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- Deutsche Mode auf Expansionskurs: Zwölf Brands auf Delegationsreise in Tokio
23. März 2026 Zwölf Brands, fünf Tage Tokio: Zum zweiten Mal hat uns eine Delegationsreise vom 16. bis 20. März 2026 in die japanische Hauptstadt geführt – mit mehr Marken als zuvor, einem dichten Programm und erneut wachsender Resonanz. Die Reise fand im Rahmen von Berlin Fashion X International statt, dem Internationalisierungsprojekt des Fashion Council Germany (FCG) , das von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützt wird und Modemarken beim Ausbau ihrer internationalen Präsenz begleitet. Teil der Delegation waren dieses Mal die Labels BALLETSHOFER , clara colette miramon , MALAIKARAISS , Milk of Lime , NATALIE GRASSI Jewelry , NATASCHA VON HIRSCHHAUSEN , RICHERT BEIL , SIA ARNIKA , Société Angélique , KASIA KUCHARSKA , UNVAIN Studios und WILLIAM FAN . Neben Einblicken in den japanischen Markt bot die Reise vor allem Raum für Austausch und Vernetzung. So präsentierten die Brands ihre Kollektionen einem Fachpublikum aus Einkäufern renommierter Geschäfte sowie Medienvertretern – und knüpften dabei Kontakte, die weit über die Tage in Tokio hinausreichen. „Es ist immer wieder inspirierend, neue Kulturen kennenzulernen, insbesondere im kreativen und geschäftlichen Kontext. Die Workshops sind dabei besonders wertvoll, da sie nicht nur kulturelle Einblicke ermöglichen, sondern auch ein besseres Verständnis dafür vermitteln, wie der jeweilige Markt funktioniert“ , so William Fan, der bereits zuvor an Delegationsreisen des FCG teilgenommen hatte. „Ich sehe großes Potenzial im japanischen Markt, da viele gemeinsame Werte bestehen und auch stilistisch eine starke Verbindung erkennbar ist.“ Den Auftakt der Delegationsreise bildete am 16. März ein Empfang in der Residenz der Deutschen Botschaft in Tokio Im Rahmen des „Berlin Fashion Showcase“, das von der Deutschen Botschaft in Tokio gemeinsam mit uns und in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Call Hanna organisiert wurde, stellten die zwölf Marken ihre Arbeiten in Form einer kuratierten Ausstellung vor. Botschafterin Petra Sigmund begrüßte dazu Gäste aus Handel, Medien und Kultur und betonte die Bedeutung des Austauschs und der kreativen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Tokio. Auch der Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, und die FCG-Vorstandsvorsitzende, Christiane Arp, beide ebenso Teil der Delegation, unterstrichen in ihren Reden die Rolle der Mode als Brücke zwischen Kulturen und Städten. Ein weiteres Highlight war der Berlin Showroom im Tokioter Modeviertel Omotesando, der vom 18. bis 19. März stattfand und mit der Agentur North Liberty realisiert wurde. Der Showroom empfing unter anderem Einkäufer:innen von Isetan Shinjuku, Takashimaya, GR8, UNITED ARROWS, THE ELEPHANT, ESTNATION, Redakteur:innen von WWD Japan, Elle Japan, FashionSnap und Hypebeast sowie Stylist:innen und Modeagenturen. Das begleitende Fachprogramm der Delegationsreise bereitete die teilnehmenden Labels gezielt auf den japanischen Markt vor: Culture Sessions mit Ashley Ogawa-Clarke (Vogue Runway) und Philippe Terrien (TFC) vermittelten Grundlagen der japanischen Geschäftskultur; Store Visits bei Isetan Shinjuku, Takashimaya Shinjuku und Parco Shibuya vertieften das Verständnis für den lokalen Einzelhandel; ein Denim Workshop bei Japan Blue Co. Ltd. bot Einblicke in die japanische Textiltradition. Darüber hinaus vermittelte ein Workshop mit WWD Japan den Marken fundierte Kenntnisse über die lokale Pressearbeit, während ein Treffen mit dem japanischen Mode- und Vertriebsexperten Yasunori Chahara im Wanderlust Showroom weitere wertvolle Einblicke in den Markt und den Einzelhandel bot. Jale Richert und Michele Beil von RICHERT BEIL zogen ein positives Fazit. „Die Delegationsreise nach Tokio war für uns eine wertvolle Erfahrung. Als unser erster Aufenthalt in Japan bot sie uns nicht nur die Möglichkeit, unseren Partner Isetan persönlich zu besuchen und uns für die Zusammenarbeit zu bedanken, sondern auch, ein gutes Verständnis für den japanischen Markt und die kulturellen Besonderheiten zu entwickeln" , betonen die zwei Berliner Designer. „Besonders beeindruckt hat uns die Wertschätzung für Qualität, Details und handwerkliche Präzision, die den Einzelhandel und die Menschen dort prägt. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit teilzunehmen und nehmen aus Tokio nicht nur wertvolle Impulse für unser Business, sondern auch persönliche Inspiration mit." Einen besonderen Höhepunkt bildete außerdem der Besuch im Atelier des Avantgarde-Labels John Lawrence Sullivan: Designer Arashi Yanagawa, der seine Mode zuletzt auch auf der Berlin Fashion Week präsentiert hatte, empfing die Gruppe in seinem Flagship-Store im Tokioter Bezirk Nakam und sprach über die japanische Modeszene, seine Inspirationen und seine Vision. Die nächste Delegationsreise führt vom 30. August bis 4. September 2026 nach Seoul, Südkorea. Interessierte Labels können sich AB SOFORT HIER bis zum 23. April bewerben. Berlin Fashion X International wird gefördert durch ein Landesprogramm, welches aus den EFRE-Mitteln und aus Mitteln des Landes Berlin finanziert wird. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Sander Cornilly INFOS ANFRAGEN sander.cornilly[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.berlinfashioninternational.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Deutsche Mode auf Expansionskurs: Zwölf Brands auf Delegationsreise in Tokio
