. Internationaler Handel über eBay ist wirklich einfach. Im Prinzip reicht es, die Länder für den internationalen Versand freizugeben und die entsprechenden Versandkosten zu hinterlegen. Hier haben kleinere und mittelständische Unternehmen eine interessante Möglichkeit, zusammen mit unserem Partner Packlink den globalen Versand abzuwickeln ( LINK ). Ganz frisch vor wenigen Wochen haben wir „eBay Lokal“ gestartet. Hier stellen wir den Aspekt lokaler Handel und lokale Abholung in den Vordergrund . Produkte in der eigenen Umgebung erwerben zu können und lokale Händler:innen und Communities zu unterstützen ist vielen Verbraucher:innen wichtig. Wir wollen den nachbarschaftlichen Handel und die Handelslust allgemein stärken, Hürden abbauen und Verkäufer:innen und Käufer:innen eine weitere Möglichkeit bieten, wirtschaftliche Chancen wahrzunehmen und Produkten im lokalen Austausch ein zweites Leben zu schenken. 4. Welche Projekte plant eBay Deutschland darüber hinaus, um die Kreislaufwirtschaft in der Modebranche zu fördern? Unsere Partnerschaft mit dem Fashion Council Germany ist erst der erste Schritt. Wir haben einiges in der Pipeline und in der Planung. Dazu gebe ich gerne beizeiten ein Update ;-) Es bleibt spannend! Kreislaufwirtschaft und eBay gehören zusammen wie rechte und linke Socke / wie Fashion und das Kleine Schwarze / wie Nadel und Faden / wie …. Wir bedanken uns bei Heiko Johannisson für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.ebay.de/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Heiko Johannisson, Head of Fashion & Sports bei eBay Deutschland: "Über den übergreifenden Community-Gedanken"
- Zwischen Politik und Pailletten: FCG-Member TALBOT RUNHOF im Gespräch
25. Mai 2026 Am liebsten lassen Johnny Talbot und Adrian Runhof ihre Kleider für sich sprechen. Umso besonderer der Moment, wenn einer der Designer selbst zu Wort kommt. In München, wo für das Label Talbot Runhof alles begann, sitzt heute Adrian Runhof vor dem Laptop – wir haben uns mit ihm zum Videocall verabredet, denn es gibt einiges zu besprechen. 2006, also vor genau 20 Jahren, war er gemeinsam mit Johnny Talbot von der bayerischen Landeshauptstadt aus nach Paris aufgebrochen, um die Kollektion ihres Labels erstmals auf der wichtigsten Modebühne der Welt zu präsentieren – letztendlich sollten es insgesamt 25 Défilés werden, die Talbot Runhof bis 2019 im Rahmen der Pariser Fashion Week präsentierten. Nun gewährt im Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) die Ausstellung CELEBRATING FASHION - Talbot Runhof in Paris einen Blick in diese Zeit – und zugleich in die Zukunft des Labels. Bekannt vor allem für eine träumerische Anlassmode – außergewöhnliche Kleider für außergewöhnliche Momente, zuletzt zu sehen etwa an Prinzessin Kate bei einer Londoner Gala oder an der Rapperin Zah1de bei den Filmfestspielen in Cannes – verlieren Johnny Talbot und Adrian Runhof nie den Blick für die Realität und schrecken selbst vor politischen Statements nicht zurück. Wie das zusammenpasst, hat uns Adrian Runhof im Gespräch erzählt. Adrian, seit April zeigt das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg eure Retrospektive. Wie kam es zu der Ausstellung? Als uns das tim zum ersten Mal kontaktiert hat, gab es unsere Marke genau 25 Jahre und wir hatten genau 25 Défilés in Paris realisiert. Wir fanden, dass das tolle Zahlen sind, auf die wir nicht nur hart hingearbeitet haben, sondern die auch einen Anlass geben, um zu feiern. In all den Jahren haben wir ein sehr großes Archiv mit mehr als 1.500 Pieces angesammelt, von dem wir noch nicht