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- Fiona Bennett – Die kreative Hutmacherin über ihre Geschichte, Wünsche und die Zukunft
7. Juni 2021 Fiona Bennett wurde in Brighton in Großbritannien geboren und kam als Kind nach Berlin. In einem der wenigen Hutateliers der Stadt erlernte sie das Handwerk der Modistin. 1999 eröffnete sie ihr eigenes Ladengeschäft in Berlin Mitte, das schnell zum Anlaufpunkt internationaler Prominenz wurde. Seit 2012 ist Fiona Bennett in der Potsdamer Straße, gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Hans Böhme, ansässig. Seither zählt Fiona zu den erfolgreichsten und auch außergewöhnlichsten Hutmacher:innen in Deutschland. Ihre originellen Hüte zierten bereits das Cover der Vogue, große Modemagazine veredeln Fotostrecken mit ihren Kreationen und Prominente weltweit tragen Bennetts Modelle. Seit über 30 Jahren ist sie nun schon im Geschäft und ist sich dabei treu geblieben. Alle Modelle des Labels werden im Schaufenster des Ateliers in Berlin von Hand gefertigt, jedes Dekor und noch so kleine Detail entsteht dabei aus handwerklichem Geschick. Für Fiona gibt es nichts Spannenderes, als Materialien immer wieder in eine neue Form zu bringen. Dabei lässt sie Mode und Kunst ineinanderfließen und lässt dadurch unverwechselbare Unikate entstehen. Ihr Leben kann man derzeit übrigens in ihrer Biografie „ Vom Locken der Federn: Ein Leben als Modistin – Muse – Stilikone“ nachlesen. Wir haben Fiona Bennett interviewt und wollten wissen, wie sie zu ihrer Leidenschaft gekommen ist und was sie für die nächste Zeit plant. FCG: Wie bist Du auf die Idee gekommen, besondere Hüte zu designen… wann und wo ist Deine Leidenschaft entstanden? Fiona Bennett: Seit 32 Jahren bin ich mit Leidenschaft Hut-Designerin. Ursprünglich träumte ich von der Bildhauerei, durch Zufall erfuhr ich von dem aussterbenden Handwerk der Modistin und fühlte mich dazu berufen, den alten Hut zu entstauben und diesem Handwerk neues Leben einzuhauchen. Es war von Beginn an mein Interesse, zeitgenössische oder zeitlose Hüte zu designen. Auszüge aus meiner Geschichte kann man wunderbar in meinem Buch „Vom Locken der Federn“ (erschienen im Knesebeck Verlag) nachlesen. Da das Buch im Handel bereits vergriffen ist, gibt es nur noch bei uns im Geschäft Exemplare zu kaufen. FCG: Du bist ja geborene Britin. Was sind die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem englischen Markt? Fiona Bennett: Das stimmt, ich arbeite aber inzwischen ausschließlich in Deutschland und habe daher keine direkten Vergleiche. In der Hut-Industrie sind die Engländer:innen natürlich weit vorn, die Hutkultur wird dort sehr gepflegt. In Deutschland musste die Freude an diesem wunderbaren Accessoire erst wieder geweckt werden. FCG: Was würdest Du Dir für die deutsche Modelandschaft wünschen? Was sollte sich verändern? Fiona Bennett: Die Deutschen sollten Ihre Designer:innen mehr pflegen und stolz darauf sein, was sie vorzuweisen haben, ohne nur auf schnellen Profit zu hoffen. Es sollte mehr Unterstützung geben, damit die engagierten Designer:innen und Unternehmen wachsen können. Talente haben wir in Deutschland genug, und es sollte nicht ausschließlich um den Nachwuchs gehen, denn auch