- Networking in New York: Fashion Council Germany zelebriert Branchentreffen
17. Apr. 2024 Im Rahmen der von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützten Delegationsreise des Internationalisierungs-Projekts Fashion Forward Network (FFN) , lud der Fashion Council Germany zum zweiten internationalen Fireside Dinner in New York City ein. Die Veranstaltung fand im Loft29 statt, dem Fotostudio von Udo Spreitzenbarth, und der Location des deutschen Speakeasy Dinner-Konzepts von Chef Simon. Ausgewählte Akteur:innen aus der Mode- und Tech-Szene, sowie relevante Vertreter:innen der Presse und Politik , darunter der Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, kamen zu einem inspirierenden Abend zusammen. Das Fireside Dinner bot den Teilnehmer:innen die Gelegenheit sich mit Branchenexpert:innen zu vernetzen und wertvolle Einblicke in den US-Markt zu gewinnen. Im Fokus der Gespräche standen die Herausforderungen und Schwierigkeiten des US-Markteintritts, aber auch die vielfältigen Möglichkeiten, die durch potentielle Netzwerkpartner:innen des FFN Internationalisierungs-Projekts geboten werden können. Darüber hinaus wurde über die positive internationale Entwicklung der Berlin Fashion Week diskutiert. Fashion Council Germany CEO Scott Lipinski und Vorstandsvorsitzende Christiane Arp eröffneten gemeinsam mit dem Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, den Abend. Scott Lipinski erklärte: „ Mit dem Fashion Forward Network haben wir eine Initiative ins Leben gerufen, mit der wir Deutsch-Amerikanische Partnerschaften in der Modeindustrie aufbauen und stärken. Hierfür schätzen wir die Offenheit und Unterstützung unserer US-Netzwerkpartner und freuen uns über das große Interesse am Standort Berlin “. Christiane Arp ergänzte: „ Berlin ist bekannt für Techno, seine Clubkultur, Theater, Kunst und mehr und mehr für seine kreative, diverse, nachhaltige Fashion Community. Wir wollen den New Yorker und den internationalen Blick auf das richten, was wir sehen: Talent und große Potentiale. “ Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, betonte : „ Die Modebranche ist ein wichtiger und wachsender Teil der Berliner Kreativwirtschaft. Wir sind stolz auf die jungen Talente, die in Berlin eine ganz eigene Idee von einer inklusiven, nachhaltigen und innovativen Mode entwickeln. Sie sind Botschafter:innen einer neuen Generation von Modeschaffenden. Das wollen wir international sichtbar machen und erleben hier in New York großes Interesse .“ Höhepunkt des Abends war das exklusive Menü des deutschen Prestige Kochs Chef Simon . Mit seinem Ansatz des „deutschen Speakeasy-Dinners“, vertritt er bereits seit mehreren Jahren eine Neuinterpretation der deutschen Küche in New York City. Zu den Gästen gehörten u.a. die Designerin Melitta Baumeister, Gewinnerin des CFDA/VOGUE Fashion Fund 2023; Marcel Ostwald, Senior Vice President Michael Kors; Teen Vogues Managing Editor, Alyssa Hardy; Teneshia Carr, Chefredakteurin des Blanc Magazine; Lucie Brigham vom United Nations Office for Partnerships und Fashion Editor & Stylistin Jenny Capitain. Bereits zum zweiten Mal Teil der Delegationsreise waren die Unternehmer:innen von AVENIR, DR. BAUM und IMPARI . Neu mit dabei waren HADERLUMP, Kasia Kucharska , Natascha von Hirschhausen, PLATTE Berlin, RICHERT BEIL, ReFramed, SANE Standard, SF1OG und SOCIÉTÉ ANGELIQUE . Die Teilnehmer:innen erhalten im Rahmen der Delegationsreise auch die Möglichkeit Vertreter:innen von US-Branchengrößen wie Highsnobiety, dem CFDA, oder der renommierten Parsons School of Design zu treffen. Durch die Vernetzung mit Showrooms, PR-Agenturen, Retailern, Pressekontakten und weiteren Multiplikator:innen kann so eine Basis für den angestrebten US-Markteintritt gebildet werden. Fashion Forward Network ist ein Projekt des Fashion Council Germany und der Innovations-Plattform Sqetch. Die Initiative wird gefördert durch ein Landesprogramm, welches aus den EFRE-Mitteln und aus Mitteln des Landes Berlin finanziert wird. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-forward-network- MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Networking in New York: Fashion Council Germany zelebriert Branchentreffen
- Sander Cornilly
PREVIOUS NEXT Sander Cornilly Team Lead Hospitality Programme & Berlin Fashion X International Nach seinem Master-Abschluss in Betriebswirtschaft an der Universität Gent, begann Sander seine Karriere bei Flanders DC, wo er als Assistent für Modeprojekte in Verbindung mit Technologie und Nachhaltigkeit arbeitete. Danach unterstützte er das belgische Label Namacheko während der Pariser Modewoche im Jahr 2020. Während seiner fast dreijährigen Tätigkeit bei L'Oréal Benelux sammelte er weitere Erfahrungen in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Business Analytics. Im Januar 2023 zog er nach Berlin und trat dem Fashion Council Germany bei, um an Projekten wie Fashion X Craft, Fashion Zukunft und der Berlin Fashion Week zu arbeiten. Sander.Cornilly[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 55
- Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
