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- FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by Istituto Marangoni: Die Gewinnerinnen stehen fest
5. Juni 2024 Berlin, 05. Juni 2024: Gemeinsam mit dem Istituto Marangoni gibt der Fashion Council Germany die Gewinner:innen des FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by Istituto Marangoni bekannt. Der Förderungswettbewerb, ausgerufen von der Bildungsplattform re.FASHION ACADEMY, wurde in seiner ersten Edition in Zusammenarbeit mit dem Istituto Marangoni realisiert und erweitert die bereits bestehende Unterstützung des Fashion Council Germany für junge Design- und Businesstalente. Die Gewinnerinnen der beiden Stipendien sind Antonia Pfeifer aus Berlin für den Master Fashion Business & Entrepreneurship in Mailand sowie Nekane Santos für den Master Fashion & Luxury Brand Management in London. Zusätzlich zu den zwei Masterstipendien im Wert von je 30.000 Euro erhalten die Gewinnerinnen jeweils einen re.FASHION ACADEMY Gutschein im Wert von 500 Euro. Die Stipendien bieten den Gewinnerinnen die Möglichkeit sich vollends auf ihre Aus- und Weiterbildung zu konzentrieren. Während des Studiums an der international renommierten Hochschule ISTITUTO MARANGONI werden sie ihre Kenntnisse sowohl theoretisch als auch praktisch vertiefen und setzen so einen wichtigen Grundstein für ihre zukünftige Karrieren in der Modebranche. Antonia Pfeifer betont: „ Nach meinem erfolgreichen Modestudium in Berlin ist dies ein wichtiger Schritt, um meine Skills und Karrierechancen zu verbessern. Ich strebe danach, mein eigenes Unternehmen zu gründen und meine Zukunftsvisionen zu verwirklichen. Mein Ziel ist es, die Produktion in Deutschland anzusiedeln, verbunden mit einer nachhaltigen Beschaffung von Rohstoffen, um meine eigenen Stoffe lokal oder regional zu produzieren. „Ich fühle mich wirklich geehrt, als Stipendiatin ausgewählt worden zu sein und ich habe mir vorgenommen, das Beste aus dieser einmaligen Gelegenheit in London zu machen. Nachdem ich einige Jahre hinter meiner Upcycling-Mode-Marke Trashy Treasure stehe, habe ich das Gefühl, dass das Studium des Masters in Fashion & Luxury Brand Management genau das ist, was meiner Marke noch fehlt.“ unterstreicht Nekane Santos. Die beiden Gewinnerinnen überzeugten die Fachjury vor allem durch ihr zukunftsorientiertes Denken und ihre innovativen Ansätze. Die Jury setzte sich in der ersten Edition aus den folgenden Branchenexpert:innen zusammen. Für Mailand: Diana Marian Murek (Director of Education, Istituto Marangoni Milano), Manuela Kampp-Wirtz (Co-CEO, BurdaVerlag), Nadja Swarovski (Präsidentin, Fashion Council Germany), Scott Lipinski (CEO, Fashion Council Germany) und William Fan (Fashion Designer). Für London: Christiane Arp (Vorstandsvorsitzende, Fashion Council Germany), Janina Lin Otto (Unternehmerin und Gründerin), Kerstin Weng (Head of Editorial Content, Vogue Germany), Noorin Khamisani (Programme Leader für Postgraduate Fashion) und Kirsty Keoghan (General Manager Global Fashion, eBay). Fashion Council Germany Mitglied Waridi Schrobsdorff fungierte als Mitinitiatorin des Projektes. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Daniela Eichhorn INFOS ANFRAGEN daniela.eichhorn[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.refashion.academy/fcg-future-minds https://www.istitutomarangoni.com/de https://www.istitutomarangoni.com/en/admission/scholarships/scholarship-in-partnership-with-fashion-council-germany MITGLIEDER Previous Next re.FASHION ACADEMY FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by Istituto Marangoni: Die Gewinnerinnen stehen fest
- Inga Griese mit Jörg Ehrlich, Leyla Piedayesh und Chris Stricker
14. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der achte #FCGVOICES Talk wird von Inga Griese (Chefredakteurin ICON) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Jörg Ehrlich (ODEEH), Leyla Piedayesh (Lala Berlin) und Chris Stricker (Haebmau). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next #FCGVoices Inga Griese mit Jörg Ehrlich, Leyla Piedayesh und Chris Stricker
- Marte Hentschel mit Astrid Jansen, Malaika Raiss und Sevil Uguz
20. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der zwölfte #FCGVOICES Talk wird von Marte Hentschel (CEO Sqetch) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Astrid Jansen (Astrid Jansen), Malaika Raiss (Malaikaraiss) und Sevil Uguz (LNFA). https://www.youtube.com/watch?v=NX6pB0tdE0I AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next #FCGVoices Marte Hentschel mit Astrid Jansen, Malaika Raiss und Sevil Uguz
