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- Generation Zukunft wächst weiter - jetzt mit interaktiven Hubs in drei Städten
24. Juli 2025 Generation Zukunft Hubs – offene Workshops in deiner Stadt 2025 wächst Generation Zukunft weiter – über den Schulunterricht hinaus. Neu hinzu kommen die Generation Zukunft Hubs , interaktive Workshop-Tage in drei deutschen Städten. Sie richten sich an alle Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren, die sich für Mode, Nachhaltigkeit und Gestaltung interessieren. Termine 2025 Hamburg – 31. Juli 2025 Hannover – 30. August 2025 Mannheim – 27. September 2025 In einem ganztägigen Workshop-Format erwartet die Teilnehmenden ein Einstieg in die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Modeindustrie durch den Fashion Council Germany. Anschließend folgen kreative Design-Sessions, durchgeführt von lokalen Partnern wie dem kreHtiv Netzwerk Hannover , C-Hub NEXT Mannheim und FABRIC Hamburg . In Hamburg steht zusätzlich ein praktischer Upcycling-Workshop auf dem Programm: Gemeinsam gestalten die Jugendlichen alte T-Shirts zu neuen Lieblingsstücken um. Eigene T-Shirts dürfen gerne mitgebracht werden. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Registrierung über den Link möglich. Schulprogramm für nachhaltige Modebildung 2024 startete das Bildungsprogramm Generation Zukunft an Schulen in ganz Deutschland. Der Fashion Council Germany und die PVH Foundation haben das Projekt ins Leben gerufen, um Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren die sozialen und ökologischen Herausforderungen der Modeindustrie näherzubringen – und ihnen gleichzeitig berufliche Perspektiven in einer fairen, kreativen und nachhaltigen Modewelt aufzuzeigen. In der ersten Runde besuchte das Projektteam mehr als 16 Schulen – gezielt Real- und Gesamtschulen in Regionen mit hoher Diversität. Unterstützt von Bildungsexpert:innen fanden interaktive Workshops im Klassenzimmer statt, begleitet von Webinaren zur Vertiefung. Die Inhalte behandelten Themen wie globale Lieferketten, Umweltwirkungen der Textilproduktion und Chancen in der Branche. Ein besonderer Höhepunkt war die Einladung von 24 ausgewählten Schüler:innen zur internationalen FASHION ZUKUNFT Konferenz im Dumfries House in Schottland. Dort konnten die Teilnehmenden ihr Wissen vertiefen, an Workshops teilnehmen und sich mit Expert:innen aus der Branche vernetzen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Chiara Mayer INFOS ANFRAGEN cma@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.eventbrite.com/e/generation-zukunft-hub-i-fabric-future-fashion-lab-tickets-1469537920479?aff=oddtdtcreator https://www.eventbrite.com/e/generation-zukunft-hub-i-krehtiv-netwerk-hannover-tickets-1470250612159?aff=oddtdtcreator https://www.eventbrite.com/e/generation-zukunft-hub-i-textilerei-next-mannheim-tickets-1476220979689?aff=oddtdtcreator MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Generation Zukunft wächst weiter - jetzt mit interaktiven Hubs in drei Städten
- Dawid Tomaszewski: In Berlin bin ich einfach ich
20. Nov. 2019 „Berlin hat mich so ins Herz geschlossen wie ich bin“ Dawid Tomaszewski: Reduzierte Schnitte, grafische Prints, eine Prise Avantgarde und ein Hauch von Kunst: Seit 2009 entwirft Dawid Tomaszewski von Berlin aus Mode für Frauen mit Liebe zum Eklektischen. In der deutschen Hauptstadt gilt er nach zehn Jahren mit eigenem Label schon Urgestein und Experte der hiesigen Modeszene, entwickelt sich dabei aber konsequent weiter. Wir sprachen mit dem Designer und FCG-Mitglied über den Status Quo des Modestandortes Berlin, internationalen Weitblick und neue alte Retail-Ideen. FCG: Herr Tomaszewski, Sie haben an der Berliner Universität der Künste Modedesign studiert — unter Vivenne Westwood, eine Designerin, die heute wie keine Zweite für ihr grünes Engagement bekannt ist. Hat Sie das geprägt? Dawid Tomaszewski: Naja, damals war der Aspekt der Nachhaltigkeit und grünes Engagement leider noch nicht in der Modebranche vertreten. Auch Vivienne, hat wie alle Designer Pelz in Ihren Kollektionen verwendet und auch gerne selbst getragen. Erst in den letzten Jahren hat Nachhaltigkeit enorm an Wichtigkeit gewonnen - vollkommen zu Recht! FCG: Warum ist Nachhaltigkeit in der Mode momentan so wichtig? Dawid Tomaszewski: Die Modebranche ist die zweitschmutzigste Industrie der Welt. Langsam versucht man das zu ändern. Dieses Umdenken stellt Designer natürlich auch vor neue Herausforderungen: Früher habe ich Materialien verwendet, die mir gefallen haben, ohne an die Herkunft oder die Umwelt zu denken. Heute steht jeder Modemacher vor der Aufgabe, ein Produkt zu erschaffen, das langfristig funktioniert, aber auch die