4. Aug. 2021 Fashion for Good ist ein auf vielen Ebenen agierendes Unternehmen, welches es sich zum Ziel gemacht hat die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten - zum Einen durch unterschiedlichste Weiterbildungsangebote um den Übergang in eine nachhaltigere Modewelt zu fördern zum Anderen verbindet Fashion for Good vielversprechende Unternehmen und Start-ups, um ein Netzwerk aus Expert:innen dieser Branche zu bilden und durch interdisziplinäre Projekte innovative, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Mehr zu den vielfältigen Ansätzen und Initiativen von Fashion for Good erfährst Du in einem Interview, das wir mit Katrin Ley (Managing Director) geführt haben. FCG: Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um zu einem nachhaltigeren Modebusiness beizutragen? Fashion for Good: Fashion for Good ist die globale Initiative, die darauf abzielt, Mode 'gut' zu machen, d. h. eine zirkuläre Lieferkette zu integrieren, die alle Elemente vom Design bis zum Ende der Nutzung berücksichtigt. Die Herausforderung dies zu erreichen, wird durch Zusammenarbeit und Gemeinschaft ermöglicht. Das Herzstück von Fashion for Good ist unsere Innovationsplattform, auf der wir Innovative startups unterstützen und ihnen helfen, ihre Konzepte in der Mode-Lieferkette zu etablieren. Wir wählen die weltweit vielversprechendsten Start-ups aus und bringen sie in gemeinsamen Pilotprojekten großen Unternehmen zusammen. Fashion for Good unterstützt diese gemeinsamen Pilotprojekte tatkräftig und bietet Coachings, maßgeschneiderte Unterstützung bei der Mittelbeschaffung und in einigen Fällen auch finanzielle Unterstützung für die Hersteller durch den Good Fashion Fund. In unserem Co-Working Space beherbergen wir die sogenannte Circular Apparel Community - eine Gemeinschaft gleichgesinnter Organisationen und anderer Expert:innen mit dder geeinten Mission, die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten. Das interaktive Fashion for Good Museum ist ein öffentlich zugängliches Museum, in dem wir Menschen aus der ganzen Welt inspirieren und über den Einfluss der Modeindustrie aufklären. Die Besucher:innen erfahren etwas über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Modeindustrie. Mit der digitalen Good Fashion Journey und einem RFID-Armband entdecken sie Wege im Alltag zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen und sich zu engagieren, um etwas zu verändern. Wir veranstalten Workshops, zeigen Dokumentarfilme und halten Vorträge zu jedem Thema, um die Besucher:innen zu informieren, zu befähigen, den Good-Fashion-Gedanken in ihre Leben zu integrieren. Außerdem bieten wir Bildungsmaterial an und entwickeln Toolkits, Papiere, Berichte, Leitfäden und andere Ressourcen, die wir auf unserer Website für alle zugänglich machen. FCG: Ihr habt ein relativ neues Projekt gestartet, das sich mit einer neuen Methode des Baumwollanbaus befasst. Inwiefern waren die bisherigen Verfahren des Baumwollanbaus nicht nachhaltig und wie wollt ihr das mit eurem Projekt ändern? Fashion for Good: Baumwolle macht fast 30 % der weltweiten Textilproduktion aus, ist jedoch für 24 % des weltweiten Insektizid Einsatzes verantwortlich und kann als wasserintensive Kulturpflanze bis zu 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm verbrauchen. Mehr als 60 % der weltweiten Baumwollproduktion wird von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen erzeugt. Etwa 90 % dieser schätzungsweise 100 Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen leben in Entwicklungsländern und bauen die Pflanze auf weniger als zwei Hektar an. Bei schlechten Anbaumethoden kann Baumwolle zu einem übermäßigen Verbrauch von Wasser, Düngemitteln und Pestiziden beitragen. Innovative Anbaumethoden wie die Präzisionslandwirtschaft verbessern die Ressourceneffizienz und die Widerstandsfähigkeit des Baumwollanbaus und sind dringend erforderlich, um den Einsatz von Pestiziden, Land und Wasser zu reduzieren. Fashion for Good hat in Zusammenarbeit mit den führenden Marken Kering und PVH Corp., sowie dem weltweit führenden Textilhersteller Arvind Limited ein zweijähriges Pilotprojekt gestartet, um eine radikal ressourceneffiziente Baumwollanbautechnologie des Fashion for Good-Innovators Materra (ehemals hydroCotton) zu testen. Materras innovative Kombination aus Präzisionslandwirtschaft, Umweltkontrolle und Echtzeit Datenverfolgung in Echtzeit erleichtert den Baumwollanbau in Entwicklungsregionen, in denen Klima und Ressourcen eine Herausforderung für den Baumwollanbau darstellen. Materras Ansatz für den Baumwollanbau kombiniert Präzisionslandwirtschaft und kontrollierte Umgebungen, um radikal ressourceneffiziente Baumwollbetriebe zu schaffen. Effiziente Bewässerung, die übermäßige Wasserverluste verhindert, liefert landwirtschaftliche Betriebsmittel direkt an das Wurzelsystem der Pflanze, wo sie effizient aufgenommen werden können, und ist pestizidfrei, wobei biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Die Anbaugebiete sind mit einem Netz intelligenter Sensoren ausgestattet, welche Daten in Echtzeit erfassen und so eine bessere ökologische und soziale Absicherung gewährleisten. FCG: Ihr sprecht davon, dass Biobasierte Materialien die Zukunft sind, um synthetische Materialien zu ersetzen, und dies scheint derzeit einer Ihrer Schwerpunkte zu sein. Könntest Du bitte näher auf die Initiativen und Maßnahmen eingehen, die ihr in dieser Hinsicht ergreift, und erklären, warum dies die Zukunft der Mode sein könnte? Fashion for Good: Biobasierte Materialien sind natürliche Materialien, also Materialien, die biologischen Ursprungs und ganz oder teilweise von lebenden Organismen stammen. Unsere aktuelle Ausstellung GROW zeigt den aktuellen Stand sowie die Zukunft dieser Materialien. Weil es Zeit braucht, bis solche