- Markus Lupfer: International denken in der Mode
27. März 2018 Markus Lupfer ist sowas wie das deutsche Urgestein in der Londoner Modeszene — und damit äußerst erfolgreich. Aufgewachsen im Allgäu, zog es den Designer nach einem anfänglichen Studium in Trier an die University of Westminster, wo er 1997 mit einem phänomenalen Zeugnis graduierte. Seine Abschlusskollektion wurde in der britischen Vogue vorgestellt und sofort von der hippen Londoner Boutique Koh Samui gekauft, wo sie binnen zwei Wochen vergriffen war. Seitdem lebt und arbeitet Lupfer in der Stadt an der Themse, hat sich von dort ein internationales Renommee aufgebaut. Mit seinem eigenen Label feiert er 2019 das 20-jährige Jubiläum. Für eine Marke, hinter der kein großer Konzern steht, gilt das schon als eine halbe Ewigkeit!So weit gebracht hat es der Designer natürlich dank seiner Mode, der man ganz ähnliche Charaktereigenschaften zuschreiben kann wie dem sympathischen Mittvierziger mit dem britischen Akzent selbst: heiter, lässig, kreativ und vielleicht sogar verspielt. Denn der jugendliche Esprit ist weder dem Designer noch seinen Kollektionen über die Jahre abhanden gekommen. Und das, obwohl er neben seinen zwei Hauptkollektionen, die er stets zur London Fashion Week präsentiert, auch noch Resort- und Pre-Fall-Kollektionen entwirft.Einen echten Fanzirkel hat sich Lupfer mit seiner poppigen und humorvollen, kommerziell erfolgreichen Casualwear aufgebaut. Sein Markenzeichen ist fast schon eine Ikone der Gegenwartsmode geworden: ein geöffneter Kussmund, der mal auf gestreiften Pullovern und weißen T-Shirts oder mit funkelnden Strasssteinen besetzt zu finden ist. Für seine kokette und oft surreale Mode setzt er außerdem auf farbenfrohe Muster und Prints, bestickte oder veredelte Stoffe und grafische Schnörkel, was ihm bereits Kundinnen wie Beyoncé und Rihanna, Cara Delevigne und Olivia Palermo eingebracht hat.Fashion Council Germany traf den Designer in seiner Wahlheimat, während des Modeevents in der Deutschen Botschaft im Rahmen der London Fashion Week und sprach mit ihm über sein Leben in London und die Chancen der deutschen Mode. FCG: Gerade haben Sie im Rahmen der London Fashion Week Ihre Herbst-Winter-Kollektion 2018/19 präsentiert. Worum geht es? Markus Lupfer: In dieser Saison habe ich eine Welt voller Lieblingsstücke entworfen. Es ging um modische Schätze, die man für immer und ewig im Schrank haben möchte, weil sie so besonders sind. Es ist viel Karo mit dabei, ein kuscheliger Teddy-Stoff für Jacken und Mäntel, außerdem funkelndes und besticktes Paillettenmaterial, ein paar Blütenapplikationen. Mein Kussmund darf natürlich auch nicht fehlen. Das Label Markus Lupfer gibt es schon fast 20 Jahre. Von Anfang an haben Sie es in London aufgebaut. Wollten Sie dort nie weg? Anfangs war ich nur zum Studieren nach London gekommen und habe mich dann schnell in die Stadt verliebt. Die Stimmung, die Menschen — mir hat es wahnsinnig gut gefallen. Alle waren so kreativ. Durch das Studium habe ich viele Freunde gewonnen, die alle entweder in der Mode, im Design, der Musik oder der Architektur steckten. Plötzlich waren wir sogar eine kleine Kreativgang, ich fand das toll. Weg wollte ich also nicht mehr. Bekommen Sie von London aus eigentlich mit, was in Deutschland modisch passiert? Bislang eher weniger. Ich bin so involviert, was die London Fashion Week angeht und arbeite natürlich auch immer intensiv an meiner eigenen Kollektion, dass das Geschehen der deutschen Mode oft an mir vorbeigeht. Umso mehr freue ich mich über ein Event wie die Designerpräsentation in der deutschen Botschaft in London. Die Publicity hier ist gerade für junge Designer sehr wichtig. Man muss international denken in der Mode. Und das geht immer besser auch von Deutschland aus. Die Zeiten sind heute aber anders, auch durch Social Media verändert sich viel. Als ich in den Startlöchern stand, vor 20 Jahren, wäre ein internationaler Erfolg von Deutschland aus schwieriger gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass sich durch das Fashion Council Germany langfristig viel tut. Ich habe immer gesagt ich verstehe nicht, warum es so etwas in Deutschland nicht gibt. Deshalb bin ich heilfroh, dass unter der Präsidentschaft von Christiane Arp gerade daran gearbeitet wird, das Council aufzubauen. Weil