komplette Wertschöpfungskette von Sourcing bis zum Endverbraucher im Auge behält. FCG: 2009 haben Sie sich dann selbstständig gemacht, zuvor hatten Sie bereits Erfahrung in London, Paris, Tokyo und den USA gesammelt. Viele junge Designer machen das heute anders, wollen lieber gleich nach dem Studium ein eigenes Label gründen. Wie finden Sie das? Dawid Tomaszewski: Vorab: Jeder geht den Weg, den er gehen will. Jungen Künstlern kann man meist nichts vorschreiben, sie lassen sich auch nicht gerne belehren, das merke ich bei meinen jungen Praktikanten. Ich kann allerdings nur jedem empfehlen, Erfahrung in einem internationalen Modeunternehmen zu sammeln, bevor man ein eigenes Label gründet. Und insbesondere den wirtschaftlichen Aspekt einer Gründung darf man nicht unterschätzen. Kreativität ist nicht Alles — die Erstellung eines Businessplans und die Entwicklung eines innovativen Produktes, das sich von anderen abhebt, ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich selbst wurde von einem Designer zum Unternehmer. FCG: Warum entschieden Sie sich nach der internationalen Modeluft damals eigentlich für den Standort Berlin? Dawid Tomaszewski: Berlin hatte mich schon vor 20 Jahren angesprochen, da in der Stadt eine anziehende und einzigartige Energie herrschte, die für mich als Jungdesigner beflügelnd wirkte. Es waren aufregende Zeiten! Außerdem ist Berlin als Standort sehr vielfältig und erfüllt meine persönlichen Bedürfnisse auf allen Ebenen — Berlin hat mich so ins Herz geschlossen, wie ich bin. FCG: Damals war die Modeszene als auch die Berlin Fashion Week noch recht jung und vieles im Umbruch. Wie empfinden Sie das heute, zehn Jahre später? Dawid Tomaszewski: Die realistische Einschätzung des Marktes und des Modestandortes sieht nicht sehr rosig aus und ist international betrachtet leider nicht wettbewerbsfähig. Aufgrund der bestehenden Berliner Messedaten, die sich nicht am internationalen Markt orientieren, kann sich der Standort nicht etablieren. So mangelt es an internationalen Kunden — und ohne die gibt es kein Geschäft. Ich selbst überlege mir für nächste Wintersaison sehr gut, ob es sich für meine Marke noch lohnt, in die Berliner Fashion Week zu investieren. Oder ob es nicht gewinnbringender ist, auf internationalen Gewässern zu fischen. FCG: Was müsste sich Ihrer Meinung nach ändern? Dawid Tomaszewski: Der Markt und vor allem die Messen müssen ihre Daten an den internationalen Kalender anpassen, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder aufzubauen. Auch die deutschen Modemarken müssen untereinander kollektiv den Austausch suchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden, die den Berliner Modemarkt auf lange Sicht wieder nachhaltig attraktiv für den Besuch von internationalen Gästen macht. Deshalb bin Mitglied im Fashion Council Germany — um Initiative zu zeigen und den Austausch mit meinen Kollegen zu suchen. FCG: Mit dem Monetarisieren von kreativen Ideen tun sich viele Designer hierzulande schwer. Dawid Tomaszewski: Viele Produkte sind austauschbar und können sich gegen die großen Player nicht behaupten. Die meisten Einkäufer bauen sich ein Produktsortiment aus vorrangig international bekannten Marken auf. Um Ihren Store aufzufrischen, nehmen sie dann oft noch Marken, die den avantgardistischen Aspekt erfüllen, mit auf. Dies ist ein Risikogeschäft, was sich auch am Kaufvolumen widerspiegelt. Die Einkäufer sind momentan sehr unter Druck und gehen deshalb auf Nummer sicher. FCG: Warum klappt es mit der Kunst in und aus Berlin in Hinblick auf den internationalen Wettbewerb besser? Dawid Tomaszewski: Der Kunstmarkt ist ein gutes Beispiel, da sich dieser an internationalen Märkten orientiert und sich die Akteure untereinander absprechen. Die Galeristen haben ein enges und weltweites Netzwerk ins Leben gerufen, das miteinander spricht. Das fehlt in der Modebranche und vor allem in Berlin. FCG: Apropos: Sie selbst haben, abgesehen von Modedesign, auch Kunst studiert. Dawid Tomaszewski: Ich liebe Fotographie und Kunst! Die Impressionen, die ich daraus ziehe, fügen sich am Ende in meiner Mode zusammen. Und dann kommt es auf eine innovative Entwicklung der Silhouetten an. Ich spiele mit Farben oder einem Print, zerschneiden Stoffe, setze sie wieder zusammen – das ist ein Prozess, den man auch aus der Kunst kennt. FCG: Sprechen wir über ein anderes Kulturmedium — haben Sie eigentlich noch einen Fernseher zu Hause? Dawid Tomaszewski: Ja, ich besitze ein solches Gerät und schaue am liebsten Trash TV. Die Kardashians haben es mir angetan! FCG: Sie selbst sehen wir auch im Fernsehen: Auf der letzten Berliner Modewoche präsentierten Sie die erste DAWID by Dawid Tomaszewski Kollektion, für