top of page

Suchergebnisse

Suche

Diese Website durchsuchen

1068 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Max Gilgenmann mit Melanie Faulhaber, Julia Leifert und Natascha von Hirschhausen

    6. Mai 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der dritte #FCGVOICES Talk wird von Max Gilgenmann (Content Director NEONYT) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Melanie Faulhaber (Faulhaber Products), Julia Leifert (Julia Leifert) und Natascha von Hirschhausen (Natascha Hirschhausen). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Max Gilgenmann mit Melanie Faulhaber, Julia Leifert und Natascha von Hirschhausen

  • NEWS: Neues Format RAUM.Berlin gibt Berlin Fashion Week Debüt

    NEWS: Neues Format RAUM.Berlin gibt Berlin Fashion Week Debüt Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press@fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/about https://www.fashion-council-germany.org/raum-berlin DOWNLOAD PM Download Berlin, 16. Juli 2025 : Die erste Ausgabe von RAUM.Berlin , einem neuen immersiven Präsentationsformat, initiiert vom Fashion Council Germany und powered by eBay, gab während der SS26-Ausgabe der Berlin Fashion Week ein überzeugendes Debüt. Vom 01. bis 03. Juli 2025 eröffnete RAUM.Berlin im Kranzler X neue Perspektiven auf die Mode, durch die Kombination von innovativem Design und zirkulärem Denken. Während der drei Tage präsentierten neun visionäre Designer, drei an jedem Tag, ihre Kollektionen in individuell gestalteten Räumen und schufen so immersive Umgebungen. Das Format sprengte die traditionellen Grenzen der Modepräsentation und bot Raum für Erzählungen, Experimente und kreativen Ausdruck. Alle drei Tage wurden von jeweils 11:00 bis 13:00 Uhr mit einer Opening Reception eingeleitet, anschließend war die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich. Am ersten Tag wurden mit den Präsentationen von DAGGER, IDEN und JULIAN ZIGERLI die Einflüsse des Undergrounds sowie subkulturelle Identitäten untersucht. Mit einer rauen Ästhetik, dystopischen Visionen und spielerischer Rebellion interpretierten die Designer:innen die Codes von Jugend, Geschlecht und Identität neu. DAGGER brachte mit VHS-Loops, die die Skateboard-Jugend des Gründers Luke Rainey in Nordirland widerspiegeln, eine rohe Energie ins Kranzler X. IDEN , das Label des Gründers Moritz Iden, verschmolz dystopisches Design mit postdigitaler Ästhetik und erforschte geschlechtsneutrale, technikgetriebene Mode. JULIAN ZIGERLI aus Zürich kombinierte Druckkunst, Emotionen und Humor in einer Papierinstallation, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Andi Fischer entstand. Am zweiten Tag standen mit den Kollektionen von JISOO BAIK, KASIA KUCHARSKA und LADO BOKUCHAVA das materielle Storytelling und die Transformation des Körpers im Mittelpunkt. Durch ihre Entwürfe erforschten die Designer:innen Mode als Medium für Erzählungen, Identität und Emotionen. Die französische Designerin JISOO BAIK, die bereits Björk und Ariana Grande ausstattete, präsentierte „Soft Armor“: skulpturale Silhouetten, die Stärke und Verletzlichkeit durch Couture-Abstraktion erforschen. KASIA KUCHARSKA , Gewinnerin des FCG/VOGUE Fashion Fund 2024, definiert Tailoring mit Latex und 3D-Prozessen neu und stellte die statische Natur des traditionellen Designs in Frage. LADO BOCKUCHAVA aus Tiflis, Georgien, vereinte gemeinsam mit der Künstlerin Ivana Vladislava zwei Perspektiven auf Stil und Provokation, getragen von Neugier, Beobachtung und dem Wunsch, dem Träger eine eigene Identität zu geben.“ Am dritten Tag wurde ein Blick auf die Zukunft der Mode durch Kreislaufwirtschaft und kulturellen Remix geworfen und die Kollektionen von AVENIR, PLNGNS und ROUGH präsentiert. Von Upcycling bis hin zu Referenzen auf das kulturelle Erbe setzten die Designer:innen auf neue Materialien, lokale Produktion und eine hybride Ästhetik als Werkzeuge für nachhaltige Innovation. AVENIR konzentriert sich auf radikale Kreislaufwirtschaft und stellt Kleidungsstücke aus Materialien der Überproduktion vor, die auf Bestellung, lokal und abfallfrei produziert werden. PLNGNS mit Sitz in Kiew, Ukraine, verwandelt vor allem gebrauchte Schuhe in avantgardistische Statements, indem das Unternehmen ein geschlossenes Kreislaufsystem einsetzt, das Handwerk und Umweltbewusstsein miteinander verbindet. Bei ROUGH. verschmilzt griechische Herkunft mit der Berliner Streetwear-Szene und interpretiert traditionelle Spitzen in gewagten, nostalgischen Silhouetten, die schon von Lewis Hamilton und Tyga getragen wurden. An allen drei Tagen boten die ausgestellten Designer:innen einen eindrucksvollen Einblick in die sich entwickelnde Modelandschaft - verwurzelt in der Subkultur, experimentierfreudig und auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet. Von Berlin über Paris bis Tiflis spiegelten ihre Arbeiten ein gemeinsames Engagement wider, Materialien, Identitäten und die Rolle der Mode bei der Gestaltung der Kultur neu zu überdenken. Scott Lipinski, CEO des FCG, erklärte: „ RAUM.Berlin schafft eine Plattform für Talente, um ihre Visionen und Kreationen jenseits der traditionellen Laufstege zu präsentieren. Das Format ermutigt zu neuen Perspektiven und hebt die Vielfalt und Innovation in der Mode hervor. Mit dem Open to Public Event wird so die Mission des Fashion Council Germany fortgesetzt, aufstrebende Designer:innen zu unterstützen und sinnvolle Verbindungen zwischen der Modeindustrie und der breiteren Berliner Community zu schaffen." Mandy Krüger, Head of Fashion eBay, ergänzte: „Berlin steht für neue Formen des kreativen Ausdrucks - jenseits der traditionellen Laufstege. Das Format schafft Platz für Experimente und Dialog, und Plattformen wie diese spielen eine wichtige Rolle, um die Branche voranzutreiben. Neben der Unterstützung aufstrebender Designer:innen lag unser Fokus darauf, Gespräche über Kreislaufwirtschaft anzustoßen - ein Thema, das für die Zukunft der Mode von entscheidender Bedeutung ist." Neben den Designer-Showcases präsentierte eBay eine Pre-Loved-Exhibition, die von dem Stylisten, Fashion Editor und Art Director Christian Stemmler kuratiert wurde und das kreative und zirkuläre Potenzial von Secondhand-Mode hervorhob. Das Talkformat „METAMORPHOSIS - dialogues about change“ powered by eBay fand am Nachmittag statt und brachte Stimmen von Meinungsträger:innen aus Mode und Medien zusammen. Die eBay Networking Lounge war den ganzen Tag über geöffnet und verwandelte das Kranzler X in einen Raum für den Austausch über Zirkularität, digitales Design und Diversität. PREVIOUS NEXT

