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  • BFW Interview-Special - im Gespräch mit Jens Zander, Geschäftsführer der Neo.Fashion.: "Mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für den Nachwuchs"

    5. Juli 2023 Die Berlin Fashion Week hat seit seinem Debüt im Jahr 2007 einige grundlegende Veränderungen hinter sich. Was war für Dich bis dato die bedeutendste Transformation des Berliner Fashion Week Formats? Die Neo.Fashion. gibt es seit 2017 und ist erst seit 2020 offizieller Teil der Berlin Fashion Week. Seitdem hat sich vor allem für mich als Veranstalter viel verändert. Das ist gleichbedeutend, dass auch die Berlin Fashion Week sich verändert hat. Aus meiner Sicht finden neue Formate nun mehr Beachtung und Akzeptanz. Das Ganze ist nicht mehr so „elitär“. Ich würde sagen, dass die Berlin Fashion Week sich öffnet. Besonders hervorzuheben ist dabei die unterstützende Rolle des Berliner Senats und auch des Fashion Council Germanys. Ich persönlich empfinde zudem einen stetig wachsenden Zusammenhalt und Austausch zwischen den Steakholder:innen. Diese Veränderung ist mehr als positiv. Seit letzter Saison vollzieht die Berlin Fashion Week verstärkt einen Sinneswandel: Innovative Formate, junge Designer:innen und nachhaltige Konzepte stehen im Fokus. Wie beurteilst Du diese positive Veränderung für die Berlin Fashion Week im internationalen Vergleich? Ich kenne die Shows in den anderen Ländern nicht gut genug. Für Berlin und die Fashion Week sehe ich aber deutliche Signale, dass alle Verantwortlichen sich im Klaren sind, dass sich was ändern musste. Daher ist es eine der wichtigsten Entscheidungen, dass der Fashion Council Germany als Schirmherr der deutschen Mode- und Designlandschaft sich nun hauptverantwortlich um die Planung, Umsetzung und Kommunikation der BFW kümmert. Darüber hinaus sehe ich es als positiv an, dass es eine klare Strategie für die neuen unterschiedlichen Formate gibt und diese auch weiter ausbaut. Aus Interesse der Neo.Fashion. freue ich mich natürlich, dass nun auch dem Nachwuchs mehr und mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auf was freust Du Dich am meisten zur kommenden Berlin Fashion Week? Ich freue mich auf die vielen Gespräche und den Austausch mit den Teilnehmer:innen und Gästen und natürlich auf die vielen tollen Kollektionen der besten Graduierten Deutschlands und der jungen Nachwuchsdesigner:innen. Ich bin dankbar und stolz, dass wir es trotz aller Widrigkeiten wieder geschafft haben, junge Designtalente aus der Ukraine bei uns begrüßen zu dürfen. Außerdem freue ich mich auf die sprudelnde Kreativität an jeder Ecke, die sich auch in ganz neuen Formaten wie „Neo.Fashion.Letters- Fashion meets Art“ spiegeln wird. Die Neo.Fashion. findet am 11. und 12. Juli 2023 in der Alten Münze statt. Die "Neo.Fashion. Award Show" der Best Graduates und Aspiring Designers findet am Mittwoch, den 12. Juli 2023 um 19:30 Uhr ebenfalls in der Alten Münze statt. ABOUT Neo.Fashion. Die Neo.Fashion . hat sich zum Ziel gesetzt, Plattform und Drehscheibe für die besten Absolventinnen und Absolventen der Modehochschulen und jungen Designer:innen aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Raum zu sein und im Rahmen der „Best Graduates‘ Shows“, von Ausstellungen und digitalen Präsentationen sowie anderen Showformaten einem breiten Fach- und Besucherpublikum Fashion for Future zu präsentieren. Als neues Zukunftsnetzwerk bietet das Projekt Neo.Fashion . somit jungen angehenden Designer:innen der bundesweiten Hochschulen sowie bereits etablierten Modekreativen eine (Veranstaltungs) Plattform zur Präsentation ihrer Kollektionen, zur Weiterbildung, zum Knüpfen von Kontakten zu Modemarken und der Industrie und zum Netzwerken. Das Format der Neo.Fashion . ist einzigartig in dieser Form und Breite und eine absolute Premiere zur Nachwuchsförderung in der deutschen Mode- und Kreativlandschaft. Die Veranstaltung verfolgt einen Nachhaltigkeitsansatz, sowohl bei der Organisation als auch bei der Umsetzung. Die Neo.Fashion . will in den nächsten Jahren weiter wachsen – zur Verstetigung wird die Teilnahme aller deutschen Hochschulen mit Modedesign angestrebt. Wir bedanken uns bei Jens Zander für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://neofashion.de/ https://fashionweek.berlin/ MITGLIEDER Previous Next Interview BFW Interview-Special - im Gespräch mit Jens Zander, Geschäftsführer der Neo.Fashion.: "Mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für den Nachwuchs"

  • FCG und 24 weitere europäische Modeinstitutionen gründen die European Fashion Alliance

    21. Juni 2022 Ein starkes neues Netzwerk von Modeorganisationen mit dem Ziel, die europäische Modelandschaft zu vereinen und zu verändern. Die erste echte transnationale Allianz europäischer Fashion Councils und Modeinstitutionen wird von 25 europäischen Modeorganisationen mit dem Ziel gegründet, ein florierendes, nachhaltiges und integratives europäisches Mode-Ökosystem zu fördern. Während eines zweitägigen Gipfeltreffens in Frankfurt am Main Ende März 2022 brachte der Fashion Council Germany die führenden europäischen Modeorganisationen zusammen, um mit Unterstützung der Messe Frankfurt und ihres globalen Texpertise-Netzwerks eine Koalition des Wandels zu bilden. Inspiriert von den Worten Ursula von der Leyens, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Mariya Gabriels, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, die zur Stärkung der Modeindustrie auf europäischer Ebene aufriefen, will die Allianz eine starke gemeinsame Stimme sein, die den Übergang der europäischen Mode zu einer nachhaltigeren, innovativeren und integrativeren kreativen Zukunft befürwortet und beschleunigt. Mit dem Frankfurt Agreement haben die europäischen Modeorganisationen beschlossen, sich dieser neuen Branchenkoalition anzuschließen und gemeinsam eine aktive und reaktive Strategie für den notwendigen Wandel der Branche in den nächsten Monaten zu entwickeln. Die Allianz wurde gegründet, um ein neues Netzwerk von Councils und Institutionen zu stärken und zu erweitern, um ein gemeinsames Verständnis für praktische Ziele zu entwickeln, wie die Modeindustrie und ihre:n vielfältige:n Akteur:innen, Unterstützungsorganisationen und indirekt KMUs und große Unternehmen und Fachleute gemeinsam dazu beitragen können, die Industrie zu transformieren und den Planeten und alle seine Bewohner:innen besser zu schützen. Mit dieser Allianz wollen die europäischen Modeorganisationen, die einen großen und einzigartigen Teil der Modeindustrie repräsentieren, gemeinsam die europäische Mode auf einer nachhaltigen, integrativen, innovativen und fördernden Ebene stärken und die Umsetzung dieser Ziele in realistische Maßnahmen und politische Empfehlungen beschleunigen. Mit diesem einzigartigen Netzwerk aus europäischen Fashion Councils, Fördereinrichtungen, Inkubator:innen und Clustern will die neue Allianz nicht nur Marktwissen, Kontakte und bewährte Verfahren austauschen, weiterbilden und erforschen, sondern sich auch auf europäischer Ebene bei verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Akteur:innen für eine erfolgreiche Zukunft einsetzen. Der erste Gipfel im März wurde von der Messe Frankfurt, dem weltweit führenden Veranstalter von Textilmessen, unterstützt. Das Texpertise Network der Messe Frankfurt, eine Kombination aus globalem Netzwerk und weltweit geschätzter Expertise im internationalen Textilgeschäft, umfasst derzeit 60 internationale Veranstaltungen für den gesamten Textilsektor, einschließlich der Segmente Bekleidungsstoffe & Mode, Innenraum- & Objekttextilien, Technische Textilien & Textilverarbeitung sowie Textilpflege. Heute nutzt das europäische Modebündnis diese internationale Plattform, um im Rahmen eines Podiumsgesprächs seine Vision und Mission vorzustellen. Die EFA-Mitglieder laden andere ähnlich denkende Organisationen ein, ihre Mission und ihr Ziel, eine bessere Zukunft zu schaffen, zu unterstützen, indem sie der Allianz beitreten. Das nächste Gipfeltreffen der European Fashion Alliance wird während der Gran Canaria Swim Week by Mode Cálida vom 18. bis 21. Oktober 2022stattfinden. Mitglieder der European Fashion Alliance: Asociación Creadores De Moda de España (Spanien) Austrian Fashion Association (Österreich) Baltic Fashion Federation (Lettland) Bulgarian Fashion Association (Bulgarien) Camera Nazionale Della Moda Italiana (Italien) Copenhagen Fashion Week (Dänemark) Council for Irish Fashion Designers (Irland) Estonian Academy of Arts (Estland) Fashion Council Germany (Deutschland) Fédération de la Haute Couture de la Mode (Frankreich) Fédération Français du Prêt-à-Porter Féminin (Frankreich) Flanders DC (Belgien) Icelandic Fashion Council (Island) Global Fashion Agenda Gran Canaria Moda Cálida (Spanien) MODA-FAD (Spanien) Modesuisse (Schweiz) Modalisboa (Portugal) Norwegian Fashion Hub (Norwegen) Slovak Fashion Council (Slowakei) Swedish Fashion Council (Schweden) Finnish Textile & Fashion (Finnland) Taskforce Fashion (Niederlande) The Prince’s Foundation (Großbritannien) Wallonie Bruxelles Design Mode (Belgien) Weitere Informationen zur European Fashion Alliance unter https://www.europeanfashionalliance.org/ AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Scott Lipinski INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.europeanfashionalliance.org/ MITGLIEDER Previous Next News FCG und 24 weitere europäische Modeinstitutionen gründen die European Fashion Alliance