es eine wichtige Institution ist und eben dabei hilft, international Publicity zu machen. So ein großes Engagement gab es bislang noch nicht. Haben Sie sich die Gruppenpräsentation angesehen? Ich bin durchgelaufen und finde es wirklich super. Mir gefällt auch das Format, also dass hier eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Designern die Möglichkeit haben, ihre Looks zu präsentieren. Dass die deutsche Modelandschaft momentan so divers ist, war mir gar nicht bewusst. Mit der deutschen Modeszene kommen Sie sonst nicht in Berührung. Eigentlich nicht, nein. Ich habe mein gesamtes Privat- und Arbeitsleben hier in London aufgebaut. Über das Studium habe ich mir sogar ein wenig die englische Mentalität angeeignet. Ich bin etwas deutsch und etwas englisch zugleich. Wie werden Sie in London wahrgenommen? Bin ich ein German Designer in London? Ich weiß gar nicht, was ich bin. Das ist vielleicht auch nicht so wichtig. Aber der deutsche Hintergrund ist natürlich vorhanden. Und es gibt sowas wie deutsche Elemente in meiner Mode. Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas cleaner bin als andere Designer im wilden London. Meine Mode ist nicht zu symbolisch, dafür gut geschneidert, gut gemacht, gut verarbeitet. Wo kommt Ihre Mode besonders gut an? Deutschland ist leider ein schwieriger Markt für uns, dort verkaufen wir mal mehr und mal weniger. So richtig erklären kann ich mir das nicht. Ansonsten ist für uns England wichtig, was sicherlich auch daran liegt, dass wir hier so präsent sind. Ansonsten laufen Südkorea und China ziemlich gut. Und der mittlere Osten. Gibt es eigentlich etwas, das Sie in London an Deutschland vermissen? Definitiv das Essen! Natürlich die schwäbische Küche, Schäufele oder Kässpätzle. In London sind diese Gerichte wirklich schwer zu bekommen. Meine Mutter hat mir einen Spätzlehobel für zu Hause geschenkt. Eigentlich könnte ich sie also sogar selber machen. Aber das ist einfach nicht das gleiche. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Markus Lupfer: International denken in der Mode
- BFW Interview-Special - im Gespräch mit Violetta Fedorova, Website Editor-in-Chief VOGUE Ukraine: "Über die Berlin Fashion Week und den Geist der Freiheit"
12. Juli 2023 Auf was freust Du Dich am meisten zur kommenden Berlin Fashion Week? Für mich ist es der zweite Besuch der Berlin Fashion Week und ich freue mich, die Entstehung eines neuen Anziehungspunktes auf der europäischen Modekarte mitzuerleben. Natürlich warte ich auf die Schauen der ukrainischen Marken, für die Berlin zu einer zweiten Heimat geworden ist, aber ich bin auch gespannt auf die Kollektionen von Namilia, Fassbender und S1FOG. Was macht Berlin als Modestadt für Dich einzigartig? Berlin ist wie ein Cocktail, in dem eine Vielzahl von Zutaten gemischt werden. Und das macht es interessant, hier leben sehr unterschiedliche Menschen, jeder Bezirk hat seine eigene Atmosphäre und Stimmung, und das alles macht die Fashion Week in Berlin sehr vielseitig und interessant. Sie ist auch vom Geist der Freiheit durchdrungen, wo es keine Norm und keinen klar definierten Stil gibt - jede:r zeigt sich so, wie er will. Und natürlich ist die Rave-Kultur wichtig für die Stadt, was sich sowohl auf das Auftreten der Gäste der Schauen als auch auf die besondere Atmosphäre der Schauen selbst auswirkt. Mir hat auch gefallen, dass die Marken nach interessanten Orten suchen, um ihre Kollektionen zu präsentieren. Ja, manchmal war es schwierig, von einem Ort zum anderen zu wechseln, aber das half, die Stadt besser kennen zu lernen und in die Atmosphäre einer bestimmten Marke einzutauchen. Welche Designer:innen oder Modeschauen sind Dir bei Deinem letzten Besuch der Berlin Fashion Week besonders aufgefallen? Was hat sie unvergesslich gemacht? Die Namilia-Kollektion hat mir sehr gut gefallen - tolle Atmosphäre, vielversprechende Kollektion und unglaublich diverses Casting. Das war ein starkes Statement. Ich erinnere mich auch gerne an die stimmungsvolle Show LML, die in der Marienkirche stattfand. Der Stil der Marke Fassbender liegt mir persönlich sehr am Herzen - ich möchte solche Kleidung in meinem Kleiderschrank sehen und sie jeden Tag tragen. Das Interview mit Violetta Fedorova, Website Editor-in-Chief VOGUE Ukraine, findest Du auch auf der Website der Berlin Fashion Week unter folgendem Link . Wir bedanken uns bei Violetta Fedorova für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Sander Cornilly INFOS ANFRAGEN bfw[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://vogue.ua/ https://fashionweek.berlin/ MITGLIEDER Previous Next Interview BFW Interview-Special - im Gespräch mit Violetta Fedorova, Website Editor-in-Chief VOGUE Ukraine: "Über die Berlin Fashion Week und den Geist der Freiheit"