die, die schon lange durchhalten, sollten gepflegt und bedacht werden. Mein Vorschlag wäre es, die Designer:innen mehr in die Prozesse einzubeziehen und so zu horchen, was von Nöten ist. Die deutsche Modelandschaft stellt sich sonst leider immer wieder selbst ein Bein. FCG: Was sind Deine Ziele für die nächsten zwei Jahre? Fiona Bennett: Wir öffnen unser Archiv und installieren online einen Hut-Verleih-Shop, in dem zukünftig die Stylist:innen, Designer:innen, Kostümbildner:innen und auch Privat-Personen stöbern können und tageweise gegen Gebühr besondere Hut-Unikate aus dem Archiv leihen können. Das ist nachhaltig und macht unser Label einer breiteren Kunden-Community zugänglich. Außerdem arbeiten wir an einer Linie, die besser im Onlinehandel funktioniert. In unserem Hutpalast in der Potsdamer Straße wird es ausschließlich die aktuelle, von Hand gefertigte Hut-Kollektion geben. Zudem planen wir zwei Mal jährlich eine Künstler Edition in Kooperation. Vielen Dank Fiona Bennett für diesen Einblick, wir wünschen Dir viel Erfolg für die kommenden Monate und Jahre! AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN INFOS ANFRAGEN WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Fiona Bennett – Die kreative Hutmacherin über ihre Geschichte, Wünsche und die Zukunft
- RAUM Berlin - das neue Präsentationsformat im Der Berliner Salon
4. Feb. 2025 Pünktlich zur Berlin Fashion Week fand das DER BERLINER SALON Opening in den eindrucksvollen Räumen der Gemäldegalerie statt. Das Format wurde von Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany und Marcus Kurz, Geschäftsführer von NOWADAYS , ins Leben gerufen, um die Vielfältigkeit und Hochwertigkeit deutscher Designs darzustellen. Die sorgfältig kuratierte Gruppenausstellung zeigte auch in dieser Saison wieder außergewöhnliche Designs, welche gezielt mit einem Fokus auf Nachwuchstalente ausgewählt wurden. Ein neues Highlight ist das Präsentationsformat RAUM Berlin , welches in dieser Saison erstmals vorgestellt wird. Hier zeigen drei Designer:innen eine Auswahl von jeweils zehn Looks. Das vom Fashion Council Germany geförderte Projekt gibt den Labels ANNE BERNECKER , GERRIT JACOB und NAMILIA , die Möglichkeit, eine umfangreichere Auswahl ihrer Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Anne Bernecker Gerrit Jacob NAMILIA Previous Next Berlin Fashion Week RAUM Berlin - das neue Präsentationsformat im Der Berliner Salon
- Summer Night & Fashion Party: VOGUE, KaDeWe und Fashion Council Germany feiern die Berlin Fashion Week
12. Juli 2023 Am Dienstagabend luden VOGUE Germany, das KaDeWe und der Fashion Council Germany zur „Summer Night & Fashion Party“ anlässlich der Berlin Fashion Week ein. Die Networking-Party fand am späten Abend bei Flying Food und Drinks im Luxury Department Store KaDeWe statt. Dabei kamen auf der weltbekannten Food Etage „Die Sechste“ in den Restaurants Fischkutter, Austernbar und Brasserie Hélène über 550 geladene Gäste zusammen. Mit dem Statement „The responsible movement of freedom, inclusion and creativity“ setzt die Berlin Fashion Week besonders darauf, den angestoßenen Wandel weiter fortzuführen und die Stadt Berlin mit all ihren Einzigartigkeiten in der Mode zusammenzubringen. Ein