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- „Gemeinsam sind wir stärker“: Branchenbündnis k3d fordert nationale Gesamtstrategie für Kultur- und Kreativwirtschaft
25. Nov. 2025 Als Gitta Connemann am frühen Montagabend das Positionspapier der Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d) erwähnt, flammt in der Alten Münze Applaus auf: Sie habe die Veröffentlichung am Morgen wahrgenommen und wolle sich dafür einsetzen, dass der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland ein geeigneter Rahmen geschaffen wird, in dem sie weiterhin erfolgreich und sichtbar arbeiten kann, sagt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sinngemäß. In ihrer Rede während des Kongresses „Zukunft unternehmen“, der vom KreativBund – Bundeszentrum Kultur- und Kreativwirtschaft in Kooperation mit k3d und medianet brandenburg ausgerichtet wurde, bezieht sich Connemann (CDU) auf die Position „für eine zukunftsfähige nationale und europäische Strategie der Kultur- und Kreativwirtschaft“, die k3d am Montagmorgen anlässlich des Kongresses herausgegeben hatte. Das Branchenbündnis k3d, zu dessen Gründungsmitgliedern auch der Fashion Council Germany (FCG) gehört, fordert eine „Nationale Gesamtstrategie“, für die neben positiven regulatorischen Rahmenbedingungen vor allem eine bessere Verzahnung von Bundes- und Landesebene in engem Schulterschluss mit der Europäischen Union notwendig ist: Als ein Schlüsselsektor für wirtschaftliche Dynamik und gesellschaftliche Resilienz braucht die Kreativ- und Kulturwirtschaft in Deutschland geeignete Strukturen, damit sie ihre Wirtschafts-, Innovations- und Integrationskraft im internationalen Wettbewerb nachhaltig entfalten kann. Gemeinsam erwirtschaften die elf in der Koalition vertretenden Teilbranchen, zu denen neben der Mode die Musikwirtschaft, der Buchmarkt, der Kunstmarkt, die Filmwirtschaft, die Medienwirtschaft, die Darstellende Kunst, die Designwirtschaft, der Architekturmarkt, der Pressemarkt, der Werbemarkt sowie die Software- und Games-Industrie gehören, jährlich 123 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, wie aus dem aktuellen KKW-Monitoringbericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Damit trägt die Kultur- und Kreativwirtschaft 3,3 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei – und ist entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend 2023 um über 5 Prozent gewachsen. „Nur durch ein abgestimmtes Zusammenspiel von Bund, Ländern, Europa, Verbänden und anderen Akteuren kann unser Wirtschaftssektor seine Potenziale deutschland- und europaweit vollständig erbringen – für wirtschaftlichen Fortschritt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und nachhaltige Zukunftsgestaltung“, so Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), der ebenso zu den k3d-Gründungsmitgliedern zählt. Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany und am Montag stellvertretend für k3d zu einem Bühnengespräch auf den Kongress geladen, hob die Bedeutung entsprechender Bündnisse hervor: „Indem wir mit anderen Branchen der Kreativwirtschaft kommunizieren und Kontakte schaffen, wollen wir Unternehmen zukunftsfähig und ihnen deutlich machen, dass sie vor den Herausforderungen unserer Zeit nicht allein stehen – das ist auch im Positionspapier niedergeschrieben.“ So lautet das Fazit der Veröffentlichung, die über die Webseite der Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d) abrufbar ist: „Gemeinsam sind wir stärker – strategisch, vernetzt, zukunftsgerichtet“. Das Papier umfasst neben der zentralen Forderung nach einer nationalen Gesamtstrategie auch Vorschläge für notwendige regulatorische Maßnahmen, um einen fairen Wettbewerb und die Refinanzierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft sicherzustellen. Die 2021 gegründete Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d) ist ein offenes Bündnis von führenden privatwirtschaftlichen Interessenvertretungen und versteht sich als kompetentes Sprachrohr der Schlüsselbranche für gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel. Das Gruppenfoto (©BMWE/Andreas Mertens) zeigt Vertreter:innen der Koalition beim Branchendialog im Bundeskanzleramt mit dem Staatsminister für Kultur und Medien, Dr. Wolfram Weimer, und der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, im Oktober 2025. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://k3-d.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News „Gemeinsam sind wir stärker“: Branchenbündnis k3d fordert nationale Gesamtstrategie für Kultur- und Kreativwirtschaft
- Berlin Fashion Week Konzeptwettbewerb 07/2024: Die Gewinner:innen von Berlin Contemporary stehen fest
