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2. Feb. 2026

Eine surreale Disco, eine träumerische Garderobe, das Wohnzimmer einer kurdischen Familie – vier Tage hindurch wandelten Gäste der Berlin Fashion Week durch unterschiedlichste Raumkonzepte, denen lediglich die Mode als bindendes Überthema gemein war: Im Rahmen der Fashion Week vom 30. Januar bis zum 2. Februar, richtete der Fashion Council Germany zum zweiten Mal RAUM.Berlin aus – ein mehrtägiges Eventformat, das Mode zwischen traditioneller Show und interaktiver Installation neuartig erfahrbar macht.


Erstmals war die Veranstaltungsreihe in dieser Saison als Wettbewerb konzipiert und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert worden. Zwölf Labels mit einem Fokus auf nachhaltige Mode – so eine der Grundvoraussetzungen für die Wettbewerbsteilnahme – konnten sich durchsetzen und ihre Kollektionen sowohl einem Fachpublikum als auch der Öffentlichkeit mittels Installation, Performance oder anderer interaktiver Elemente präsentieren.


„Traditionelle Modenschauen, von denen ich im Laufe meiner Karriere so viele erleben durfte, werden immer ein zentraler Teil der Branche bleiben. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich Ideen und Inspirationen auch durch interaktive Ausstellungen ganz wunderbar vermitteln lassen. Mit RAUM.Berlin unterstützen wir Designer:innen einmal mehr in ihrer Individualität – in diesem Fall, was die passgenaue Inszenierung ihrer Kollektionen angeht“, so Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany.


Und tatsächlich: Die vier Veranstaltungstage, an denen je drei Brands ihre Arbeiten zunächst dem internationalen Fachpublikum der Berlin Fashion Week und darauffolgend modeinteressierten Privatpersonen präsentierten, waren geprägt durch eine beeindruckende Vielfalt, die sich aus den originären Konzepten der Designer:innen ergab.


Am Freitag lud Esther Perbandt die Gäste ein, selbst kreativ zu werden: Besucher:innen ihrer Installation konnten eine Wand mit schwarzer Farbe bemalen, während Models in Perbandts Entwürfen inmitten eines Meeres aus schwarzen Ballons posierten. Dieser düsteren Vision standen Clara Colette Miramons verspielten Entwürfe, die sie im stilisierten Ankleidezimmer präsentierte, und die Designs des Labels Selva Huygens gegenüber, bestehend zum Teil aus Autoteilen, die sich als skulpturale Installationen auf dem Boden wiederfanden.


Am zweiten Tag ließ dann die Marke Sezgin, die ohnehin stets einen Dialog zwischen dem kurdischen Kulturerbe und den Prämissen zeitgenössischen Designs anstrebt, ihre Models individuelle Choreografien in der Nachbildung des Wohnzimmers einer kurdischen Familie durchführen. Zudem waren am Samstag ein Live-Fotoshooting der Denimbrand Sex&Jeans sowie eine performative Kooperation zwischen dem kunstvollen Label Ultravantgarde und der gefeierten Berliner Dragqueen Hungry in einem Disko-Setting zu sehen.


Am Sonntag folgten eine Modenschau in Dauerschleife des Berliner Designers Michael Sontag und die Inszenierung der Marke Lueder – mit Models, die in gehetztem Tempo durch Kleiderpuppen marschierten, ein Spiel mit lebendigen und starren Körpern. Zudem zeigte am dritten Tag von RAUM.Berlin der Designer Panos Gotsis eine Videoinstallation, die seinen Entwurfs- und Arbeitsprozess in Griechenland nachvollziehbar macht.


Zum Finale stellte dann Maximilian Gedra seine avantgardistischen Entwürfe an sorgsam arrangierten Kleiderpuppen aus, während das Label SVEASØN, das sich zwischen Mode und Kunst verortet, farbstarke Accessoires, Keramikskulpturen und Leuchtendesigns präsentierte. Außerdem konnten die Gäste am Montag den Models der Marke Ritual Unions dabei zusehen, wie sie sich an einem reich gedeckten Dinnertable amüsierten.

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AUTOR:IN
Fashion Council Germany
ANSPRECHPARTNER:IN
Manuel Almeida Vergara
WEBSITE/S
MITGLIEDER
Raum.Berlin: Jenseits des Laufstegs – Zwölf Brands präsentieren ihre Kollektionen mittels Installationen, Performances und interaktiver Elemente

Berlin Fashion Week

Raum.Berlin: Jenseits des Laufstegs – Zwölf Brands präsentieren ihre Kollektionen mittels Installationen, Performances und interaktiver Elemente

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