wussten, was damit einmal passieren soll. Aus dieser Überlegung heraus ist dann die Konversation mit dem Museumsteam entstanden. Und wie ging es dann weiter, als Ihr schließlich in den Erarbeitungsprozess der Ausstellung gekommen seid? Einen Teil unseres Archivs haben wir zunächst dem Museum geschenkt und ein wesentlicher Teil der Ausstellung ist aus dieser Schenkung entstanden. Gemeinsam mit dem Museum haben wir aus jedem Défilé drei bis fünf Looks ausgewählt und so Outfits kuratiert, die nun in der Schau zu sehen sind. Was war Euch bei dieser Auswahl besonders wichtig? Uns hat die neue Perspektive interessiert – welchen roten Faden jemand herausarbeitet, der von außen auf unsere Kollektionen blickt. Es ging uns um diesen unbefangenen Blick des Museumsteams. Das ist eine Perspektive, die wir nicht mehr einnehmen können, weil wir eben immer durch die Talbot-Runhof-Brille auf unsere Marke blicken. Und habt Ihr dann im Verlauf dieser Zusammenarbeit tatsächlich etwas an Eurer Mode entdeckt, das Ihr vorher so noch gar nicht gesehen hattet? Generell arbeiten wir bei uns im Studio zwar oft mit Lookbooks früherer Kollektionen, weil es durchaus Elemente gibt, die wir immer wieder aufgreifen – und trotzdem gibt es wirklich Kleider, die wir gar nicht mehr vor Augen hatten. Unser Repertoire ist wie ein großer Weinkeller: Manchmal wissen wir ganz genau, welchen Rotwein wir heute hervorholen, aber ganz hinten gibt es auch noch ein paar vergessene Flaschen, auf die wir im richtigen Moment zufällig wieder stoßen. Es war also sehr interessant, durch die Zusammenarbeit mit dem Museum einige Ideen von früher wiederzuentdecken und sie jetzt neu aufzugreifen und weiterzuführen. Was war eine dieser Ideen, die Ihr nun wiederentdeckt habt? Ein Kleid aus unserer Show für das Frühjahr 2009, die wir damals in den Räumlichkeiten des französischen Werkstoffhändlers Weber Métaux präsentiert haben – also in einer unaufgeräumten, Metallwerkstatt mit Schrauben und Nägeln überall umher –, besteht aus einer langen Stoffbahn, die wir allein durch Drapage am Kragen in Form gebracht haben. Diese Technik haben wir für unsere aktuelle Kooperation mit dem spanischen Künstler David Magán wieder aufgenommen. Dabei haben wir uns die Frage gestellt, wie wir seine künstlerische Praxis – ein Spiel mit Glas, Licht und der Überlagerung von verschiedenfarbigen, transparenten Materialien – in eine textile Sprache übersetzen können. Entstanden ist ein Kleid mit eben dieser Technik aus 18 Metern Stoff und mehreren Lagen Tüll. Beides ist in der Ausstellung zu sehen und so schließt sich ein Kreis: Eines unserer frühesten Kleider trifft auf unsere neueste Kreation. https://www.youtube.com/watch?v=tD8vxgKJwpI Und seid Ihr bei Eurer Recherche in Eurem eigenen Archiv auch auf Entwürfe gestoßen, mit denen Ihr heute nichts mehr anfangen könnt? Natürlich gibt es das eine oder andere Design, das wir so überhaupt nicht mehr machen würden. Interessant war, dass vom Museumsteam auch solche Pieces ausgewählt wurden. Das hat uns gezeigt: Mode ist eben doch Geschmackssache. Wie hat sich Eure Mode in den vergangenen 20 Jahren allgemein verändert? Heute ist der Aspekt der Tragbarkeit viel zentraler in unseren Designs. Was in den Jahren, in denen wir in Paris gezeigt haben, dort noch verpönt war – Mode sollte als allerletztes tragbar sein – ist heute ein wichtiger Faktor für uns geworden. Diese Tragbarkeit setzen wir allerdings nicht auf Kosten, sondern mithilfe unserer Kreativität um, was unsere Kollektionen im Grunde noch interessanter macht. Ihr seid vor allem für Anlassmode bekannt, nicht