den Teleshopping-Sender QVC. Anfang September wurde diese gelauncht. Wie kam es dazu? Dawid Tomaszewski: Vor zwei Jahren wurde ich von QVC zur VOGUE Fashion’s Night Out nach Düsseldorf eingeladen. Ich lernte das Team von QVC kennen und konnte mir eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Aber mir war klar: Wenn ich das mache, dann muss ich es gut machen. Und dazu brauche ich genügend Zeit und Kraft. Dieser Zeitpunkt ist jetzt da — und mit der Chance, die mir QVC gegeben hat, verwirkliche ich mir einen Traum, den ich bereits vor 20 Jahren hatte, als ich in den USA lebte. FCG: Tele-Shopping ist nicht gerade etwas, das man bislang mit Berliner Mode assoziiert hat. Dawid Tomaszewski: Bei dem Projekt mit QVC handelt es sich um eine von der Marke DAWID TOMASZEWSKI unabhängige Kooperation, für die eine eigens entwickelte Kollektion produziert wurde. Die Kollektion DAWID by ist im kommerziellen Marktbereich platziert und spricht somit eine völlig andere Kundin und Zielgruppe an als unser high-end Label DAWID TOMASZEWSKI. Somit kann ich jede Frau mit meiner Mode begeistern, indem ich meine Zielgruppe erweitere. FCG: Was kann die Kundin von DAWID by Dawid Tomaszewski erwarten? Dawid Tomaszewski: Für mein Luxuslabel lasse ich mich stark von Kunst und Architektur beeinflussen und setze deshalb bei reduzierten Schnitten auf grafische, oft große Prints. Für QVC mische ich dazu noch geometrische und blumige Formen. Das bietet mir viele neue Gestaltungsmöglichkeiten und diese verspielten Formen mag ich sehr. Wir entwickeln alle unsere Prints exklusiv in unserem Atelier in Berlin, darauf bin ich sehr stolz. Und ich bin mir sicher, dass unsere Kundin diese Designs liebt und sie ihr im Alltag viel Freude bereiten werden. FCG: 2019 feiern Sie zehn Jahre Dawid Tomaszewski. Was ist Ihr Resümee — und Ihr Ausblick auf die nächsten zehn Jahre? Dawid Tomaszewski: Nach zehn Jahren harter Arbeit bin ich noch nicht am Ziel. Ich will mit meinen Mitarbeitern und dem Unternehmen größer werden, vor allem auf dem internationalen Markt sehe ich mit meiner Marke DAWID TOMASZEWSKI noch Potenzial für ein Wachstum. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Dawid Tomaszewski PREVIOUS NEXT Interview Dawid Tomaszewski: In Berlin bin ich einfach ich
- Inga Griese mit Nadja Swarovski, Dirk Schönberger und Mandie Bienek
4. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der erste #FCGVOICES Talk wird von Inga Griese (Chefredakteurin ICON) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Nadja Swarovski (Swarovski), Dirk Schönberger (MCM) und Mandie Bienek (Press Factory). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Inga Griese mit Nadja Swarovski, Dirk Schönberger und Mandie Bienek
- Gabriel Schimpf
PREVIOUS NEXT Gabriel Schimpf Project Assistant Berlin Fashion Week gsc[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 63
- NEWS: Fashion Council Germany und VOGUE Germany verkünden die hochkarätige Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund
NEWS: Fashion Council Germany und VOGUE Germany verkünden die hochkarätige Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.vogue.de/ https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fcg%2Fvogue-fashion-fund https://projektzukunft.berlin.de/standort/modewirtschaft DOWNLOAD PM Download Nach dem erfolgreichen Launch i m Februar haben der Fashion Council Germany und VOGUE Germany jetzt die Jury für den ersten FCG/VOGUE Fashion Fund in Deutschland bekanntgegeben. Das Format wurde von VOGUE bereits erfolgreich in Ländern wie Spanien, UK, China und den USA umgesetzt. Die Initiierung in Deutschland setzt ein starkes Zeichen für die Unterstützung der deutschen Modeindustrie und soll besonders junge Designtalente fördern. Die Jury wählt die sieben Finalist:innen aus, die zur Berlin Fashion Week Anfang Juli im Rahmen eines feierlichen Cocktail-Events bekanntgegeben werden. Ausgewählte Entwürfe werden anschließend im Rahmen des Berliner Salon präsentiert. Eine hochkarätige Jury Die Fachjury setzt sich aus insgesamt acht hochkarätigen Branchenexpert:innen zusammen , deren unterschiedliche Expertisen ein holistisches Bild der Modebranche vermitteln . Neben Kerstin Weng , Head of Editorial Content VOGUE Germany, bringen seitens des Fashion Council Germany CEO Scott Lipinski und Vorstandvorsitzende Christiane Arp ihr ausgeprägtes Branchenwissen ein. Des Weiteren zählen zur Jury des FCG/VOGUE Fashion Fund Edward Enninful OBE , Global Creative and Cultural Advisor von VOGUE, die international erfolgreiche Sängerin Kim Petras , Mumi Haiati , CEO und Founder von Reference Studios, die Filmeproduzentin und Chefredakteurin von VOGUE China, Margaret Zhang, sowie Model Paloma