Suchergebnisse
Suche
Diese Website durchsuchen
1068 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Damur: Mode für Freigeister aus Berlin
6. Apr. 2020 Seit 2015 macht Damur Shih-Shun Huang mit seinem Label #Damur GmbH von Berlin aus Mode für Freigeister. Klassische Bekleidungstechniken verbindet er mit neuen Methoden der Textilwissenschaft — und mit politisch-provokanten Statements, etwa für mehr Geschlechtergerechtigkeit oder gegen Rassismus. Für den gebürtigen Taiwanesen ist Mode immer auch eine Einladung zum Dialog. Mit dem Fashion Council Germany sprach er deshalb gerne über sein Label, die Berliner Kreativszene, modische Botschaften und die Fashionwelt in Zeiten von Corona. FCG: Du hast an der belgischen Modeschule La Cambre in Brüssel Modedesign studiert. Warum hat es dich 2012 von dort nach Berlin und nicht nach Paris gezogen? Damur: Ehrlich gesagt war ich dem Frankophonen etwas überdrüssig (lacht). In Berlin verbrachte ich eigentlich nur eine Woche Urlaub, hatte aber vorab schon provisorisch Bewerbungen verschickt und tatsächlich direkt einen Job bei einem Berliner Modelabel gefunden. FCG: Was reizt dich an der Stadt? Damur: In Berlin ist jeder Tag anders, keiner muss ein Leben führen wie jeder andere. Ich liebe den kreativen Vibe, die Verrücktheit — man findet sogar auf der Straße immer wen, mit dem man ein absurdes Gespräch führen kann, das inspiriert mich sehr. Dennoch habe ich ziemlich lange gebraucht, um anzukommen. Das Leben in der Berliner Kreativszene ist prekär, über die Runden kommen war oft schwer. Geschweige denn eine Wohnung zu finden, zumal ohne Deutschkenntnisse!Seit etwa zwei Jahren fühle ich mich wirklich angekommen, vermutlich auch, weil ich mit meinem Modelabel ein solides Fundament geschaffen habe und so unabhängiger bin. FCG: Dein Label #Damur GmbH gibt es seit 2015… Damur: … Und ich denke, es könnte so auch nur hier funktionieren. Meine Mode ist oftmals provokativ, ich setze auch politisch Statements. Berlin und die Menschen, die hier leben, sind da offener, befreiter als etwa in London, Paris oder Taipei, wo ich aufgewachsen bin. Modisch konnte ich hier ausbrechen. Und natürlich ist Berlin, anders als viele andere Großstädte, trotzdem nach wie vor günstiger, was der Kreativbranche entgegen kommt. FCG: Provokant und politisch trifft es gut — deine Kollektionen tragen Titel wie #iamslut oder #youaarenotblackenough . Damur: Und eine andere hieß #thisistrans . Die #iamslut Kollektion fiel genau in die #metoo -Debatte, die wir im Grunde unterstützen wollten; über den Kollektionstitel haben wir natürlich viel diskutiert, auch mit unseren Kundinnen und Kunden. Auf Social Media fragten wir unsere Follower, was sie davon halten würden. Ich mache mittlerweile Mens- und Womenswear, der Titel sollte als Slogan auf Shirts gedruckt werden, für beide Geschlechter. FCG: Was waren die Reaktionen? Damur: Für die Menswear fanden unsere Kunden das gut, für die Womenswear entfachte eine hitzige Debatte — eben weil slut als Schimpfwort nur für Frauen benutzt wird. Bis heute können sie leider nicht so frei mit ihrer Sexualität umgehen wie Männer, entweder gelten sie als „leicht zu haben“ oder „frigide“ — gegen Geschlechterungerechtigkeit wollen wir ankämpfen, für uns ist jeder gleich. Mit unseren Shirts wollten wir Frauen insofern die Chance geben, sich den Begriff anzueignen. Das empfanden dann viele Kundinnen als befreiend, was für mich das schönste war. Genau dafür mache ich meine Mode. FCG: Sollte Mode immer politisch sein? Damur: Generell kann ich da nur für mich sprechen: Für mich ist Mode ein starkes Ausdrucksmittel für die eigene Identität und eine Sprache, mit der man Botschaften und Gefühle vermitteln kann. Mode ist insofern eine Plattform zum Dialog. Allerdings eine, wo Aussagen auch mal mit mehr Witz oder softer vermittelt werden können. FCG: Inwiefern? Damur: Jeder kennt das doch, man sitzt mit Freunden oder Familie zum Dinner zusammen, irgendwann wird es politisch, das Gespräch heizt sich auf bis jemand wütend nach Hause geht. Meine Mode ist da eher wie ein Schlagwort oder Impulsgeber zum Gespräch, für das es nicht unbedingt eine Antwort geben muss. FCG: Verwendest du deshalb Hashtags, wie in deinen Kollektionstiteln oder Labelnamen? Damur: Wer heute ein Statement machen möchte, benutzt einen Hashtag — in meinen Augen ist es schnell, präzise und als Medium demokratisch. Mich haben die sozialen Kanäle schon immer neugierig gemacht. Anfang des Jahrtausends, als das noch ganz neu war, wusste ich bereits, dass das unsere Art zu Leben und zu Kommunizieren von Grund auf ändern wird. FCG: Unter dem Hashtag #BerlinerRepublik hast du deine aktuelle Kollektion während der Berliner Modewoche in dem Club Griessmühle gezeigt — bewusst außerhalb des Rahmens der Mercedes-Benz-Veranstaltungen. Warum? Damur: Wenn mir in der Zukunft noch einmal ein geförderter Slot angeboten wird, würde ich auch wieder im Rahmen des Mercedes-Benz-Kalenders zeigen. Ohne Unterstützung ist so eine Show für mein kleines Label allerdings ziemlich kostspielig. Meine eigene Schau hat zwar auch Geld gekostet, dafür war ich viel freier, konnte flexibler Menschen auch aus anderen Branchen einladen und den Abendtermin frei wählen — zu einem Slot um 10 in der früh wären weniger Menschen gekommen, nicht jeder kann sich für sowas freinehmen. FCG: Als junges Label, was wünschst du dir in Sachen Förderung? Damur: Ich wünsche mir zunächst einmal mehr Transparenz. Die Modewoche ist das beste Beispiel: An ausgewählte Nachwuchsbrands vergibt das Land Berlin Schauenslots auch kostenlos, scheinbar in letzter Minute. Mir erschließt sich erstens nicht, wie, wann und nach welchen Kriterien diese Marken ausgewählt werden — ich selbst hatte mich in der Vergangenheit auch schon