8. Mai 2024 Vom 1. bis zum 4. Juli setzt die Berlin Fashion Week ihr Engagement für die Förderung von besonderem Talent, Nachhaltigkeit und Kreativität fort. Mit ihrer progressiven Positionierung, strahlkräftigen Brands und dem hohen Niveau der Kollektionen etabliert sich die Berlin Fashion Week seit einigen Saisons zunehmend auch international als bedeutsames Ereignis im Schauenkalender. Als Event, dessen ganz eigener Charakter es ist, subkulturelle Bewegungen, Kunst, Design und Musik mit Mode zu verschmelzen, spiegelt die Berlin Fashion Week klar den Kurs der Organisator:innen in Richtung kreative Freiheit und Vielfalt wider. The Responsible Movement of Freedom, Inclusion and Creativity Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: "Die Berlin Fashion Week ist weit mehr als ein Schaufenster für neue Trends – sie ist eine Plattform für Vielfalt und fördert Community-Building, Innovation und Integration. Der Anspruch der Nachhaltigkeit, eine herausragende Qualität der Kollektionen und ein einzigartiger Brand-Mix machen die Berlin Fashion Week auch diesen Sommer wieder zu einem wichtigen Branchen-Ereignis, das die Werte von Freiheit und Toleranz verkörpert wie kaum ein anderes. Besonders hervorheben möchte ich die anhaltende Unterstützung für ukrainische Designerinnen und Designer, die hier eine Bühne und ein Sprungbrett zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit finden. Diese Unterstützung bekräftigt unsere anhaltende Solidarität und unseren Ansatz der Förderung von Kreativen mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen." Die Gewinner:innen von Berlin Contemporary: Avenir , Balletshofer , Clara Colette Miramon , DZHUS , GmbH , Haderlump , Horror Vacui , Kitschy Couture , LUEDER , MARKE , Milk of Lime , NAMILIA , ODEEH , PLNGNS , RIANNA + NINA , Richert Beil , SF1OG , Sia Arnika Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany und Jurymitglied von Berlin Contemporary: „In der vierten Saison von Berlin Contemporary beobachten wir, dass die Qualität der Bewerbungen stetig ansteigt. Wir sehen unsere Rolle nicht nur in der Förderung, sondern auch in der Herausforderung junger Talente, sich ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die steigende Aufmerksamkeit für die Berlin Fashion Week, sowohl national als auch international, bestätigt unseren Kurs. Unser Ziel ist es, dass die BFW als zentrale Plattform für aufstrebende Talente wahrgenommen wird.“ Die diesjährigen Jurymitglieder:innen in der Kategorie Berlin Contemporary waren : Christiane Arp (Vorstandsvorsitzende, Fashion Council Germany), Dilys Williams (Gründerin und Direktorin, Centre for Sustainable Fashion), Herbert Hoffmann (Direktor Kreativ & Einkauf, Highsnobiety), Johanna Dramé (Bereichsleitung Mode, SenWEB), Patrick Pendiuk (Senior Moderedakteur, VOGUE Germany), Sabine Brunner (Präsidentin & Global Commercial and Brand Officer, MCM Global) Weitere Informationen zu Shows und Events werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Die vorläufige Version des offiziellen BFW-Kalenders ist ab Ende Mai verfügbar. Mehr Informationen zu Berlin Contemporary und STUDIO2RETAIL sowie zur BFW gibt es HIER . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://fashionweek.berlin/berlin-fashion-week.html MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Berlin Fashion Week Konzeptwettbewerb 07/2024: Die Gewinner:innen von Berlin Contemporary stehen fest
- Marte Hentschel mit Philipp Bree, Marcel Ostertag und Magdalena Schaffrin
11. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der fünfte #FCGVOICES Talk wird von Marte Hentschel (CEO Sqetch) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Philipp Bree (PB 0110), Marcel Ostertag (Marcel Ostertag) und Magdalena Schaffrin (NEONYT & Kaleidoscope Berlin). https://www.youtube.com/watch?v=cuE6Wcqjc40 AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Marte Hentschel mit Philipp Bree, Marcel Ostertag und Magdalena Schaffrin
- FCG Goes Scotland
16. Sept. 2019 Im Rahmen des vom Fashion Council Germany initiierten Förderprogramms German Sustain Concepts luden der Council, The Prince’s Foundation und Swarovski zu einer Reihe an Nachhaltigkeits-Workshops und Panel Talks ins renommierte Dumfries House in Schottland ein. Unter anderem waren die Teilnehmer-Brands – oft, Lara Krude, Phylyda und Working Title – geladen und konnten hier ihr Wissen über Themen wie „Natural Dye Methods“, „Heritage Yarns“ hin zu „3D & Circular Knitting“ und „Upcycled Crystals“ erweitern und mit Branchenexperten wie Walter Wählt (adidas), Sarah Mower (US Vogue), Inga Griese (ICON/Welt), Christiane Arp (Vogue Germany), Patrick Grant und Nadja Swarovski (Swarovski) diskutieren. Highlight: Seine Königliche Hoheit Prinz Charles lud zu einem privaten Empfang in den Räumlichkeiten des Schlosses ein. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://princes-foundation.org/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG Goes Scotland
- Berlin Fashion Week Opening: Die Branche traf sich zum Fireside Dinner
2. Juli 2024 Nationale und internationale Vertreter:innen aus Mode, Politik und der Kreativbranche kamen zum Fireside Dinner, dem offiziellen Berlin Fashion Week Opening, im neuen BEAST Berlin zusammen. Die Spring-Summer 2025 Saison wurde damit offiziell eingeleitet und die Kreativen der Berlin Fashion Week zelebriert. Berlin, 01. Juli 2024: Auf Einladung von Franziska Giffey, Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und dem Fashion Council Germany, wurde der Auftakt der Berlin Fashion Week am Montagabend im Rahmen des „Fireside Dinners“ gefeiert. Die 250 geladenen Gäste kamen im neu eröffneten Restaurant BEAST Berlin , im ehemaligen Pressecafé am Alexanderplatz, zu einem gesetzten Dinner zusammen. Der Abend lud zum Austausch der Branche ein, darunter Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen aus Politik, Mode, Medien sowie der erweiterten Kultur- und Kreativwirtschaft. Dabei wurden besonders die Designer:innen und ihre neuen Kollektionen gewürdigt, die in dieser Saison im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert werden. Die Berlin Fashion Week findet vom 01. bis zum 04. Juli 2024 statt und vereint mit ihrer Spring-Summer 2025 Edition wieder herausragende