  • Fashion Council Germany goes South Korea

    5. März 2025 Das Internationalisierungs-Projekt Berlin Fashion X International des Fashion Council Germany wird im Spätsommer 2025 auf den asiatischen Markt ausgeweitet. Als Ergänzung zu den bisherigen Delegationsreisen nach New York City findet nun die erste Reise in die südkoreanische Hauptstadt Seoul statt. Das von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe geförderte Projekt dient dabei besonders der Unterstützung Berliner Unternehmen bei der Erschließung neuer internationaler Märkte. Dies umfasst auch die Vermittlung wichtiger lokaler Businesskontakte und von spezifischem Branchenwissen. Die Erweiterung auf den asiatischen Markt ist dabei ein wichtiger Schritt in Richtung Internationalisierung. Seoul zählt bereits seit mehreren Jahren zu einer der relevantesten asiatischen Städte im Modebereich und etabliert sich als internationale Modemetropole. Der Fashion Council Germany knüpft dabei an bereits bestehende Beziehungen nach Südkorea an, welche in der Vergangenheit durch den steigenden Erfolg der Berlin Fashion Week etabliert wurden. Dabei war besonders das steigende Interesse deutscher Brands am südkoreanischen Markt eine Motivation der Ausweitung des Projektes nach Seoul. Die Delegationsreise nach Seoul findet vom 30.08. bis zum 05.09.2025 statt und bietet den teilnehmenden Brands ein umfangreiches Programm. Dies umfasst diverse Sales- und Kommunikations-Workshops sowie Networking Formate mit wichtigen lokalen Stakeholdern, Pressevertreter:innen und Branchenexpert:innen. Hierbei sollen besonders strategische Markteintrittsempfehlungen gegeben und wichtige Businesskontakte vermittelt werden. Das Programm wird dabei auf Basis einer Sondierungsreise erstellt, welche der Fashion Council Germany in Vorbereitung auf die Erweiterung auf den asiatischen Markt im Frühling 2025 durchführt. Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany erklärt: „ Die Expansion auf den asiatischen Markt war ein logischer Schritt für uns. Südkorea ist eine dynamische Modenation - mit der Delegationsreise bieten wir den teilnehmenden Brands die Möglichkeit, diesen Markt strategisch zu erschließen. Unser Ziel ist es, nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu fördern und den interkulturellen Austausch zwischen der Berliner und der südkoreanischen Modeszene zu intensivieren.“ Im Anschluss an die Delegationsreise sollen die Teilnehmer:innen an die geschlossenen Businesskontakte anknüpfen und die entstandenen Beziehungen weiter ausbauen. Ziel dabei ist die Etablierung und strategische Positionierung der Brands auf dem südkoreanischen Markt. Der Fashion Council Germany fungiert auch im Anschluss an die Reise in beratender Funktion und unterstützt die Projektteilnehmer:innen bei ihrem Internationalisierungsprozess. Regelmäßig stattfindende Webinare mit Branchenexpert:innen liefern dabei weiteren Input. (Berliner) Fashion Brands und Fashion Tech Startups können sich bis zum 17.04.2025 HIER für die Teilnahme an der Delegationsreise nach Südkorea bewerben. Im April 2025 findet außerdem die vierte Delegationsreise nach New York City statt. Die elf Teilnehmenden Brands sind: 6ad Stitches , Andrej Gronau , Esther Perbandt , Fiona Bennett , Gina Melosi , Horror Vacui , International Citizen , Laura Gerte , Studio Taskin , Unvain und William Fan . Weitere Informationen zur Initiative auf der Website des FCG oder über die Projektwebsite: www.berlinfashioninternational.com Berlin Fashion X International wird gefördert durch ein Landesprogramm, welches aus den EFRE-Mitteln und aus Mitteln des Landes Berlin finanziert wird. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.berlinfashioninternational.com/ https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdFi3XPBTl273IZ85X_sXpGVCvY0AAtnvvukIc7sms163TgFg/viewform MITGLIEDER 6ad Stitches ANDREJ GRONAU Esther Perbandt HORROR VACUI Fiona Bennett INTERNATIONAL CITIZEN Laura Gerte William Fan PREVIOUS NEXT News Fashion Council Germany goes South Korea

  • Im Gespräch mit André Maeder (CEO, The KaDeWe Group): Das Kaufhaus der Zukunft ist ein Ort der Begegnung