erfolglos um so eine Unterstützung bemüht — und andererseits verstehe ich nicht, welche Marke erst zwei Wochen vor der Fashion Week kurzfristig in der Lage ist, eine Show auf die Beine zu stellen, das halte ich von allen Beteiligten für wenig professionell.In Taiwan unterstützt die Regierung junge Designer gleichermaßen, das wäre doch auch für Deutschland eine Perspektive. Auf Berlin bezogen glaube ich, dass der Modewoche ganz generell eine Vision fehlt. FCG: Bist du deshalb Mitglied im Fashion Council Germany? Damur: Wohl, weil ich Damur als eine deutsche Modemarke mit Sitz in Berlin sehe. Die hiesige Modebranche empfinde ich als eher zerrissen, wenig miteinander verbunden, was sicher auch demografische Gründe hat. Das Fashion Council Germany hilft hier, viele Stränge zusammen zu führen. Letzten Endes geht es aber auch immer darum, nachhaltige Businessmodelle zu schaffen, da hinken wir hinterher. FCG: Apropos Business, Damur ist auch Teil des sogenannten McKinsey Experience Studios. Was hat es damit auf sich? Damur: Das ist ein von der Berateragentur McKinsey initiiertes Lab, was Talente als auch Technologien zusammen- und idealerweise vorwärts bringt. Eine Spielwiese für Innovationen wenn man so will. Für uns als junges Label war ganz großartig, dass sie uns pro bono beraten haben. Wie baut man eine Marke eigentlich richtig auf, wie bringt man ein Business zum Laufen, wie lassen sich Abläufe, Organisation und Produktion verbessern? Dinge, die man als Designer nicht unbedingt weiß, die aber essentiell sind. FCG: Hast du auch gelernt, hiesiges Klientel für deine Mode zu begeistern? Der deutsche Durchschnittskunde gilt ja jungen Marken gegenüber als wenig aufgeschlossen. Damur: Ehrlich gesagt ist Deutschland nicht unser stärkster Markt. Obwohl ich versuche, die Preise in einem angemessenen Verhältnis anzusiedeln, können sich die jungen, die sich für unsere Mode begeistern, die Kollektionen nicht leisten. Die Älteren investieren wiederum lieber in Klassiker. Unsere Hauptmärkte sind die USA und Asien. Aber wir sehen, dass wir auch hier wachsen, das braucht einfach Zeit. FCG: Vor der Gründung deines eigenen Labels hast du für Dawid Tomaszewski gearbeitet. Wie wichtig war es, Erfahrung zu sammeln? Damur: Für jemand anderen zu arbeiten ist insofern wichtig, als dass man etwa sieht, was andere machen oder falsch machen, was man selbst gerne anders angehen würde. Generell denke ich aber, dass man sich als Unternehmer immer auch etwas Unschuldiges bewahren sollte. Und seien wir mal ehrlich: Ich wollte zwar immer gern ein eigenes Label gründen, in Berlin bleibt einem aber auch kaum eine andere Wahl, wenn man hier in der Modebranche arbeiten will — bezahlte Jobs bei anderen Labels gibt es eh nicht. FCG: Etwas Aktuelles: Mit dem Coronavirus erleben wir derzeit einen absoluten Ausnahmezustand, der sich natürlich auch auf die Modeindustrie auswirkt. Welchen Effekt hat die Pandemie auf Damur? Damur: Das ist jetzt für alle eine Zeit der Meditation. Für uns als kleines Label sind die Auswirkungen zum Glück erst einmal nicht so gravierend, für größere Berliner Marken dürfte das anders aussehen. Einige Menschen mit asiatischen Wurzeln berichten von rassistischen Übergriffen. Ich selbst habe die Erfahrung glücklicherweise noch nicht gemacht. Aus Taiwan kommend muss ich allerdings sagen, dass ich das konsequente Nicht-Tragen von Mundschutz als komisch empfinde. Hier ist es genau anders herum. Gerade hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben Windpocken, auf dem Weg zum Arzt trug ich eine Maske — damit wird man allerorts komisch angeschaut. Es scheint, als ob jedermann eher denkt, man sei krank, wenn man sich schützt, das ist doch verrückt. Der Arzt sagte mir dann, ich könne die Maske ruhig abnehmen, das sei sicher unbequem (lacht). FCG: Als erster Berliner Designer schicktest du wie einer Vorahnung folgend im Januar Models mit medizinischen Masken über den Laufsteg — momentan von einem „Fashion Trend“ zu sprechen wäre aber wohl eher zynisch. Damur: Man sieht ja auch in Berlin, dass sich das Tragen von Masken selbst in so einer Extremsituation nicht durchsetzt, egal ob als modisches Accessoire oder medizinischer Schutz. Die Mentalität zu ändern ist da sicher schwer. Und mal abgesehen von Krisenzeiten ist es wohl auch nicht so nötig wie in vielen asiatischen Städten, die mit viel höherer Luftverschmutzung zu kämpfen haben — und wo Klimaanlagen und überfüllte U-Bahnen ein ganz anderes Gesundheitsrisiko darstellen. Zumindest in Berlin hat man da wiederum bekanntlich noch viel Platz. Und auf vielerlei Ebenen Luft zum Atmen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://damur.fashion/ MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Damur: Mode für Freigeister aus Berlin
- NEWS: FASHION COUNCIL GERMANY ERÖFFNET ERSTE NIEDERLASSUNG AUßERHALB BERLINS: "localONE"
Pilotprojekt: Der Fashion Council Germany eröffnet im Juni 2023 seine erste Außenstelle „localONE“ in Mannheim. Eine Expansion mit dem Ziel einer intensiveren regionalen Vernetzung, stärkeren Mitgliederbetreuung und Branchenförderung. Weitere Standorte sind in Planung. NEWS: FASHION COUNCIL GERMANY ERÖFFNET ERSTE NIEDERLASSUNG AUßERHALB BERLINS: "localONE" Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://textilerei.next-mannheim.de/ https://next-mannheim.de/ DOWNLOAD PM Download Mannheim, 3. Mai 2023 : Der Fashion Council Germany kündigt im Rahmen eines FCGFIRESIDECHATS in Mannheim die Eröffnung seiner ersten Außenstelle im Juni 2023 in Mannheim an. Unter den Gästen waren u.a. Christiane Arp (FCG), Christian Heinrici (Textilwirtschaft), Andreas Hilgenstock (Engelhorn), Hubertus Junge (Alpha Industries), David Lehr (Breuninger), Jürgen Leute (Luisa Cerano), Dr. Peter Kurz (Oberbürgermeister Mannheim), Robert Rivera (Different Fashion), Magdalena Schaffrin (Studio MM04), Christian Sommer (Next Mannheim) und Nicoline Wöhrle (Dr. Hauschka). Das "localONE" hat zum Ziel, eine verstärkte Aktivierung der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen aus Mannheim heraus zu ermöglichen. Von „localONE“ werden künftig regionale Mitglieder betreut , politische Lobbyarbeit betrieben und neue Fördermöglichkeiten eruiert. Scott Lipinski, Geschäftsführer des FCG erklärt: „Der Fashion Council Germany war nie ausschließlich auf Berlin fokussiert. Wir haben in Berlin begonnen und dort ist unsere Geschäftsstelle, aber wir verfolgen eine bundesweite Ausrichtung. Die begrenzte Anzahl an regionalen Aktivitäten hat uns im Ausbau eines überregionalen Netzwerks bestärkt, um möglichst vielen Mitgliedern einen direkten Anlaufpunkt bieten zu können und auch außerhalb Berlins stärker präsent zu sein. localONE ist ein Pilotprojekt, das wir bei Erfolg auch auf andere Standorte ausweiten wollen. localTWO, THREE, FOUR und FIVE sind unser Ziel.“ Der Fashion Council Germany hat mit NEXT Mannheim sowie im Speziellen der TEXTILEREI in Mannheim einen starken lokalen Partner gefunden. Ein möglicher Pop Up Bereich in der TEXTILEREI sowie Kontaktmöglichkeiten zu Mannheimer Stores und Akteur:innen schaffen zusätzliche Benefits für bestehende und potentielle Mitglieder. Nico Hoffmeister, Leiter der TEXTILEREI und zukünftiger localONE Verantwortlicher betont: „Wir freuen uns, dass der Fashion Council Germany in Mannheim sein erstes regionales Büro mit unserer Unterstützung eröffnet. Der FCG hat seit seiner Gründung in 2015 sehr viel geschaffen und sich als führende Interessenvertretung für Mode in und aus Deutschland etabliert. Sie vereinen junge Start-ups mit etablierten Unternehmen wie keine andere Organisation das in Deutschland macht. Sowohl unsere lokalen Designer:innen, als auch die Kreativen der gesamten deutschen Modebranche erhalten mit localONE die Möglichkeit einer Repräsentation an einem neuen Standort.“ Der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz freut sich über diese Entwicklung: „ Für die Stadt Mannheim bietet die Zusammenarbeit mit dem Fashion Council Germany die Möglichkeit der überregionalen Vernetzung und ermöglicht es uns , mit Hilfe der TEXTILEREI sowie NEXT Mannheim ein starkes Band zur deutschen Modebranche zu knüpfen. Mannheim ist ein außergewöhnlicher Standort, an dem die Kultur- und Kreativwirtschaft schon lange ein echtes Zuhause mit kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung hat. Nun haben wir mit dem Fashion Council Germany einen neuen starken Partner gewonnen, der unsere Sichtbarkeit erhöht.“ Weitere FCG local Büros sind in Planung und sollen zukünftig deutschlandweit für alle regionalen Mitglieder zugängig sein. Vorerst möchte der FCG mit dem Mannheimer Pilotprojekt die Struktur, Angebote und Initiativen definieren. Das Berliner Büro fungiert weiterhin als Head Office und bleibt zentrale Anlaufstelle des FCG. Nähere Informationen zu localONE unter folgendem Link: https://www.fashion-council-germany.org/standorte Hier geht es zu den Downloads: Pressemitteilung & Bildmaterial Kontaktdaten des Mannheimer Office: Fashion Council Germany e.V. C4, 6 68159 Mannheim Tel. +49 30 994 0489 – 59 localone@fashion-council-germany.org Bei Interviewanfragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Fenja Niechoj Communications Manager Fashion Council Germany fenja.niechoj@fashion-council-germany.org t +49 30 994 0489 – 53 m +49 176 30789647 About Fashion Council Germany: hier PREVIOUS NEXT
- NEWS: Das war RAUM.Berlin – Fashion Council Germany präsentiert zwölf Kollektionen mittels Installationen, Performances und interaktiver Elemente
NEWS: Das war RAUM.Berlin – Fashion Council Germany präsentiert zwölf Kollektionen mittels Installationen, Performances und interaktiver Elemente Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL presse@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S DOWNLOAD PM Download Berlin, 03. Februar 2026: Eine surreale Disco, eine träumerische Garderobe, das Wohnzimmer einer kurdischen Familie – vier Tage hindurch wandelten Gäste der Berlin Fashion Week durch unterschiedlichste Raumkonzepte, denen lediglich die Mode als bindendes Überthema gemein war: Im Rahmen der Fashion Week vom 30. Januar bis zum 2. Februar, richtete der Fashion Council Germany zum zweiten Mal RAUM.Berlin aus – ein mehrtägiges Eventformat, das Mode zwischen traditioneller Show und interaktiver Installation neuartig erfahrbar macht. Erstmals war die Veranstaltungsreihe in dieser Saison als Wettbewerb konzipiert und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert worden. Zwölf Labels mit einem Fokus auf nachhaltige Mode – so eine der Grundvoraussetzungen für die Wettbewerbsteilnahme – konnten sich durchsetzen und ihre Kollektionen sowohl einem Fachpublikum als auch der Öffentlichkeit mittels Installation, Performance oder anderer interaktiver Elemente präsentieren. „Traditionelle Modenschauen, von denen ich im Laufe meiner Karriere so viele erleben durfte, werden immer ein zentraler Teil der Branche bleiben. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich Ideen und Inspirationen auch durch interaktive Ausstellungen ganz wunderbar vermitteln lassen. Mit RAUM.Berlin unterstützen wir Designer:innen einmal mehr in ihrer Individualität – in diesem Fall, was die passgenaue Inszenierung ihrer Kollektionen angeht“, so Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany. Und tatsächlich: Die vier Veranstaltungstage, an denen je drei Brands ihre Arbeiten zunächst dem internationalen Fachpublikum der Berlin Fashion Week und darauffolgend modeinteressierten Privatpersonen präsentierten, waren geprägt durch eine beeindruckende Vielfalt, die sich aus den originären Konzepten der Designer:innen ergab. Am Freitag lud Esther Perbandt die Gäste ein, selbst kreativ zu werden: Besucher:innen ihrer Installation konnten eine Wand mit schwarzer Farbe bemalen, während Models in Perbandts Entwürfen inmitten eines Meeres aus schwarzen Ballons posierten. Dieser düsteren Vision standen Clara Colette Miramons verspielten Entwürfe, die sie im stilisierten Ankleidezimmer präsentierte, und die Designs des Labels Selva Huygens gegenüber, bestehend zum Teil aus Autoteilen, die sich als skulpturale Installationen auf dem Boden wiederfanden. Am zweiten Tag ließ dann die Marke Sezgin, die ohnehin stets einen Dialog zwischen dem kurdischen Kulturerbe und den Prämissen zeitgenössischen Designs anstrebt, ihre Models individuelle Choreografien in der Nachbildung des Wohnzimmers einer kurdischen Familie durchführen. Zudem waren am Samstag ein Live-Fotoshooting der Denimbrand Sex&Jeans sowie eine performative Kooperation zwischen dem kunstvollen Label Ultravantgarde und der gefeierten Berliner Dragqueen Hungry in einem Disko-Setting zu sehen. Am Sonntag folgten eine Modenschau in Dauerschleife des Berliner Designers Michael Sontag und die Inszenierung der Marke Lueder – mit Models, die in gehetztem Tempo durch Kleiderpuppen marschierten, ein Spiel mit lebendigen und starren Körpern. Zudem zeigte am dritten Tag von RAUM.Berlin der Designer Panos Gotsis eine Videoinstallation, die seinen Entwurfs- und Arbeitsprozess in Griechenland nachvollziehbar macht. Zum Finale stellte dann Maximilian Gedra seine avantgardistischen Entwürfe an sorgsam arrangierten Kleiderpuppen aus, während das Label SVEASØN, das sich zwischen Mode und Kunst verortet, farbstarke Accessoires, Keramikskulpturen und Leuchtendesigns präsentierte. Außerdem konnten die Gäste am Montag den Models der Marke Ritual Unions dabei zusehen, wie sie sich an einem reich gedeckten Dinnertable amüsierten. PREVIOUS NEXT
- Neues Format RAUM.Berlin gibt erfolgreiches Berlin Fashion Week Debüt
16. Juli 2025 Die erste Ausgabe von RAUM.Berlin , einem neuen immersiven Präsentationsformat, initiiert vom Fashion Council Germany und powered by eBay, gab während der SS26-Ausgabe der Berlin Fashion Week ein überzeugendes Debüt. Vom 01. bis 03. Juli 2025 eröffnete RAUM.Berlin im Kranzler X neue Perspektiven auf die Mode, durch die Kombination von innovativem Design und zirkulärem Denken. Während der drei Tage präsentierten neun visionäre Designer, drei an jedem Tag, ihre Kollektionen in individuell gestalteten Räumen und schufen so immersive Umgebungen. Das Format sprengte die traditionellen Grenzen der Modepräsentation und bot Raum für Erzählungen, Experimente und kreativen Ausdruck. Alle drei Tage wurden von jeweils 11:00 bis 13:00 Uhr mit einer Opening Reception eingeleitet, anschließend war die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich. TAG 1 - DAGGER, IDEN & JULIAN ZIGERLI Am ersten Tag wurden mit den Präsentationen von DAGGER, IDEN und JULIAN ZIGERLI die Einflüsse des Undergrounds sowie subkulturelle Identitäten untersucht. Mit einer rauen Ästhetik, dystopischen Visionen und spielerischer Rebellion interpretierten die Designer:innen die Codes von Jugend, Geschlecht und Identität neu. DAGGER brachte mit VHS-Loops, die die Skateboard-Jugend des Gründers Luke Rainey in Nordirland widerspiegeln, eine rohe Energie ins Kranzler X. IDEN , das Label des Gründers Moritz Iden, verschmolz dystopisches Design mit postdigitaler Ästhetik und erforschte geschlechtsneutrale, technikgetriebene Mode. JULIAN ZIGERLI aus Zürich kombinierte Druckkunst, Emotionen und Humor in einer Papierinstallation, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Andi Fischer entstand. TAG 2 - JISOO BAIK, KASIA KUCHARSKA & LADO BOKUCHAVA Am zweiten Tag standen mit den Kollektionen von JISOO BAIK, KASIA KUCHARSKA und LADO BOKUCHAVA das materielle Storytelling und die Transformation des Körpers im Mittelpunkt. Durch ihre Entwürfe erforschten die Designer:innen Mode als Medium für Erzählungen, Identität und Emotionen. Die französische Designerin JISOO BAIK, die bereits Björk und Ariana Grande ausstattete, präsentierte „Soft Armor“: skulpturale Silhouetten, die Stärke und Verletzlichkeit durch Couture-Abstraktion erforschen. KASIA KUCHARSKA , Gewinnerin des FCG/VOGUE Fashion Fund 2024, definiert Tailoring mit Latex und 3D-Prozessen neu und stellte die statische Natur des traditionellen Designs in Frage. LADO BOCKUCHAVA aus Tiflis, Georgien, vereinte gemeinsam mit der Künstlerin Ivana Vladislava zwei Perspektiven auf Stil und Provokation, getragen von Neugier, Beobachtung und dem Wunsch, dem Träger eine eigene Identität zu geben.“ TAG 3 - AVENIR, PLNGNS & ROUGH Am dritten Tag wurde ein Blick auf die Zukunft der Mode durch Kreislaufwirtschaft und kulturellen Remix geworfen und die Kollektionen von AVENIR, PLNGNS und ROUGH präsentiert. Von Upcycling bis hin zu Referenzen auf das kulturelle Erbe setzten die Designer:innen auf neue Materialien, lokale Produktion und eine hybride Ästhetik als Werkzeuge für nachhaltige Innovation. AVENIR konzentriert sich auf radikale Kreislaufwirtschaft und stellt Kleidungsstücke aus Materialien der Überproduktion vor, die auf Bestellung, lokal und abfallfrei produziert werden. PLNGNS mit Sitz in Kiew, Ukraine, verwandelt vor allem gebrauchte Schuhe in avantgardistische Statements, indem das Unternehmen ein geschlossenes Kreislaufsystem einsetzt, das Handwerk und Umweltbewusstsein miteinander verbindet. Bei ROUGH. verschmilzt griechische Herkunft mit der Berliner Streetwear-Szene und interpretiert traditionelle Spitzen in gewagten, nostalgischen Silhouetten, die schon von Lewis Hamilton und Tyga getragen wurden. An