  • Talk Format ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ wird zur kommenden Berlin Fashion Week fortgesetzt

    17. Dez. 2024 Im Rahmen der Berlin Fashion Week im Februar 2025 lädt der Fashion Council Germany (FCG) in Partnerschaft mit eBay Deutschland bereits zum zweiten Mal zu seinem zukunftsweisenden Talk Format ‘METAMORPHOSIS – dialogues about change powered by eBay‘ ein. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Formats wird es nun erweitert: Vom 31. Januar bis zum 3. Februar finden die Talks in einem noch vielfältigeren Rahmen statt und begleiten die gesamte Berlin Fashion Week. Dabei stehen erneut nationale und internationale Expert:innen der Modeindustrie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus. ‘METAMORPHOSIS’ beleuchtet die essenziellen Transformationen der Branche mit einer Varianz aus Keynotes, Panels und Interviews. Die Veranstaltung ist sowohl für ein Fachpublikum als auch die Öffentlichkeit zugänglich und soll einen inklusiven Dialog fördern, um möglichst verschiedene Facetten zur Entwicklung der Modebranche weiterzutragen. Die thematischen Schwerpunkte der vier Veranstaltungstage bieten einen umfassenden Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Modewelt: Tag 1 - Sustainability in Fashion: Shaping a New Standard Nachhaltigkeit als Grundpfeiler der Modeindustrie: Wie kann die Branche einen neuen Standard definieren und umsetzen? Tag 2 – Circularity & Innovation: Reimagining Fashion’s Life Cycle Kreislaufwirtschaft und technologische Innovationen stehen im Mittelpunkt: Wie kann Mode langlebiger und ressourcenschonender gestaltet werden? Tag 3 – Creativity & Future Trends: Designing for Tomorrow Kreativität und zukünftige Trends: Welche Designs und Konzepte prägen die Mode von morgen? Tag 4 – Customer Connection, Sustainable Direction Verbraucher:innenbindung und nachhaltige Visionen: Wie kann Kommunikation nachhaltige Werte erfolgreich transportieren? Scott Lipinski , CEO des Fashion Council Germany, unterstreicht die Bedeutung von Formaten wie ‘METAMORPHOSIS’: „Die Modebranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der eine kritische Auseinandersetzung und vor allem gemeinsames Handeln erfordert. Mit unserem Talk-Format schaffen wir eine Plattform, auf der führende Expert:innen der Branche ihr Wissen und ihre Perspektiven teilen können. Es ist uns ein großes Anliegen, den Dialog über Nachhaltigkeit, Innovation und Kreativität zu fördern und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren und zukunftsfähigen Modeindustrie zu leisten.“ „Die Zukunft der Mode liegt in nachhaltigen Lösungen und einer konsequenten Integration der Kreislaufwirtschaft. ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change‘ zeigt, wie Wiederverwendung, Recycling und ressourcenschonendes Design die Branche verändern können. Mit diesem Format möchten wir neue Impulse setzen und den Weg zu einer langlebigeren und verantwortungsvolleren Modeindustrie ebnen.“, ergänzt Mandy Krüger , Head of Fashion bei eBay. An den vier Veranstaltungstagen nehmen über 40 Branchenexpert:innen an den Panels und Talks teil, um Perspektiven zu teilen und das Publikum zur Diskussion einzuladen. Weitere Informationen zu den Speaker:innen und dem genauen Programm werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Eine Vorabanmeldungen ist über die eigene Webseite HIER möglich. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Raphael Schreiber INFOS ANFRAGEN raphael.schreiber[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER Previous Next News Talk Format ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ wird zur kommenden Berlin Fashion Week fortgesetzt

  • Im Gespräch mit Julia Freitag, Geschäftsführerin von StyleproofedTV: "Die Story hinter der Marke"