Elsesser . „Für den Start des FCG/VOGUE Fashion Fund konnten wir eine Jury aus international renommierten Branchenexpert:innen gewinnen. Das setzt ein wichtiges Zeichen für die Initiative – und die deutsche Mode. Sie alle bringen verschiedene fachliche Perspektiven mit und bieten den jungen Designer:innen über ihr Wissen und ihre Erfahrungen relevante Anknüpfungspunkte, um die eigene Marke holistisch auszubauen und wettbewerbsfähig zu machen. Wir freuen uns auf den Austausch mit den Designer:innen in dieser zweiten Phase der Initiative“ , so Kerstin Weng, Head of Editorial Content VOGUE Germany. Scott Lipinski, CEO Fashion Council Germany, betont: „Die sorgfältig ausgewählte Jury spiegelt unsere Bestrebungen wider, die nächste Generation von talentierten Designer:innen zu fördern. Mit ihrer Expertise und ihren Fachkenntnissen tragen die Jury-Mitglieder maßgeblich zur Gestaltung der Zukunft der deutschen Modebranche bei.“ Bewerben konnten sich für die erste Ausgabe des FCG/VOGUE Fashion Fund in Deutschland ansässige Designer:innen und Unternehmen mit zwei bis maximal 15 Jahren am Markt , die einen besonders kreativen und innovativen Ansatz verfolgen. Die Bewerbungsphase ist seit dem 15. April 2024 abgeschlossen. Für die zweite Phase wählt die Fachjury aus allen Einreichungen sieben Finalist:innen aus, die im Juli 2024 zur Berlin Fashion Week in feierlichem Rahmen bekanntgegeben werden. Im Anschluss werden ausgewählte Entwürfe der Finalist:innen im Berliner Salon gezeigt. Der oder die Gewinner:in wird im Herbst 2024 im Rahmen einer Preisverleihung in Berlin bekannt gegeben. Der Gewinn ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, diversen Kommunikationsleistungen, der Produktion einer Fashion Show zur Berlin Fashion Week im Februar 2025 sowie einem Business Mentoring-Programm im Gesamtwert von 100.000 Euro dotiert. Der FCG/VOGUE Fashion Fund wurde ausgezeichnet im Wettbewerb innovativer Veranstaltungsformate. Kofinanziert von der Europäischen Union und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Weitere Details zur ersten Ausgabe des FCG/VOGUE Fashion Fund gibt es auf VOGUE.de und auf der Website des Fashion Council Germany . PREVIOUS NEXT
- Mara Eichhorn
PREVIOUS NEXT Mara Eichhorn Project Assistant Berlin Fashion Week Mara absolvierte ein Betriebswirtschaftslehre Bachelorstudium in der UK und sammelte anschließend zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Business Development bei einem Berliner Start-up. Darauf aufbauend schloss sie einen Master in Management in Portugal ab, inklusive eines Auslandssemesters in Südkorea. Erste praktische Einblicke in die Modeindustrie gewann Mara als Partnerships & Special Projects Assistant bei der Copenhagen Fashion Week. Seit Dezember 2025 bringt sie ihre Erfahrung und Begeisterung ins Berlin Fashion Week Team beim Fashion Council Germany ein. mei[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 63
- ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ - RECAP DAY 3
2. Juli 2025 Under the theme Lead & Thrive: Building the Business of Tomorrow , day three of ‘ METAMORPHOSIS – dialogues about change’ powered by eBay provided a glimpse into the minds of today’s fashion leaders: What does visionary thinking look like now? How do you build a brand with purpose? And which values guide those shaping the future of fashion? A standout moment was the much-anticipated conversation between Christiane Arp, Chairwoman of Fashion Council Germany, and top model and entrepreneur Toni Garrn, exploring the question: Can fashion be a force for good? Interview: Thread by Thread: Edward Buchanan on Crafting a Fashion Future with Edward Buchanan (Creative Director, KSAT) & Rabea Schif (TV Host & Philanthropist) In this intimate and inspiring session, Edward Buchanan shared insights from his journey as a designer and advocate for inclusion, reflecting on creativity, craftsmanship, and cultural responsibility. From his early days at Bottega Veneta to his vision for a more intentional, purpose-driven industry, Buchanan called for fashion that places people and meaning at its core. Keynote: Strategic Leadership in Fashion Innovation with Maria Sbiti (Sustainability & Innovation Director, Freelance) Innovation needs more than big ideas—it requires leaders who can turn vision into real-world impact. In her keynote, Maria drew on her experience at Pangaia and Christian Louboutin to show how purpose-driven leadership and operational excellence are reshaping the fashion industry for the better. Panel: The Power of Communication: Building Brands That Matter with Christian Bracht (CEO, Publisher & Editor-in-Chief, H&B Publishing), Fabian Arnold (CEO, Hypeneedz), Julien Rosilio (Founder & CEO, Oriane), Hikmet Sugoer (Founder, SONRA) & Sera Akyazici (Founder, TOURIST) This panel explored how powerful storytelling, clear values, and authentic messaging help brands stand out and build meaningful connections in a saturated market. Featuring voices from print, tech, and street culture, it revealed how narrative shapes relevance and trust in today’s fashion landscape. Interview: Let Clothes Do Good – In Conversation with Toni Garrn with Toni Garrn (Model & Founder, Super Flea Market) & Christiane Arp (Chairwoman, Fashion Council Germany) In this inspiring conversation, Toni Garrn and Christiane Arp explored how fashion can move beyond aesthetics to drive real impact. By blending advocacy with leadership, they showed how purpose-driven design and empowered communities can turn fashion into a force for good. Interview: From Vision to Venture: Building a creative Fashion Startup with Ann Claes (Co-Founder & Techno-optimist, Masjien), Serge Carreira (Director Emerging Brands Initiative, Fédération de la Haute Couture et de la Mode) & Sara Sozzani Maino (Creative Director, Fondazione Sozzani) Turning creativity into a viable business is no easy feat. In this session, Serge Carreira and Sara Maino shared how strategic guidance, strong support systems, and practical know-how can help emerging designers grow their vision into lasting fashion brands. Keynote: The New Wardrobe: Transforming Fashion Ownership in the Digital Age with Karinna Grant (Founder & CEO, Keeper) Karinna Grant examined the move from physical ownership to shared, fractional, and digital fashion models as solutions to overproduction and environmental challenges. The session highlighted how blockchain, immersive experiences, and co-ownership platforms are reshaping consumer values—prioritizing meaning and heritage over materialism in the future wardrobe. Photo-Credit: Finnegan Godenschweger AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Comm2 Team INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.metamorphosistalks.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week ‘METAMORPHOSIS - dialogues about change’ - RECAP DAY 3
- Von Deutschland nach Seoul & Tokio: Neue Märkte für Designer:innen im Visier
17. Juli 2025 Mit der Erweiterung des Projektes Berlin Fashion X International auf den koreanischen Markt intensiviert der Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe seine Aktivitäten zur internationalen Markterschließung für aufstrebende Mode- und Accesoiredesigner:innen. Neben der bereits angekündigten Delegationsreise nach Seoul in Südkorea findet vom 09. bis 14. November nun auch eine Reise nach Tokio in Japan statt. Ziel der Initiative ist es, den teilnehmenden Brands den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern und die Sichtbarkeit sowie Exportfähigkeit Berliner Modemarken nachhaltig zu stärken. Die Erweiterung auf den asiatischen Markt ist dabei ein wichtiger Schritt in Richtung Internationalisierung. Tokio und Seoul zählen bereits seit mehreren Jahren zu den relevantesten asiatischen Städten im Modebereich und etablieren sich als internationale Modemetropolen. Der Fashion Council Germany knüpft dabei an bereits bestehende Beziehungen nach Südkorea und Japan an, welche in der Vergangenheit durch den steigenden Erfolg der Berlin Fashion Week etabliert wurden. Dabei war besonders das wachsende Interesse des japanischen Marktes an deutschen Brands eine Motivation der Ausweitung des Projektes nach Tokio. Aufbauend auf diesem positiven Momentum wird im August eine Sondierungsreise durchgeführt, um vor Ort weitere Partner:innen, potenzielle Showroom-Locations sowie strategische Kooperationsmöglichkeiten für das Projekt zu gewinnen. Anfang November findet dann die Delegationsreise nach Japan statt – die genauen Daten werden zeitnah bekanntgegeben. Interessierte Designer:innen und Brands konnten sich bis Mitte August für die Teilnahme bewerben. Aus allen Einreichungen werden anschließend die finalen Teilnehmer:innen ausgewählt. Parallel dazu gehen die Vorbereitungen der Delegationsreise nach Seoul, die vom 01. bis 05. September stattfindet, in die finale Phase. Die folgenden 12 Brands werden Teil der Delegation sein: Balletshofer , Clara Colette Miramon , Danny Reinke , Dawn Denim , Gerrit Jacob , Haderlump Atelier Berlin , Isabella Rudzki , Lueder , Richert Beil , Sia Arnika , Unvain Studios und William Fan . Ein besonderes Highlight der Reise wird der Showroom in Kooperation mit MCM sein, der es den Designer:innen ermöglicht, ihre Kollektionen einem breiten Publikum aus Buyer:innen, Presse, Stakeholder:innen sowie Talents der koreanischen Modeszene zu präsentieren. Neben dem Showroom wird die Delegation – begleitet von Michael Biel, Berliner Staatssekretär für Wirtschaft – die Möglichkeit haben, ausgewählte Retail Spaces, lokale Modemarken, Vertriebsagenturen und Pressevertretungen zu besuchen. Die Teilnehmer:innen erhalten so nicht nur Zugang zu wichtigen Branchenkontakten, sondern auch nachhaltige Impulse für Innovation, Positionierung und die internationale Expansion ihrer Marke. Berlin Fashion X International wird gefördert durch ein Landesprogramm, welches aus den EFRE-Mitteln und aus Mitteln des Landes Berlin finanziert wird. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Comm2 Team INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.berlinfashioninternational.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Von Deutschland nach Seoul & Tokio: Neue Märkte für Designer:innen im Visier
- FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP
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- Empfang im Bundeskanzleramt
20. Juli 2018 Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, lud am 6. Juli 2018 im Dialog mit dem Fashion Council Germany (FCG) ausgewählte Gäste und Opinionleader der deutschen Modeindustrie zum Empfang in das Bundeskanzleramt. Dass tatsächlich ein Treffen zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin und Vertretern der deutschen Modeindustrie während des Empfangs zu Stande kam, war gewiss die Überraschungssensation der Berlin Fashion Week. Eigentlich hatte Dorothee Bär ausgewählte Gäste, Designer und Opinionleader, darunter John Cloppenburg (Peek & Cloppenburg), Nina Kuhn und Rianna Nektaria Konou (Rianna + Nina) oder Dorothee Schumacher zu einem Meinungsaustausch ins Bundeskanzleramt geladen. Doch auch Angela Merkel persönlich kam dazu, um sich über die momentane Lage von Deutschland als Modenation zu informieren und einige der Vertreter persönlich kennen zu lernen. Für Dorothee Bär war der Empfang ein „Auftakt zu einem Dialog, Fashion designed in Germany im digitalen Zeitalter" voranzubringen. Dass die Bundeskanzlerin selbst zu dem Empfang gekommen ist, zeigt "die Bedeutung der Modebranche für unser Land". Ein Zusammenkommen mit echter Symbolwirkung". Berechtigterweise bemängelte die Kreativbranche in der Vergangenheit immer wieder, in Deutschland werde — anders als in Nachbarländern wie Frankreich oder Italien — die Mode als Kulturgut nicht ernst genommen. Und das trotz ihrer Wirtschaftsmacht. Immerhin arbeiten hierzulande rund 135.000 Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 35 Milliarden Euro. Der FCG wird die daraus entstandenen Gespräche zum Anlass nehmen, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Konzepte anzuregen, um die deutsche Modeindustrie bei der Wahrnehmung der sich bietenden Chancen zu unterstützen. Ziel der Aktivitäten ist es, deutsche Mode gesamtgesellschaftlich als Kultur- und Wirtschaftsgut zu verankern. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Empfang im Bundeskanzleramt
- NEWS: RAUM.Berlin – Fashion Council Germany und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie rufen zur Bewerbung auf
NEWS: RAUM.Berlin – Fashion Council Germany und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie rufen zur Bewerbung auf Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL presse@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S DOWNLOAD PM Download Berlin, 7. Mai 2026: Wer RAUM.Berlin besucht, schaut nicht zu – sondern taucht ein. Statt Laufsteg gibt es Räume, die Kollektionen erlebbar machen: durch Installation, Performance, durch Momente, die man nicht fotografiert, sondern spürt. Organisiert vom Fashion Council Germany, ist das Format bereits seit zwei Editionen Teil der Berlin Fashion Week . Jetzt beginnt die dritte Runde: Vom 2. bis 5. Juli 2026 , während der Berlin Fashion Week SS27, verwandelt RAUM.Berlin erneut eine exklusive Berliner Location in einen Ort zwischen Kollektion und Installation, zwischen Showroom und Ausstellung. Das Format ist inzwischen eine feste Größe im Kalender der Berliner Modewoche: Je Veranstaltungstag präsentieren Brands ihre Entwürfe nicht auf dem Laufsteg, sondern durch Installationen, Performances und interaktive Formate – und treten so in einen direkten Dialog mit internationalem Fachpublikum, Einkäufer:innen und der breiten Öffentlichkeit. Was als Experiment begann, hat sich zur Plattform entwickelt, auf der deutsche Designer:innen sichtbar werden – und bleiben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie begleitet RAUM.Berlin dabei bereits zum zweiten Mal in Folge als Förderpartner. „ RAUM.Berlin gibt Designer:innen etwas, das die Branche zu selten bietet: echten Raum für Experimente, für Haltung, für Begegnung. Dass wir dieses Format