allen drei Tagen boten die ausgestellten Designer:innen einen eindrucksvollen Einblick in die sich entwickelnde Modelandschaft - verwurzelt in der Subkultur, experimentierfreudig und auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet. Von Berlin über Paris bis Tiflis spiegelten ihre Arbeiten ein gemeinsames Engagement wider, Materialien, Identitäten und die Rolle der Mode bei der Gestaltung der Kultur neu zu überdenken. Scott Lipinski, CEO des FCG, erklärte: „ RAUM.Berlin schafft eine Plattform für Talente, um ihre Visionen und Kreationen jenseits der traditionellen Laufstege zu präsentieren. Das Format ermutigt zu neuen Perspektiven und hebt die Vielfalt und Innovation in der Mode hervor. Mit dem Open to Public Event wird so die Mission des Fashion Council Germany fortgesetzt, aufstrebende Designer:innen zu unterstützen und sinnvolle Verbindungen zwischen der Modeindustrie und der breiteren Berliner Community zu schaffen." Mandy Krüger, Head of Fashion eBay, ergänzte: „Berlin steht für neue Formen des kreativen Ausdrucks - jenseits der traditionellen Laufstege. Das Format schafft Platz für Experimente und Dialog, und Plattformen wie diese spielen eine wichtige Rolle, um die Branche voranzutreiben. Neben der Unterstützung aufstrebender Designer:innen lag unser Fokus darauf, Gespräche über Kreislaufwirtschaft anzustoßen - ein Thema, das für die Zukunft der Mode von entscheidender Bedeutung ist." Neben den Designer-Showcases präsentierte eBay eine Pre-Loved-Exhibition , die von dem Stylisten, Fashion Editor und Art Director Christian Stemmler kuratiert wurde und das kreative und zirkuläre Potenzial von Secondhand-Mode hervorhob. Das Talkformat „METAMORPHOSIS - dialogues about change“ powered by eBay fand am Nachmittag statt und brachte Stimmen von Meinungsträger:innen aus Mode und Medien zusammen. Die eBay Networking Lounge war den ganzen Tag über geöffnet und verwandelte das Kranzler X in einen Raum für den Austausch über Zirkularität, digitales Design und Diversität. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Neues Format RAUM.Berlin gibt erfolgreiches Berlin Fashion Week Debüt
- Firesidechat in München
7. Aug. 2019 Am Montag den 05.08. veranstaltete der Fashion Council Germany erneut einen FCGFIRESIDECHAT, dieses Mal in München. Die geladenen Gäste aus der Mode- und Kreativbranche fanden sich auf der exklusiven Dachterrasse von Hartmanns zusammen, der einen einzigartigen Blick über die Dächer Münchens bot. Für exzellente Getränke sorgte Franciacorta Schaumweine. Christiane Arp, FCG Präsidentin und Chefredakteurin der VOGUE Germany, eröffnete den Abend mit Chefredakteurin der Harper's BAZAAR, Kerstin Schneider. In Ihren Ansprachen diskutierten Sie über die Relevanz von Förderung, Networking und Sichtbarkeit der deutschen Modebranche, als auch der politischen Lobbyarbeit. Des Weiteren wurden die rund 60 anwesenden Gäste mit Reden von FCG Vorstandsmitglied Olaf Schmidt (Messe Frankfurt) und Simone Hartmann (Hartmann Consultants) begrüßt. Das Event verlief in einem interessanten Networking Abend, der von interdisziplinärem Austausch geprägt war. Wir bedanken uns herzlich bei unserem Co-Host Hartmanns für die einzigartige Location und die Gastfreundschaft, bei Franciacorta Schaumweine für die köstliche Erfrischung und unseren Gästen für den gelungenen Abend! AUTOR:IN ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News Firesidechat in München
- Die Nominierten des UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE im DER BERLINER SALON zur Berlin Fashion Week
14. Juli 2023 Zum Auftakt der Berlin Fashion Week fand am vergangenen Montag, den 10.07.2023, DER BERLINER SALON im Kronprinzenpalais Unter den Linden statt. Neben dem Fokus auf deutsche Designtalente aus Mode, Manufakturen und Produktdesign stand der holistische Anspruch des Berliner Salons stark im Fokus. DER BERLINER SALON wurde in Partnerschaft mit dem Berliner Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe umgesetzt. Auf der diesjährigen Gruppenausstellung wurden die Entwürfe und Kollektionen von insgesamt 51 Teilnehmer:innen präsentiert. Darüberhinaus wurden die fünf Nominierten unseres UGG ® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE in Partnerschaft mit kalifornische Lifestyle-Marke UGG® im Rahmen des BERLINER SALONS der Öffentlichkeit vorgestellt. Die folgenden fünf Nominierten sind Haderlump, Kasia Kucharska, Marke, Namilia und SF1OG. Jede:r Designer:in, der Form und Funktion durch die Brille der Nachhaltigkeit betrachtet, stellte Elemente seines visionären Konzepts aus, inspiriert durch den UGG®️ "Classic Mini"-Stiefel. Dabei stand die konzeptionelle Interpretation im Fokus, begleitet von je einem Look aus den aktuellen Kollektionen der jeweiligen Designer:innen. Die Gruppenausstellung wurde von Christiane Arp kuratiert und fand vom 10. bis 11. Juli 2023 im Rahmen der Berlin Fashion Week statt. Mehr Informationen über das Projekt unter folgendem Link . Bilder-Credit: ® Ben Mönks für Fashion Council Germany AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Antara Gill INFOS ANFRAGEN antara.gill[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Initiative Die Nominierten des UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE im DER BERLINER SALON zur Berlin Fashion Week
- Unsere Mitglieder im Der Berliner Salon zur BFW AW25