logischer Schritt für die Gastgeber:innen, in ihren jeweiligen Leading Positions ein starkes, gemeinsames Networking-Event zu veranstalten, das die Sichtbarkeit und Relevanz des Modestandorts Deutschland einmal mehr unterstreicht. Bei ausgewählten Delikatessen, Drinks und Musik traten Entscheidungsträger:innen und Akteur:innen der Modebranche, bekannte Persönlichkeiten sowie zahlreiche Designer:innen in den Austausch. Die DJ Abiba Afani sorgte für gute Vibes und einen vollen Dancefloor. Die Veranstaltung wurde mit über 550 Gästen gefeiert. Darunter u.a. Anita Gigovskaya (Condé Nast GmbH), Ava Vegas, Bettina Cramer, Christiane Arp (FCG), Christoph Amend (ZEITmagazin), Düzen Tekkal, Jenny Augusta, Laura-Marie Geissler, Lea van Acken, Leyla Piedayesh, Petra van Bremen, Phenix Kühnert, Patrick Pendiuk (VOGUE Germany), Ruby O. Fee, Tarik Tesfu, Thomas Hayo, Tobias Frericks (GQ) und die Berlin Contemporary-Designer:innen Emilia Pfohl & Nan Li (beide NAMILIA), Jeakyoung Shim (Acceptence Letter Studios), Irina Dzhus, Jale Richert und Michele Beil (beide Richert Beil). AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.vogue.de/ https://www.kadewe.de/ https://fashionweek.berlin/ MITGLIEDER Condé Nast Germany GmbH KaDeWe GmbH Previous Next Event Summer Night & Fashion Party: VOGUE, KaDeWe und Fashion Council Germany feiern die Berlin Fashion Week
- Umfrageergebnisse – Coronakrise
17. Dez. 2020 Wie ergeht es Ihnen seit Ausbruch des COVID-19? Ihrem Modelabel? Ihrem Ladengeschäft? Ihrer Agentur? Ihrer Messe? Ihrem Business im allgemeinen? Was brauchen Sie jetzt gerade am meisten? Was wünschen Sie sich von Politik und der Industrie? Gibt es Ihrer Ansicht nach Chancen die die Modeindustrie aus dieser Krise mitnehmen kann? Diese und viele weitere Fragen haben wir in direkten Telefongesprächen mit Ihnen sowie mittels eines Online-Formulars evaluieren können. Ziel war es unter anderem auch, Handlungsvorschläge an die Politik zu formulieren. Hier finden Sie die Auswertung der Umfrage. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next News Umfrageergebnisse – Coronakrise
- BERLIN CONTEMPORARY: Da passiert was!
25. Jan. 2023 Eine neue Saison der Fashion Week geht zu Ende. In dieser Ausgabe wurde das neue, von einer internationalen Expertenjury kuratierte Format BERLIN CONTEMPORARY gelaunchtUnter BERLIN CONTEMPORARY haben herausragende Designer:innen und Brands ihre neuste Kollektion im Rahmen der Berlin Fashion Week einem ausgewähltem Fachpublikum präsentiert. Unter ihnen Neuentdeckungen aber auch etablierte Brands der deutschen Modelandschaft die an verschiedenen Orten Berlins besondere Showkonzepte umgesetzt haben.Wir freuen uns schon auf Sommer und die neuen Präsentationen der BERLIN CONTEMPORARY Designer:innen zur nächsten Fashion Week. BERLIN CONTEMPORARY Brands to watch: SIA ARNIKA ACCEPTANCE LETTER RIANNA + NINA DENNIS CHUENE ESTHER PERBANDT ODEEH SF1OG BOBKOVA MALAIKARAISS DZHUS FASSBENDER #DAMUR LITKOVSKA LML STUDIO NAMILIA LOU DÉ BETOLY JEAN GRITSFELDT OLIVIA BALLARD Credits: Sia Arnika AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Stefan Brunner INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Initiative BERLIN CONTEMPORARY: Da passiert was!