Designleistungen etalierter und aufstrebender Modelabels in Berlin. Besonderes Highlight sind dabei auch in dieser Saison wieder die Shows der „ Berlin Contemporary “-Designer:innen . Die Präsentationen der Brands finden an ikonischen und historischen Orten der Hauptstadt, wie dem Gropius Bau, dem Flughafen Tempelhof, dem Kunstgewerbemuseum, dem Bode-Museum oder dem Tempodrom ihre Umsetzung. Damit rückt Berlin als „Powerhouse of Talents“ mit seiner Diversität weiter in den Fokus des internationalen Fachpublikums, das in dieser Saison auch vermehrt aus Einkäufer:innen besteht. Der Abend wurde von Christiane Arp , Vorstandsvorsitzende des FCG und Franziska Giffey , Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, eröffnet. Im Hinblick auf den besonderen Zusammenhalt in der Branche würdigten sowohl die Senatorin als auch Christiane Arp den spürbaren Wandel und steigenden Erfolg der Berlin Fashion Week. Berlin lebe durch die Freiheit, die Diversität der Kultur und seine Subkulturen und lasse Raum zur persönlichen Weiterentwicklung. Christiane Arp betonte: „Ich blicke gespannt auf eine Saison, die viele kreative Höhepunkte und innovative Designs verspricht. Die hohe Qualität der Präsentationen und Shows, spiegelt sich im zunehmenden Interesse internationaler Einkäufer:innen und Pressevertreter:innen wider und zeigt, dass Berlin als Modestandort weiter an Bedeutung gewinnt. Der Wandel, den die Berlin Fashion Week in den letzten Saisons vollzogen hat, ist den hervorragenden Leistungen der Designer:innen geschuldet.“ Franziska Giffey hob hervor: „ Berlin und seine Fashion Week stehen für Freiheit, Vielfalt und Innovation. Unsere Stadt wird immer mehr zum Anziehungspunkt für die kreativen Köpfe und Hände der Modebranche. Das tut unserer Wirtschaft gut. Mit einer Förderung im Umfang von 4,8 Millionen Euro im Jahr durch Mittel des Landes Berlin investieren wir ganz gezielt in diese Entwicklung und positionieren Berlin als Modemetropole, die konsequent eine Vorreiterrolle für Nachhaltigkeit einnimmt. Die Zusammenarbeit mit der Copenhagen Fashion Week und die sukzessive Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstandards ist ein weiterer Schritt, mit dem wir Maßstäbe für eine ressourcenschonende Modewirtschaft setzen wollen. Was mir wichtig ist: Auf der Fashion Week Berlin erhalten junge Talente eine besondere Bühne und das unterstützen wir ganz bewusst. In diesem Jahr öffnen wir unseren Berliner Salon auch für vielversprechende Nachwuchsdesignerinnen und Nachwuchsdesigner aus den führenden deutschen Modeschulen. Damit wollen wir ein deutliches Signal aussenden: Berlin ist der richtige Ort, um die Zukunft der Mode zu gestalten.“ Die historische Location des ehemaligen Pressecafés, in dessen ersten Stock das Restaurant BEAST Berlin zeitgleich zur Fashion Week eröffnete , reihte sich in die ikonischen Venues der Woche ein. U nter den Gästen waren u.a. Chris Fisher (Browns), Claudia Skoda, Edward Buchanan (Perfect Magazine), Jale Richert und Michele Beil (beide Richert Beil), Julian Daynov, Kerstin Schneider (Harper’s Bazaar) , Kerstin Weng (VOGUE Germany), Kirsty McGregor (Vogue Business), Mumi Haiati (Reference Studios) , Michael Biel (Berliner Staatssekretär für Wirtschaft), Otto Drögsler und Jörg Ehrlich (beide Odeeh), Rianna Kounou und Nina Knaudt (Rianna + Nina), Serhat Işık und Benjamin Alexander Huseby (beide GmbH), Sara Maino (Fondazione Sozzani), Stavros Karelis (Machine-A), Tanja Vojkic (eBay Deutschland) und William Fan. Das Dinner wurde durch Getränke von Don Julio und 1664 Blanc abgerundet. (Photo-Credit: Jeremy Möller & Isa Foltin) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Berlin Fashion Week Opening: Die Branche traf sich zum Fireside Dinner
- Im Gespräch mit Kind of Blau / Drip by Drip
15. März 2022 Ali Azimi erzählt von seinem wassereinsparenden Modelabel Kind of Blau und der hauseigenen NGO Drip by Drip. Und berichtet von der unumgänglichen Relevanz der Wassereinsparung sowie seinen Beweggründen für ein nachhaltiges Label. FCG: Kind of Blau hat sich einen Namen als wassereinsparendes Modelabel gemacht. Aber was heißt das konkret? Ali Azimi: Konkret heißt das, dass wir uns auf den Wasserfußabdruck von der Faser bis zum Finishing fokussiert haben und versuchen diesen so gering wie möglich zu halten. Einerseits durch besonders wassersparende, ausgewählte Fasern und zugleich auch durch eine besonders wasserschonende Produktion. Deshalb versuchen wir nur in Europa zu sourcen und zu produzieren. Gleichzeitig versuchen wir Wasserprojekte in Bangladesch zu finanzieren, indem wir 5% pro Verkauf an unsere hauseigene NGO weiterleiten. FCG: Weshalb ist das Thema Wassereinsparung in der Textilindustrie so relevant? Ali Azimi: Wasser ist ein essentieller Bestandteil unseres Lebens, darüber sind wir uns alle mittlerweile einig. Aber leider haben wir vergessen, wie sehr die Länder des globalen Südens, in denen Baumwolle angebaut bzw. in denen die Textilindustrie angesiedelt wird, unter Wassermangel oder Wasserverschmutzung leiden. Darauf wollen wir nicht nur aufmerksam machen, sondern auch einen direkten Beitrag leisten, um diese Problematik zu bekämpfen. Meine Reise führte mich zuallererst nach Bangladesch, wo ich hautnah erlebt habe, was die Textilindustrie angerichtet hat. FCG: Und gibt es deiner Ansicht nach genug Information und Aufklärung zu der Problematik? Ali Azimi: Ja, die gibt es mittlerweile. Vor dreieinhalb Jahren war es aber nicht so. Deshalb