- „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3
5. Juli 2024 Metamorphosis – dialogues about change: in Partnerschaft mit Vogue Business, eBay Deutschland und Cupra. Zur Berlin Fashion Week im Juli 2024 veranstalten wir in Partnerschaft mit Vogue Business und eBay Deutschland erstmals das Talk Format „ METAMORPHOSIS – dialogues about change “ powered by eBay. Vom 02. bis zum 04. Juli kommen nationale und internationale Expert:innen der Modeindustrie und Circular Economy in der CUPRA City Garage in Berlin Mitte zusammen, um über die verschiedenen Facetten und die notwendigen Veränderungen der Branche in den Dialog zu treten. An den drei Veranstaltungstagen wird das Oberthema Circularity aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Design , Technology & Innovation sowie Community . Über 30 renommierte Branchenexpert:innen diskutieren in sechs unterschiedlichen Panel Talks über diese Themen und geben Impulse für eine anschließende Publikumsdiskussion. Unter dem Motto „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ zielt das Talk Format besonders darauf ab, die verschiedenen Facetten und essenziellen Transformationen der Branche herauszuarbeiten, Diskussionsräume für aktuelle Themen zu schaffen und so den Austausch innerhalb der Branche zu fördern. Drei Erfolgreiche Tage Metamorphosis – dialogues about change liegen hinter uns. Der dritte Tag stand im ganz im Zeichen des Themas COMMUNITY. Panel 5 : "Fashioning Community Narratives: Bridging CSR Reporting to End Consumers through Storytelling" die Diskussion. Speaker:innen: Dries Vriesacker (Co-Founder & Creative Director of ENFNTS TERRIBLES), Dörte de Jesus (Founder & Creative Director I The Lissome), Ina Budde (Co-Founder & Managing Director I circular.fashion), Julius Weissenborn (Founder & Managing Director I Haderlump) und Semora Mangnoesing (Commercial Director I EON). Panel 6 : "Breaking Barriers: Empowering Fashion in the Global Creative Economy". Speaker:innen: Kerstin Weng (Head of Editorial Content I Vogue Germany), Herbert Hofmann (VP Creative & Buying I Highsnobiety), Janina Lin Otto (Entrepreneuer I Holistic Foundation), Kirsty Keoghan (Global General Manager Fashion I eBay) und Shariff Vreugd (Co-Founder I REFRAMD). Mit einer Closing Note beendeten Scott Lipinski (CEO I Fashion Council Germany) und Kirsty Keoghan (Global General Manager Fashion I eBay) drei Tage voller anregender Gespräche und Diskussionen, sowie neuen Bekanntschaften und zahlreichen Anregungen für eine nächste Runde. Zwischen den Panels gab es eine Networking Pause in der die Besucher:innen mit den Speaker:innen in den Austausch gehen konnten. Für das leibliche Wohl sorgte Gragger und für die Getränke bedanken wir uns bei Elephant Bay, Carlsberg und Vöslauer. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Speaker:innen, Besucher:innen und unseren Partner:innen. Weitere Informationen zu Metamorphosis, allen Speaker:innen sowie zum Programm, findet Ihr HIER . (Foto-Credit: Finnegan Koichi Godenschweger) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Berlin Fashion Week „METAMORPHOSIS – dialogues about change“ - Day 3
- FCG Mitglied Milk of Lime Teil des "Creatives For Our Future" Round Table
28. März 2023 Vergangene Woche veranstaltete das „Creatives For Our Future“ Programm eine virtuelle Round Table Diskussion, zu dem u.a. auch der Fashion Council Germany eingeladen war. Zu den Teilnehmenden gehörten außerdem Alumni des „Creatives For Our Future“ Programms, CFDA- und Central Saint Martins-Stipendiat:innen, Künstler:innen des Design Museums, Auszubildende von Turquoise Mountain sowie MIT Solv[ED] Teilnehmer:innen. Als Repräsentant des Fashion Council Germany waren die Gründer:innen von Milk of Lime, Julia Ballardt und Nico Verhaegen als Fashion X Craft Alumni mit dabei. Sie hatten die Möglichkeit Teil der kollaborativen und interaktiven Konversation zu sein und sich mit anderen Fashion Creatives auszutauschen. Als Gewinner des letztjährigen UGG Award verfügen sie nicht nur über besondere Expertise auf dem Gebiet der Handwerkskunst, sondern auch bei der Verwendung und Integration von nachhaltigen Materialien. Ins