- Der FCG Panel Talk auf der Munich Fabric Start
9. Sept. 2024 Während der Munich Fabric Start Anfang September hat der FCG erneut einen Panel Talk präsentiert. Gemeinsam mit Moderatorin Catherine Hansmann (FCG) diskutierten die drei Speakerinnen Tanja Vojkic (eBay), Chelsea Jean Lamm (Chelsea Jean Lamm) und Ines Rust (DAWN Denim) das Thema „Sustainable Solutions & Innovations for Fashion“. In der aufschlussreichen Diskussionsrunde stellten die Expertinnen ihre nachhaltigen Strategien vor und erkundeten, wie die Zukunft der Mode durch kleine, sinnvolle Schritte verändert werden kann. Außerdem wurden innovative Textilien, Designansätze und das Bewusstsein der Verbraucher:innen evaluiert. Thematisiert wurde auch wie die Schaffung von Synergien die Nachhaltigkeit in der Modeindustrie ganzheitlich fördern kann. Mehr Informationen zur Munich Fabric Start und dem gesamten Programm gibt es HIER . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Catherine Hansmann INFOS ANFRAGEN catherine.hansmann[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER DAWN Denim Chelsea Jean Lamm MUNICH FABRIC START Previous Next News Der FCG Panel Talk auf der Munich Fabric Start
- FINAL CALL - FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP
19. Apr. 2024 Die Bewerbungen für das FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP sind nur noch bis Sonntag den 21.04.24 möglich! Gemeinsam mit der internationalen Hochschule Istituto Marangoni initiieren wir die FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP by ISTITUTO MARANGONI . Vergeben werden zwei Stipendien für jeweils ein Masterstudium: Am Istituto Marangoni in London für Sustainable Fashion & Systems sowie am Istituto Marangoni in Mailand für Fashion Business & Entrepreneurship . Bewerben können sich Bachelorabsolvent:innen, die die Zukunft der Modeindustrie in den Bereichen nachhaltiges Modedesign, Start-ups oder Social Enterprises aktiv mitgestalten möchten. Das Profil der Bewerber:innen sollte dabei durch Werte und Interessen wie Kreativität, Innovation, Nachhaltigkeit, Leidenschaft und inklusives Denken geprägt sein. Details zu den Teilnahmebedingungen und dem Bewerbungsprozess gibt es auf der Website der re.FASHION ACADEMY . Bewerbungen für die beiden Stipendien sind bis zum 21. April 2024 HIER möglich. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next News FINAL CALL - FCG FUTURE MINDS SCHOLARSHIP
- Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
4. Aug. 2021 Fashion for Good ist ein auf vielen Ebenen agierendes Unternehmen, welches es sich zum Ziel gemacht hat die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten - zum Einen durch unterschiedlichste Weiterbildungsangebote um den Übergang in eine nachhaltigere Modewelt zu fördern zum Anderen verbindet Fashion for Good vielversprechende Unternehmen und Start-ups, um ein Netzwerk aus Expert:innen dieser Branche zu bilden und durch interdisziplinäre Projekte innovative, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Mehr zu den vielfältigen Ansätzen und Initiativen von Fashion for Good erfährst Du in einem Interview, das wir mit Katrin Ley (Managing Director) geführt haben. FCG: Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um zu einem nachhaltigeren Modebusiness beizutragen? Fashion for Good: Fashion for Good ist die globale Initiative, die darauf abzielt, Mode 'gut' zu machen, d. h. eine zirkuläre Lieferkette zu integrieren, die alle Elemente vom Design bis zum Ende der Nutzung berücksichtigt. Die Herausforderung dies zu erreichen, wird durch Zusammenarbeit und Gemeinschaft ermöglicht. Das Herzstück von Fashion for Good ist unsere Innovationsplattform, auf der wir Innovative startups unterstützen und ihnen helfen, ihre Konzepte in der Mode-Lieferkette