habe ich damals beschlossen mich auf die Suche zu begeben und war verwundert, dass es keinen essentiellen Stellenwert in der Modewelt oder Modeproduktion hatte. Ich würde definitiv das Thema Wasser und Textil noch vor dem Thema Co2 auf die Agenda setzen, da wir hier viel mehr Handlungsmöglichkeiten haben. Das Thema hat aber mittlerweile seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden und ich bin sehr stolz darauf, dass unser Verein und unser Label dazu beigetragen haben. FCG: Vermutlich ist daraus auch eure NGO Drip by Drip entstanden. Erzähl uns davon! Ali Azimi: So kann man es sehen. Ich wollte eine Kombination zwischen Einsparung und gleichzeitiger Investition in Wasserprojekte schaffen. Ich habe mich dann einfach auf die Suche nach einer Lösung begeben, bin nach London, Bangladesch und Portugal geflogen, um dieses Gerüst aufzubauen. Glücklicherweise habe ich viele Mitstreiter gefunden, die ähnliche Ziele hatten und meine Vision geteilt haben. So entstand die weltweit erste NGO, die sich ausschließlich um das Thema Wasser und Mode dreht. Wir arbeiten an Stoffinnovationen, die ich vorangetrieben habe. Aufklärungsarbeit leisten wir an Universitäten, Modehochschulen und Messen. Außerdem investieren wir in Wasserprojekte in Bangladesch zusammen mit vielen anderen Labels, die sich mit uns zusammengetan haben, um dieses globale Problem endlich anzugehen. FCG: Nachhaltige Aspekte scheinen mittlerweile bei der Gründung neuer Marken unabdingbar zu sein. Wäre es für Dich denkbar gewesen Kind of Blau ohne Nachhaltigkeitsgedanken zu gründen? Ali Azimi: Ich bin mir nicht sicher, ob es der Nachhaltigkeitsgedanke war oder ist. Vieles hat sich seit den Anfängen geändert und ich erkenne Mode nicht mehr als reines Marketingtool oder Kampagne für das Thema Wasser. Ich möchte anspruchsvolle Mode schaffen, die auf einem Fundament aufgebaut ist, das sich durch Qualität, Anmut, Aufrichtigkeit und Kreativität auszeichnet. Es gibt also viele Möglichkeiten Nachhaltigkeit zu leben ohne dies zugleich zu missbrauchen. Ich denke, wenn man diese Tugenden berücksichtigt, kann man auch ohne grünen oder blauen Anstrich erfolgreich sein. FCG: Haben Deiner Ansicht nach Marken, die 2021 gegründet werden, überhaupt noch eine Daseinsberechtigung, wenn sie keinerlei nachhaltige Kriterien erfüllen? Ali Azimi: Ich denke, dass alles seine Daseinsberechtigung hat, solange es wertgeschätzt und begehrt wird. Es gibt genügend Marken, die nichts damit zu tun haben und deutlich erfolgreicher sind als wir. Beispiele gibt es also genug. Die Frage ist, was wir damit erreichen wollen. Wollen wir etwas Wertvolles und Einzigartiges für die Gesellschaft bereitstellen und Menschen die Möglichkeit geben ein Teil davon zu sein, oder wollen wir einfach nur leblose Produkte zu einem möglichst günstigen Preis anbieten?! Beides findet sich sowohl in der „Grünen“ als auch in der „Fast“-Fashion Welt wieder. Ich habe mich für Ersteres entschieden und daran halte ich weiterhin fest. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Kind of Blau / Drip by Drip
- NEWS: Fashion Council Germany stärkt mit Fireside Dinner in München die Vernetzung der Modebranche
NEWS: Fashion Council Germany stärkt mit Fireside Dinner in München die Vernetzung der Modebranche Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S DOWNLOAD PM Download München, 15. Oktober 2025: Am Dienstagabend trafen sich rund 50 ausgewählte Expert:innen der deutschen Modebranche in der RIVA Bar in München zum exklusiven Fireside Dinner des Fashion Council Germany (FCG). Das Event fand in Kooperation mit eBay Deutschland, der Landeshauptstadt München und Kreativ München statt und bot erneut den Rahmen für intensives Networking unter Designer:innen, Journalist:innen, Politiker:innen und weiteren Branchenvertreter:innen. In der gemütlichen Atmosphäre der RIVA Bar tauschten sich die Gäste angeregt über aktuelle Entwicklungen der deutschen Modebranche aus und knüpften wertvolle Kontakte. Das Fireside Dinner brachte dabei wichtige Branchenakteur:innen zusammen und vertiefte die Vernetzung innerhalb der Mode-Community. Mandy Krüger (Head of Fashion, eBay Deutschland) eröffnete den Abend mit einer Rede, in der sie die Bedeutung der Partnerschaft zwischen eBay und dem FCG betonte: „ Als Partner des Fashion Council Germany ist es uns ein Anliegen, Räume für Austausch und neue Perspektiven zu schaffen: Formate wie RAUM.Berlin und METAMORPHOSIS zeigen, wie Wandel in der Mode möglich wird – durch Austausch, Zusammenarbeit und neue Impulse. Gemeinsam können wir neue Wege zu gehen, um Mode nachhaltiger und vielfältiger zu gestalten. “ Auch die nachfolgenden Redner:innen, Simone Hartmann (Vorstandsmitglied, FCG) und Dr. Olaf Kranz (Leitung, Kreativ München), unterstrichen in ihren Beiträgen die Relevanz von Kooperation und Innovation für die Zukunft der Modebranche. Das Fireside Dinner in München setzte damit neue Impulse für den Dialog innerhalb der deutschen Modeszene und bestätigte erneut die Bedeutung persönlicher Begegnungen für die Weiterentwicklung der Branche. Unter den anwesenden Gästen befanden sich u.a. Carlo Bellmann (eBay), Lisa Deurer (LD-13), Johannes und Matthias Schweizer (OBS), Panos Gotsis (Designer), Patrick Pendiuk (VOGUE Germany) und Scott Lipinski (FCG). PREVIOUS NEXT
- NEWS: Förderprogramm FASHION x CRAFT mit Residency in England