    7. Jan. 2022 Das Berliner KaDeWe ist so ikonisch, dass es nicht nur von Vladimir Nabokov in der Weltliteratur verewigt wurde, sondern auch gerade in einem Serienepos kanonisiert wurde. Auch wenn die Serie „Eldorado KaDeWe“ in den Goldenen Zwanzigern spielt, könnte der Titel kaum treffender sein: „Jetzt ist unsere Zeit“ - das könnte auch für das KaDeWe von heute gelten. Immerhin ist es die drittwichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt Berlin und gerade wurde die neue Rolltreppe nach einem Masterplan des Architektenbüro OMA enthüllt. Die KaDeWe Group, zu der auch noch das Alsterhaus in Hamburg und der Oberpollinger in München gehört, hat ambitionierte Pläne: Mit weiteren Häusern in Düsseldorf und Wien soll bald die Milliardenmarke erreicht werden. FCG: Die KaDeWe Group zählt mit dem KaDeWe in Berlin, dem Oberpollinger in München und dem Alsterhaus in Hamburg zu den größten Einzelhändlern in Deutschland. Was ist Eure Vision des Warenhauses der Zukunft? André Maeder: Es soll ein Ort der Begegnung sein, der Inspiration, der Freude, der Faszination und der Passion. Man geht nicht nur zum Einkaufen hin, sondern um Leute zu treffen und etwas zu erleben. Das ist das Moderne und das brauchen Menschen auch in der Zukunft. In den letzten fünf Jahren sind wir jede Fläche im KaDeWe angegangen und haben sie nicht nur architektonisch umgebaut, sondern auch das Sortiment neu kuratiert, die Öffnungszeiten angepasst und Events ausgebaut. Das KaDeWe entwickelt sich kontinuierlich weiter mit wechselnden Kollektionen und Pop-ups, Services und Events, die den Ort interessanter machen. Das Gesamtkonzept haben Rem Koolhaas und Ellen van Loon von OMA konzipiert, aber darüber hinaus haben wir Designer, die die einzelnen Flächen und Abteilungen einzigartig machen, zum Beispiel India Mahdavi aus Paris für den Damen Designer Bereich. Wir sind nicht nur ein Department Store für Fashion oder Accessoires, sondern bringen fünf Säulen zu Erlebniswelten zusammen, die untereinander verbunden sind. Fashion, Home, Beauty, Food und Accessories & Luxury sind nicht getrennt, sondern gehen über die vertikalen Erlebniswelten ineinander über. Das ist einzigartig. Das Alsterhaus und der Oberpollinger wurden ebenfalls umgebaut und auch dort erwarten unsere Gäste besondere Erlebniswelten. FCG: Ihr seid im Jahr 2020 parallel zur ersten Welle der Covid-19-Pandemie mit Eurem Online-Shop gestartet. Was bietet Eurer Ansicht nach E-Commerce, was die Warenhäuser nicht bieten und was haben sie vielleicht auch gemeinsam? AM: Man kann das nicht mehr getrennt denken. Die Kund:innen von heute informieren sich, egal, was sie kaufen oder wo sie es kaufen, sie entscheiden sich nicht bewusst zwischen digitalem oder stationärem Handel. Aber sie wollen trotzdem mit allen Sinnen etwas erleben. Das KaDeWe ist eine Marke und das Kaufhaus ist eine Erlebniswelt, die wir natürlich auch online spielen. In Zukunft bauen wir alle unsere Kanäle noch sehr viel stärker aus. Nicht nur das Sortiment wird ständig digital weiterausgebaut, jeden Tag kommen neue Marken dazu, und auch Services und Veranstaltungen werden wir online bringen. FCG: Das KaDeWe in Berlin wird seit Jahren nach den Plänen des niederländischen Stararchitekten Rem Koolhaas umfangreich umgebaut und neue Flächen und Angebote werden geschaffen. Wie schafft Ihr die Balance zwischen internationalem Angebot und lokaler Relevanz? AM: Das KaDeWe war immer schon ein Department Store auf internationalem Niveau. Dazu gehören internationale Luxusmarken, aber auch das Lokale ist uns wichtig. Es macht keinen Sinn diese Kollektionen sichtbar zu trennen. Die Architekten von OMA haben Quadranten geschaffen, die die einzelnen Bereiche vertikal miteinander verknüpfen und jeweils in „Casual“,„Contemporary“, „Modern Classic“ und „Design“ unterteilen lassen. Wir mischen lokale Marken mit internationalen Marken, etwa Lala Berlin oder Schumacher im Contemporary-Bereich. Das gleiche machen wir auch bei Home & Living oder Kosmetik. Das spannende ist, alle diese interessanten Marken zu einem kuratierten Angebot zu verknüpfen. Unsere Feinschmeckeretage, die Sechste, ist eine der wichtigsten und besten der Welt. Wir haben auch eine eigene Produktion für Süßwaren und alle Backwaren. Selbst wenn Sie ein französisches Aprikosentörtchen kaufen, dann ist das zu 100 Prozent in unserem Haus selbstgemacht. Das ist sehr lokal. Von den 25 Restaurants sind zehn aus Berlin. Es sind italienische, thailändische oder vietnamesische Restaurants aus Berlin, die wir hier reinbringen. Das ist uns sehr wichtig, auch in den anderen Bereichen wie Fashion und Home. FCG: Nach welchen Kriterien werden neue Marken, Brands und Kollektion in Euren Sortimenten aufgenommen und welche Rolle spielen dabei Nachhaltigkeit, Inklusion und Innovation? AM: Wir haben 24 Einkäufer:innen, die ständig auf der ganzen Welt unterwegs sind und nach den richtigen Marken und einer besonderen Auswahl schauen. Ein Beispiel: vor acht Jahren hatten wir 250 Pfeffermühlen im KaDeWe im Angebot. Das ist viel zu viel, heute sind es 30. Es geht um die richtige Größe des Sortiments und die richtige Zusammenstellung. Das suchen wir selbstverständlich nach Kriterien von Qualität und Design aus, aber auch nach einer ausgewogenen Mischung, die das lokale und internationale einbindet. Dabei schauen wir auch auf die Häuser. Wie groß ist das Haus? In welcher Umgebung steht es? Welche Kund:innen besuchen uns? Im Alsterhaus sind es zu 80 Prozent Hamburger, im KaDeWe kommen die Hälfte der Besucher:innen aus Berlin – all das schauen wir uns auch in der Auswahl und Zusammensetzung unseres Sortiments an. Passt eine Marke in das Haus, lokal in die Umgebung und zu den Kund:innen? FCG: Wie sehen Eure Pläne außerhalb der Standorte Berlin, Hamburg und München aus (Stichwort Wien, Düsseldorf)? Wir haben für jedes Haus einen weltberühmten Architekten, der für das Gesamtkonzept zuständig ist, aber insgesamt auch fast 40 Designer und Architekten, die die einzelnen Bereiche und Abteilungen im Inneren verantworten. In Düsseldorf wird David Chipperfield die Leitung für den Umbau des Carsch Haus übernehmen. Das Carsch Haus wird ein Concept Store auf 10.000m2, sehr edgy und mit vielen neuen Marken im Contemporary und Affordable Luxury-Bereich. Der Store greift die Ästhetik von Harvey Nichols in London und Barneys in New York aus den Neunzigerjahren aufund wird ein digitales Erlebnis mit Technologien, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Wien ist von der Fläche viel größer und in der MariahilferStraße in einer ganz anderen Umgebung gelegen. Das Haus ist in Planung, aber es soll ein Concept Store für die Stadt Wien werden und der coolste und modernste Department Store Europas. Das Architektenbüro OMA mit Rem Koolhaas und Ellen van Loon verantwortet wie in Berlin das Gesamtkonzept. Wie bei unseren anderen Häusern haben wir für die zwei neuen Standorte die Architekten und Designer auch danach ausgesucht, dass sie die Stadt nachvollziehen können und das in den Häusern umsetzen. Wir bedanken uns bei André Maeder für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER KaDeWe GmbH PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit André Maeder (CEO, The KaDeWe Group): Das Kaufhaus der Zukunft ist ein Ort der Begegnung