zu etablieren. Wir wählen die weltweit vielversprechendsten Start-ups aus und bringen sie in gemeinsamen Pilotprojekten großen Unternehmen zusammen. Fashion for Good unterstützt diese gemeinsamen Pilotprojekte tatkräftig und bietet Coachings, maßgeschneiderte Unterstützung bei der Mittelbeschaffung und in einigen Fällen auch finanzielle Unterstützung für die Hersteller durch den Good Fashion Fund. In unserem Co-Working Space beherbergen wir die sogenannte Circular Apparel Community - eine Gemeinschaft gleichgesinnter Organisationen und anderer Expert:innen mit dder geeinten Mission, die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten. Das interaktive Fashion for Good Museum ist ein öffentlich zugängliches Museum, in dem wir Menschen aus der ganzen Welt inspirieren und über den Einfluss der Modeindustrie aufklären. Die Besucher:innen erfahren etwas über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Modeindustrie. Mit der digitalen Good Fashion Journey und einem RFID-Armband entdecken sie Wege im Alltag zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen und sich zu engagieren, um etwas zu verändern. Wir veranstalten Workshops, zeigen Dokumentarfilme und halten Vorträge zu jedem Thema, um die Besucher:innen zu informieren, zu befähigen, den Good-Fashion-Gedanken in ihre Leben zu integrieren. Außerdem bieten wir Bildungsmaterial an und entwickeln Toolkits, Papiere, Berichte, Leitfäden und andere Ressourcen, die wir auf unserer Website für alle zugänglich machen. FCG: Ihr habt ein relativ neues Projekt gestartet, das sich mit einer neuen Methode des Baumwollanbaus befasst. Inwiefern waren die bisherigen Verfahren des Baumwollanbaus nicht nachhaltig und wie wollt ihr das mit eurem Projekt ändern? Fashion for Good: Baumwolle macht fast 30 % der weltweiten Textilproduktion aus, ist jedoch für 24 % des weltweiten Insektizid Einsatzes verantwortlich und kann als wasserintensive Kulturpflanze bis zu 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm verbrauchen. Mehr als 60 % der weltweiten Baumwollproduktion wird von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen erzeugt. Etwa 90 % dieser schätzungsweise 100 Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen leben in Entwicklungsländern und bauen die Pflanze auf weniger als zwei Hektar an. Bei schlechten Anbaumethoden kann Baumwolle zu einem übermäßigen Verbrauch von Wasser, Düngemitteln und Pestiziden beitragen. Innovative Anbaumethoden wie die Präzisionslandwirtschaft verbessern die Ressourceneffizienz und die Widerstandsfähigkeit des Baumwollanbaus und sind dringend erforderlich, um den Einsatz von Pestiziden, Land und Wasser zu reduzieren. Fashion for Good hat in Zusammenarbeit mit den führenden Marken Kering und PVH Corp., sowie dem weltweit führenden Textilhersteller Arvind Limited ein zweijähriges Pilotprojekt gestartet, um eine radikal ressourceneffiziente Baumwollanbautechnologie des Fashion for Good-Innovators Materra (ehemals hydroCotton) zu testen. Materras innovative Kombination aus Präzisionslandwirtschaft, Umweltkontrolle und Echtzeit Datenverfolgung in Echtzeit erleichtert den Baumwollanbau in Entwicklungsregionen, in denen Klima und Ressourcen eine Herausforderung für den Baumwollanbau darstellen. Materras Ansatz für den Baumwollanbau kombiniert Präzisionslandwirtschaft und kontrollierte Umgebungen, um radikal ressourceneffiziente Baumwollbetriebe zu schaffen. Effiziente Bewässerung, die übermäßige Wasserverluste verhindert, liefert landwirtschaftliche Betriebsmittel direkt an das Wurzelsystem der Pflanze, wo sie effizient aufgenommen werden können, und ist pestizidfrei, wobei biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Die Anbaugebiete sind mit einem Netz intelligenter Sensoren