4. Feb. 2025 Pünktlich zur Berlin Fashion Week fand das DER BERLINER SALON Opening in den eindrucksvollen Räumen der Gemäldegalerie statt. Das Format wurde von Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany und Marcus Kurz, Geschäftsführer von NOWADAYS , ins Leben gerufen, um die Vielfältigkeit und Hochwertigkeit deutscher Designs darzustellen. Die sorgfältig kuratierte Gruppenausstellung zeigte auch in dieser Saison wieder außergewöhnliche Designs, welche gezielt mit einem Fokus auf Nachwuchstalente ausgewählt wurden. Der diesjährige DER BERLINER SALON zeigte die Arbeiten von neun ausgewählten Mitgliedern des FCG. DES FILLES DÉSIR , FIONA BENNETT , KAREN JESSEN , KATHARINA DUBBICK , PANOS GOTSIS , SELVA HUYGENS , SOFIA HERMENS FERNANDEZ und TATI , hatten die Gelegenheit, ihre Designs im Rahmen des Salons zu präsentieren. DER BERLINER SALON bietet diesen Designer:innen eine einzigartige Plattform, um ihre kreativen Visionen einem breiten Publikum und der Presse vorzustellen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Des FILLES désir Fiona Bennett Karen Jessen PANOS GOTSIS KATHARINA DUBBICK SELVA HUYGENS Sofia Hermens Fernandez TATi PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Unsere Mitglieder im Der Berliner Salon zur BFW AW25
- Mode in der Gemäldegalerie – Fashion Council Germany zeigt zur Berlin Fashion Week Handwerk junger Designer:innen im musealen Kontext
Mode in der Gemäldegalerie – Fashion Council Germany zeigt zur Berlin Fashion Week Handwerk junger Designer:innen im musealen Kontext Manuel Almeida Vergara ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL presse@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S DOWNLOAD PM Download Berlin, 13. Januar 2025 : Kann Handwerkskunst als generationsübergreifender Dialog begriffen werden? Lässt sich der Austausch über ein gänzlich analoges Gut in digitalen Zeiten fortführen? Wie werden wir uns an traditionelle Techniken erinnern – oder kann es sogar gelingen, sie zu erhalten? Mit diesen Fragen haben sich Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki auseinandergesetzt. Auf Grundlage monatelanger Denk- und Handarbeit ist die Kollektion „Echoes of Tomorrow“ entstanden, die der Fashion Council Germany im Rahmen der Berlin Fashion Week (30. Januar bis 2. Februar 2026) in der Gemäldegalerie zeigt. Damit laden wir Besucher:innen dazu ein, sich mit traditionellen Techniken auseinanderzusetzen, zeitgenössische Neuinterpretationen kennenzulernen und über die Mode der Zukunft nachzudenken. Das V-Collective setzt sich aus Teilnehmer:innen unserer Initiative Fashion x Craft zusammen: Das Projekt des Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation bietet jungen Mode- und Textildesigner:innen ein maßgeschneidertes Förderprogramm, das Themen der Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Innovation fokussiert. Dabei werden die Teilnehmer:innen während Residencies bei dem Good Garment Collective in Berlin und einem Stiftungssitz der King’s Foundation, Highgrove Gardens im englischen Gloucestershire, in Workshops und Mentoringprogrammen an handwerkliche Prozesse herangeführt, die über die Grenzen traditioneller Mode- und Textilproduktion hinausgehen. Aus der diesjährigen Ausgabe der Initiative sind das V-Collective und seine Modekollektion hervorgegangen: Sie basiert auf den Handwerkskünsten, die den Teilnehmer:innen innerhalb des Projektjahres vermittelt wurden, darunter natürliche Färbetechniken und Weben, aber auch modefremde Prozesse wie Korbflechten, Metall- und Holzarbeit. Die Entwürfe wurden aus Deadstock-Materialien gefertigt – nicht verwendeten Stoffen größerer Unternehmen also, die eBay Deutschland und die Plattform Zerow zur Verfügung gestellt haben. In der Gemäldegalerie wird die Kollektion in Form einer Bühneninstallation gezeigt: Der musealen Perfektion des Ausstellungsortes – den Dior-Kreativdirektor Jonathan Anderson unlängst als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschrieb – setzt die Schau im hinteren Teil der Wandelhalle eine zum Teil rohbauliche Wandgestaltung entgegen. So entsteht der Eindruck eines Ateliers; der Erarbeitungsprozess der Kollektion wird atmosphärisch in den institutionellen Raum übertragen und dort nachvollziehbar gemacht. Zeitgleich schafft im vorderen Teil der Wandelhalle „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ einen Dialog zwischen Werken der Sammlung und Momentaufnahmen zeitgenössischer Mode. Die Schau wurde von Katja Kleinert, Kuratorin für niederländische und flämische Kunst des 17. Jahrhunderts an der Berliner Gemäldegalerie, kuratiert; das Modekonzept entwickelte Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany. Neben Videoarbeiten Florian Azars und Entwürfen der Designer:innen Anne Bernecker, Karen Jessen, Alexander Gigl und Estelle Adeline Trasoglu von der Marke Plaid-à-Porter präsentiert die Ausstellung Modefotografien Ralph Meckes. „Ralph Meckes Fotografien zeigen eindrücklich, wie die Bildstrategien der Alten Meister in der zeitgenössischen Mode weiterleben. Seine Arbeiten schaffen eine visuelle Brücke zwischen unserer Sammlung und der Gegenwart im Zusammenspiel von Malerei und Mode“, so Katja Kleinert von der Berliner Gemäldegalerie. In seinen Bildproduktionen hat Mecke im Museumsraum fotografisch erforscht, wie Kompositionen, Lichtstimmungen und Symbolik der Alten Meister in zeitgenössischer Mode wiederkehren – und damit letztlich den Anstoß für beide Ausstellungen gegeben. PREVIOUS NEXT
- FCG Seminars: Marketing Modul 1
9. Aug. 2018 Am 08. August fand der erste Termin der FCG SEMINARS Workshop-Reihe im Showroom des Fashion Council Germany statt. Eine Gruppe Berliner Designer nahm am ersten Modul MARKETING 1 teil und hatte durch kleinere Arbeitsgruppen und Face-to-Face-Meetings die Möglichkeit sich persönlich und sachbezogen mit den Experten auszutauschen. Inhaltlich wurde das Modul durch zwei Slots abgedeckt: Der erste Teil "Brand DNA: Best Practice aus der Industrie" wurde von Modekommunikations-, PR- und Digitalisierungsstrategin Kirstin MacLeod geleitet. Der darauffolgende, zweite Slot "Brandbuilding: How to build a remarkable and future proof brand?" wurde von Mode-Unternehmer, Berater und Geschäftsentwickler Simon Angel gehalten, wobei Strategie, Meilensteine, Ressourcen und Tools, um Marken auf dem Laufenden zu halten, diskutiert wurden. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG Seminars: Marketing Modul 1