    25. Mai 2022 Die styleproofed GmbH ist ein kreativer Think-Tank rund um Mode & Styling & Shopping. Ins digitale Publishing ist Julia Freitag schon 2009 mit dem Blogzine “ styleproofed.com - the guide to good fashion” zusammen mit ihrer Kollegin Silke Wichert und einem Team befreundeter Mode & Lifestyle Journalisten eingestiegen. Mit dem Anspruch, die besten Produkte aus dem Bereich Mode, Beauty und Lifestyle vorzustellen, zu testen und zu bewerten. Eine zeitgemäße Art von Stiftung Warentest im Web… Seit 2014 hat sich das Portfolio der styleproofed GmbH dann noch um Marken-Beratung &Styling sowie Content-Creation erweitert. Das zielgruppengerechte Inszenieren von Mode & Lifestyle hat sie also schon immer begeistert und mit styleproofedTV hat sie sich dieses Jahr in ein neues bewegtes Content-Abenteuer gewagt! FCG: Magst Du uns kurz erläutern, was hinter StyleproofedTV steckt und welche Services Du mit der Agentur jetzt neu anbietest? Julia Freitag : Mit styleproofed.tv wollen wir neuen Brands, lokalen Designgrößen und nachhaltigen Produkten mehr digitale Aufmerksamkeit schenken und in unseren Live-Shows die “Story behind the Brand“ und die Hero-Produkte samt Funktions- und Produktionsdetails zusammen mit den Brand Machern erläutern und vorstellen. Wir verbinden in unseren LIVES den oft unpersönlichen E-Commerce mit persönlichen Interviews und Entertainment zu einem neuen Social Shopping-Format. FCG: Du kommst ursprünglich aus dem Journalismus und warst lange Jahre Moderedakteurin und dann später Fashion Director bei Magazinen wie Vanity Fair, Glamour etc. Wie hat sich die Branche aus Deiner Perspektive in den letzten 20 Jahren verändert? JF: Die Trendzyklen sind so viel schnelllebiger geworden und die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten für Produkte hat sich sehr ins SEE NOW & BUY NOW verlagert. Für Journalisten und Stylisten, wie mich, hat sich daher viel geändert, denn die klassischen Mode-Magazine müssen zusätzlich alle digitalen Formate und Social Media Accounts bedienen. Leider lässt sich ein tolles, aufwändiges Fotoshooting, wie ich es noch aus meiner Zeit bei Condé Nast produzieren konnte, kaum noch finanzieren und der Druck zusätzlich zu den Fotos, ein perfektes Fashion-Video und gute Social Media-Posts mal so easy nebenbei mitzumachen, ist zur Normalität geworden. Daher bedeutet für mich Social Media Work eher liebevoller Alltag, wo dann auch die Bildsprache realistisch und lebensnah funktioniert, und die Fashionshoots und Fashionshows sind meine ganz besonderen Ausflüge in die Branche. FCG: Welche (deutsche) Modemarken haben es aus Deiner Perspektive geschafft, national wie international Erfolg zu haben? Was waren dafür die Gründe? JF: Spannend finde ich, dass es einige sehr eskapistische Labels aus den Anfängen des Berliner Salons in die internationale Wahrnehmung geschafft haben - mir fällt da spontan Horror Vacui und Rianna+Nina ein. Und dann gibt es auch noch sehr authentische Marken, wo die Founder ihren Design Geschmack und ihre Marken-ID über Jahre immer wieder mit viel Stringenz und Qualität kommunizieren. Das sind für mich z.B. Jörg und Otto von Odeeh, Johnny und Adrian von Talbot Runhof oder Leyla von Lala Berlin. FCG: Du warst lange u.a. neben Deiner Tätigkeit als Mode- und Trendexpertin und Beratung auch als Stylistin tätig. Gibt es Tipps, die Du jungen (deutschen) Labels mit auf den Weg geben möchtest? JF: Ich würde jedem jungen Label raten, sich auf ein oder zwei Hero-Produkte zu fokussieren im Design und in der Kommunikation. Denn der Total Look Gedanke ist weder bei Einkäufern noch bei den Konsumenten die Realität. FCG: Was macht den Standort Deutschland für Dich attraktiv und wie würdest Du Berlin als Modemetropole bewerten? JF: Ich bin eine waschechte Berlinerin und liebe meine so unperfekt-chaotische und modisch sehr indifferente Stadt natürlich sehr für ihre freigeistige Haltung, ihre Offenheit gegenüber anderen Kulturen und die Möglichkeit sich in ihr immer wieder neu zu erfinden. Problem ist nur, dass in Berlin der Status nicht über Mode definiert wird und daher auch zu wenig Geld für gute Mode ausgegeben wird. Ich hoffe, mit dem Thema Upcycling-, Vintage-, Made to Order - und Sustainable Fashion kann sich Berlin modisch neu und stark positionieren. Das passt gut in den Lifestyle der Stadt und ist hoffentlich die Zukunft. Wir bedanken uns bei Julia Freitag für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Im Gespräch mit Julia Freitag, Geschäftsführerin von StyleproofedTV: "Die Story hinter der Marke"

  • Im Gespräch mit Jens Hamborg Koefoed (Co-Founder Vocast): Ohne Bilder hat eine Marke keine Identität