ausgestattet, welche Daten in Echtzeit erfassen und so eine bessere ökologische und soziale Absicherung gewährleisten. FCG: Ihr sprecht davon, dass Biobasierte Materialien die Zukunft sind, um synthetische Materialien zu ersetzen, und dies scheint derzeit einer Ihrer Schwerpunkte zu sein. Könntest Du bitte näher auf die Initiativen und Maßnahmen eingehen, die ihr in dieser Hinsicht ergreift, und erklären, warum dies die Zukunft der Mode sein könnte? Fashion for Good: Biobasierte Materialien sind natürliche Materialien, also Materialien, die biologischen Ursprungs und ganz oder teilweise von lebenden Organismen stammen. Unsere aktuelle Ausstellung GROW zeigt den aktuellen Stand sowie die Zukunft dieser Materialien. Weil es Zeit braucht, bis solche Technologien skalierbar und marktreif sind, haben wir das GROW-Talentprojekt ins Leben gerufen, ein dreimonatiges Programm, bei dem junge Designer:innen mit Biomaterialien arbeiten, um Kleidungsstücke der Zukunft zu entwerfen. Diese Kleidungsstücke werden in der Ausstellung GROW 2.0 präsentiert, die im Oktober 2021 eröffnet wird. Dies ist tatsächlich erst der Anfang der Materialien der nächsten Generation, die sich in den nächsten Jahrzehnten entfalten wird. Biologisch hergestellte oder biologisch zusammengesetzte Materialien können als Ersatz für bestehende Materialien wie Polyester, Nylon oder Leder verwendet werden. Unternehmen wie AMSilk, Bolt Threads, Ecovative, Modern Meadow, MycoWorks, Spiber usw. stehen für eine neue Generation von Materialinnovationen, die Fachwissen in den Bereichen Organismusdesign (GVO) und -technik, Fermentation und Textilien sowie Materialwissenschaft miteinander verbinden. Eine solche Zusammenführung von Disziplinen wäre früher nur von großen Chemiekonzernen möglich gewesen. Das Versprechen dieser Technologien besteht darin, dass die gestaltete Biologie den Zugang zu allen Vorteilen der Leistung, Ästhetik und des Komforts der Natur und darüber hinaus ermöglicht, jedoch ohne denselben ökologischen Fußabdruck. Die Nachfrage nach neuen Biowerkstoffinnovationen übersteigt derzeit massiv das Angebot. Einige unserer jüngsten Pilotprojekte befassen sich mit dem Potenzial dieser neuen Technologien; das "Renewable Carbon Textiles Project" beispielsweise ist ein Konsortium zur Förderung der Entwicklung von Polyhydroxyalkanoaten oder PHA-Polymerfasern, einer vielversprechenden biosynthetischen Alternative zu Fasern auf fossiler Basis, die das Potenzial hat, die Kohlenstoffemissionen in der Mode-Lieferkette zu verringern. FCG: Glaubst Du, dass die Pandemie neben all ihren negativen Aspekten auch dazu beigetragen hat, dass die Menschen ein besseres Verständnis für Nachhaltigkeit entwickeln? Habt ihr ein gesteigertes Interesse an nachhaltiger Mode sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Verbraucher festgestellt? Fashion for Good: Nachhaltige Innovationen haben gerade in schwierigen Zeiten immer wieder bewiesen, wie wichtig sie sind, um den normalen Geschäftsbetrieb wiederzubeleben und die Unternehmensziele zu unterstützen. Wir sehen vielversprechende Anzeichen, die auf ein strukturelles Umdenken der Modebranche hindeuten. Die derzeitige Situation bietet die Gelegenheit, Ansätze neu zu bewerten und positive Veränderungen voranzutreiben, die bereits in Gang gekommen sind, z. B. in den Bereichen Logistik und Transport. Immer mehr Branchenführer:innen erkennen die dringende Notwendigkeit verantwortungsbewusster Praktiken, wie sie von Verbraucher:innen und Investor:innen gefordert werden und wie der regulatorische Druck wächst. Deutliche Anzeichen für ein Umdenken der Verbraucher:innen waren schon vor der Panndemie erkennbar. Die renommierte Trendforscherin Li Edelkoort sprach von einer "Quarantäne des Konsums", die tiefgreifende kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen hat. So könnten sich die Erwartungen an zweckorientiertes, nachhaltiges Handeln und der Widerstand gegen verschwenderische Geschäftsmodelle beschleunigen. Wir sehen, dass die Verbraucher:innen zunehmend Marken zur Verantwortung ziehen und Fragen stellen, wie und von wem ihre Kleidung hergestellt wurde. 