- Interview mit Scott Lipinski
29. Juli 2021 Was will der Fashion Council Germany? Scott: Wir sind ein Interessenverband, der die Vielfältigkeit der deutschen Modeindustrie repräsentiert und ihre Belange in der Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit stärkt. Wir betrachten die Modeindustrie ganzheitlich mit all ihren Akteuren und Schnittstellen, mit dem Einzelhandel, jungen Designern, etablierten Häusern und all den Kreativen, die am Schaffensprozess beteiligt sind. All das soll nicht nur repräsentiert, sondern auch durch gezielte Lobbyarbeit unterstützt werden, um die Wirkungskraft und Reichweite zu schaffen, die die deutsche Modeindustrie verdient – auf kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftspolitischer Ebene. Wir sehen es auch als unsere Aufgabe, Belange wie Fördertöpfe und die Mitgestaltung für Rahmenbedingungen für die Modeindustrie bei der Politik einzufordern. Wie wollt ihr das erreichen? Scott: Seit der Gründung haben wir eine ganze Reihe von Projekten und Aktivitäten gemacht, die die Sichtbarkeit der deutschen Mode in Politik und Öffentlichkeit befördert haben. Aktuell arbeiten wir zur Frankfurt Fashion Week für das Konferenz-Format „Werkstatt der Zukunft“ zum ersten Mal mit Ursula von der Leyens Initiative „The New European Bauhaus“ zusammen. Wir sind in stetigem Dialog mit der Politik auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, waren im Kanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium, um auch wirtschaftlichen Grundlagen für Modeunternehmer mitzugestalten. Auf internationaler Ebene vernetzen wir uns mit anderen Organisationen, wie dem CFDA – Council of Fashion Designers of America, dem British Fashion Council oder der Camera della Moda, mit der wir gerade für den Austausch zwischen deutschen und italienischen Designern wieder zusammenarbeiten. Ein großer Meilenstein ist unsere Studie zum „Status Deutscher Mode“, die als Bestandsaufnahme der deutschen Modeindustrie die Weichen für eine wirtschaftspolitische Mitsprache bildet. Wie steht es um die deutsche Modeindustrie? Welche Erkenntnisse zeigt diese Studie? Scott: Ganz klar die Größe der deutschen Modeindustrie. Immerhin ist Deutschland der zweitgrößte Produzent in Europa, hat die höchste Dichte an Modeschulen und ist auch als Absatzmarkt global relevant. Und trotzdem mangelt es an gesellschaftlicher Akzeptanz und politischer Unterstützung. Verglichen mit anderen Ländern haben wir auch festgestellt, dass wir uns sehr innovativ sind und auch im Bereich der Textilentwicklung die meisten Patente anmelden. Wir haben Unternehmen, die aus Spinnweben Seide herstellen oder aus Garne aus Milch. Auch das Thema Nachhaltigkeit gehört zu unseren Stärken. In der Befragung wurde auch auf die „deutschen Tugenden“ hingewiesen, Qualität und Verlässlichkeit. Beim Thema Digitalisierung braucht vor allem der deutsche Mittelstand noch Unterstützung, um sich zu digitalisieren. Viele inhabergeführten Unternehmen sind noch nicht in der jungen Generation angekommen. Adressiert ihr als Interessenverband auch diese Themen? Scott: Ja. Wir sind dabei Arbeitsgruppen zu schaffen, in denen sich Menschen mit bestimmten Expertisen gezielt einbringen können – das gilt vor allem für unsere Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Wir haben in Berlin kleine Digital-Projekte ins Leben gerufen, um Designern und Unternehmen Zugang zu digitalen Planungstools zu geben und haben auch während der Lockdown-Zeit für unsere Mitglieder Webinars freigestellt, um digitale Kompetenzen zu schulen Wie findet das Thema Nachhaltigkeit bei euch statt? Scott: Das geht oft Hand in Hand mit der Digitalisierung. Wir wollen ein bundesweites Förderprojekt für ein digitales Tool initiieren, das Unternehmern hilft sich nachhaltiger aufzustellen – nicht nur in der Unternehmensführung, der Produktentwicklung und Herstellung, sondern an allen Punkten der Lieferketten. Auch auf der politischen Ebene arbeiten wir daran, denn Nachhaltigkeit hat viel mit Kommunikation und Aufklärung zu tun. Wir wollen die Öffentlichkeit weiterhin für die Dringlichkeit sensibilisieren. Mit Prinz Charles The Prince's Foundation arbeiten wir außerdem zusammen, um in der Mode alte, Verfahren zu beleuchten, die sich vielleicht wieder erneuern und wieder in den Alltag eines Mode schaffen den Einzug erfinden einfinden können, etwa nachhaltiges Handwerk. Wir werden das German Sustain Concept weiter ausbauen und planen eine Nachhaltigkeitsstudie. In Zukunft werden wir dabei die Bildungsinstitutionen stärker einbinden. Auch das findet in der „Werkstatt der Zukunft“ statt. Was gibt mir der Fashion Council als Mitglied? Scott: Ein Verein ist so stark wie seine Mitglieder und jedes Mitglied muss sich aktiv einbinden, um etwas aus der Vereinsarbeit zu gewinnen. Es ist wie im Sportverein – wenn man Tennis spielt, dann muss man auf den Platz gehen. Das Gleiche ist bei uns auch der Fall, es gibt ein Netzwerk, das aktiv genutzt werden muss. Wir versuchen die Sichtbarkeit von Verein und Mitgliedern zu stärken und zwischen den Mitgliedern und Politik und Wirtschaft zu vermitteln, um neue Möglichkeiten und Kollaborationen und auch Förderung für unsere Mitglieder zu schaffen. Wie viele Früchte die Vereinsaktivitäten auch für jeden einzelnen tragen hängt davon ab, ob man ein eher passives oder ein aktives Mitglied ist. Je mehr man sich einbringt, desto größer der Nutzen Was sind die nächsten Schritte für den Fashion Council Germany? Scott: Wir sind ein