  • NEWS: Networking Event der European Fashion Alliance und Certilogo bringt Europäische Modebranche zusammen

    Im Rahmen des ‘European Fashion Alliance Fashion Policy Round Table‘ in Brüssel fand im Anschluss ein Networking Event von Certilogo statt, welches die europäische Modebranche zusammenbrachte und den Austausch zum veröffentlichten Report zum "Status of European Fashion" anregte. NEWS: Networking Event der European Fashion Alliance und Certilogo bringt Europäische Modebranche zusammen Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S DOWNLOAD PM Download Brüssel, 05. Dezember 2024: Auf Einladung der European Fashion Alliance (EFA) und Certilogo fand im Anschluss an den EFA Fashion Policy Round Table in Brüssel ein Networking-Event statt. Dies bot den Teilnehmer:innen die Gelegenheit, die Learnings des Fashion Policy Round Tables zu vertiefen und die Erkenntnisse zum Status der Modeindustrie weiter auszuführen. Thematisch wurde dabei an die zwei Diskussionsthemen des Round Table angeknüpft: Status of the fashion industry: challenges and needs und Future of the fashion industry: opportunities and solutions . Gastgeber des Networking-Events war das Softwareunternehmen Certilogo, Branchenführer im Bereich der digitalen Produktpass-Technologie und damit ein starker Verbündeter der European Fashion Alliance. In einer einleitenden Keynote erläuterte Gründer und CEO Michele Casucci, wie die Technologie des Digital Product Passport (DDP) Produkte und Verbraucher:innen auf der ganzen Welt miteinander verbinden und ihnen so einen transparenten Zugang zu Informationen über Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit bietet. Für ihn stehe im Vordergrund, dass Konsument:innen sich auf die Authentizität sowie Informationen über die Herkunft ihrer gekauften Produkte verlassen können. Die Veranstaltung brachte wichtige Interessenvertreter:innen der Modeindustrie, politische Entscheidungsträger:innen und Pressevertreter:innen zusammen. Darunter auch Annika Mohr Storfält , Global Sustainability Director von BALENCIAGA, Costanza Maramotti , Member of the Board und Sustainability Committee bei MAX MARA, sowie viele Mitglieder und der Vorstand der European Fashion Alliance. Der Report “The Status of European Fashion“ inkl. dem „EFA Manifesto of Recommendations“ sowie eine Zusammenfassung des „EFA Fashion Policy Round Table“ werden auf der Website der EFA und des FCG veröffentlicht. Downloads : Pressemitteilung & Bildmaterial PREVIOUS NEXT

  • FCG präsentiert die Gewinner:innen von FASHION X CRAFT auf dem Firesidechat zur Berlin Fashion Week