Technologien skalierbar und marktreif sind, haben wir das GROW-Talentprojekt ins Leben gerufen, ein dreimonatiges Programm, bei dem junge Designer:innen mit Biomaterialien arbeiten, um Kleidungsstücke der Zukunft zu entwerfen. Diese Kleidungsstücke werden in der Ausstellung GROW 2.0 präsentiert, die im Oktober 2021 eröffnet wird. Dies ist tatsächlich erst der Anfang der Materialien der nächsten Generation, die sich in den nächsten Jahrzehnten entfalten wird. Biologisch hergestellte oder biologisch zusammengesetzte Materialien können als Ersatz für bestehende Materialien wie Polyester, Nylon oder Leder verwendet werden. Unternehmen wie AMSilk, Bolt Threads, Ecovative, Modern Meadow, MycoWorks, Spiber usw. stehen für eine neue Generation von Materialinnovationen, die Fachwissen in den Bereichen Organismusdesign (GVO) und -technik, Fermentation und Textilien sowie Materialwissenschaft miteinander verbinden. Eine solche Zusammenführung von Disziplinen wäre früher nur von großen Chemiekonzernen möglich gewesen. Das Versprechen dieser Technologien besteht darin, dass die gestaltete Biologie den Zugang zu allen Vorteilen der Leistung, Ästhetik und des Komforts der Natur und darüber hinaus ermöglicht, jedoch ohne denselben ökologischen Fußabdruck. Die Nachfrage nach neuen Biowerkstoffinnovationen übersteigt derzeit massiv das Angebot. Einige unserer jüngsten Pilotprojekte befassen sich mit dem Potenzial dieser neuen Technologien; das "Renewable Carbon Textiles Project" beispielsweise ist ein Konsortium zur Förderung der Entwicklung von Polyhydroxyalkanoaten oder PHA-Polymerfasern, einer vielversprechenden biosynthetischen Alternative zu Fasern auf fossiler Basis, die das Potenzial hat, die Kohlenstoffemissionen in der Mode-Lieferkette zu verringern. FCG: Glaubst Du, dass die Pandemie neben all ihren negativen Aspekten auch dazu beigetragen hat, dass die Menschen ein besseres Verständnis für Nachhaltigkeit entwickeln? Habt ihr ein gesteigertes Interesse an nachhaltiger Mode sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Verbraucher festgestellt? Fashion for Good: Nachhaltige Innovationen haben gerade in schwierigen Zeiten immer wieder bewiesen, wie wichtig sie sind, um den normalen Geschäftsbetrieb wiederzubeleben und die Unternehmensziele zu unterstützen. Wir sehen vielversprechende Anzeichen, die auf ein strukturelles Umdenken der Modebranche hindeuten. Die derzeitige Situation bietet die Gelegenheit, Ansätze neu zu bewerten und positive Veränderungen voranzutreiben, die bereits in Gang gekommen sind, z. B. in den Bereichen Logistik und Transport. Immer mehr Branchenführer:innen erkennen die dringende Notwendigkeit verantwortungsbewusster Praktiken, wie sie von Verbraucher:innen und Investor:innen gefordert werden und wie der regulatorische Druck wächst. Deutliche Anzeichen für ein Umdenken der Verbraucher:innen waren schon vor der Panndemie erkennbar. Die renommierte Trendforscherin Li Edelkoort sprach von einer "Quarantäne des Konsums", die tiefgreifende kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen hat. So könnten sich die Erwartungen an zweckorientiertes, nachhaltiges Handeln und der Widerstand gegen verschwenderische Geschäftsmodelle beschleunigen. Wir sehen, dass die Verbraucher:innen zunehmend Marken zur Verantwortung ziehen und Fragen stellen, wie und von wem ihre Kleidung hergestellt wurde. 90 % der Verbraucher:innen der Generation Z geben an, dass sie Veränderungen vorgenommen haben, um ihr tägliches Leben nachhaltiger zu gestalten. Marken, die in der Lage sind, innovativ zu sein und zu nachhaltigeren Praktiken und Geschäftsmodellen überzugehen, werden in der Lage sein, ein informiertes Publikum anzusprechen und für sich zu gewinnen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
- WERKSTATT DER ZUKUNFT
PREVIOUS NEXT WERKSTATT DER ZUKUNFT Initiatives ZIELGRUPPE Modeindustrie, Kreativwirtschaft BEWERBUNG nur auf Einladung oder Registrierung KATEGORIEN Konferenz ABOUT THE INITIATIVE Mehr Mut zur Veränderung! Die Konferenz „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“ des Fashion Council Germany brachte im Rahmen der Frankfurt Fashion Week internationale Expert:innen zusammen, um die Zukunft der europäischen Mode- und Textilindustrie neu zu definieren. ALL INFORMATION ANSPRECHPARTNER:IN Scott W.J. Lipinski TELEFON +49 30 994 0489 50 INFOS ANFRAGEN office[at]fashion-council-germany.org WEBSITES https://www.neweuropeanbauhaus.fashion/ EDITION 2021 The conference is inspired by Ursula von der Leyen‘s initiative "The New European Bauhaus", which she first presented in her "State of the Union" speech in September 2020. By bringing the Green Deal to the people, „The New European Bauhaus“ is a creative and interdisciplinary movement, convening a space of encounter to recuperate and revisit sustainable practices, empower the most inspiring practices of today and design future ways of living, at the crossroads between art, culture, social inclusion, science, digitalisation and technology. The COVID crisis has shown that many topics are interlinked and that new thinking comes from breaking silos, just as the Bauhaus movement did one hundred years ago. With „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft" conference on 6 July 2021, „The New European Bauhaus“ movement will get adapted to the fashion industry for the first time. We invite you to be part of something new, something beautiful – together with us! Die nächste Konferenz ist in Planung.
- Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie
29. Jan. 2026 Nicht nur rund 400 geladene Gäste – auch zahlreiche Figuren der Kunstgeschichte wohnten am Donnerstag einem einzigartigen Abend in der Gemäldegalerie bei: Unter den Augen der prachtvoll Portraitierten – gemalt von einigen der größten Künstler aller Zeiten – wurden im Vorfeld der Berlin Fashion Week (30. Januar bis 2. Februar) gleich zwei Modeausstellungen in den Museumsräumen eröffnet. Während im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ einen Dialog zwischen zeitgenössischen Modefotografien und -entwürfen und den Gemälden der Alten Meister wie inszeniert, widmet sich “Echoes of Tomorrow” im hinteren Teil des imposanten Museumsraumes ganz den Arbeiten junger Designer:innen: Die Schau zeigt eine Kollektion des V-Collective, das sich aus Stipendiat:innen der diesjährigen Ausgabe der Initiative “Fashion x Craft” zusammensetzt, realisiert durch den Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation . Innerhalb eines Förderjahres wurden den Teilnehmer:innen Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki traditionelle Handwerkskünste wie Weben und natürliche Färbeprozesse, aber auch modefremde Techniken wie Holz- und Metallarbeit vermittelt. Entstanden ist daraus die vielschichtige Kollektion “Echoes of Tomorrow”, die in der Gemäldegalerie dazu einlädt, über Gestern und Heute, den Wert der Handarbeit und die Zukunft der Mode nachzudenken. “Als Fashion Council Germany ist uns die Bewahrung des Handwerks eine echte Herzensangelegenheit. Insofern freut es mich ganz besonders, dass das V-Collective mit seiner Kollektion traditionelle Techniken sichtbar macht und so zu ihrem Erhalt beiträgt. Dass wir diese Arbeiten im musealen Raum zeigen, in dem auch die Genialität und das handwerkliche Können so vieler Alter Meister zu sehen ist, entspricht unserem zentralen Anspruch: Wir wollen Mode nicht nur als zeitgenössische Ausdrucksform, sondern zudem als Kulturgut mit einer reichen Geschichte erfahrbar machen”, so die Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, Christiane Arp, die das V-Collective während der Entstehung seiner Kollektion und der zugehörigen Ausstellung begleitet hat. Diese Schaffensphase wird auch in der Gemäldegalerie erlebbar: Eine zum Teil rohbauliche Wandgestaltung erweckt den Eindruck eines Ateliers – und überträgt den Arbeitsprozess so in den institutionellen Raum. Die Kollektion selbst zeigt sich als charmante Materialschlacht: ein steifes Jackenmodell, das mittels der Korbflechttechnik entstand, eine geklöppelte Robe, die wie ein feingliedriges Netz den Körper hinabfällt, eine Jacke aus dünnem Holz und Ärmelpartien aus schwerem Metall – ein denkbar fantasievolles wie handwerklich anspruchsvolles Gesamtkunstwerk. Die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“, die parallel zu “Echoes of Tomorrow” bis zum 31. Mai geöffnet bleiben wird, zeigt indes, wie Mode, Fotografie und Malerei korrespondieren. Den Anstoß für die Schau hatte der renommierte Fotograf Ralph Mecke gegeben, der in Bildproduktionen zuvor erforschte, wie Kompositionen, Lichtstimmungen und Symbolik der Alten Meister in zeitgenössischen Entwürfen wiederkehren. Neben seinen Modefotografien werden Videoarbeiten Florian Azars und Kleidungsstücke der Designer:innen Anne Bernecker, Karen Jessen, Alexander Gigl und Estelle Adeline Trasoglu von der Marke Plaid-à-Porter gezeigt. Die Schau wurde von Katja Kleinert, Kuratorin für niederländische und flämische Kunst des 17. Jahrhunderts an der Berliner Gemäldegalerie, kuratiert; das Modekonzept entwickelte Christiane Arp. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Alte Meister, neue Mode: Fashion Council Germany eröffnet „Echoes of Tomorrow“ in der Gemäldegalerie
- FIRESIDECHATS
PREVIOUS NEXT FIRESIDECHATS Initiatives ZIELGRUPPE Modeindustrie BEWERBUNG nur auf Einladung KATEGORIEN Networking ABOUT THE INITIATIVE Mit dem Networking Event FIRESIDECHATS bringt der Fashion Council Germany Entscheidungsträger:innen der deutschen Modebranche zusammen. Darunter: Fashion Brands, Designer:innen, Redakteur:innen, Politische Entscheidungsträager:innen, etc. ALL INFORMATION ANSPRECHPARTNER:IN Jens Kornberger TELEFON +49 30 994 0489 60 INFOS ANFRAGEN jko@fashion-council-germany.org WEBSITES Die FCG FIRESIDECHATS sind Netzwerkveranstaltungen für die Deutsche Modewirtschaft. 2018 wurde das Format vom Fashion Council Germany erstmalig ins Leben gerufen. Die Veranstaltungen finden seitdem regelmäßig in Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf, Mannheim und Hamburg statt. Bis 2024 hat der Fashion Council Germany mehr als 50 Events organisiert. Unsere FIRESIDECHATS werden im FCG Event Kalender veröffentlicht. FCG Mitglieder können sich via Ansprechpartner für ein Firesidechat anmelden.