zuletzt für traumhafte Abendroben. Lädt also auch die Ausstellung zum Träumen ein? Die Ausstellung hat einen starken kuratorischen Fokus auf das kulturelle Moment des Feierns. Der Leiter des Museums, Dr. Karl Borromäus Murr, hat dies mit einem Zitat des Philosophen Odo Marquard zusammengefasst: “Das Fest ist das Moratorium des Alltags.” Als Kern der Ausstellung manifestieren sich Opulenz und Überfluss auch in der gezeigten Kleidung. Die Ausstellung zeigt wunderbar, dass man auch mal ohne den Anspruch an Funktionalität, die in Deutschland sonst so wichtig ist, ganz gut auskommen kann – und sollte. Ist es denn in Zeiten multipler Krisen überhaupt noch möglich, ausgelassen zu feiern? Es ist sogar wichtig! Auch wenn wir und viele andere Menschen uns der Zeiten, in denen wir leben, sehr bewusst sind, herrscht doch trotzdem oder eben gerade deshalb eine Stimmung von “jetzt erst recht” vor. Das merken wir übrigens auch bei unseren Kundinnen. Nehmen also gerade auch Designer:innen in solchen Zeiten eine andere, besondere Rolle ein? Unsere Haltung war schon immer: Wer eine Plattform hat, sollte sie nutzen – und der Pariser Laufsteg ist eine große Plattform. Wenn uns politische Ereignisse beschäftigen, können wir gar nicht anders, als sie in unseren Kollektionen zu thematisieren. Das war etwa 2014 so, als wir mit einer Putin-Karikatur gearbeitet haben, oder 2017 mit unseren “LIE TO ME”-Shirts, nachdem Trump das erste Mal zum US-Präsidenten gewählt worden war. Rückblickend zeigt sich, dass viele dieser Themen bis heute relevant sind. Genau darin sehe ich die Aufgabe von Modedesigner:innen: Sie sind Propheten und Botschafter, die Entwicklungen erkennen und ihren Beitrag dazu leisten können, die Welt in eine bessere Richtung zu lenken. Wir alle tragen sehr große Verantwortung. Johnny Talbot (li.) und Adrian Runhof (re.) Foto: Matthias Schönhofer // Christoph Rüttger, SCHÖTTGER PHOTOGRAPHY Wie gelingt der Spagat, scharfe politische Kommentare abzugeben und trotzdem etwas zu entwickeln, das Spaß macht und Begehrlichkeiten weckt? Wir können gar nicht anders, als unsere Pieces sehr schön zu gestalten, auch wenn wir inhaltlich gelegentlich an sehr ernsten Themen arbeiten. Die Putin-Oberteile waren hochdekorativ, aufwendig mit Pailletten bestickt und mit Swarovski-Steinen besetzt, wunderschön. Diesen gestalterischen Anspruch lassen wir uns auch in solchen Momenten nicht nehmen – im Gegenteil. Und wie kommen solche Kollektionen an, die politisch gefärbt sind? Wir haben für die Putin-Karikatur sowohl Zuspruch als auch Morddrohungen erhalten, teilweise wurde sie auch von russischen Medien als Hommage an Putin missverstanden. Das passiert schnell, wenn die Rezipient:innen nicht hinter die Fassade blicken. Auch das ist das Interessante an der Mode: Vielen geht es nur um den schönen Schein, den ersten Moment, der danach schnell wieder vergessen ist. Wir möchten zum Nachdenken anregen. Es geht uns nicht darum, zu polarisieren, sondern in einen konstruktiven Dialog zu treten. Werden heute auch Zusammenschlüsse von Kreativen wichtiger, wie etwa der Fashion Council Germany, um eine gemeinsame Stimme zu finden und Werte zu vermitteln? Absolut. Als wir 2006 nach Paris kamen, hat uns etwas Vergleichbares sehr gefehlt: Damals hatten Designer:innen aus Deutschland – im Gegensatz zu jenen aus anderen Ländern – keine Lobby in Paris, nicht mal ansatzweise. Der Gedanke von Gemeinschaft kam erst viel später. Der Fashion Council Germany, bevor er 2015 gegründet wurde, was dearly missed. Galeriefotos 1-10: Bernhard Rampf; 11: tim; 12: Lauren Leis. AUTOR:IN Sinah Griessler ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN mav@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/members/talbot-runhof https://www.timbayern.de/ausstellungen/celebrating-fashion/ MITGLIEDER Talbot Runhof PREVIOUS NEXT Interview Zwischen Politik und Pailletten: FCG-Member TALBOT RUNHOF im Gespräch