    18. März 2022 Fashion Council Germany präsentiert die Gewinner:innen des FASHION X CRAFT Förderprojekts in Partnerschaft mit der Swarovski Foundation und The Prince’s Foundation auf dem Firesidechat zur Berlin Fashion Week. Die acht Jungdesigner:innen wurden den 200 anwesenden nationalen und internationalen Gästen aus Mode, Medien, Kultur, Wirtschaft und Politik vorgestellt. Auf dem ersten Firesidechat in diesem Jahr anlässlich der Berlin Fashion Week wurden die Gewinner:innen des neuen Förderprojektes FASHION X CRAFT, das der Fashion Council Germany in Partnerschaft mit der Swarovski Foundation und The Prince’s Foundation ins Leben gerufen hat, der Gästen vorgestellt. Aus den zahlreichen Bewerbungen hat die Jury acht Jungdesigner:innen ausgewählt, die im Laufe der kommenden Monate ein maßgeschneidertes Förderprogramm erhalten werden. Bei diesem geht es schwerpunktmäßig darum, neue Wege in traditioneller Handwerkskunst aufzuzeigen, ihr innovatives Denken zu stärken und ihnen nachhaltige Methoden und Materialien für ihre künftige Arbeit näherzubringen. Das Projekt beinhaltet eine Serie von zwölf Webinaren und einem dreitägigen Intensivworkshop sowie einen dreiwöchigen Aufenthalt in der neuen Bildungseinrichtung von The Princes Foundation in Highgrove, einem Teil des Anwesens seiner Königlichen Hoheit des Prinzen von Wales in Gloucestershire, England. Zu den Gewinner:innen des Förderprogramms zählen Alexis Mersmann (HTW Berlin), Jana Heinemann (HTW Berlin), Julia Ballardt und Nico Verhaegen (Royal Academy Antwerp), Mirjam von Mengershausen (Kunsthochschule Berlin Weißensee), Philip Kofi Wagner (Hochschule Hannover), Svea Katharina Beckedorf (Central Saint Martins College London) und Taskin Goec (Kunsthochschule Berlin Weißensee). Anlässlich des Firesidechats, dem Branchentreff der Berlin Fashion Week, werden im Eingangsbereich des Hotels Zoo Gästen jeweils zwei Looks pro Gewinner:in präsentiert und mit einer Kurzbeschreibung der jeweiligen Designer:in dem Besucher:innen vorgestellt. Die Installation ist dort noch bis Ende der Woche zu sehen. Die Förderung von Nachwuchdesigner:innen ist für Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany und Jurymitglied bei FASHION X CRAFT, eine Herzensangelegenheit: „Mode hat sowohl als Kulturgut wie auch als Wirtschaftsfaktor eine globale integrative Kraft. Sie steht für Freiheit und grenzenlose Kreativität – Werte, die heute wichtiger sind denn je. FASHION X CRAFT schafft Verbindungen, lädt ein zum Dialog und ist somit ein weiterer Meilenstein des Fashion Council Germany.“ Jakhya Rahman-Corey, Director der Swarovski Foundationkommentiert: „Die Swarovski Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kreativität und den Zugang zur Kunst zu fördern und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt auszuüben. Es ist uns eine große Freude, das Bildungsprogramm FASHION X CRAFT zu unterstützen, das auf ein überwältigendes Interesse bei jungen Talenten in ganz Deutschland gestoßen ist. Dies zeigt das starke Engagement junger Menschen, ihre Kreativität zu nutzen, um das Bewusstsein zu schärfen und Lösungen für soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu finden." Jacqueline Farrell, Education Director von The Prince’s Foundation fügt hinzu: „Das FASHION X CRAFT-Bildungsprogramm ermöglicht es den Teilnehmer:innen, ihre Praxis auf neue und aufregende Weise weiterzuentwickeln, und zwar im Rahmen einer Reihe von Fachworkshops, die von The Prince's Foundation in traditionellen Techniken durchgeführt werden, die normalerweise nicht mit Mode ein Verbindung gebracht werden, wie Korbflechten, dekorative Gipsarbeiten und Holzschnitzerei. Das Niveau der Bewerber:innen ist bemerkenswert hoch, und ich freue mich sehr darauf, zu sehen, wie sich die Designarbeit der erfolgreichen Kandidat:innen weiterentwickelt, wenn sie ein noch größeres Verständnis und eine neue Wertschätzung für handwerkliche Fähigkeiten erlernt haben.“ Der Fashion Council Germany bringt mit seinem Networking-Format, dem Firesidechat, seit 2018regelmäßig Entscheidungsträger:innen zusammen, um Netzwerke zu knüpfen und in informeller Atmosphäre zum Gedankenaustausch anzuregen. Neben dem Vorstand und Mitgliedern des Fashion Council Germany waren folgende Branchenexpert:innen anwesend: Andrea Latten (Condé Nast), Alexx Weeber (Alexx & Anton), Esther Perbandt (Esther Perbandt), Fiona Bennett (Fiona Bennett), Frank Fischer (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Jakhya Rahman-Corey (Swarovski Foundation), Kristian Schuller (Fotograf), Magdalena Schaffrin & Max Gilgenmann (Studio mm04), Malaika Raiss (Malaika Raiss), Michael Biel (Staatssekretär Senat für Wirtschaft Berlin), Michael Sontag (Michael Sontag), Mirjam Smend (Greenstyle Muc), Thorsten Mindermann (H&M) uvm. Die Veranstaltung fandunter Einhaltung der 2G+ Regel (3-mal geimpft oder 2-mal geimpft und getestet)statt. Zusammen mit dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen Aktion Deutschland Hilft e. V. ruft der Fashion Council Germany zu Geldspenden für die Nothilfe in der Ukraine auf. Gespendet werden kann unter dem folgenden Link . Mehr Informationen zum FASHION X CRAFT Förderprojekt unter folgendem Link . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT News FCG präsentiert die Gewinner:innen von FASHION X CRAFT auf dem Firesidechat zur Berlin Fashion Week

  • Manuel Almeida Vergara mit Kim Tiziana Rottmüller, Gisa Golpira und Konstanze Maager

    16. Juni 2020 Als Antwort auf all die Fragen, die die aktuelle Krise in unserer Branche aufwirft, lancieren wir unser neues E-Talk-Format: die #FCGVOICES . Diese basieren in digitaler Form auf dem klassischen Konzept des Roundtables und werden, neben den aktuellen Herausforderungen, auch und insbesondere notwendige Systemänderungen der Modeindustrie in den Fokus rücken, sodass die Zukunft der Mode von Branchen-Experten und Meinungsführern diskutiert werden kann. Der zweiundzwanzigste #FCGVOICES Talk wird von Manuel Almeida Vergara (Frankfurter Rundschau) moderiert und begrüßt unter seinen Diskussionsteilnehmern Kim Tiziana Rottmüller, Gisa Golpira (Golpira) und Konstanze Maager (Cashmere Victim). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER PREVIOUS NEXT #FCGVoices Manuel Almeida Vergara mit Kim Tiziana Rottmüller, Gisa Golpira und Konstanze Maager