NEWS: Förderprogramm FASHION x CRAFT mit Residency in England Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/about https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-x-craft DOWNLOAD PM Download Berlin, 20. August 2025 : Das Förderprogramm FASHION x CRAFT des Fashion Council Germany wird in diesem Jahr erneut gemeinsam mit der The King’s Foundation umgesetzt. Neuer Projektunterstützer ist eBay Deutschland . Gemeinsam haben sich die Projektpartner das Ziel gesetzt, junge Mode- und Textildesigner:innen zu fördern, indem diese maßgeschneiderte Workshops in den Bereichen Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Innovation absolvieren. Mit 30 Jahren Erfahrung im Bereich Pre-Loved-Fashion und Kreislaufwirtschaft möchte eBay Talente fördern und neue Impulse für eine nachhaltigere Modebranche setzen. Mithilfe des interdisziplinären Programms sollen die Teilnehmer:innen lernen, die Modebranche nachhaltiger und innovativer zu gestalten. Im Mai 2025 wurden die fünf Gewinner:innen bekannt gegeben. Während der Berlin Fashion Week im Juli präsentierten sie Designs im Der Berliner Salon sowie im neuen vom Fashion Council Germany initiierten Ausstellungsformat RAUM.Berlin . Im Rahmen des Projektes verbrachten die fünf Designtalente ihre Residency in Highgrove, England, der Bildungseinrichtung der The King’s Foundation . Im Fokus des Aufenthalts stand dabei besonders traditionelle Handwerkskunst, die ihnen in diversen Workshops wie Korbflechten, Holzbearbeitung, Webetechniken, Metallarbeiten, natürliche Färbetechniken, Zeichnen und Druck nähergebracht wurde. Sie erhielten so wertvolle Einblicke in die Verbindung von traditionellem Handwerk und modernen Praktiken. Ein zentrales Learning war dabei die Entwicklung einer reflektierten Arbeitsweise, unterstützt durch „Group Design“-Schulungen, um sie zu befähigen, ihre individuellen Designansätze zu kombinieren und sie zur Zusammenarbeit zu inspirieren. Die neu erworbenen Techniken setzten die Gewinner:innen anschließend in der Entwicklung und Umsetzung eigener Entwürfe und Skizzen um. Gemeinsam konzipierten sie ein kollektives Moodboard, das als zentrales Gestaltungselement für die spätere Entwicklung ihrer gemeinsamen Kollektion diente. Diese Kollektion bildet das finale Ergebnis der diesjährigen Edition. Die Designer:innen wurden vor Ort von Presse- und Branchenvertreter:innen besucht, darunter Kirsty Keoghan (GM European Fashion, eBay) und Carlo Bellmann (Strategic Partnership Lead, DE Fashion, eBay). Dabei präsentierten sie ihnen erste Ideen sowie Entwürfe und tauschten sich gemeinsam aus, um inspirierende Impulse zu setzen. Auf die Residency in Highgrove folgten weitere Workshops, die im August in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Good Garment Collective als Teil ihrer Residency in Deutschland stattfanden. Diese konzentrierten sich besonders auf die Kollektionsentwicklung und vermittelten Wissen zu Produktionsmanagement und nachhaltiger Materialbeschaffung. Neben den Workshops erhalten die Teilnehmer:innen im November dort zudem einen Arbeitsplatz in ihrem Co-Working Space in Berlin, in welchem sie ihre Kollektion entwickeln können. Hierbei kommen Deadstock Stoffe und Upcycling Materialien zum Einsatz, die von den Partnern eBay Deutschland und Zerow bereitgestellt werden und so einen zirkulären Ansatz ermöglichen. Die im Laufe des Projektes entstehende Abschlusskollektion wird im Rahmen der Berlin Fashion Week im Februar 2026 präsentiert. Zu den Teilnehmer:innen der vierten Edition von FASHION x CRAFT gehören Aleksander Kudrischow (HAW HAMBURG), Jon Liesenfeld (AMD), Laura De Sousa (UNIVERSITY OF LISBON), Lennart Bohle (PFORZHEIM UNIVERSITY DESIGN) und Melanie Parzenczewski (HTW BERLIN). PREVIOUS NEXT
- Im Gespräch mit Florian Müller, Sustainability, Fashion & Mental Health Professional: "Über mentale Gesundheit in der Modeindustrie"
15. Jan. 2024 Florian Müller, Kommunikations- und PR-Experte mit Schwerpunkt auf Mode, psychischer Gesundheit und Nachhaltigkeit, verbindet sein Studium der Betriebswirtschaftslehre und Psychologie zwischen Berlin und Paris. Seine Reise in die Welt der Mode begann in Paris und führte ihn durch verschiedene Modezentren weltweit, insbesondere in Ostasien, wo er nun als Experte arbeitet. In Berlin gründete er eine Kreativagentur, die sich auf das Guest Management von internationalen Modeveranstaltungen und PR spezialisiert hat. Zusätzlich schreibt er für internationale Fachpublikationen. Über die Mode hinaus vermittelt Florian Wissen im Bereich Kommunikation und Psychologie an internationalen Universitäten, mit psychotherapeutischer Autorisierung. Seine Kampagne "Mental Health in Fashion", die Anfang 2023 gestartet wurde, wirft ein Licht auf die psychische Gesundheit in der Modebranche und deren breitere gesellschaftliche Auswirkungen. Florian setzt sich dafür ein, die psychische Gesundheit als Priorität für eine nachhaltige und positive Modebranche zu betrachten. 