erneut gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie realisieren, unterstreicht, wie wichtig solche Plattformen heute sind – für die Kreativwirtschaft und für die Zukunft des Modestandorts Deutschland", so Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany. Jetzt bewerben: Aufgerufen sind alle Mode-Brands mit einer Betriebsstätte in Deutschland, die keine weitere Präsenz auf der Berlin Fashion Week SS27 planen und mindestens zehn Entwürfe im Rahmen von RAUM.Berlin präsentieren möchten. Der Wettbewerb richtet sich an Marken mit weniger als 30 Mitarbeiter:innen und einem Fokus auf nachhaltige Mode. Die renommierte Jury sowie die Location werden zeitnah bekanntgegeben; die Gewinner:innen werden Ende Mai 2026 verkündet. Das Bewerbungsformular ist ab sofort unter diesem Link abrufbar. PREVIOUS NEXT
- Messe Frankfurt: German Sustain Concept
21. Dez. 2018 „Auch nachhaltige Mode macht Spaß“ Die Messe Frankfurt hat ein neues nachhaltiges Baby: Mit Neonyt startet parallel zur Berliner Modewoche im Januar eine neue Sustain Plattform an der Schnittstelle zwischen Messe, Modenschau und Konferenz. Neben showroom.de und Bikini Berlin ist Neonyt deshalb auch der ideale Partner für das gemeinsam mit dem Fashion Council Germany initiierte nachhaltige, zweijährige Nachwuchsförderungsprogramm Fashion Sustain Concept, das 2019 beginnt. Mit Thimo Schwenzfeier, Leiter der Neonyt und Marketing- und Kommunikationsverantwortlicher der Textilsparte der Messe Frankfurt, sprachen wir über die neue Sustain Plattform, Nachwuchsförderung, die Zusammenarbeit mit dem FCG — und darüber, warum Nachhaltigkeit in der Mode überhaupt so wichtig ist. Herr Schwenzfeier, mit Neonyt hat die Messe Frankfurt gerade eine neue Plattform geschaffen, bei der sich alles um Nachhaltigkeit dreht. Neonyt ist praktisch noch gar nicht geboren — im Januar wird sie als Nachfolge zum Greenshowroom und zur Ethical Fashion Show parallel zur Berliner Modewoche erstmals stattfinden, als interdisziplinäre Sustain Plattform und einem Programm bestehend aus Messe, Modenschau als auch Konferenz und Paneldiskussionen. Mit Neonyt wollen wir zeigen, dass für Mode im Kontext der Nachhaltigkeit jetzt eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Wie ist das zu verstehen? Die Tradition, sich in Sachen Nachhaltigkeit zu engagieren, existiert bei der Messe Frankfurt bereits seit 2004. Damals gab es, noch in Paris, die Ethical Fashion Show, anfangs als Anlaufstelle für ethnische und ethische Mode. In Paris, der Mutter aller Modestädte, kam der Aspekt der Nachhaltigkeit zumindest noch nicht gut an, wurde vielmehr belächelt. Dort herrschte das Vorurteil, dass nachhaltige Mode mehr Textil als Fashion sei — oftmals auch zurecht: Die „Ökomode“ war mehr ein politisches Statement und die ästhetische Seite kam meist zu kurz. Messe Frankfurt, die selbst eher einen textilen denn modischen Hintergrund hat, fand die Verknüpfung von Fashion und Sustain allerdings sehr spannend, weswegen wir 2009 die Ethical Fashion übernahmen und nach Berlin überführten. Warum Berlin? Grüne Mode, wie etwa auch Naturkosmetik, hat in ganz Deutschland eine lange Tradition und Kultur. Gerade Berlin ist was das angeht schon länger viel progressiver, offener, transparenter als Paris. Und hat eine ganz andere Szene mit verschiedenen Lifestyles. Da spielt auch die vegane Szene mit rein genauso wie der gehobene „grüne“ Mittelstand, die bewusst konsumieren und Gutes tun will. Damals ging es in Berlin außerdem auch mit der Fashion Week los, zusätzlich startete der Green Showroom, der später auch von der Messe Frankfurt übernommen und unter einem Dach mit der Ethical Fashion gezeigt wurde. Beide Plattformen fusionieren wir jetzt zu Neonyt. Was ist das Besondere an Neonyt? Sustain ist natürlich unsere Basis — die Labels, die bei uns zeigen, müssen zu mindestens 70 Prozent unseren nachhaltigen Kriterien entsprechen — gleichzeitig setzen wir unseren Fokus ganz klar auf die Designsprache: Was nicht unseren ästhetischen Anforderungen entspricht, wird ausgesiebt. Das heißt, Händler die zu uns kommen haben den großen Vorteil, dass sie sich über die Nachhaltigkeit keine Gedanken mehr machen müssen und sich komplett auf die Mode einlassen können. An uns kommt also keiner mehr vorbei. (lacht) Warum ist eigentlich gerade jetzt überall von Nachhaltigkeit die Rede? Das Thema ist zwar seit Mitte der 90er im Zeitgeist angekommen, war aber weniger greifbar: Damals hat man über Umweltschutz und Kinderarbeit gesprochen. In meiner Kindheit war das Ozonloch das große Schreckensgespenst. Heute kann ich aber mich viel schneller und unmittelbarer über die Folgen des negativen Impacts informieren. Da müssen die Unternehmen