Leben gerufen von unserem langjährigen Partner der Swarovski Foundation, war das Ziel der virtuellen Veranstaltung die nächste Generation von Kreativen zu fördern, zu inspirieren und untereinander zu vernetzen. Dabei sollte ein organischer Austausch angeregt werden, um innovative Lösungsansätze für globale Herausforderungen zu finden und diese im Anschluss vielleicht sogar umzusetzen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Sander Cornilly INFOS ANFRAGEN Sander.Cornilly[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S http://www.swarovskifoundation.org/what-we-do-3/creatives-for-our-future http://www.milk-of-lime.com/ MITGLIEDER Milk of Lime Previous Next Networking FCG Mitglied Milk of Lime Teil des "Creatives For Our Future" Round Table
- Carl Friedrik: What suitcases tell us about their owners
16. Apr. 2025 Founded in London in 2013 by two brothers, Carl Friedrik has grown from humble beginnings into a globally recognized brand offering luggage, bags, and accessories that are as reliable as they are stylish. Inspired by Scandinavian minimalism, Carl Friedrik’s design language is clean, sophisticated, and functional. Built to last, every product comes with a lifetime warranty. Their suitcases, crafted from ultra-durable German-engineered Makrolon polycarbonate, feature aluminum locks and whisper-quiet 360° wheels by Japanese manufacturer Hinomoto. Best of all: Carl Friedrik supports Fashion Council Germany not only as a member, but also with providing pieces to the team for their travels - including their most recent delegation trip to New York . Time to introduce the brand properly. Co-founder Niklas Oppermann shared his insights with us in an interview. FCG: How has our perception of travel and the way we aestheticize the experience evolved over the years - especially with the rise of social media? Carl Friedrik: I can’t speak too much about the distant past, but I imagine that back then, travel was only for the wealthy. Today, travel is accessible to almost everyone. We spend so much time on the move, especially in airports, and we love to share that moments with others. Luggage is no longer just a practical item - it’s an extension of your personality, much like any other accessory. That would have been surprising indeed. What do you wear when you travel in your personal life? Elegant comfort is key. I usually wear loose-fitting pants like chinos, a polo shirt, and a sweater. Layering is important because I’m sensitive to air conditioning - you never know whether a plane will be too warm or freezing cold. Do you ever observe people at the airport and try to guess their personalities based on their luggage? Or let me put it more simply: What can a suitcase say about its owner? For some, a suitcase is a status symbol that reflects their lifestyle and taste. For others, it’s just a tool - they haven’t yet made it part of their overall aesthetics. Both attitudes send a message. Take business travelers, for example - some of our most loyal customers. They’re pragmatic, focused, and they value consistency. Once they find something that works, they stay with it. They also want their luggage to remain classic and timeless. For a long time, Rimowa was considered the gold standard. Back when I was in university, many of my friends had one. But it was more about the quality than the brand image back then. Nowadays, it’s almost like carrying a Louis Vuitton bag or driving a sports car - something that says, “Look how much I've spent.” It’s a typical brand evolution. Louis Vuitton, too, was once all about craftsmanship. Today, it's more of a status symbol. Your brand takes a very different approach for sure. What’s your vision for it? What kind of lifestyle or fashion philosophy do you want it to represent? Our pieces are far from flashy - they’re thoughtful, refined, and elegant. While we’re not the most minimalistic brand out there, we believe in minimal design. Our products are for people who value quality and aesthetics, not because they want to be seen, but because it matters to them personally. They dress for themselves, not for others. "Quiet Luxury" has become a buzzword in recent seasons. Have you noticed this trend influencing your brand? Our brand has been around for twelve years, and we’ve stayed true to our design philosophy. There has always been an audience for that. Shows like Succession may have made quiet luxury a trend for a broader audience, but