- NEWS: Konzeptwettbewerb zur Berlin Fashion Week startet in die nächste Saison
SAVE THE DATE: Bewerbungsphase vom 04. bis 24. März NEWS: Konzeptwettbewerb zur Berlin Fashion Week startet in die nächste Saison Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://fashionweek.berlin/talent-support/concept-competition-ss26.html DOWNLOAD PM Download Berlin, 04. März 2025: Nach fünf erfolgreichen Editionen setzt die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe / Projekt Zukunft gemeinsam mit dem Fashion Council Germany die Förderung kreativer Präsentationsformate mit dem Konzeptwettbewerb zur Berlin Fashion Week fort. Designer:innen und Modelabels können sich vom 04. bis zum 24. März 2025 bewerben und Preisgelder von bis zu 25.000 Euro gewinnen. Der Wettbewerb zielt darauf ab, das Innovations- und Wachstumspotenzial lokaler Designer:innen aus Berlin und ganz Deutschland nachhaltig zu fördern. In dieser Saison werden in der Kategorie Berlin Contemporary außerdem erstmals Preisgelder an zwei internationale Labels vergeben. Zudem wird bereits zum zweiten Mal ein afrikanisches Label prämiert. Die Gewinner:innen erhalten neben den Preisgeldern die Möglichkeit, sich auf der kommenden Berlin Fashion Week vom 30. Juni bis 03. Juli 2025 zu präsentieren. Eine internationale und unabhängige Jury wählt die innovativsten Konzepte aus. Die Preise werden in zwei Kategorien vergeben: Berlin Contemporary und Studio2Retail. Der Bewerbungszeitraum ist jeweils vom 04. bis zum 24. März 2025. BERLIN CONTEMPORARY (BC) In der Kategorie Berlin Contemporary werden die 19 innovativsten Show- und Präsentationskonzepte ausgezeichnet, die durch einen nachhaltigen und kreativen Ansatz überzeugen. Dabei fließen nicht nur die eingereichten Konzepte in die Bewertung ein, sondern auch vergangene Kollektionen. Diese werden hinsichtlich ihres Designanspruchs, der handwerklichen Qualität und des kommerziellen Potenzials überprüft. Ziel ist es, Modekonzepte zu fördern, die sowohl ästhetisch als auch zukunftsfähig sind, die durch ihre kreative Herangehensweise neue Impulse in der Modebranche setzen und von internationaler Relevanz sind. Ausgezeichnet werden die überzeugendsten 16 Konzepte, eingereicht von in Berlin, Deutschland oder der Ukraine ansässigen Bewerber:innen. Zudem werden zwei internationale Modelabels prämiert. Ein Preis wird erneut an ein Modelabel mit Sitz in einem afrikanischen Land vergeben [1] . Die Preisgelder betragen jeweils 25.000 Euro. STUDIO2RETAIL (S2R) In der Kategorie STUDIO2RETAIL werden Eventkonzepte ausgezeichnet, die für Endkonsument:innen offen zugänglich sind und ihnen die Möglichkeit bieten, die Berlin Fashion Week hautnah zu erleben. Fünf der innovativsten B2C-Veranstaltungskonzepte, die von Berliner Modelabels, dem stationären Einzelhandel oder modefokussierten Events stammen, erhalten jeweils 5.000 Euro. Die Bewertung erfolgt anhand der Kriterien Nachhaltigkeit, Innovation, Diversität sowie einer potenziellen überdurchschnittlichen Medienwirksamkeit. Ein zusätzliches sechstes Preisgeld wird auch in dieser Saison von der Berliner Sparkasse bereitgestellt. Ziel ist es, die STUDIO2RETAIL-Initiative weiter zu stärken, die die Berlin Fashion Week durch eine vielfältige Store-Übersicht und einen „Open to Public“-Eventkalender für Modeinteressierte zugänglich macht – auch jenseits der Veranstaltungen für geladenes Fachpublikum. Nach Abschluss der Bewerbungsphase wählt eine Fachjury aus Branchenexpert:innen die Gewinner:innen aus. Die Bekanntgabe der Gewinnerkonzepte erfolgt voraussichtlich Mitte April 2025 . Weitere Informationen und Bewerbung unter: https://fashionweek.berlin/talent-support/concept-competition-ss26.html [1] Das prämierte Modelabel aus einem afrikanischen Land erhält neben dem Preisgeld zusätzlich Unterstützung bei der Showproduktion inkl. Guestmanagement durch eine lokale Produktionsagentur, bei der PR und dem Einladungsmanagement. Die Organisation der Reise, einschließlich der Reisekosten, sowie der Versand der Kollektion und die Zollabwicklung liegen in der Eigenverantwortung der Gewinner-Brand. PREVIOUS NEXT
- Sabine Spieler mit Alexandra Osmers, Justin Reddig und Ivo von Renner
9. Juni 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der zwanzigste #FCGVOICES Talk wird von Sabine Spieler (Journalist) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Alexandra Osmers (Network PR), Justin Reddig (JUSTIN REDDIG) und Ivo von Renner (Photographer). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Sabine Spieler mit Alexandra Osmers, Justin Reddig und Ivo von Renner
- RICHERT BEIL | FashionCouncil