    9. März 2022 Vocast ermöglicht es Lifestyle Brands digitalen Content sowie Marketing-Materialien ästhetisch ansprechend und individuell maßgeschneidert zu präsentieren – und diesen zielgerichtet an relevante Stakeholder:innen zu kommunizieren. Genutzt wird das dänische Software-Tool bereits erfolgreich von 400 Brands weltweit, unter anderem von Ganni, Versace, WoodWood, Samsøe Samsøe, Rituals, Allude, Hay, &tradition und Menu. Die dänische Content-Sharing-Plattform identifiziert Redakteur:innen, Stylist:innen und weitere reichweitenstarke Persönlichkeiten auf allen relevanten Märkten – und unterstützt Marken dabei, die eigenen Content- und Marketing-Assets individuell aufzubereiten und kontrolliert zu kommunizieren. Dies basiert auf drei Säulen, mit denen Vocast digitales Content-Marketing revolutioniert und perfektioniert hat: Ein Digitaler Showroom ermöglicht es Marken, ihre Kollektionen visuell zu präsentieren. Auf Basis der Bild- und Video-Datenbank können Freisteller, Lookbook-Bilder sowie Video-Material ebenso übersichtlich wie ästhetisch ansprechend präsentiert und geteilt werden. Ein Mailing-Programm bietet Marken außerdem die Möglichkeit, maßgeschneiderte Pressemitteilungen und Newsletter-Formate im Handumdrehen zu erstellen und zu versenden. Und Kuratierte Kontaktlisten beinhalten Auflistungen von national und international wichtigen Influencer:innen, Redakteur:innen sowie weiteren branchenrelevanten Interessenvertreter:innen. Damit ermöglicht Vocast nicht nur die direkte Kontaktaufnahme, sondern bietet dank der kategorisierten Listen außerdem individuelle Kontakt-Empfehlungen. Alle drei Funktionen sind analysefähig und ermöglichen es allen Nutzer:innen in Echtzeit wertvolle Daten einzusehen und auszuwerten. Derzeit betreut Vocast seine internationalen Kunden von dem Headquarter in Kopenhagen und weiteren Standorten in Mailand, Stockholm und Berlin. Vocast ist seit März 2022 offizieller Partner vom Fashion Council Germany. FCG: Ihr deckt von den Services rund um Digital Showroom, E-Mail Marketing, Influencer Network und Reach Intelligence das komplette Spektrum an digitalen PR & Marketing-Dienstleistungen ab. Worin siehst Du den Wettbewerbsvorteil von Vocast? Jens Hamborg Koefoed: Wir helfen Modemarken, die Kontrolle über ihre Markenkommunikation zu übernehmen, internationale Reichweite zu erlangen und alle Verhaltensdaten von Redakteur:innen, Stylist:innen und Einzelhändler:innen zu konsolidieren. Nur sehr wenige Marken können sich eine PR-Agentur in jedem Markt leisten. Einerseits müssen kleine/mittlere Marken Teile ihrer Kommunikation automatisieren, um eine internationale Reichweite zu erzielen. Andererseits müssen sie aber immer noch ein hochwertiges Erlebnis für alle schaffen, die mit ihnen in Kontakt kommen. Wir helfen ihnen, genau das zu tun. FCG: Einen digital starken Auftritt zu haben, ist für jedes (Mode-)Unternehmen heutzutage ein Must. Was würdest Du Brands empfehlen, die noch ganz am Anfang stehen und sich vielleicht kein digitales Tool oder PR-Agentur leisten können? JHK: Alles beginnt mit dem Content. Ohne Bilder hat eine Marke keine Identität. Dann ist Instagram ein guter erster Schritt, den jede:r machen kann. Wir sehen einige Marken, bei denen die gesamte Reichweite und neue Kunden von Instagram stammen. Der entscheidende Punkt ist jedoch, wenn Sie sich nicht nur auf Ihr eigenes Profil verlassen, sondern auch Inhalte erstellen die Sie mit der Presse und Ihren Kunden teilen. Somit hat man Zugang zu all den Profilen, und das wird die Reichweite exponentiell erhöhen. Man braucht immer noch die traditionelle Presse, aber die Instagram/Facebook-Konten der Großkunden sind ein riesiges Marketingpotenzial, das wir unseren Kunden zusätzlich zur traditionellen PR erschließen. FCG: Als Big Player in Skandinavien betreut ihr auch die Copenhagen und Stockholm Fashion Week, die beide zuletzt hybrid stattgefunden haben. Wie bewertest Du die Entwicklung der letzten zwei Jahre hin zu mehr digitalen Show-Formaten? Werden physische Shows in Zukunft vielleicht sogar an Bedeutung verlieren oder vielleicht genau das Gegenteil? JHK: Wir helfen unseren Partner:innen, ihre Veranstaltungen zu verstärken. Wenn nichts passiert, gibt es auch nichts zu verstärken. Physische Begegnungen zwischen Menschen werden nie aus der Mode kommen. Das ist eine gesetzte Sache. Wir haben schon lange vor der Covid-19 einen "digitalen Laufsteg" mit der Copenhagen Fashion Week veranstaltet, weil wir das Erlebnis für die teilnehmenden Redakteur:innen und Einkäufer:innen verbessern, aber auch allen, die nicht das Privileg hatten, nach Kopenhagen zu kommen, das digitale Erlebnis zugänglich machen wollten. Hybrid ist hier, um zu bleiben. Die Digitalisierung ist eine großartige Ergänzung und Verstärkung der physischen Veranstaltungen. Aber alles rein digital zu machen, erscheint mir sinnlos - aber vielleicht bin ich auch nur alt, haha. Aber wir sollten uns alle daran erinnern, dass das Ziel, so viele Prozesse wie möglich digital abzuwickeln, ein wichtiger Faktor für die Verringerung des CO₂-Fußabdrucks unserer Branche ist. FCG: Als digitaler Vorreiter beschäftigt Ihr Euch viel mit technologischen Trends. Wo wird Deiner Meinung nach die Modeindustrie in fünf Jahren stehen? JHK: Meiner Erfahrung nach ändern sich die Dinge im Mainstream immer langsamer, als wir vorhersagen. Große Unternehmen, die über viele Ressourcen verfügen, halten alten Geschäftsmodellen fest, um so lange wie möglich Geld zu verdienen. Wir haben etwa 20 Jahre Erfahrung mit Social Media und etwas länger mit dem WWW, aber in den meisten großen Ländern sind Zeitschriften immer noch lebendig und einigermaßen profitabel. Die virtuelle Realität wird seit etwa 50 Jahren gehypt, aber sie ist immer noch nicht Mainstream. Und es gibt oft einen Pendel-Effekt, wenn Menschen involviert sind. Ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen nach ihrem Lockdown gerne wieder Menschen sehen und reisen möchten. Aber insgesamt bewegen wir uns hoffentlich auf eine nachhaltigere Zukunft zu, und digitale Prozesse werden analoge Prozesse dort übertreffen, wo es sinnvoll ist. FCG: Ihr expandiert gerade stark in ganz Europa. Warum ist für Euch der deutsche Markt insbesondere interessant und was macht diesen Markt besonders? JHK: Meine bisherigen Erfahrungen mit Deutschen sind, dass sie sehr strukturierte und rationale Menschen sind. In Dänemark haben die Deutschen den Ruf, analog zu sein und bei der digitalen Entwicklung hinterherzuhinken, aber bisher wurde dieses Image in den Schatten gestellt. Fast jede:r, dem wir unser Produkt zeigen, versteht sofort unsere Vision und wie sie es einsetzen sollten. Unser Produkt schafft einen Mehrwert, wenn man es richtig einsetzt. Wir sind mit offenen Armen empfangen worden, und als neuer Marktteilnehmer ist es eine Freude, ernst genommen zu werden und zu erfahren, dass Leute zu ihrem Wort stehen. Wir sind sehr hartnäckig und unsere Hauptphilosophie ist die langfristige Mehrwertschaffung für unsere Kund:innen, und ich habe das Gefühl, dass die Deutschen dies zu schätzen wissen. Anders als die meisten Softwareunternehmen arbeiten wir nicht mit einer Exit-Strategie. Wir sind hier, um ein Unternehmen mit einer Reihe von Werten und Beständigkeit aufzubauen, um auch in 100 Jahren noch innovativ zu sein. FCG: Viele Brands konzentrieren sich vermehrt auf D2C und Social Media (Instagram, TikTok und co.). Wie schätzt Du die Entwicklung in Richtung „Consumer first“ ein? JHK: Ich denke, die Zukunft gehört den originellen, nachhaltigen, kreativen Marken. In diesem Teil der Welt braucht niemand mehr Gebrauchsgegenstände. Mit anderen Worten: Wir ziehen uns nicht an, um warm zu bleiben. Originalität und Innovation kommen eher von kleineren Unternehmen, und die können nicht überall auf der Welt Läden haben. Mode ist oberflächlich, aber auch sehr tiefgründig. Seit die ersten Menschen begonnen haben, sich Federn in die Kleidung zu stecken, kommunizieren wir über die Art und Weise, wie wir uns kleiden, und ich glaube nicht, dass wir solche persönlichen Entscheidungen ausschließlich über den digitalen Handel treffen möchten. Es ist eine persönliche zwischenmenschliche Erfahrung, mit einem guten Verkäufer in einem Geschäft zu sprechen und sich beraten zu lassen und ein positives Gespräch zu führen. Menschen sind gern mit anderen Menschen zusammen Wir bedanken uns bei Jens Hamborg Koefoed für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S http://www.voocast.com/ MITGLIEDER Previous Next Interview Im Gespräch mit Jens Hamborg Koefoed (Co-Founder Vocast): Ohne Bilder hat eine Marke keine Identität

  • SUSUMU AI & Friends präsentieren ihre erste Fashion Show unter dem Motto „Continuous Love“ auf der Frankfurt Fashion Week

    19. Jan. 2022 Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Inklusion steht bei dem Berliner made-to-order Label SUSUMU AI im Fokus, ebenso wie bei den gezeigten Accessoires-Labels und FCG-Mitgliedern Anna Auras, Frau Frieda, ITEM m6, Maison Baum und Leinz Eyewear. Als das Highlight der Frankfurt Fashion Week und einer der wenigen physisch stattfindenden Veranstaltungen feierte das in Berlin ansässige Label SUSUMU AI des Geschwister-Duos, Alisa und Keiho Menkaus, mit ihrer kollektiven Fashion Show unter dem Motto „Continuous Love“ ihr Runway-Debüt auf der Frankfurt Fashion Week. Neben ihren eigenen von der japanischen Lebenskultur inspirierten Designs waren fünf Accessoires-Labels als sogenanntes FCG-Kollektiv an der Show beteiligt. Mit dabei waren: Das nachhaltige Schmuck-Label Anna Auras , das Premium-Taschen-Label Frau Frieda , die nachhaltige Shape- und Bodywear-Marke ITEM m6 , die Marke für nachhaltige und bequeme High Heels Maison Baum und das Contemporary-Eyewear-Brand Leinz Eyewear - ebenfalls aus Berlin. (Image Credit: Mario Stumpf/Sascha Priesters) Die Fashion Show, zu der der Fashion Council Germany mit dem Wettbewerb FRANKFURT STAGE im Vorfeld unter seinen Mitgliedern zur Bewerbung aufrief, fand in der Event-Location Danzig am Platz im Anschluss der NEONYT Installation unter Einhaltung der 2G+Hygieneregeln statt. Der Schauplatz der FRANKFURT STAGE Show ist ein zentraler Ort der Frankfurter Modegeschichte. Hier erbaute Gründer des Versandhausimperiums Neckermann, Josef Neckermann, 1951 seine erste Unternehmenszentrale, die heute unter dem Namen Danzig am Platz diverse Event-Locations, Büroräume, Ateliers, Studios und Werkstätten beherbergt. Im Vorfeld wurde die Gästeanzahl der Show bestehend aus Vertreter:innen der Modebranche, Wirtschaft, Politik und Presse reduziert, um die nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen in der ehemaligen Neckermann-Unternehmenszentrale zu gewährleisten. SUSUMU AI und die fünf weiteren Mitglieder des Fashion Council Germanys zeigen 30 Women- und Menswear- sowie saisonübergreifende Bridal-Looks unter dem Motto „Continuous Love“. SUSUMU AI steht für hochwertige und nachhaltige Designs, die generationsübergreifend und made-to-order produziert werden. Eine Kollektion ist entstanden, die traditionelle japanische Elemente mit zeitgenössischen Streetwear-Elementen verbindet. Sie sprechen damit die Individualität und Diversität ihrer Kunden an und schaffen zeitlose Designs, die jenseits der klassischen Konfektion ein perfektes Piece für jedes Maß kreieren. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit dem Team von der Messe Frankfurt, Frankfurt Fashion Week, Jaguar Deutschland, Danzig am Platz und About Kokomo. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Susumu Ai Anna Auras Frau Frieda Previous Next News SUSUMU AI & Friends präsentieren ihre erste Fashion Show unter dem Motto „Continuous Love“ auf der Frankfurt Fashion Week