genuine luxury has always been about the same - understatement. It’s not about chasing trends. It’s about consistency and authenticity, and the people who understand that have always been our customers. Considering all the different cultures and aesthetics in the world, do you design for a specific type of customer - or is your approach more global? That’s a good question. Overall, our approach is very global. We think in terms of mindsets, not nationalities - people who travel frequently for work, who live in cities, who are elegantly dressed and culturally curious. Global citizens. What does it take to create a classic? You can’t always predict it. But we always ask ourselves: What does the market need that isn’t out there yet? How can we improve on existing products? To become a classic, an item needs at least one standout quality - whether that’s price, function, or design. You could make a simple backpack for one dollar, and if it meets a real need, it could still become iconic. Let’s talk about the beauty of surrounding yourself with well-designed, meaningful things in everyday life - and what that has to do with self worth. At home, I use a set of Japanese kitchen knives. Yes, they’re incredibly sharp and practical for cooking - but I also love their silhouette, their design. Every time I use them, I get a little moment of joy. That’s how I think we should approach everything we use often: Choose pieces you genuinely love, that will last a long time, and - most importantly - use them. If I keep my knives tucked away in a drawer, they’re meaningless. I think that also says something about how we treat ourselves. Don’t save your best things for special occasions. Make everyday life special. AUTOR:IN Ann-Kathrin Riedl ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN ari[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.carlfriedrik.com/int/ MITGLIEDER Previous Next Interview Carl Friedrik: What suitcases tell us about their owners
- Empfang im Bundeskanzleramt
20. Juli 2018 Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, lud am 6. Juli 2018 im Dialog mit dem Fashion Council Germany (FCG) ausgewählte Gäste und Opinionleader der deutschen Modeindustrie zum Empfang in das Bundeskanzleramt. Dass tatsächlich ein Treffen zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin und Vertretern der deutschen Modeindustrie während des Empfangs zu Stande kam, war gewiss die Überraschungssensation der Berlin Fashion Week. Eigentlich hatte Dorothee Bär ausgewählte Gäste, Designer und Opinionleader, darunter John Cloppenburg (Peek & Cloppenburg), Nina Kuhn und Rianna Nektaria Konou (Rianna + Nina) oder Dorothee Schumacher zu einem Meinungsaustausch ins Bundeskanzleramt geladen. Doch auch Angela Merkel persönlich kam dazu, um sich über die momentane Lage von Deutschland als Modenation zu informieren und einige der Vertreter persönlich kennen zu lernen. Für Dorothee Bär war der Empfang ein „Auftakt zu einem Dialog, Fashion designed in Germany im digitalen Zeitalter" voranzubringen. Dass die Bundeskanzlerin selbst zu dem Empfang gekommen ist, zeigt "die Bedeutung der Modebranche für unser Land". Ein Zusammenkommen mit echter Symbolwirkung". Berechtigterweise bemängelte die Kreativbranche in der Vergangenheit immer wieder, in Deutschland werde — anders als in Nachbarländern wie Frankreich oder Italien — die Mode als Kulturgut nicht ernst genommen. Und das trotz ihrer Wirtschaftsmacht. Immerhin arbeiten hierzulande rund 135.000 Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 35 Milliarden Euro. Der FCG wird die daraus entstandenen Gespräche zum Anlass nehmen, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Konzepte anzuregen, um die deutsche Modeindustrie bei der Wahrnehmung der sich bietenden Chancen zu unterstützen. Ziel der Aktivitäten ist es, deutsche Mode gesamtgesellschaftlich als Kultur- und Wirtschaftsgut zu verankern. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next News Empfang im Bundeskanzleramt
- Jetzt bewerben: eBay Circular Fashion Fund geht in die nächste Runde