  • NEWS: Networking in New York: Fashion Council Germany zelebriert Branchentreffen

    Im Rahmen der zweiten Delegationsreise des Fashion Forward Network Projekts fand erneut ein Fireside Dinner des Fashion Council Germany in New York City statt. NEWS: Networking in New York: Fashion Council Germany zelebriert Branchentreffen Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER Manuel Almeida Vergara E-MAIL press(at)fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/initiativen/fashion-forward-network- https://www.chef-simon.com/ DOWNLOAD PM Download New York City, 17. April 2024: Im Rahmen der von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützten Delegationsreise des Internationalisierungs-Projekts Fashion Forward Network (FFN) , lud der Fashion Council Germany zum zweiten internationalen Fireside Dinner in New York City ein. Die Veranstaltung fand im Loft29 statt, dem Fotostudio von Udo Spreitzenbarth, und der Location des deutschen Speakeasy Dinner-Konzepts von Chef Simon. Ausgewählte Akteur:innen aus der Mode- und Tech-Szene, sowie relevante Vertreter:innen der Presse und Politik , darunter der Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, kamen zu einem inspirierenden Abend zusammen. Das Fireside Dinner bot den Teilnehmer:innen die Gelegenheit sich mit Branchenexpert:innen zu vernetzen und wertvolle Einblicke in den US-Markt zu gewinnen. Im Fokus der Gespräche standen die Herausforderungen und Schwierigkeiten des US-Markteintritts, aber auch die vielfältigen Möglichkeiten, die durch potentielle Netzwerkpartner:innen des FFN Internationalisierungs-Projekts geboten werden können. Darüber hinaus wurde über die positive internationale Entwicklung der Berlin Fashion Week diskutiert. Fashion Council Germany CEO Scott Lipinski und Vorstandsvorsitzende Christiane Arp eröffneten gemeinsam mit dem Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, den Abend. Scott Lipinski erklärte: „ Mit dem Fashion Forward Network haben wir eine Initiative ins Leben gerufen, mit der wir Deutsch-Amerikanische Partnerschaften in der Modeindustrie aufbauen und stärken. Hierfür schätzen wir die Offenheit und Unterstützung unserer US-Netzwerkpartner und freuen uns über das große Interesse am Standort Berlin “. Christiane Arp ergänzte: „ Berlin ist bekannt für Techno, seine Clubkultur, Theater, Kunst und mehr und mehr für seine kreative, diverse, nachhaltige Fashion Community. Wir wollen den New Yorker und den internationalen Blick auf das richten, was wir sehen: Talent und große Potentiale. “ Berliner Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, betonte : „ Die Modebranche ist ein wichtiger und wachsender Teil der Berliner Kreativwirtschaft. Wir sind stolz auf die jungen Talente, die in Berlin eine ganz eigene Idee von einer inklusiven, nachhaltigen und innovativen Mode entwickeln. Sie sind Botschafter:innen einer neuen Generation von Modeschaffenden. Das wollen wir international sichtbar machen und erleben hier in New York großes Interesse .“ Höhepunkt des Abends war das exklusive Menü des deutschen Prestige Kochs Chef Simon . Mit seinem Ansatz des „deutschen Speakeasy-Dinners“, vertritt er bereits seit mehreren Jahren eine Neuinterpretation der deutschen Küche in New York City. Zu den Gästen gehörten u.a. die Designerin Melitta Baumeister, Gewinnerin des CFDA/VOGUE Fashion Fund 2023; Marcel Ostwald, Senior Vice President Michael Kors; Teen Vogues Managing Editor, Alyssa Hardy; Teneshia Carr, Chefredakteurin des Blanc Magazine; Lucie Brigham vom United Nations Office for Partnerships und Fashion Editor & Stylistin Jenny Capitain. Bereits zum zweiten Mal Teil der Delegationsreise waren die Unternehmer:innen von AVENIR, DR. BAUM und IMPARI . Neu mit dabei waren HADERLUMP, Kasia Kucharska , Natascha von Hirschhausen, PLATTE Berlin, RICHERT BEIL, ReFramed, SANE Standard, SF1OG und SOCIÉTÉ ANGELIQUE . Die Teilnehmer:innen erhalten im Rahmen der Delegationsreise auch die Möglichkeit Vertreter:innen von US-Branchengrößen wie Highsnobiety, dem CFDA, oder der renommierten Parsons School of Design zu treffen. Durch die Vernetzung mit Showrooms, PR-Agenturen, Retailern, Pressekontakten und weiteren Multiplikator:innen kann so eine Basis für den angestrebten US-Markteintritt gebildet werden. Fashion Forward Network ist ein Projekt des Fashion Council Germany und der Innovations-Plattform Sqetch. Die Initiative wird gefördert durch ein Landesprogramm, welches aus den EFRE-Mitteln und aus Mitteln des Landes Berlin finanziert wird. PREVIOUS NEXT

  • Im Gespräch mit Friederike Pfeffer, Co-Founderin von ito ito: "Über On-Demand und Zero Waste"