sehr junger Verein, aber ich denke, dass wir in den fünf Jahren seit unserer Gründung schon einiges erreicht haben. In naher Zukunft wollen wir die Wissensvermittlung auf unserer neuen Plattform ausbauen, sodass Mitglieder auf Datenbanken und Webinars zurückgreifen können und Zugang zu neuen Master Classes von Institutionen wie Parsons School of Design oder der Polimoda haben. Wir wollen die Mitglieder Benefits noch stärker ausbauen, damit sich Mitglieder engagieren. Ganz am Anfang basierte die Mitgliedschaft vielleicht noch auf dem Glauben an das gemeinsame Ziel den Stellenwert der Mode aufzuwerten, aber jetzt gibt es eine Infrastruktur und ein Netzwerk, das die Mitglieder ganz pragmatisch für ihre Arbeit nutzen können. Die politische Lobbyarbeit wiederum ist eine langfristige Sache, ein Prozess, an dem wir laufend arbeiten. Und da hat dieser junge Verein schon sehr viel geschafft und so schnell Zugang zur Politik aufgebaut, wie ich es bei keinem anderen Verein gesehen habe. Wie gehe ich auf den Fashion Council Germany zu? Scott: Ruft uns an, meldet euch bei uns, redet mit uns! Wir wollen alle, die an der Modeindustrie teilhaben, einladen. Wir wollen, dass sich unserer Mitglieder involvieren und miteinander sprechen, um gemeinsam etwas aufzubauen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Interview Interview mit Scott Lipinski
- Zu Tisch mit der Szene: Berlin Fashion Week AW26 offiziell eröffnet
30. Jan. 2026 Mit einem offiziellen Opening Dinner eröffnete der Fashion Council Germany (FCG) am Freitagabend die aktuelle Ausgabe der Berlin Fashion Week. Gemeinsam mit Franziska Giffey, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, lud der FCG mehr als 200 Gäste aus Mode und Medien, Politik und Wirtschaft zur Auftaktveranstaltung im Restaurant Borchardt ein. Das offizielle Opening Dinner markierte zugleich das Ende des ersten Tages der Modewoche, die in dieser Saison besonders vielfältig ausfällt: Bis Montag richten mehr als 40 Brands Modenschauen und Präsentationen in der ganzen Stadt aus – 19 davon als Teil des Konzeptwettbewerbes „Berlin Contemporary“, der durch den FCG organisiert und durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert wird. Hinzu kommen zahlreiche Side Events, von denen sechs Konzepte ebenso durch eine Förderung im Rahmen des „STUDIO2RETAIL“-Wettbewerbs ermöglicht werden. „Die Berlin Fashion Week hat sich nicht nur als zentrale Bühne der Modeszene in Deutschland etabliert – sie erregt auch international immer mehr Aufmerksamkeit. Das ist gut für Berlins Kreative, die ihre Arbeit in den kommenden Tagen einem hochkarätigen Fachpublikum aus aller Welt präsentieren können – und das ist gut für unsere Stadt, die sich auch durch die Berlin Fashion Week als bedeutender Wirtschaftsstandort und kulturelles Zentrum beweist“, so Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Seit der Fashion Council Germany 2023 die Gesamtorganisation im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe übernommen hat, konnte sich die Berlin Fashion Week zu einem Format auf internationalem Niveau entwickeln. Dabei werden nicht nur hervorragende Kollektionen von Designer:innen aus dem In- und Ausland sichtbar. Auch gesellschaftsrelevante Themen, die die globale Modeindustrie umtreiben – Fragen der Nachhaltigkeit und Fairness, Diversität und Teilhabe zum Beispiel – werden in den kommenden Tagen auf der Berlin Fashion Week verhandelt, etwa auf der mehrtägigen Konferenz „METAMORPHOSIS – dialogues about change“, die der FCG gemeinsam mit seinem offiziellen Partner eBay umsetzt. Auch FCG-Vorstandsvorsitzende Christiane Arp betont: „Die Berlin Fashion Week hat sich als ein Ort etabliert, an dem junge Talente gefördert und sichtbar gemacht werden, ein Ort des echten Dialogs über vielversprechende Mode. Neben Schauen und Präsentationen gibt es viele Talks und Networking-Events, bei denen sich die Gäste über jene Themen austauschen, die die internationale Branche jetzt und in Zukunft bewegen.“ Das offizielle Opening Dinner war geprägt von einem intensiven Austausch der Branchengäste, darunter Gitta Connemann (Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Michael Biel (Staatssekretär, Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Frank Fischer (Referatsleiter Kultur- und Kreativwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Dirk Schönberger (Chief Brand Officer, MCM), Roel de Coomann (VP Global Sales, haebmau.ATELIER), Tim Blanks (Editor-at-Large, Business of Fashion), Kozue Akimoto (Model), Declan Chan (Content Creator), Sara Sozzani Maino (Creative Director, Fondazione Sozzani), Edward Buchanan (Fashion Director Milan, Perfect Magazine), Mumi Haiati (CEO, Reference Studios), Patrick Pendiuk (Fashion Features Director, Vogue Germany), Herbert Hofmann (Creative Director, Highsnobiety), Kerstin Schneider (Editor in Chief, Harper's Bazaar Germany), Maliha Shoaib (Senior Reporter, Vogue Business), Susie Lau (Content Creator), Carlo Bellmann (Strategic Partnership Lead DE Fashion, eBay), William Fan (Designer), Anne Bernecker (Designer), Ferry Hansen (CEO, Ferry Hansen Perfumes), Stavros Karelis (Creative Director, MACHINE-A) und Serhat Işık (Designer, GmbH). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Zu Tisch mit der Szene: Berlin Fashion Week AW26 offiziell eröffnet
- Sabine Spieler mit Julian Daynov, Björn Kubeja und Gabriele Frantzen
13. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der siebte #FCGVOICES Talk wird von Sabine Spieler moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Julian Daynov, Björn Kubeja (Working Title) und Gabriele Frantzen (Gabriele Frantzen). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Sabine Spieler mit Julian Daynov, Björn Kubeja und Gabriele Frantzen