  • BFW Interview-Special - im Gespräch mit Anita Tillmann, Founder Premium Group: "Über Content, Culture und Community"

    3. Juli 2023 Die Berlin Fashion Week hat seit seinem Debüt im Jahr 2007 einige grundlegende Veränderungen hinter sich. Was war für Dich bis dato die bedeutendste Transformation des Berliner Fashion Week Formats? Es ist ein ständiger Prozess, den wir alle gemeinsam durchlaufen. Während es lange Zeit so war, dass es einen Show-Ort gab, an dem alle Designer:innen ihre Kollektionen der Presse und den Einkäufern präsentiert haben, ist heute alles anders. Jede:r Designer:in erzählt seine/ihre eigene Geschichte, an einem anderen Ort, mit eigenen Models und in der ersten Reihe sitzen neben Einkäufer:innen und Medien vor allem auch Content Creator und die Community. Unsere Tradeshow-Formate haben sich auch stark geändert. Es geht schon lange nicht mehr ausschließlich um das Ordern, sondern auch um Content, Culture und Community auf der PREMIUM und der SEEK. Emotionalisierung, Eventisierung, Matchmaking, und der Zielgruppenfokus beschreiben den Charakter unserer heutigen Events. Seit letzter Saison vollzieht die Berlin Fashion Week verstärkt einen Sinneswandel: Innovative Formate, junge Designer:innen und nachhaltige Konzepte stehen im Fokus. Wie beurteilst Du diese positive Veränderung für die Berlin Fashion Week im internationalen Vergleich? Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht und insofern hat es zwei Dekaden gebraucht, bis die richtigen Strukturen aufgesetzt waren, um das Potenzial überhaupt sichtbar zu machen und sich entwickeln kann. Ich persönlich freue mich darüber, dass so viel unglaublich gutes kreatives Potenzial aus Berlin kommt und das auf allen Ebenen. Es wäre schade, es nur auf die Designer:innen zu beschränken. Wir haben sehr erfolgreiche und innovative Formate in allen Bereichen, die in diesem Zusammenhang entstanden oder im Entstehen sind. Es geht um Retail, Beauty, Agenturen, Communication, Media, Content Creators etc. Auf was freust Du Dich am meisten zur kommenden Berlin Fashion Week? Ich freue mich darauf, alle zu sehen. Es gibt zweimal im Jahr einen organisierten Rahmen, zu dem alle kommen und auf dem sich die gesamte Branche trifft. Mein persönliches Highlight sind die PREMIUM und SEEK, da wir dort die Mehrheit aller Brands, Pressevertreter:innen und vor allem die Einkäufer:innen treffen. Gemeinsam mit der Premium veranstaltet der FCG am 11. und 12. Juli 2023 seinen CURATED by Fashion Council Germany Showroom. Mehr Infos dazu unter folgendem Link . ABOUT Premium Exhibitions GmbH Die PREMIUM Exhibitions GmbH wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, die deutsche Messelandschaft aus Berlin heraus zu revolutionieren. Seither wurde sie an den Eventveranstalter Clarion Events Ltd. verkauft, der mittlerweile auch Hauptgesellschafter der IFA in Berlin ist. Die Premium Group veranstaltet neben den etablierten Flagship-Events PREMIUM und SEEK, weitere innovative Formate und Konferenzen mit dem Fokus auf den Themenbereichen Fashion, Lifestyle, Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit. 2007 hat die Premium Group die erste Fashion Week initiiert, ist Gründungsmitglied des Fashion Council Germany, war jahrelang Herausgeber des Berlin Fashion Week Magazins und Inhaber des Fashionstores F95. Das Team der Premium Group veranstaltet das größte Matchmaking-Event im Bereich Fashion in Deutschland und ist als „Enabler“ verantwortlich für zahlreiche Erfolgsgeschichten aus den letzten 20 Jahren. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.premium-group.com/ https://fashionweek.berlin/ MITGLIEDER Premium Group Anita Tillmann Previous Next Interview BFW Interview-Special - im Gespräch mit Anita Tillmann, Founder Premium Group: "Über Content, Culture und Community"

  • Elke Timmerman: „Europäische Mode ist eher ein Mosaik unterschiedlichster Eigenschaften – und darauf können wir stolz sein“