    1. Juli 2022 ito ito versteht sich als Shared Factory und On-Demand Strickproduzent in einer digitalen und transparenten Lieferkette – made in Germany. Die Shared Factory von itoito ermöglicht Modelabels Teil einer digitalen On-Demand-Plattform für Strick zu sein. Mit ihrer Software wird die Produktion direkt an die Nachfrage gekoppelt. Das hilft der Modebranche effizienter zu werden – keine Überproduktion mehr, vollständig recycelbare Produkte mit einer transparenten und lokalen Lieferkette. FCG: Magst Du uns kurz erklären, wie es zur Gründung von ito ito kam? Friederike Pfeffer: Die Art und Weise, wie Mode heute (über)produziert wird, und die Berichte über wachsende Müllberge von weggeworfenen Textilien hat uns dazu motiviert, darüber nachzudenken, wie wir unsere Kompetenzen sinnvoll einsetzen können, um Modeproduktion zu demokratisieren und eine Methode zu entwickeln, die nicht nur effizient ist, sondern auch Teil einer neuen Kreislaufwirtschaft mit transparenten und lokalen Lieferketten. Wir haben bereits mit unserem Vorgänger-Start-up ein Verfahren entwickelt, wie man eine Strickmaschine direkt vom Computer aus ansteuern und Bilder in strickbare Dateien umwandeln kann. Mit ito ito wollen wir einen Schritt weiter gehen und die Möglichkeit schaffen, komplette Strickkollektionen in Form und Muster individuell zu produzieren. FCG: Mit der sogenannten „Shared Factory“ wollt ihr die Beziehung zwischen Designer:innen, Produzent:innen und Träger:innen neu definieren. Wie läuft so eine Produktion vom Entwurf des Designers bis zur Lieferung an den Endkosument:in im Idealfall ab? FP: Wenn heute ein Modelabel Strick produzieren lassen will, stehen sie erst mal vor dem Problem, dass der Zugang zur Produktion erschwert ist. Es gibt hohe Mindestbestellmengen, die große Vorabinvestitionen erfordern und wenig mit einer wirtschaftlichen und effizienten Produktion zu tun haben. Darüber hinaus sind die Lieferketten unübersichtlich und erfordern eine langfristige Planung. Unsere Shared Factory dreht das Prinzip um. Wir entwickeln die Strick-Prototypen. Mithilfe unserer Algorithmen können die Designer:innen ihr Grund-Produkt auswählen und dann in Form, Farbe und Muster auf ihre eigenen Entwürfe anpassen. Wir bündeln die Entwürfe verschiedener Modelabel mit gleichen Parametern und schicken sie als eine Bestellung an eine Strickmaschine in unserem Netzwerk. Dadurch können beliebige Stückzahlen zu jedem beliebigen Zeitpunkt produziert werden und man hat immer die Kontrolle darüber, wo sich die Bestellung in der Lieferkette gerade befindet. Die Produktion kann auch direkt an die Nachfrage gekoppelt werden und erst dann in Auftrag gegeben werden, wenn eine Kund:in etwas im (Online-) Shop bestellt hat. Dadurch, dass das Kleidungsstück „on demand“ produziert wird, kann es dann direkt an die Kund:in geschickt werden. FCG: Laut Eurer Website gibt es an dem Modell viele Vorteile wie „Zero Risk“ und „Zero Waste“ für Designer:innen und Produzent:innen beim „Zero Sampling“. Gibt es vielleicht auch Nachteile, die durch eine reine Digitalisierung der Musterteile entstehen? Wenn ja, welche Maßnahmen unternimmt ihr, um dem entgegenzuwirken? FP: Generell ist das Produzieren mit einer Strickmaschine schon sehr anspruchsvoll – es gibt für jedes Strickstück ein Programm, dass individuell geschrieben werden muss und das die Maschine ansteuert. Wir machen mit unserer Software jetzt eine On-Demand-Produktion möglich. Dafür haben wir eine Software entwickelt, in dem man seinen Entwurf anlegen kann, sodass er direkt produziert werden kann, ohne dass man Vorkenntnisse von Strickprogrammen haben muss. Unsere Software basiert auf Algorithmen, die so entwickelt worden sind, dass es viele Anforderungen der Modelabels abdeckt. Sicherlich gibt es spezielle Stricktechniken, die unser System erst nach einer gewissen Entwicklungsdauer anbieten können wird, aber wir entwickeln sowohl in Bezug auf Material als auch bei den Modellen ständig neue Produkte, sodass auch die Bandbreite der Möglichkeiten im Laufe der Zeit immer umfangreicher werden wird. FCG: Ihr habt Euren Standort in der Hansestadt Bremen. Wie würdest Du Deutschland als Produktionsstandort von Modeerzeugnissen bewerten? FP: Was heute kaum noch jemand weiß, ist, dass Deutschland auf eine lange Geschichte, in der Textilverarbeitung und Modeproduktion zurückblicken kann. Die Bremer Baumwollbörse beispielsweise besteht seit 150 Jahren und im 20. Jahrhundert wurden hier jährlich mehrere Millionen Ballen Baumwolle umgesetzt, in der schwäbischen Alb waren zum gleichen Zeitpunkt die Pioniere der Textilproduktion angesiedelt, die wichtige Verfahren zur Textilverarbeitung erfunden haben. Leider sind gerade in den letzten Jahrzehnten viele Betriebe und Produktionsstätten abgewandert, die Produktion findet meist aus Kostengründen überwiegend im Ausland statt. Noch sitzt in Deutschland das Know-how für qualitativ hochwertige Produktionen, aber wenn man nicht schnell handelt, werden auch diese Kenntnisse bald nicht mehr zur Verfügung stehen. FCG: Wie kann Deiner Meinung nach Deutschland führend in der Produktion nachhaltigen und/oder zirkulärer Mode werden? FP: In Deutschland sitzt viel technisches Know-how und unternehmerischer Erfindergeist, der nötig ist, um Veränderungen anzustoßen und neue Methoden der Produktion zu entwickeln. Das sehen wir auch um uns herum in ganz unterschiedlichen Ansätzen, wie z. B. auf dem Gebiet des Recyclings. Gleichzeitig ist Deutschland natürlich auch der größte Absatzmarkt der EU. Von der EU und der Bundesregierung werden wichtige Fördermaßnahmen ins Leben gerufen, um Produktionen wieder näher an den Markt heranzuholen und vor allem nachhaltiger zu gestalten. Das ist auch ein wichtiger Trend in der Wirtschaft, denn wenn Energiekosten und die durch den Transport ausgelösten CO₂ Emissionen einen wachsenden Anteil an den Produktionskosten verursachen, Lieferkettengesetze eine größere Transparenz der Produzent:innen und Händler:innen fordern und von Kund:innenseite auch vermehrt die Frage der Herkunft gestellt wird, dann können lokale Lieferketten ein entscheidender Faktor bei der Wettbewerbsfähigkeit werden. Die Wege dazu werden derzeit angelegt, wir müssen nur noch eine funktionierende Autobahn darauf errichten. FCG: Wie sieht Deiner Meinung nach die Zukunft der Modeproduktion aus? FP: Derzeit sind mehr oder weniger alle Modebrands damit beschäftigt, sich nachhaltiger aufzustellen. Die Modeproduktion der Zukunft hat auch ganz klar mit einem Umdenken des Modekonsums bei den Kund:innen zu tun. Es wird dahin gehen, dass Modebewusster getragen wird, sei es in der Wahl der Materialien, in dem Bewusstsein der Produktionsart oder der Lebensdauer. Aber auch der Gedanke der unbegrenzten Verfügbarkeit jederzeit und überall muss sich verändern. Dinge müssen wieder einen größeren Wert bekommen, es muss kein Nachteil sein, dass man auf etwas wartet. Dieses Umdenken wird einen veränderten Konsum zur Folge haben, der auch eine angepasste Produktion und Umdenken der Hersteller erfordert. Die Kund:innen brauchen dafür aber ein klares und wiedererkennbares System, dass ihnen hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es gibt auch klare Vorteile der On-Demand-Produktion, man kann nämlich viel mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Kund:innen eingehen. Sei es in Bezug auf individuelle Größen, oder dass man viel schneller auf Trends reagieren kann. Wir bedanken uns bei Friederike Pfeffer für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER ito ito PREVIOUS NEXT Interview Im Gespräch mit Friederike Pfeffer, Co-Founderin von ito ito: "Über On-Demand und Zero Waste"