- Firesidechat: Marvel Edition
2. Juli 2019 Der FCG lud am 01. Juli 2019, traditionsgemäß dem ersten Tag der Berlin Fashion Week, in Partnerschaft mit The Walt Disney Company und dem Online Retailer Stylebop.com zu seiner Eventreihe FCGFIRESIDECHAT in das Hotel Sir Savigny. Highlight des Events war die Präsentation der exklusiven MARVEL x FCG x Stylebop.com Kollektion, welche im Herbst exklusiv bei Stylebop.com erhältlich sein wird. Zum 80-jährigen Jubiläum von MARVEL, einer der beliebtesten internationalen Entertainmentmarken, haben die drei Talents Ashley Marc Hovelle, Esther Perbandt und Phyne eine von den MARVEL Heroes inspirierte streetstylige Capsule-Edition entworfen, die unter anderem aus T-Shirts, Sweater und Hoodies besteht. Die insgesamt 12-teilige, limitierte Unisex-Kollektion ist im Herbst exklusiv auf Stylebop.com in einer Pricerange von 79,00 EUR bis 159,00 EUR erhältlich. Die etablierte FCGFIRESIDECHAT-Eventreihe erfreute sich großer Beliebtheit: Der Einladung sind mehr als 135 Gäste aus der Mode-, Medien- und Kreativindustrie gefolgt, darunter André Maeder (KaDeWe Group), Anita Tillmann (Premium Group), Daniel Terberger (KATAG AG), Dennis Braatz (Vogue), Elisabeth Schwaiger (Laurèl GmbH) und Petra Pfaller (Bunte). Danke an alle Gäste und unsere Co-Gastgeber & an das Hotel Sir Savigny für die zuvorkommende Gastfreundschaft während des FCGFIRESIDECHAT’, bei Franciacorta für den exzellenten Weingenuss aus Italien und Tausendschön Eis für die Erfrischung. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Firesidechat: Marvel Edition
- Marie Jaster mit Lara Krude, Esther Perbandt und Marco Scaiano
7. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der vierte #FCGVOICES Talk wird von Marie Jaster (BEIGE) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Lara Krude (Lara Krude), Esther Perbandt (Esther Perbandt) und Marco Scaiano (Marco Scaiano Berlin). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Marie Jaster mit Lara Krude, Esther Perbandt und Marco Scaiano
- „METAMORPHOSIS – dialogues about change“: Alle Talks jetzt online verfügbar
14. Feb. 2025 Zwar ist die zweite Runde von „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ gerade erfolgreich zu Ende gegangen, aber ihre Inhalte bleiben. Ab jetzt sind alle Talks online verfügbar. Tolle Bilanz: Mit mehr als 600 Teilnehmer:innen und um die 60 internationale Expert:innen aus der Modebranche war die zweite Ausgabe des Talk-Formats powered by eBay mit ihrem vielfältigen Programm einer der Höhepunkte der Berlin Fashion Week. Auf Einladung des Fashion Council Germany (FCG) in Zusammenarbeit mit eBay Deutschland kamen die Teilnehmer:innen, darunter Designer:innen, Branchenexpert:innen, Student:innen und Young Professionals, im NIO House Berlin zusammen und brachten ihre individuellen Perspektiven und innovativen Ideen ein, um gemeinsam die Zukunft der Mode zu gestalten und Diskussionsräume zu schaffen. Vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2025 diskutierten sie Fragen u.a. aus den Bereichen (Mode)Design, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Zirkularität. Das Beste? Für Interessierte, die nicht live vor Ort sein konnten, stehen alle Talks ab sofort auf der Website des Talk-Formats METAMORPHOSIS