nachziehen. Dass ein Weltkonglomerat wie Kering beispielsweise verkündet, Luxus sei ohne Nachhaltigkeit nicht mehr zu denken — oder dass ein Modehaus wie Chanel zukünftig auf Pelz verzichten will — wäre bis vor kurzem noch undenkbar gewesen. Ich bin der festen Überzeugung, dass Unternehmen, die sich nicht auf Nachhaltigkeit einstellen, die nächsten 15 Jahre nicht überleben werden. Warum ist Sustainability gerade für die Modebranche von höchster Wichtigkeit? Baumwollproduktion, Wasserverbrauch, gentechnische Veränderungen. Abfälle die nicht gereinigt werden sondern ungefiltert in Flüssen und den Weltmeeren fließen. Färbeprozesse, bei denen giftige Chemikalien eingesetzt werden, deren Dämpfe die Arbeiter ungeschützt einatmen. Prekäre Sicherheitsstandards als auch die Ausbeutung der Textilarbeiter im Allgemeinen — da braucht man sich nichts vormachen: Wir sind die zweitschmutzigste Industrie der Welt! Da muss die Modeindustrie dringend umdenken. Wie können Unternehmen nachhaltige Standards implizieren? Von größeren Unternehmen hören wir oft, dass es als kleines Designlabel ja kein Problem sei, ab einer gewissen Größe faires Produzieren nicht mehr möglich wäre. Es gibt aber mittlerweile viele Unternehmen, die beweisen, dass es auch anders geht, ohne, dass es in der Lieferkette beispielsweise zu Engpässen kommt. Nachhaltigkeit ist möglich, wenn ich meine komplette Textile Wertschöpfungskette im Griff habe. Wenn ich idealerweise nicht mit Subunternehmen arbeite. Denn das große Problem ist es, wenn man zwar gewisse Vereinbarungen zu ethischen und ökologischen Standards getroffen hat, aber nicht, ob diese auch vom Sub-Sub-Unternehmer eingehalten wird. Gemeinsam mit dem Fashion Council Germany als auch den Partnern showroom.de und Bikini Berlin initiiert die Messe Frankfurt/Neonyt das neue nachhaltige Förderungsprogramm German Sustain Concept. Wie kam es zu der Zusammenarbeit? Mit dem Fashion Council Germany hatten wir im Sommer bereits das gemeinsame nachhaltige Programm „Made Berlin“ realisiert, bei welchem die Labels Philomena Zanetti und Benu Berlin gefördert wurden. Daran wollten wir gerne in einem größeren Rahmen anknüpfen und junge Designer längerfristig unter unsere Fittiche nehmen. Generell ist uns die Zusammenarbeit mit dem FCG als die einzige Instanz hierzulande die Mode Made in Germany Gehör verschaffen kann sehr wertvoll. Uns war früh klar, dass wir Mitglied werden wollen, weil wir die deutsche Mode genauso fördern wollen. Mit Bikini Berlin und showroom.de haben wir zusätzlich zwei starke und wichtige Partner mit an Bord. Welche Rolle wird Neonyt als Partner während des zweijährigen Förderungsprogramms spielen? Wir stehen während des Zeitraumes einerseits für Konsultationen und Coachings zur Verfügung. Andererseits sind wir natürlich davon überzeugt, dass Messen für Designer eine große Rolle spielen und wollen mit unserem Know-how und Präsenz zur Seite stehen. Das heißt, dass es zu einem späteren Zeitpunkt auch einen German Sustain Concept Showroom auf der Neonyt geben wird. Warum ist insbesondere die Förderung von Nachwuchs in Hinblick auf Nachhaltigkeit so wichtig? Obwohl es einige hoffnungsvolle Ansätze gibt, etwa an der AMD, wird Nachhaltigkeit nach wie vor noch zu wenig an den Modeschulen und Universitäten gelehrt. Aus der Tradition heraus — dass Sustainability eben mehr im Textilsegment verortet wird — gibt es da Berührungsängste. Die wollen wir abbauen, zeigen, dass Nachhaltigkeit nichts ist, was die Kreativität einschränkt. Sondern im Gegenteil eine progressive Art ist, sich der Mode anzunähern und gleichzeitig eine zukunftsorientierte Entwicklung, mit der eine junge Marke auch eine schöne Geschichte erzählen kann. Tragen Sie selbst auch nachhaltige deutsche Mode? Ich merke natürlich, dass ich selbst immer stärker darauf achte, was in dem steckt, was ich trage und das auch in meinem Umfeld tue. Trotzdem bin auch ich nicht frei von spontanen Lustkäufen. Was ich beobachte ist, dass in den Einkaufsstraßen grüne Mode einfach noch unterrepräsentiert ist. Wenn Unternehmen es schaffen, nachhaltiger zu werden und das Thema damit auch sichtbarer in den deutschen Einzelhandel einzieht, würden auch die Kunden nachziehen. Wir stellen immer wieder fest, dass der Konsument dem Thema grundsätzlich aufgeschlossen ist, solange ihm auch gefällt, was er sieht. Das ist es auch, was wir mit Neonyt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger, verdeutlichen wollen: Dass auch nachhaltige Mode Spaß macht. Mode ist unsere Leidenschaft. Und die wollen wir uns nicht schlecht reden lassen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Messe Frankfurt PREVIOUS NEXT Interview Messe Frankfurt: German Sustain Concept