1. Du bist seit vielen Jahren als selbständiger PR-Berater und Dozent im In- und Ausland tätig. Was hat dich motiviert, die Kampagne „Mental Health in Fashion“ durchzuführen? In meinen zwei Jahrzehnten in der herausfordernden Textilindustrie habe ich mentale Belastungen und Konflikte wahrgenommen, die oft im Schatten der schillernden Modewelt liegen. Der Druck, Standards zu erfüllen, die ständige Suche nach Perfektion und hohe Erwartungen, unter stellenweise verheerenden Arbeitsumständen, setzen die Modeakteur:innen einem beträchtlichen emotionalen Stress aus. Gleichzeitig bemerkte ich eine hohe Prävalenz psychischer Erkrankungen, die entweder von Menschen in die Branche eingebracht oder aufgrund der vorherrschenden Denkweise und Arbeitsstrukturen entwickelt wurden. Auch sendet die Branche zum Teil Signale an die Öffentlichkeit, die die mentale Gesundheit beeinträchtigen können, beispielsweise in Form von Essstörungen. Obwohl es weiterer Risikofaktoren für die Entstehung einer psychischen Erkrankung bedarf, die außerhalb der Modeindustrie verortet sind, herrscht in meiner Berufssparte generell ein zu geringes Bewusstsein für dieses Thema. Mein Fokus erstreckt sich über die gesamte Lieferkette, und ich betrachte einen komplexen Rahmen möglicher psychischer Krankheiten in verschiedenen Kontexten. Vor einigen Jahren entschied ich mich, zu den Wurzeln meines Psychologiestudiums zurückzukehren, absolvierte weitere Ausbildungen und erhielt die Zulassung zur psychotherapeutischen Tätigkeit. Mir war vor allem wichtig, Krankheitsbilder besser zu verstehen. Diese Erfahrungen motivierten mich zur Initiierung der Kampagne "Mental Health in Fashion", um ein Bewusstsein zu schaffen, das Stigma zu brechen, Strukturen zu hinterfragen und eine unterstützende Gemeinschaft für die durch Mode beeinflussten Menschen zu etablieren. 2. Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen in der Modebranche bei der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen? Zu den größten Hindernissen zähle ich hier den weit verbreiteten Druck, das Streben nach Perfektion, die Konkurrenz, Unsicherheiten und der Fokus auf äußerem Glanz. Die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und den internen Realitäten erschwert es, offen über psychische Gesundheit zu sprechen. Besonders herausfordernd ist die Tatsache, dass die Modebranche stark auf ein perfektes Image ausgerichtet ist, sei es glamourös, luxuriös oder unnahbar. Die vermittelte vermeintliche Traumwelt bietet wenig Raum für Probleme und Leid. Dies führt nicht nur dazu, dass die Öffentlichkeit unrealistischen Idealen nachstrebt, sondern auch dazu, dass innerhalb der Modeindustrie Probleme oft ignoriert oder verschleiert werden - nicht selten sogar völlig unbewusst. Ein Hindernis bei der Erkennung und Behandlung von mentalen Erkrankungen liegt darin, dass Betroffene diese möglicherweise nicht bei sich selbst erkennen oder aus verschiedenen Gründen nicht angehen können. Die Kampagne 'Mental Health in Fashion' hat das Ziel, die gesamte Lieferkette zu betrachten und auch diejenigen zu berücksichtigen, die unter katastrophalen Bedingungen arbeiten und keine Möglichkeit haben, über ihre psychischen Probleme zu sprechen. Es ist vielen noch unvorstellbar, dass beispielsweise das eigene Konsumverhalten einen Einfluss auf die psychische Gesundheit einer Fabrikarbeiterin in einem Billiglohnland haben kann. Eines der wichtigsten Kampagnenziele ist es, die Sichtbarkeit mentaler Erkrankungen in der Modebranche zu erhöhen. Dabei spielt es keine Rolle, wo wir uns entlang der Lieferkette befinden, und ob es um persönliche Auswirkungen auf mich selbst oder andere geht, die durch mein Handeln oder Nichthandeln beeinflusst werden. Die größte Herausforderung besteht darin, dieses Ziel zu erreichen. 3. Durch Deine Lehrtätigkeit an der AMD Akademie Mode & Design in Berlin bist Du im ständigen Austausch mit der nächsten Generation von Kreativen und Designer:innen. Würdest Du sagen, dass Themen wie psychische Gesundheit für diese Generation wichtig oder wichtiger sind als für frühere Generationen? Durch meine Lehrtätigkeiten an verschiedenen Bildungseinrichtungen erlebe ich, dass die nächste Generation von Kreativen offener für psychische Gesundheit ist. Im Vergleich zu früheren Generationen, die möglicherweise stärker vom Stigma beeinflusst waren, erkennt die heutige Generation die Bedeutung eher an und ist deutlich bereiter, darüber zu sprechen. Obwohl die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit schon immer präsent war, hat sich der Umgang damit im Laufe der Zeit deutlich gewandelt . Meine Studierenden zeigen einen souveräneren Umgang mit Themen, die in meiner eigenen Studienzeit tabuisiert waren. Dies betrifft auch mentale Fragestellungen. Es ist wichtig zu betonen, dass es einen Unterschied macht, ob über psychische Gesundheit im Kontext der Prävention oder aus der Perspektive von Betroffenen mit mentalen Erkrankungen gesprochen wird. Bedauerlicherweise besteht nach wie vor eine erhebliche Kluft zwischen der Diskussion über präventive Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit im privaten und öffentlichen Rahmen einerseits und dem offenen Austausch über persönliche psychische Erkrankungen andererseits. Oft ist der letzte Fall noch mit Stigmatisierung verbunden. Ein beeindruckendes Beispiel für den offenen Umgang mit dem Thema psychische Gesundheit erlebte ich kürzlich an einer Berliner Oberschule, wo ich ein Pilotprojekt zu Mental Health in Fashion initiierte. Die Kinder zeigten nicht nur Offenheit für den Lehrinhalt, sondern konnten auch erstaunlich über Emotionen und psychische Erkrankungen in kindgerechter Sprache sprechen. Dies verdeutlicht positive Veränderungen im Umgang mit psychischer Gesundheit, besonders bei jüngeren Generationen. 