  • Der Streetstyle Fotowettbewerb zur BFW geht in die fünfte Runde

    17. Dez. 2025 Der Streetstyle Fotowettbewerb zur Berlin Fashion Week ist ausgerufen. Auch diese Saison schreiben wir erneut den BFW Streetstyle Fotowettbewerb aus. Er richtet sich an aufstrebende Fotograf:innen – Studierende, Absolvent:innen und Young Professionals – aus den Bereichen Mode- und Streetstyle-Fotografie. Die Teilnehmenden werden dazu eingeladen, insgesamt fünf Fotos in verschiedenen Kategorien einzureichen, die anschließend von einer Fach-Jury bewertet werden. Ziel ist es, besondere Streetstyle-Momente und -Situationen während der Berlin Fashion Week einzufangen. Die Fotos des Gewinners oder der Gewinnerin werden anschließend im Fräulein Magazin veröffentlicht! Darüber hinaus wird die/der Gewinner:in als offizielle:r Fotograf:in zur kommenden BFW im Sommer eingeladen. Wir sind gespannt auf Eure Einsendungen! 30. Januar 2026: Submission geöffnet 10. Februar 2026: Submission geschlossen Ende Februar 2026: Bekanntgabe der Gewinner:innen HIER könnt Ihr Euch Bewerben. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Marie Zimmermann INFOS ANFRAGEN coordination[at]fashionweek.berlin WEBSITE/S https://www.fashion-council-germany.org/street-style-photgraphy-competition https://fashionweek.berlin/index.html MITGLIEDER PREVIOUS NEXT Berlin Fashion Week Der Streetstyle Fotowettbewerb zur BFW geht in die fünfte Runde

  • Burda Verlag | FashionCouncil

    Burda Verlag Die deutschen Verlagsaktivitäten von Hubert Burda Media sind in dieser starken publizistischen Einheit zusammengefasst. Der BurdaVerlag ist ein funktional organisiertes Unternehmen und Heimat von mehr als 160 gedruckten und digitalen Medienprodukten, die jeden Monat 31 Mio. Leser und damit 63 Prozent der Deutschen erreichen. Als neuer Verlag für eine neue Zeit integriert der BurdaVerlag die journalistische Kompetenz und die große Kraft seiner Marken und erschließt so unternehmerisch Wachstumschancen auf dem deutschen Medienmarkt. Im Bereich Publishing Premium sind alle Marken in den Themenbereichen Fashion & Lifestyle, News, Food sowie die TV-Magazine verankert. Hierzu gehören journalistische Leuchttürme wie Bunte und Focus ebenso wie die Fashion & Lifestyle-Marken Freundin, Elle, Instyle, Harper’s Bazaar und Esquire. info@hubert-burda-media.com http://burda.com/de/ Close Close

  • Lara Krude Installation im Bikini Berlin

    17. März 2020 Die während der Berlin Fashion Week ausgestellten Installationen im Bikini Berlin zeigen das einzigartige Verständnis von Nachhaltigkeit der vier im Rahmen des German Sustain Concept teilnehmenden Brands Phylyda, Working Title, Oft und Lara Krude. Anlässlich der Berlin Fashion Week im Januar 2020 präsentierte die Hamburger Designerin Lara Krude ihren Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit: Slow Fashion als Basis zur Wertschätzung von Material und Verarbeitung. Lara Krude verkörpert lässige Eleganz mit abstrakter Weiblichkeit. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Bikini Berlin PREVIOUS NEXT News Lara Krude Installation im Bikini Berlin

bottom of page