9. Feb. 2026 Die Lebensdauer von Kleidungsstücken verlängern, Textilabfälle reduzieren, einen positiven Beitrag hin zu einer ökologisch sinnvolleren Modeindustrie leisten – das sind die übergeordneten Ziele des Circular Fashion Fund. Im Rahmen der Initiative von eBay, offizieller Partner des Fashion Council Germany, wurden seit der ersten Ausgabe im Jahr 2022 mehr als 25 Unternehmen mit entsprechenden Mentorings und Fördermitteln unterstützt. Nun geht der Circular Fashion Fund in seine vierte Runde – und fällt in diesem Jahr größer aus denn je: Waren bisher Mode-Startups aus den vier Märkten Deutschland, Großbritannien, Australien und USA zur Bewerbung aufgerufen, wird der Wettbewerb 2026 auf alle EU-Länder sowie Kanada und die Schweiz ausgeweitet. Somit begibt sich eBay auf eine weltumspannende Suche nach innovativen Konzepten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Acht ausgewählten Unternehmen werden jeweils 50.000 US-Dollar Fördermittel sowie zielgerichtete Mentoringprogramme bereitgestellt; ein Startup wird überdies zum Global Winner des Funds ernannt und bekommt mithin die Option auf eine zusätzliche Investition in Höhe von 300.000 US-Dollar von eBay Ventures. Damit beläuft sich die globale Gesamtfinanzierung des Programms auf 1,9 Millionen US-Dollar bis Ende 2026. In der vergangenen Ausgabe war das kalifornische Unternehmen Refiberd , das KI zur Identifizierung von Faserzusammensetzungen einsetzt und so eine hochpräzise Sortierung für das Textilrecycling ermöglicht, zum Global Winner ernannt worden. Als deutscher Sieger war das Upcycling-Brand MOOT aus dem Wettbewerb 2025 hervorgegangen (siehe Foto von der Gewinner-Verkündung). In diesem Jahr umfasst die Fachjury, die Konzepte sichtet und Gewinner:innen ermittelt, Marianne Perkovic, Chairwoman des Australian Fashion Council, Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany und Chairman der European Fashion Alliance, Steven Kolb, CEO des Council of Fashion Designers of America sowie Sarika Bajaj, Co-Gründerin des letztjährigen Global-Winner-Unternehmens Refiberd. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 8. März 2026 möglich unter pages.ebay.com/circularfashionfund AUTOR:IN Manuel Almeida Vergara ANSPRECHPARTNER:IN Manuel Almeida Vergara INFOS ANFRAGEN press@fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Wettbewerb Jetzt bewerben: eBay Circular Fashion Fund geht in die nächste Runde
- STUDIO2RETAIL: Recap Fashion Week im Januar 2023
25. Jan. 2023 Eine aufregende Woche von STUDIO2RETAIL ging letzte Woche zu Ende. Insgesamt haben im Rahmen von STUDIO2RETAIL über 40 Veranstaltungen, darunter zahlreiche Store-Events, Pop-ups & Partys, zu denen Endkonsument:innen eingeladen werden, stattgefunden. Bei den Events könnten sich Interessierte über die Vielfalt der Berliner Modeszene informieren und austauschen. Das Netzwerk von STUDIO2RETAIL vereint über 100 Berliner Brands und Stores. Die Initiative, organisiert vom Fashion Council Germany und beauftragt von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, hat es sich zum Ziel gemacht, Berliner Designer:innen und Einzelhändler:innen zu unterstützen und die Berliner Modewoche auch für Interessierte zugänglich zu machen. Im Vorfeld gingen Preisgelder in Höhe von insgesamt 25.000 Euro an jeweils fünf Event-Konzepte die im Rahmen von STUDIO2RETAIL zur Berlin Fashion Week für Fachpublikum und Endkonsument:innen stattfinden. Eine Übersicht aller stattgefundenen Events und Teilnehmer:innen sind auf der Website von Studio2Retail zu finden. Credits: Rafael Bilio für ANIMA PROTECTION links, Ben Mönks für Fashion Council Germany rechts Unterstützt durch: AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Raphael Schreiber INFOS ANFRAGEN S2R[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.studio2retail.berlin/ MITGLIEDER Previous Next News STUDIO2RETAIL: Recap Fashion Week im Januar 2023
- Lutz Huelle: Pariser Prunk in Berlin
27. Juli 2018 Auf Einladung des Fashion Council Germany zeigte Lutz Huelle zum Abschluss der Berlin Fashion Week in der Halle am Berghain die Highlights seiner Kollektionen und brachte mit opulenten Kronleuchtern und vergoldeten Stühlen Pariser Prunk nach Berlin. Nach seinem Studium am Central Saint Martins war er für Martin Margiela tätig und lancierte anschließend 2000 sein gleichnamiges Label.Als zweimaliger Andam-Preisträger und Consultant für die Max Mara Fashion Group ist Lutz Huelle eine feste Größe im internationalen Modebetrieb. Sie haben ihr Label in Paris lanciert und immer dort gezeigt. Wie fühlt es sich an in Berlin zu zeigen? Berlin ist einer meiner liebsten Orte auf der Welt und es fühlt sich toll an hier zu sein. Ich habe das Gefühl, dass ich zu Hause bin. Wir hatten das Fitting mit Blick auf die Gedächtniskirche, was unglaublich war. Hätte mir jemand vor Jahren mal gesagt, dass