    28. Juli 2026 Dries Van Noten, Ann Demeulemeester, Walter Van Beirendonck, Dirk Bikkembergs, Dirk Van Saene und Marina Yee – Ende der 1980er waren sie nur den wenigsten ein Begriff. Selbst die britische Modepresse – mit Aussprache und Schreibweise der belgischen Namen überfordert – schrieb kurzerhand nur noch von den „Antwerp Six“. 40 Jahre später gelten die sechs Designer:innen noch immer als stilprägend für eine ganze Generation; nachdem sie 1986 ihre Kollektionen erstmals in London präsentierten, richtete sich der Blick der Branche auch auf Belgien allgemein. Flanders DC feierte das 40. Jubiläum der Antwerp Six unlängst mit einem Fashion Festival in Antwerpen. Eine gute Zeit also, um sich mit Elke Timmerman auszutauschen: Als International & Business Relations Manager verantwortet sie die Partnerschaften der Modeorganisation, die wie der Fashion Council Germany Teil der European Fashion Alliance ist. Warum? Das erzählt sie uns im Interview. Elke, was bedeutet europäische Mode für dich? Für mich steht europäische Mode vor allem für Kreativität, künstlerische Vision, Handwerkskunst und Qualität. Ebenso gehören Innovation und Nachhaltigkeit dazu – gerade im Bereich der Nachhaltigkeitsregulierung nimmt Europa eine klare Vorreiterrolle ein. Innerhalb Europas gibt es natürlich noch große regionale Unterschiede: vom funktionalen, minimalistischen Design Skandinaviens über die von Subkulturen und Rebellion geprägte Modeszene Großbritanniens bis hin zum Luxus und der Handwerkskunst Frankreichs und Italiens. Es gibt also kein einheitliches Etikett für europäische Mode . Im globalen Kontext zeichnen Europa vor allem seine kreative Vielfalt und sein k ulturelles Erbe aus. Das zeigt sich auch im Straßenbild: Europäischer Stil reicht von elegant über konzeptionell bis zu subkulturellen Experimenten. Europäische Mode ist deshalb eher ein Mosaik unterschiedlichster Eigenschaften als eine klar definierte Stilrichtung – und darauf können wir stolz sein. Das Modemuseum MoMu in Antwerpen feiert derzeit ein besonderes Jubiläum: Vor 40 Jahren schrieben die Antwerp Six Modegeschichte, als sie ihre Kollektionen erstmals auf der British Designer Show in London präsentierten und Belgien als internationale Modemetropole etablierten. Wie wirkt ihr Einfluss bis heute nach? Die Stärke der Antwerp Six lag darin, dass sie konsequent ihren eigenen Weg gegangen sind. Sie haben gezeigt, dass belgische Mode mutig, konzeptionell und zutiefst individuell sein kann. Das inspiriert bis heute Designer:innen in Belgien und gibt der nächsten Generation Selbstvertrauen. Der Begriff „Antwerp Six“ entstand übrigens eher zufällig: Die britische Presse konnte ihre Namen nicht aussprechen und fasste sie kurzerhand unter diesem Titel zusammen. Tatsächlich standen dahinter jedoch sechs völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Gleichzeitig haben sie gemeinsam Belgien international den Weg geebnet. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die heutige Designgeneration ins Rampenlicht zu stellen – genau aus diesem Grund haben wir parallel zur MoMu-Ausstellung das Antwerp.Fashion Festival organisiert. Kannst Du die Idee hinter dem Festival näher beschreiben? Mit dem Antwerp.Fashion Festival wollten wir bewusst keine weitere Fashion Week schaffen. Europa hat bereits zwölf Fashion Weeks – eine weitere wäre nicht sinnvoll gewesen. Unser Ziel war vielmehr, einen Moment zu schaffen, in dem wir die aktuelle Generation Antwerpener Designer:innen feiern und zeigen können, wofür Antwerpener Mode heute steht. Das Festival war ein vielschichtiges Format mit Modenschauen, Performances, Ausstellungen, Installationen, Talks, Schaufensterinszenierungen und vielem mehr. Es machte den wirtschaftlichen und kulturellen Wert der Mode sowohl für ein Fachpublikum als auch für Konsument:innen sichtbar und interpretierte das klassische Konzept einer Fashion Week neu – offen und zugänglich für alle. Künftig soll das Festival alle zwei Jahre stattfinden. Und warum nicht auch internationale Talente einladen? Die belgische Designerin Julie Kegels zeigte ihre Mode im Rahmen des Festivals in einer Galerie. Antwerpen verfügt über eine lange kulturelle Tradition – von seinem Diamantenhandel bis zu den flämischen Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts. Im Vergleich dazu ist die Modegeschichte der Stadt noch jung. Wie greifen diese unterschiedlichen Traditionen heute ineinander? Manche bezeichnen die Antwerp Six als die „flämischen Meister der Mode“. Insofern besteht natürlich eine Verbindung, denn Mode ist eine Kunstform. Gleichzeitig ist sie aber auch ein Wirtschaftszweig. Belgien profitiert von seinem reichen kulturellen Erbe – den flämischen Meistern, der historischen Architektur und einer starken Textiltradition. Anfang der 1980er-Jahre investierte die belgische Regierung – nach heutigem Wert umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro – in Programme zur Wiederbelebung der Textilindustrie. Dazu gehörte unter anderem der Wettbewerb „Golden Spool“, den einige der Antwerp Six gewannen. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen Textilindustrie und Kreativen zu fördern, Kooperationen anzustoßen und Designer:innen nach Japan oder Großbritannien zu entsenden. Auch dadurch wurde der Weg der Antwerp Six nach London möglich. Heute können junge Kreative auf dieses starke Erbe zurückgreifen und es zeitgemäß interpretieren. Schafft diese vergleichsweise junge Modegeschichte mehr Freiraum für Kreativität und Experimente? Ja. In Antwerpen gibt es – ähnlich wie in Berlin – keine dominante Tradition großer Luxusmarken. Dadurch können junge Designer:innen leichter eine eigene Handschrift entwickeln. Sie sind gewissermaßen gezwungen, ihre eigene Geschichte zu erzählen, mit eigenen Materialien zu arbeiten und ihre eigene Community aufzubauen. Ich bin allerdings nicht sicher, ob das tatsächlich an der Geschichte der Stadt liegt oder vielmehr an der Marktmacht der großen Luxuskonzerne. Mit Milk of Lime, einem Designerduo der Königlichen Akademie der Schönen Künste Antwerpen, ist belgisches Design regelmäßig auf der Berlin Fashion Week vertreten. Wie siehst du die Verbindung zwischen Berlin und Antwerpen? Was Julia und Nico machen, ist sehr mutig. Ich begleite ihren Weg seit ihren Anfängen in Deutschland. Bei Milk of Lime erkennt man die belgische Handschrift sofort: eine dunkle, elegante Ästhetik verbunden mit dem avantgardistischen, konzeptionellen Geist Antwerpens. Zwischen Antwerpen und Berlin gibt es ohnehin mehr Gemeinsamkeiten, als man zunächst vermutet. Es wäre spannend, künftig auch deutsche Designer:innen zum Festival einzuladen – und umgekehrt. Das könnte sogar ein neues europäisches Kooperationsprojekt werden. Das Potenzial für kreative Austauschprogramme ist auf jeden Fall groß. Belgische Mode, hier von Marie Bernadette Woehrl, ist oft düster und experimentell. Die internationale Modeszene blickt heute ohnehin besonders auf die neue Generation der Royal Academy of Fine Arts Antwerp. Was zeichnet diesen Ausbildungsansatz aus? Die Akademie in Antwerpen nimmt eine besondere Stellung ein. Walter Van Beirendonck hat sie über viele Jahre geprägt und vorgemacht, wie man gleichzeitig eine Akademie leiten, ein eigenes Label führen und auf den Laufstegen in Paris präsent sein kann. Er hat Studierende immer dazu ermutigt, ihre eigene Geschichte zu erzählen, mutig zu experimentieren und eigenständige Mode zu entwickeln. Wer die Akademie verlässt, bringt einen enormen Erfahrungsschatz mit – allerdings herrscht auch großer Leistungsdruck. Man muss herausragend sein. Die Ausbildung ist stark künstlerisch und experimentell ausgerichtet. Wirtschaftliche Inhalte spielen dagegen kaum eine Rolle. Genau hier setzt Flanders DC mit Coachings, Mentoring-Programmen, Webinaren und digitalen Angeboten zur Unternehmensgründung an. Welche Ratschläge gibst Du den Labels, die sich an euch wenden? Wir begleiten Designer:innen vom ersten Schritt an – von angehenden Gründer:innen bis hin zu etablierten Marken und CEOs. Die Unterstützung reicht von individueller Beratung bis zu Gruppenprogrammen mit Branchenexpert:innen. Für Einsteiger:innen bieten wir gemeinsam mit der Stadt Mentoringprogramme an. Fortgeschrittene Labels unterstützen wir bei Internationalisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Unternehmensentwicklung. Außerdem stellen wir einen kostenlosen Leitfaden zur Gründung eines Modelabels zur Verfügung, den wir regelmäßig aktualisieren. Wir empfehlen allen, diesen zuerst zu lesen, bevor sie sich ausschließlich von ihren Träumen leiten lassen. Denn es gibt viele Träumer:innen – und manchmal entdeckt man darunter echte Talente. Woran erkennt man ein solches Talent? Ist das ein Bauchgefühl? Fingerspitzengefühl! Aktuell begleiten wir vier oder fünf Labels, denen wir großes Potenzial und Ehrgeiz zutrauen. Erfolg hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: Talent, finanzielle Ressourcen, Vision und einem starken Netzwerk. Wenn all diese Voraussetzungen zusammenkommen, unterstützen wir die Marken so intensiv wie möglich – etwa durch Reisen nach Paris oder in andere wichtige Märkte. So können wir ihnen echten Mehrwert bieten. Auch Mode von Brandon Wen wurde während des Antwerpener Modefestivals präsentiert. Gemeinsam mit der Universität Antwerpen vergebt Ihr außerdem den Flanders DC/UA Award an Absolvent:innen des Masterstudiengangs Mode. In diesem Jahr ging der Preis an Lars Mertens. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung? Den Preis vergeben wir an Absolvent:innen der drei flämischen Modeschulen. In diesem Jahr erhielten ihn Harry Van Noten (KASK Gent), Kito Kotsoane (Akademie Sint-Niklaas) und Lars Mertens aus Antwerpen. Alle drei gewinnen einen Business-Sommerkurs an der Antwerp Management School – ein intensives Programm, das Kreativen vermittelt, wie sie ihr eigenes Label aufbauen können. Denn viele Absolvent:innen verfügen zwar über großes gestalterisches Talent, aber kaum betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Darüber hinaus organisieren wir gemeinsam mit Partnern aus Flandern, Brüssel und Wallonien die Belgian Fashion Awards. Eine Kategorie zeichnet Emerging Talents aus und ist mit 10.000 Euro dotiert. Auch das ist ein wichtiger finanzieller Impuls für junge Designer:innen. Flanders DC war 2022 außerdem maßgeblich an der Gründung der European Fashion Alliance beteiligt. Wie entstand diese Idee? Aus dem europäischen Traum. Damals arbeitete ich für MAD Brussels und fragte mich, wie wir uns als Fashion Council positionieren könnten. Der größte Standortvorteil Brüssels ist seine Rolle als Hauptstadt Europas. Also dachte ich: Warum bringen wir nicht die europäischen Fashion Councils zusammen? Ich rief sie alle an – anfangs gingen allerdings nicht alle ans Telefon. Zwischen 2014 und 2017 organisierten wir mehrere European Fashion Summits mit Vorträgen und interaktiven Workshops, bevor schließlich eine dauerhafte Organisation entstand. Damals spielte Nachhaltigkeit noch keine große Rolle. Die größten Herausforderungen waren fehlende finanzielle Mittel und mangelndes betriebswirtschaftliches Wissen junger Kreativer. Die Luxuskonzerne sprachen für die Branche, doch die vielen unabhängigen Labels hatten keine gemeinsame Stimme. Deshalb wollten wir Wissen teilen und langfristig eine europäische Organisation aufbauen – unterstützt durch ein Creative-Europe-Projekt. Ziel war es, der kreativ geprägten Modebranche eine starke Stimme zu geben und eine dauerhafte Struktur zu schaffen. Welche Ziele verfolgt die EFA aus Deiner Perspektive heute und in Zukunft? Heute konzentrieren wir uns vor allem auf politische Interessenvertretung. Angesichts ökologischer Herausforderungen, technologischer Veränderungen und neuer europäischer Nachhaltigkeitsvorgaben ist Lobbyarbeit entscheidend, wenn man die Interessen der vielen kleinen und mittleren Unternehmen der europäischen Modebranche vertreten möchte. Die EFA will den kreativen Teil der Branche stärken, nachhaltige Rahmenbedingungen schaffen und gleichzeitig ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichern. Darüber hinaus wollen wir Wissen und Best Practices austauschen, internationale Kooperationen fördern und gemeinsame Projekte entwickeln. Besonders wertvoll ist dabei das Netzwerk selbst. Ich kann beispielsweise jederzeit unsere portugiesischen Partner kontaktieren. Und was resultiert dann aus solchen Kontakten? In diesem Jahr planen wir unter anderem eine Produktionsreise nach Portugal und Spanien, um belgischen Marken Einblicke in unterschiedliche Produktionsstätten zu ermöglichen. Dank unserer Kontakte zum spanischen Fashion Council und zu ModaLisboa lassen sich solche Kooperationen schnell anstoßen. Außerdem sind wir Partner im europäischen Horizon-Projekt „Just Fashion“, an dem EFA, Fashion Council Germany und Flanders DC gemeinsam mit weiteren Ländern und Unternehmen beteiligt sind. Ein weiteres gutes Beispiel ist Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany. Nach seinem Amtsantritt ließ er einen umfassenden Branchenreport erstellen – etwas, das bislang nur wenige Fashion Councils getan haben. Solche belastbaren Daten sind essenziell, um die wirtschaftliche Bedeutung der Branche sichtbar zu machen. Inzwischen arbeiten auch andere Councils an vergleichbaren Studien. Genau darin liegt die größte Stärke der EFA: voneinander zu lernen. Fotos: Flanders District of Creativity AUTOR:IN Sinah Griessler ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Elke Timmerman: „Europäische Mode ist eher ein Mosaik unterschiedlichster Eigenschaften – und darauf können wir stolz sein“