FCG/VOGUE FASHION FUND Initiatives RICHERT BEIL RICHERT BEIL is a Berlin based fashion brand founded by Jale Richert and Michele Beil in 2014. The brand has earned a reputation for its pioneering approach to fashion, sustainable practices and commitment to delivering inclusive collections; focusing on avant-garde designs that blur the lines between traditional gender roles and challenging conventional ideas of what constitutes elegance and luxury. RICHERT BEIL collections are conceived with a spirit of experimentation and rebellion, using the finest materials and craftsmanship. The brand's signature aesthetic is marked by the precision of clean lines, sharp tailoring, and a monochromatic color scheme, with each collection delivering a revolving narrative that the duo is renowned for. Jale and Michele are acclaimed for their innovative use of materials such as rubber, paper, and plastic, seamlessly combined with premium Italian textiles. They engineer fabrics with unique treatments and push the boundaries of pattern making, producing collections that can be worn by people of all genders and body types. Website Lookbook PDF ABOUT THE INITIATIVE Vogue Germany and Fashion Council Germany are launching the second edition of the German Fashion Fund. As part of the FCG/VOGUE FASHION FUND competition, young design talents with an innovative and creative approach are being sought. The winner will receive prize money of €50,000, provided by KIKO MILANO, along with additional benefits. These include editorial coverage in Vogue Germany, a fashion show during Berlin Fashion Week in July 2026—funded by the Berlin Senate Department for Economics, Energy and Public Enterprises—as well as various communication services by Condé Nast and Fashion Council Germany, an exclusive business mentoring program, and a complimentary five-year membership in Fashion Council Germany. ALL INFORMATION PANELIST OVERVIEW Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 Heading 4 SCHEDULE Gluten-Free Vegan Vegetarian Sugar-Free Plant-Based Nut-Free CHECK OUT THE LAST EDITION The upcoming schedule will be published soon Coming soon! Menu Close
- Marcel Ostertag: Berlin als starker Modestandort
2. Okt. 2019 „Ich wünsche mir einen starken Modestandort Berlin“ In der deutschen Modeszene längst ein alter Hase: Seit 2006 überzeugt Marcel Ostertag mit seinen urban-eleganten — und von Anfang an nachhaltigen —Kollektionen für Frauen und Männer. Zunächst von München aus, vor drei Jahren zog es ihn nach Berlin. Mit wem ließe sich besser plaudern über den Modestandort Deutschland und dessen Entwicklung? Ein Gespräch über die Herausforderungen junger Labels, die Notwendigkeit von Nachwuchsförderung und natürlich Green Fashion . FCG: Herr Ostertag, Ihr eigenes Modelabel gründeten Sie 2006. Damals kamen Sie frisch von der Uni. Würden Sie den Schritt in die Unternehmensgründung aus heutiger Sicht als blauäugig bezeichnen? Marcel Ostertag: Wir haben uns in den letzten 26 Saisons zu einer etablierten Fashion Brand entwickelt. Ob das einfacher gewesen wäre, wenn ich erst in einem anderen Unternehmen Erfahrungen gesammelt hätte, kann ich rückwirkend schwer sagen. Was ich sicher weiß: Ich hatte schon immer eine klare Idee meiner eigenen Kollektion. Meine Vorstellungen von fairer Produktion und einer High Fashion Kollektion „Made in Germany“ hat allerdings vor 13 Jahren noch keiner verstanden. Mir war grün zu denken wichtig, bevor es sexy wurde und der Begriff sustainable inflationär um sich griff. FCG: Auch der Fashion Council Germany setzt sich verstärkt für Nachhaltigkeit ein. Marcel Ostertag: Zum Glück gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in der Mode an immer größerer Bedeutung! Ich möchte niemanden bekehren oder belehren, aber der Konsum von Fast Fashion ist einfach sinnlos und entbehrt jeglicher Wertschätzung gegenüber dem Produkt, den Schneidern, dem Design — und auch gegenüber sich selbst. FCG: Eine nachhaltige Modemarke aufzubauen: Wie gelingt das eigentlich? Marcel Ostertag: Um eine nachhaltige und transparente Marke aufzubauen, war es uns zunächst sehr wichtig, einen Produzenten zu finden, der unsere hohen Ansprüche teilt. Bei unseren Stoffen und Materialien legen wir Wert auf höchste Qualität und Herkunft und verzichten auf die Verwendung von Leder und Pelz. Die größte Herausforderung in diesem Bereich ist es immer, diese anspruchsvolle Produktionskette in einen marktfähigen Preis zu kalkulieren. FCG: Welche Herausforderungen sind Ihnen damals bei der Gründung noch begegnet, auf kreativer aber insbesondere auch aus unternehmerischer Perspektive? Marcel Ostertag: Der Modemarkt ist sehr schnelllebig und komplett übersättigt, heute noch mehr als vor 13 Jahren. Das führt natürlich dazu, dass man ein Vielfaches an Energie und Leidenschaft einbringen muss. Es gab viele Momente, in denen ich das Projekt „eigene Brand“ hinterfragt habe. Aber auf kreativer Ebene hatte ich so viele Ideen. Die umzusetzen