on-demand HIER zur Verfügung. Zum Programm Der erste Tag des Talk-Format begann mit intensiven Diskussionen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Modeindustrie im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. In Keynotes und Panels wurden Themen wie nachhaltige Materialien und die Schaffung langlebiger Marken behandelt. Am zweiten Tag der METAMORPHOSIS-Talks standen technologische Innovationen und neue Geschäftsmodelle im Fokus. Im Gespräch mit Michele Casucci (Certilogo) wurde das Potenzial digitaler Produktpässe (DPPs) hervorgehoben. Führende Köpfe aus Paris, Mailand und Berlin, darunter Pascal Morand (Executive President, Fédération de la Haute Couture et de la Mode), Carlo Capasa (Chairman, Camera Nazionale della Moda Italiana), Christiane Arp und Scott Lipinski (beide FCG) skizzierten eine Zukunft, in der globale Modezentren durch innovative Ansätze und gegenseitige Inspiration ein nachhaltigeres und inklusiveres Ökosystem Mode schaffen. Kreativität und visionäre Ansätze prägten die Gespräche des dritten Tages. Ein Höhepunkt war der inspirierende Austausch zwischen Michael Philouze, Men’s Editor bei Vogue US, und Hanan Besovic von @ideservecouture, die gemeinsam darüber diskutierten, wie Kreativität und Werte die Modewelt im Jahr 2025 neu definieren könnten. Der letzte Tag widmete sich den Erwartungen der Konsument:innen sowie der Frage, wie Marken authentische Verbindungen zu ihren Communities aufbauen können. Die Keynote „Your Future Consumer – A Catalyst for Redirection“ beleuchtete dabei die Dynamik zwischen Konsumverhalten, Innovation und Nachhaltigkeit. Zudem gab das Panel „Crafting Your Sustainability Story“ wertvolle Einblicke, wie Marken durch transparente Kommunikation Vertrauen aufbauen. Über die Beteiligten Zu den Speaker:innen von „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ powered by eBay zählten 2025, neben der als Content Directorin fungierenden Ann Claes (MASJIEN), auch Ashley Krupnik (WGSN), Emma Vloeimans (TRIBUTE TO MAGAZINE), Cecilie Thorsmark (Copenhagen Fashion Week), Joshua Graham (SHOWstudio), Julian Daynov (Bureau), Maliha Shoaib (Vogue Business), Mandy Krüger (eBay Deutschland) und Philipp Fromme (NIO Deutschland). Am Abend wurde der Austausch der Expert:innen in intimer Atmosphäre fortgesetzt. Dabei fungierten die Restaurants Bonvivant, Österelli, 963 Berlin und THE CORAL als Gastgeber. Diese boten nicht nur kulinarische Highlights, sondern auch die Gelegenheit, Ideen auszutauschen und gemeinsam Visionen für zukünftige Projekte zu entwickeln. Weitere Informationen zu METAMORPHOSIS und allen Speaker:innen findet ihr HIER . (Foto-Credit: Finnegan Koichi Godenschweger) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenj Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week „METAMORPHOSIS – dialogues about change“: Alle Talks jetzt online verfügbar
- Die Jury für den Streetstyle Fotowettbewerb zur BFW im Juli 2024
20. Juni 2024 Wir freuen uns, Euch die Jury für den Streetstyle Fotowettbewerb während der BFW im Juli vorzustellen. Die 5 Branchenexpert:innen werden aus allen Einsendungen den oder die Gewinner:iin auswählen. Sie sind gespannt, die BFW und die Berliner Fashion Szene durch Eure Augen bzw. Linsen zu sehen. Josepha Rodriguez Josepha Rodriguez ist freiberufliche Stylistin und kreative Beraterin und lebt derzeit in Berlin. Ihre Arbeit zeichnet sich durch architektonische Ästhetik und minimalistische Eleganz aus - ein moderner und doch zeitloser Ansatz für visuelles Storytelling. In den letzten 13 Jahren hat Josepha mit High-End-Mode- und