  • Grit Thönnissen mit Jürgen Leuthe, Holger Max-Lang und Anita Tillmann

    5. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der zweite #FCGVOICES Talk wird von Grit Thönnissen (Fashion Editor Tagesspiegel) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Jürgen Leuthe (Luisa Cerano), Holger Max-Lang (Lectra) und Anita Tillmann (Premium Group). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next #FCGVoices Grit Thönnissen mit Jürgen Leuthe, Holger Max-Lang und Anita Tillmann

  • Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie

    29. Jan. 2026 Nicht nur rund 400 geladene Gäste – auch zahlreiche Figuren der Kunstgeschichte wohnten am Donnerstag einem einzigartigen Abend in der Gemäldegalerie bei: Unter den Augen der prachtvoll Portraitierten – gemalt von einigen der größten Künstler aller Zeiten – wurden im Vorfeld der Berlin Fashion Week (30. Januar bis 2. Februar) gleich zwei Modeausstellungen in den Museumsräumen eröffnet. Während im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ einen Dialog zwischen zeitgenössischen Modefotografien und -entwürfen und den Gemälden der Alten Meister wie inszeniert, widmet sich “Echoes of Tomorrow” im hinteren Teil des imposanten Museumsraumes ganz den Arbeiten junger Designer:innen: Die Schau zeigt eine Kollektion des V-Collective, das sich aus Stipendiat:innen der diesjährigen Ausgabe der Initiative “Fashion x Craft” zusammensetzt, realisiert durch den Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation . Innerhalb eines Förderjahres wurden den Teilnehmer:innen Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki traditionelle Handwerkskünste wie Weben und natürliche Färbeprozesse, aber auch modefremde Techniken wie Holz- und Metallarbeit vermittelt. Entstanden ist daraus die vielschichtige Kollektion “Echoes of Tomorrow”, die in der Gemäldegalerie dazu einlädt, über Gestern und Heute, den Wert der Handarbeit und die Zukunft der Mode nachzudenken. “Als Fashion Council Germany ist uns die Bewahrung des Handwerks eine echte Herzensangelegenheit. Insofern freut es mich ganz besonders, dass das V-Collective mit seiner Kollektion traditionelle Techniken sichtbar macht und so zu ihrem Erhalt beiträgt. Dass wir diese Arbeiten im musealen Raum zeigen, in dem auch die Genialität und das handwerkliche Können so vieler Alter Meister zu sehen ist, entspricht unserem zentralen Anspruch: Wir wollen Mode nicht nur als zeitgenössische Ausdrucksform, sondern zudem als Kulturgut mit einer reichen Geschichte erfahrbar machen”, so die Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, Christiane Arp, die das V-Collective während der Entstehung seiner Kollektion und der zugehörigen Ausstellung begleitet hat. Diese Schaffensphase wird auch in der Gemäldegalerie erlebbar: Eine zum Teil rohbauliche Wandgestaltung erweckt den Eindruck eines Ateliers – und überträgt den Arbeitsprozess so in den institutionellen Raum. Die Kollektion selbst zeigt sich als charmante Materialschlacht: ein steifes Jackenmodell, das mittels der Korbflechttechnik entstand, eine geklöppelte Robe, die wie ein feingliedriges Netz den Körper hinabfällt, eine Jacke aus dünnem Holz und Ärmelpartien aus schwerem Metall – ein denkbar fantasievolles wie handwerklich anspruchsvolles Gesamtkunstwerk. Die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“, die parallel zu “Echoes of Tomorrow” bis zum 31. Mai geöffnet bleiben wird, zeigt indes, wie Mode, Fotografie und Malerei korrespondieren. Den Anstoß für die Schau hatte der renommierte Fotograf Ralph Mecke gegeben, der in Bildproduktionen zuvor erforschte, wie Kompositionen, Lichtstimmungen und Symbolik der Alten Meister in zeitgenössischen Entwürfen wiederkehren. Neben seinen Modefotografien werden Videoarbeiten Florian Azars und Kleidungsstücke der Designer:innen Anne Bernecker, Karen Jessen, Alexander Gigl und Estelle Adeline Trasoglu von der Marke Plaid-à-Porter gezeigt. Die Schau wurde von Katja Kleinert, Kuratorin für niederländische und flämische Kunst des 17. Jahrhunderts an der Berliner Gemäldegalerie, kuratiert; das Modekonzept entwickelte Christiane Arp. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Berlin Fashion Week Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie

  • Die acht Jungdesigner:innen des FASHION X CRAFT Förderprojektes im Berliner Salon

    6. Sept. 2022 Auf der Eröffnung des BERLINER SALONS in seiner neuen Location, dem Kulturforum, präsentierten die acht Jungdesigner:innen aus dem Förderprojekt FASHION X CRAFT vom Fashion Council Germany in Partnerschaft mit der Swarovski Foundation und The Prince’s Foundation ihre Abschlussarbeiten in einer gemeinsamen Gruppenausstellung. Insgesamt zeigen die Nachwuchsdesigner:innen acht physische und einen animierten Look, die noch bis einschließlich Mittwoch, den 07. September 2022 im BERLINER SALON zu sehen sind. Alle Gruppenausstellungen des BERLINER SALONS im Kulturforum wurden von Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, kuriert. Die neun Looks der FASHION X CRAFT Designer:innen sind von Alexis Mersmann , Jana Heinemann ( Impari ), Julia Ballardt & Nico Verhaegen ( Milk of Lime ), Mirjam von Mengerhausen , Philip Kofi Wagner , Svea Beckedorf und Taskin Goec ( Masion Taskin ). Für ihre Looks wurden ihnen traditioneller Tartan in drei unterschiedlichen Musterungen der Tartanweberei The House of Edgar zur Verfügung gestellt, die sie jeweils in ihre individuellen Designs weiter verarbeitet oder einfließen lassen haben. The House of Edgar ist ein in Schottland ansässiger Hersteller hochwertiger Highland-Kleidung und langjähriger Partner von The Prince's Foundation, die ebenfalls in Schottland ansässig ist. Die gemeinsame Ausstellung im BERLINER SALON dient auch gleichzeitig als Abschlusspräsentation des ersten Jahrganges des FASHION X CRAFT-Projektes. In den letzten Monaten haben die Jungdesigner:innen an verschiedenen Workshops und Webinaren in Berlin sowie in England teilgenommen. In englischen Highgrove in der Grafschaft Gloucestershire nahmen sie an intensiven Workshops in der neuen Bildungsstätte von der The Prince’s Foundation, einem Teil des Anwesens seiner Königlichen Hoheit, dem Prinzen von Wales, teil. Unter anderem wurden sie während den drei Wochen in Korbflechterei, dekorativer Gipsarbeit und traditioneller Holzschnitzerei geschult. Dadurch erhielten sie ein besseres Verständnis für handwerkliche Traditionsarbeit und konnten ihre Kreativität weiter ausbauen, welche sie zukünftig in ihre Designs übertragen können. Nach der Präsentation ihrer Abschlussarbeiten werden die Designer:innen als junge Expert:innen an der FASHION ZUKUNFT-Konferenz teilnehmen, die der Fashion Council Germany zusammen mit The Prince’s Foundation im schottischen Dumfries House Ende Oktober organisiert. Ziel der Konferenz ist ein Generationsaustausch zwischen Schüler:innen, jungen Designer:innen und Branchenexpert:innen aus Deutschland und Großbritannien. Die Bewerbungsphase der zweiten Runde von FASHION X CRAFT startet voraussichtlich Anfang Oktober dieses Jahres. Die zukünftigen Gewinner:innen werden wieder einen dreiwöchigen Aufenthalt im englischen Highgrove absolvieren. Weitere Informationen zu dem Projekt unter folgendem Link . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://princes-foundation.org/ https://www.swarovskifoundation.org/ MITGLIEDER Previous Next News Die acht Jungdesigner:innen des FASHION X CRAFT Förderprojektes im Berliner Salon

  • METAMORPHOSIS - Talk Format Recap BFW 07/2024

    11. Juli 2024 Im Rahmen der Berlin Fashion Week im Juli 2024 hat der Fashion Council Germany sein neues Talk Format „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ powered by eBay in Partnerschaft mit Vogue Business erfolgreich umgesetzt. Unter dem Oberthema Circularity versammelten sich mehr als 250 Teilnehmer:innen und über 30 internationale Speaker:innen aus der Modebranche in der CUPRA City Garage am Tacheles um das Thema Circularity zu diskutieren. Teilnehmen konnten dabei sowohl Industrieexpert:innen, Pressevertreter:innen als auch Young Professionals und Interessierte der Modebranche. Ziel des Talk Formats ist es, den Austausch anzuregen, um die verschiedenen Facetten und notwendigen Veränderungen der Modebranche aufzuzeigen, sowie Diskussionsräume für aktuelle Themen zu schaffen. Diskutiert wurden neue Gesetzgebungen und Menschenrechte sowie innovative Ansätze für den Handel und Erwartungen von Endkonsument:innen an die Kommunikation von Modemarken. Der erste Tag stand im Zeichen des Designs und beleuchtete nachhaltige Ansätze in der Mode sowie Maßnahmen zum Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten in der Lieferkette. Michele Casucci, CEO des Technologie-Start-ups Certilogo, gab am zweiten Tag Einblicke in die Möglichkeiten des digitalen Produktpasses, der die Lieferkette eines Produkts sichtbar macht und als Katalysator für Veränderungen dienen kann. Der übergreifende Trend zu Augmented Reality und künstlicher Intelligenz dominierte die Panels des Tages und zeigte die Chancen und Herausforderungen der Technologie für die Modebranche auf. Am letzten Tag wurden in den Talks unter dem Leitthema Community evaluiert, wie CSR-Kommunikation und Storytelling von Marken genutzt werden können, um authentisch gegenüber Endkonsumenten zu kommunizieren oder wie die internationale Vernetzung der globalen Modeindustrie ein Multiplikator für Kreativität und Inklusion ist. Scott Lipinski, CEO des FCG, und Kirsty Keoghan, Global General Manager Fashion bei eBay, gaben in ihrer Closing Note einen Ausblick auf die Möglichkeiten einer nachhaltigen Modeindustrie. Zu den Panelist:innen zählten, neben der als Content Director fungierenden Ann Claes, auch Dilys Williams (Centre for Sustainable Fashion), Dries Vriesacker (ENFNTS TERRIBLES), Herbert Hofmann (Highsnobiety), Janina Lin Otto (Holistic Foundation), Kerstin Weng (VOGUE Germany), Kirsty McGregor (Vogue Business), Liz Ricketts (The Or Foundation), Maliha Shoaib (Vogue Business), Harald Sipple (Reserve-Retail), Marjorie Hernandez (LUKSO) und Nina Knaudt (Rianna + Nina). Am Abend der Talk-Tage wurde der Austausch der Speaker:innen während eines Dinners in intimer Atmosphäre des JOSEPH und des Anna & Paul Restaurant fortgesetzt. In der einladenden und modern gestalteten Atmosphäre der 2022 eröffneten CUPRA CITY Garage, konnten die Besucher:innen ein kulinarisches Angebot von Gragger Brot, Vöslauer Mineralwasser, Elephant Bay und 1664 Blanc genießen. Für Interessent:innen, die die Talks nicht live sehen konnten, stehen diese ab sofort On Demand HIER zur Verfügung. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/metamorphosis MITGLIEDER Previous Next Berlin Fashion Week METAMORPHOSIS - Talk Format Recap BFW 07/2024

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