war mir immer wichtiger, als nur den Aufwand zu betrachten, der dahinter stand. FCG: Sie gewannen zu Beginn Ihrer Laufbahn einige Nachwuchs-Awards. Wie ausschlaggebend war das für den weiteren Erfolg Ihrer Karriere? Marcel Ostertag: Durch diese Auszeichnungen wurden mir medial als auch finanziell einige Türen geöffnet. Ich hatte außerdem immer Spaß, an diesen Ausschreibungen teilzunehmen, und kann das nur jedem Designer empfehlen. FCG: Wird in Deutschland Ihrer Meinung nach genug für den Modenachwuchs getan? Marcel Ostertag: Leider nein. In Großbritannien beispielsweise ist die Nachwuchsförderung viel etablierter. Ich habe in London am St. Martins College studiert und hatte zu der Zeit ganz andere Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Förderung. Deutschland hat in diesem Bereich noch einiges nachzuholen — angefangen bei dem Selbstverständnis und der Wahrnehmung der eigenen tollen Designer. In Deutschland orientiert man sich gern international, anstatt national aufzubauen und zu fördern. Ich wünsche mir einen starken Modestandort Berlin. FCG: Sie sind auch Mitglied des Fashion Council Germany… Marcel Ostertag: … Genau aus dem oben genannten Grund: Um die deutsche Modebranche institutionell zu stärken und stärker ins Gespräch zu kommen. Für mich ist die bislang größte Errungenschaft des FCG, dass der Austausch unter den Designern gefördert wurde und sie vertreten werden. Für die Branche ist es außerdem gut, eine Institution zu haben, die sich dafür einsetzt, dass Mode als ernstzunehmender Wirtschaftszweig anerkannt wird. FCG: Was ist für den Erfolg in der Modebranche noch wichtig? Marcel Ostertag: Für einen langfristigen Erfolg ist es wichtig, seine Brand-DNA zu bestimmen und ständig weiterzuentwickeln. Durch verschiedene Projekte konnte ich die Identität der Marke Marcel Ostertag weiter schärfen. Das waren tolle Erfahrungen für mich persönlich und hat mir beispielsweise meinen Traum erfüllt, auf der New York Fashion Week zu präsentieren. FCG: Auf der Berlin Fashion Week waren Sie von Anfang an eine feste Instanz. Was für ein Wind weht hingegen in New York? Marcel Ostertag: Die Menschen in New York feiern die Fashion Week als großes Ereignis und zeigen ihre Begeisterung an Mode in einer positiven und fördernden Art, was mir in Berlin etwas fehlt. In New York wurde meine Show außerdem von vielen internationalen Presse- und Medienvertretern und Einkäufern besucht. In Berlin vermisse ich zunehmend das Fachpublikum, dennoch halte ich an der hiesigen Modewoche fest und hoffe, mit meiner Kontinuität zur Förderung des Standortes Berlin beizutragen. FCG: Bis 2016 war Ihr Label-Standort München. Dann haben Sie Ihren Sitz nach Berlin verlagert. Marcel Ostertag: Ich liebe Berlin und hatte beruflich ganz einfach die meisten Termine hier. Deshalb war die Entscheidung schnell getroffen. Unsere Produktionsstätten in Brandenburg und Thüringen sind so noch schneller zu erreichen, was optimal ist. Zudem inspiriert mich diese Stadt einfach wahnsinnig und gibt mir das Gefühl, angekommen zu sein. FCG: War es für Marcel Ostertag von Vorteil, in der letzen Dekade von München aus zu agieren und — und nicht von Berlin? Marcel Ostertag: München war durchaus ein interessanter Standort und wird für mich immer ein Stück Heimat bleiben. Nach meinem Studium gab mir München eine gewisse Sicherheit sowie Nähe zu bestehenden Kontakten, Partnern und meiner Familie, welche mich bei der Gründung meines Unternehmens unterstützte. Darüber hinaus konnte ich dort meine ersten langjährigen Kundinnen gewinnen, mit welchen ich teils auch eine persönliche Freundschaft pflege. Von München aus koordinierten mein Team und ich in den vergangenen Jahren viele spannende Projekte, wodurch sich Marcel Ostertag als Marke etablieren konnte.Durch unsere internationale Präsenz kann ich jedoch sagen, dass meine Kunden auf der ganzen Welt zu Hause sind. Der Berliner Store hat mir ebenso wahnsinnig tolle neue Berliner Kundinnen und Kunden gebracht. FCG: Sie waren vor Ihrer Modekarriere Profi-Balletttänzer. Vermissen Sie das Tanzen beizeiten? Marcel Ostertag: Ich tanze tatsächlich immer noch wahnsinnig gern, wenn auch in einem anderen Rahmen. Ich freue mich immer wieder, ins Ballett zu gehen und die Ästhetik in meinen Entwürfen umzusetzen. Für meine aktuelle Herbst-Winter-Kollektion 2019/20 — „Heroes“ — habe ich mich von den Helden meiner Jugend, wie beispielsweise dem Balletttänzer Mikhail Baryshnikov, inspirieren lassen. Das Ballett hat mich außerdem etwas Wichtiges gelehrt: Disziplin. Ohne die geht es in der Mode auch nicht. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Marcel Ostertag PREVIOUS NEXT Interview Marcel Ostertag: Berlin als starker Modestandort
- Raphael Schreiber
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