4. Was würdest Du Unternehmer:innen bzw. Designer:innen empfehlen, die ein ausgeglicheneres und gesundheitsförderndes Arbeitsklima schaffen wollen, aber nicht unbedingt die Mittel haben, dies im großen Stil umzusetzen? Unabhängig von etwaig fehlenden finanziellen Mittel oder sonstigen Kapazitäten sollte ein Wille vorhanden sein, Veränderungen umzusetzen. Obwohl ich mich persönlich schwer mit Universallösungen oder Ratschlägen tue, lege ich einen fokussierten und schrittweisen Ansatz nahe. Es ist entscheidend, ein Bewusstsein für die Bedeutung der psychischen Gesundheit zu schaffen und eine offene Kommunikationskultur zu fördern. Kleinere, kostengünstige Maßnahmen können bereits einen signifikanten Einfluss haben. Dazu gehört die Einführung flexibler Arbeitszeiten, um den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht zu werden. Ebenso können Pausen- und Ruhebereiche geschaffen werden, um Teammitglieder:innen die Möglichkeit zur Regeneration und Stressbewältigung zu bieten. Eine klare Kommunikation minimiert Missverständnisse und Unsicherheiten. Teamaktivitäten und regelmäßige Feedback-Schleifen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Kooperationen mit Organisationen, die sich auf mentale Gesundheit spezialisiert haben, können auch bei begrenzten Mitteln eine wertvolle Ressource darstellen. Workshops und Schulungen zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge fördern das Verständnis für psychische Gesundheit. Aktuell arbeite ich an einer Schulung für eine Modemarke, um deren Führungskräfte für psychische Erkrankungen im Berufskontext zu sensibilisieren und konkrete Handlungsoptionen anzubieten. Ein in diesem Zusammenhang wichtiges Ziel, dass Verantwortliche verstehen, wie sie ihrem Personal in einem psychiatrischen Notfall während der Arbeitszeit helfen können – damit ist nicht gemeint, dass Diagnosen erstellt oder psychotherapeutische Aufgaben übernommen werden sollen. Häufig ist allerdings noch nicht Mal bekannt welche externe Stelle angerufen werden könnte oder wie ich zumindest für den Moment einen sicheren Ort für die betroffene Person schaffen kann. Der Schlüssel zur Schaffung eines gesunden Arbeitsklimas liegt in der Priorisierung des Wohlbefindens und der Implementierung kleiner, nachhaltiger Maßnahmen im Einklang mit den verfügbaren Ressourcen. 5. Was können wir von Deiner Zusammenarbeit mit ASVOFF (A Shaded View on Fashion Film) im November 2024 erwarten? Der Kooperationsansatz mit dem Fashion Film Event markiert eine bedeutende Erweiterung unserer Initiative zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Modebranche. Diane Pernet, eine wegweisende Persönlichkeit in der Kreativindustrie, hat durch ihr 15-jähriges ASVOFF Festival einen einzigartigen Ort geschaffen. Dieser bringt Menschen aus verschiedenen Bereichen wie Schauspiel, Filmregie, Kunst und Modegrößen wie Suzy Menkes, Jean Paul Gaultier sowie der neuen ASVOFF Präsidentin Michèle Lamy zusammen. Während dieser besonderen Gelegenheit werde ich die neue Filmkategorie 'Mental Health in Fashion' einführen, die die Vielfalt der Modebranche und darüber hinaus anspricht. Die Diversität wird sich nicht alleinig in den Wettbewerbsfilmen widerspiegeln, sondern auch in der internationalen, vielfältigen Jury. Diese bietet einen breiten Blickwinkel auf das komplexe Thema der mentalen Gesundheit. Die Kooperation ermöglicht eine kreative Integration der Thematik in die Welt der Mode und soll gleichzeitig das Bewusstsein für psychische Gesundheit vertiefen. Die eingereichten Filme werden neben ihrem visuellen Anspruch, sicherlich auch offene Diskussionen über Schwierigkeiten und Lösungen im Bereich des mentalen Wohlbefindens in der Branche anregen. Diese Zusammenarbeit strebt danach, eine Brücke zwischen der Ästhetik der Mode und den realen Herausforderungen der mentalen Gesundheit zu schlagen. Ziel ist es, nicht nur Aufmerksamkeit zu erregen, sondern auch ein unterstützendes Umfeld inner- und außerhalb der Modeindustrie zu schaffen – eine Plattform für positive Veränderungen. Ich bin sehr gespannt welche Filmeinreichungen wir erhalten werden und hoffe auf eine rege Teilnahme. Wir bedanken uns bei Florian Müller für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://muellerpr.de/ https://www.mentalhealthinfashion.com/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Florian Müller, Sustainability, Fashion & Mental Health Professional: "Über mentale Gesundheit in der Modeindustrie"
- Flanders DC X FCG
4. Jan. 2018 Flanders DC, oder auch Flanders District of Creativity, ist die zentrale Anlaufstelle für Unternehmer in der Kreativwirtschaft in der Region Flanders in Belgien. Als unabhängige Non-Profit-Organisation unterstützt es aktiv kreative Unternehmer, die ihr Geschäft aufbauen oder ausbauen wollen. Das hauptsächliche Ziel ist dabei: mehr "Return on Creativity". FLANDERS DC kooperiert mit dem FCG und plant gemeinsam eine Geschäftsreise mit Mode-Unternehmern nach Berlin. Ziel ist es der Gruppe durch Unterstützung des FCG anhand von Workshops, Meet&Greets, etc. einen guten Einblick in den deutschen Markt zu geben, sodass nach Rückkehr relevantes Wissen und Kontakte für den Markteintritt ermöglicht wurden. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Flanders DC X FCG
- NEWS: UGG® UND FASHION COUNCIL GERMANY VERKÜNDEN SF1OG ALS GEWINNER DES UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE
Die globale Lifestyle-Marke UGG® in Zusammenarbeit mit dem Fashion Council Germany kürten am vergangenen Dienstag, den 24. Oktober 2023, beim "Fireside Dinner" in München SF1OG zum Gewinner des UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE. SF1OG wurde von einer Jury aus Branchenexperten ausgewählt, die das konzeptionelle Re-Design des ikonischen UGG® Classic Mini Boot unter den Gesichtspunkten Innovation, kreative Exzellenz und nachhaltige Umsetzung bewertet haben. Im Rahmen des Wettbewerbs erhält die Newcomer Brand ein Preisgeld von 40.000 €. Bei allen Konzepten wurden innovative Materialien aus regenerativer Landwirtschaft verwendet, was das Engagement von UGG® widerspiegelt, die Bedeutung seiner regenerativen Initiativen hervorzuheben NEWS: UGG® UND FASHION COUNCIL GERMANY VERKÜNDEN SF1OG ALS GEWINNER DES UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 - 53 WEBSITE/S https://www.sf1og.com/ https://www.ugg.com/eu/de/de/ DOWNLOAD PM Download Berlin, 25. Oktober 2023 : Die globale Lifestyle-Marke UGG® in Zusammenarbeit mit dem Fashion Council Germany kürten am vergangenen Dienstag, den 24. Oktober 2023, beim "Fireside Dinner" in München SF1OG zum Gewinner des UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE. SF1OG wurde von einer Jury aus Branchenexperten ausgewählt, die das konzeptionelle Re-Design des ikonischen UGG® Classic Mini Boot unter den Gesichtspunkten Innovation, kreative Exzellenz und nachhaltige Umsetzung bewertet haben. Im Rahmen des Wettbewerbs erhält die Newcomer Brand ein Preisgeld von 40.000€. Bei allen Konzepten wurden innovative Materialien aus regenerativer Landwirtschaft verwendet, was das Engagement von UGG® widerspiegelt, die Bedeutung seiner regenerativen Initiativen hervorzuheben. Die Gewinner Brand SF1OG wurde 2019 von der Designerin Rosa Marga Dahl und ihrem Co-Founder Jacob Langemeyer gegründet. Ihr Konzept und die Umsetzung als Prototyp überzeugten besonders durch einen nachhaltigen Ansatz und einer hochwertigen Verarbeitung. Mit der Verwendung von alten Kabeln und einem nach außen gedrehten regenerativen Twinface, ist die Neuinterpretation des Boots eine Fusion aus Technologie und Naturmaterialien. Die Gewinnerkreation wird während der Berlin Fashion Week im Februar 2024 auf der Fashion Show von SF1OG präsentiert. Die beiden Runner-up Brands sind Namilia und Kasia Kucharska. Photo Credit: Jasper Block PREVIOUS NEXT
- Junge Talente, große Visionen: Das sind die Gewinner:innen der vierten Edition von FASHION X CRAFT
13. Mai 2025 Die Gewinner:innen der vierten Edition des Förderprogramms FASHION X CRAFT stehen fest. Das vom Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit eBay Deutschland und The King’s Foundation organisierte Projekt, bietet jungen Absolvent:innen im Mode- und Textildesign eine einzigartige Plattform zur Weiterentwicklung und kreativen Entfaltung jenseits konventioneller Produktionswege. Die innovativsten Konzepte mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Handwerkskunst wurden nun aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und die fünf Projektteilnehmer:innen bekanntgegeben. Die Zukunft der Mode ist nachhaltig, handwerklich und innovativ – das zeigen die Konzepte der Gewinner:innen: Aleksander Kudrischow (HAW HAMBURG), Jon Liesenfeld (AMD), Laura De Sousa (UNIVERSITY OF LISBON), Lennart Bohle (PFORZHEIM UNIVERSITY DESIGN), and Melanie Parzenczewski (HTW BERLIN). Mit ihren Arbeiten setzen die ausgewählten Talente starke Impulse für die Branche: Sie entwickeln pflanzenbasierte Materialalternativen, denken Modularität und Langlebigkeit in ihren Kollektionen neu und verbinden kulturelles Erbe mit zukunftsweisenden Designstrategien. In den nächsten acht Monaten durchlaufen die Nachwuchsdesigner:innen ein ausführliches Workshop- und Mentoringprogramm. Während eines mehrwöchigen Aufenthaltes in Deutschland und einer Reise nach England in das Bildungszentrum Highgrove der The King’s Foundation, erlernen sie traditionelle Handwerkskünste wie Korbflechten und Weben. Zur Berlin Fashion Week im Februar 2026 stellen die fünf Gewinner:innen zum Abschluss des Projektes ihre konzipierten Designs vor. Anders als in den vergangenen Editionen werden sie nicht nur ein einzelnes Piece anfertigen, sondern eine gesamte Kollektion aus mehreren Looks entwickeln. Dabei durchlaufen sie die einzelnen Schritte einer Kollektionsentwicklung, um noch tiefer in das Thema Design einzutauchen. Unterstützt werden sie dabei von der FCG-Vorstandsvorsitzenden Christiane Arp sowie in individuellen Styling-Workshop. FASHION X CRAFT wurde 2022 vom Fashion Council Germany gemeinsam mit der Swarovski Foundation und The King’s Foundation ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, junge Talente früh zu entdecken und ihnen traditionelle Handwerkstechniken und Methodiken zu vermitteln, die sie auf ihrem Weg in die Branche unterstützen sollen. Die vierte Edition wird in Partnerschaft mit eBay und The King’s Foundation fortgeführt – mit einem noch stärkeren Fokus auf nachhaltige Designansätze. Die Gewinner:innen der letzten Editionen haben inzwischen eigene Labels gegründet, darunter Milk of Lime, IMPARI und SVEASØN. Diese konnten dank der gesammelten Erfahrungen bereits erfolgreich eigene Präsentationen, Shows und Konzepte während der Berlin Fashion Week umsetzen und sich in der deutschen Modelandschaft etablieren. Der Erfolg der Alumni unterstreicht dabei die Bedeutung von Programmen wie FASHION X CRAFT für die kreative und nachhaltige Transformation der Modebranche. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-x-craft https://www.ebayinc.com/ https://kings-foundation.org/about-us/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Junge Talente, große Visionen: Das sind die Gewinner:innen der vierten Edition von FASHION X CRAFT