Werbemarken sowie internationalen Magazinen und vielversprechenden Start-ups zusammengearbeitet. Sie hat mit den angesehensten Fotografen, Designern und Prominenten zusammengearbeitet. Mit einem Auge für visuelle Präsentation und greifbare Designs ist sie stets darauf bedacht, ein Projekt zum Leben zu erwecken. Kenya Tay Kenya Tay, eine in Paris lebende Fotografin und Filmemacherin mit ghanaischer und niederländischer Herkunft. Sie erforscht die kulturelle Identität durch ihre malerische Linse. Ihren Master in visuellen und digitalen Medien hat sie an der IE Business School absolviert und ihre Arbeiten zieren die Seiten von Vogue, ELLE Netherlands und Refinery 29. Sie wurde im AfroStylezMagazine und in Debonair Afrik vorgestellt und ihre Kunst findet weltweit Anklang. Tay's tiefgreifender Einfluss auf die zeitgenössische visuelle Kultur macht sie zu einer führenden Stimme in der Erforschung von Identität und Geschichtenerzählen durch Fotografie und Film. Kristian Schuller Kristian Schuller ist ein in New York und Berlin lebender Fotograf. Geboren in Rumänien, wanderte Kristian in jungen Jahren mit seiner Familie nach Deutschland aus. Er studierte Modedesign bei Vivienne Westwood und Fotografie bei dem legendären deutschen Modefotografen FC Gundlach an der Universität der Künste Berlin. Nach seiner Einführung durch die Redakteurin Isabella Blow bei Condé Nast Publications in London arbeitete Kristian international mit verschiedenen Modemagazinen, kommerziellen Kunden und an persönlichen Projekten weiter. Kristian arbeitet eng mit seiner Frau Peggy zusammen. Er hatte bereits Fotoausstellungen in Paris, Berlin, Brüssel, Krakau, Miami und Hamburg. Manuel Almeida Vergara Manuel studierte im Bachelor Modejournalismus an der Akademie Mode & Design Berlin und im Master Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. Während dieser Zeit volontierte er im Mode Ressort des Tagesspiegels und arbeitete ab 2016 viereinhalb Jahre lang als Redakteur im Panorama der Frankfurter Rundschau. Seit 2021 ist er bei der Berliner Zeitung beschäftigt, zunächst als Stilredakteur, jetzt als Ressortleiter Mode und Stil. Er schreibt freiberuflich für verschiedene Burda-Formate und für Magazine wie das Stilwerk. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Gast und Moderator auf Panels der PREMIUM, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Berlin Fashion Week tätig. Nina Klein Nina Klein managt und vernetzt seit 25 Jahren mit Ihrem Team, erfolgreich Stylisten und Hair/Make up Artists für hochkarätige Fotoproduktionen für Fashion und Beauty Kunden. Ihr der neue Unit Content Creation erweitert sie das Expertenwissen ihrer Artists für Content Produktionen in denen Streetstyles, OOTD, GRWM und Tutorials sowie Masterclasses der Schwerpunkt sind. Seit über 10 Jahren ist Nina auch als Business Coach tätig und berät Kreative, Unternehmer/innen und Führungskräfte im Kreativ-Business. Außerdem ist sie Autorin des Coaching Buchs Awareness is fire , indem sie dem Leser 20 Essenzen in Form eines Comics an die Hand gibt, alles mit dem Ziel das eigene innere Feuer immer wieder aufs neue zu entfachen. Alle Informationen zum Street-Style Wettbewerb findet Ihr hier . Die Einreichungen sind ab dem 01. Juli möglich. Foto-Credit: Jeremy Möller AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Emma Xander INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/street-style-photgraphy-competition MITGLIEDER Josepha Rodriguez Kristian Schuller Nina Klein PREVIOUS NEXT News Die Jury für den Streetstyle Fotowettbewerb zur BFW im Juli 2024