ich in Berlin eine Kollektion zeige, und dann auch noch in diesem tollen Gebäude, hätte ich das nicht geglaubt. Worin unterscheidet sich die Mode in Deutschland von anderen Ländern? Ich glaube die deutsche Mode hat viel mehr Potenzial als man international wahrnimmt. Es passieren auch in der Mode so viele interessante Dinge in Deutschland, trotzdem ist es verhältnismäßig schwierig als junger Designer Fuß zu fassen. Hier geht es eher darum sofort in großem Maße Kleidung zu verkaufen. Das ist in Frankreich und Italien nicht unbedingt der Fall. Dort wird seit Jahrzehnten gezeigt, dass man auch mit Kreativität und interessanten Dingen Geschäfte machen kann. Was muss sich hierzulande ändern? Ich schätze diese unglaubliche Bodenständigkeit, die in Deutschland herrscht. Ich finde es extrem angenehm, dass man immer weiß, woran man ist. Aber es fehlt eine gewisse Offenheit. In Deutschland glauben die Leute, dass man, wenn man eine Sache tut, eine zweite Sache nicht anders machen kann. Ich arbeite im Ausland für verschiedene Marken, die mit meiner eigenen Marke nichts zu tun haben und einen völlig anderen Stil haben als ich selbst. Und ich finde, dass man sich mehr auf seine Instinkte verlassen müsste, gerade was Mode angeht. Manchmal müsste man vielleicht einfach sagen, das ist das Richtige im Augenblick, auch wenn es nicht für jede Frau auf der Welt verkäuflich ist. Instinktiv handeln, das beschreibt Sie ganz gut. Sie waren einer der ersten, der auf die Straße ging, beobachte und Streetwear und Counter Culture auf den Laufsteg holte. Der große Erfolg setzte auch für Sie erst nach Jahren ein. Wie blicken Sie darauf, dass jetzt so viele Marken – auch große Modehäuser – mit diesen Themen kokettieren? Ich finde das toll. Es ist das Beste was passieren konnte. Es ist ein Zeichen dafür, dass ich die richtigen Instinkte hatte und es vollkommen natürlich ist, aufzugreifen, was man im Alltag sieht. Das ist das interessante an der Mode. Alle haben denselben Gedanken haben und dann geht es weiter. Ich hatte diesen Gedanken eben vielleicht ein bisschen früher. Wie geht es weiter? Tritt jetzt, wo so viele eine ähnliche Ästhetik umsetzen und sich das Bild lansam übersättigt, wieder eine Kehrtwende ein? Es geht immer weiter. Es gibt immer andere Sachen die nach vorne gehen, aber ich habe das Gefühl, dass es im Moment zu einer gewissen Eleganz zurückgeht. Es klingt altmodisch, aber gerade das finde ich ja interessant. Sie sind mit den Künstlern Alandra Bircken und Wolfgang Tillmans in Remscheid aufgewachsen und zusammen erst nach Köln und dann nach London gegangen. Wie wichtig ist eine Gemeinschaft Gleichgesinnter für kreative Arbeit? Mit den beiden habe nicht zusammengearbeitet, wir sind in erster Linie einfach Freunde. Aber Gleichgesinnte sind extrem wichtig, weil niemand alleine sein möchte und jeder verstanden werden möchte. Es ist wahnsinnig wichtig eine Gemeinschaft zu haben, gerade heute passiert so vieles durch Zusammenarbeit. Überhaupt die Idee Dinge im Alleingang zu machen ist für mich völlig veraltet. Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Arbeit des Fashion Council Germany? Die Arbeit des Fashion Council ist extrem wichtig. Verrückterweise gibt es das in anderen Ländern ja schon seit Jahrzehnten. Die Tatsache, dass es das jetzt auch hier gibt, ist ein Zeichen dafür, dass Mode in Deutschland endlich ernst genommen wird. Ich überlege manchmal, ob ich überhaupt weggezogen wäre, wenn es damals anders gewesen wäre. Aber als ich angefangen habe, war es einfach nicht möglich in Deutschland etwas in dieser Form aufzubauen. Sie wurden im Frühjahr in Paris gemeinsam mit anderen Desigern zu Emmanuel Macron in den Elysée-Palast eingeladen und wurden nun auch mit Vertretern der deutschen Mode-Industrie im Kanzleramt von Angela Merkel empfange. Wie hat sich das angefühlt? Es hat sich in Berlin genauso toll angefühlt wie es sich in Paris angefühlt hat. Der französische Staatspräsident hat uns gesagt: „Ici, c’est votre maison“. Man fühlt sich dadurch ernst genommen. Das war jetzt auch in Berlin der Fall als uns die Bundeskanzlerin empfangen hat. Man kann über die Mode sagen was man will, aber Tatsache ist, dass sie eine riesige Industrie ist. Sie ist genauso wichtig wie die Autoindustrie und ich finde es völlig verrückt, dass man das in Deutschland bisher nicht so wahrnehmen wollte. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Lutz Huelle: Pariser Prunk in Berlin