90 % der Verbraucher:innen der Generation Z geben an, dass sie Veränderungen vorgenommen haben, um ihr tägliches Leben nachhaltiger zu gestalten. Marken, die in der Lage sind, innovativ zu sein und zu nachhaltigeren Praktiken und Geschäftsmodellen überzugehen, werden in der Lage sein, ein informiertes Publikum anzusprechen und für sich zu gewinnen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
- 5 Finalist:innen für UGG CULTURE CHANGEMAKER PRIZE ausgewählt
25. Mai 2023 UGG® und der Fashion Council Germany kündigen den UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE für 2023 an. Eine Initiative, die sich der Unterstützung und Förderung der nächsten Generation aufstrebender Modedesigner:innen widmet, die eine nachhaltigere und integrativere Zukunft anstreben und deren Vision und DNA die mutige, ausdrucksstarke Natur von UGG® und dem FCG verkörpern. UGG® und der FCG sind stolz die 5 Nominierten für den UGG® CULTURE CHANGEMAKER PRIZE zu präsentieren, die von einer Jury aus internationalen Expert:innen ausgewählt wurden: Haderlump Kasia Kucharska Marke Namilia SF1OG Die Designer:innen entwickeln nun ein visionäres Konzept des UGG® „Classic Mini“-Boots, in dem Form und Funktion durch die Brille der Nachhaltigkeit betrachtet werden sollen. Diese werden während der Berlin Fashion Week im Juli 2023 im Berliner Salon vorgestellt. Eine Expertenjury wählt anschließend drei Finalist:innen aus, die einen Prototyp ihres Konzepts erstellen, der anschließend nach den Kriterien Innovation, kreative Exzellenz und nachhaltige Umsetzung bewertet wird. Das beste Konzept wird im Oktober als Preisträger ausgewählt und erhält ein Preisgeld von 40.000 EUR . Zusammen mit einem Businessplan wird das Preisgeld als Investition in ihre Zukunft verwendet. Die Gewinnerkreation wird während der Berlin Fashion Week im Januar 2024 präsentiert. Weitere Informationen gibt es in unserer Initiative . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Antara Gill INFOS ANFRAGEN antara.gill[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Award 5 Finalist:innen für UGG CULTURE CHANGEMAKER PRIZE ausgewählt
- Berlin Fashion Week Opening: Exklusives Fireside Dinner vereint die Modebranche
1. Feb. 2025 Am Freitagabend fand das traditionelle Berlin Fashion Week Opening Dinner im Kult-Restaurant Borchardt statt. Dabei kamen nationale und internationale Vertreter:innen aus Mode, Medien, Politik sowie der Kreativbranche zusammen, um die Autumn-Winter 2025 Saison zu würdigen. Berlin, 31. Januar 2025: Der Auftakt der Berlin Fashion Week (BFW) fand am Freitagabend auf Einladung von Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und dem Fashion Council Germany (FCG) statt. Am Eröffnungsabend der viertägigen Berlin Fashion Week, kamen über 200 geladene Gäste im Kult-Restaurant Borchardt zum traditionellen „Fireside Dinner“ zusammen. Unter den Anwesenden waren relevante Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen aus Politik, Medien und Mode sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dabei stand besonders der Austausch der Branche sowie die neuen Kollektionen der Designer:innen im Mittelpunkt. In dieser Saison findet die Berlin Fashion Week an einem Wochenende statt. Von Freitag, 31. Januar bis Montag, 03. Februar werden innovative Ansätze und kreative Designs auf den Laufstegen und im Rahmen von Installationen vorgestellt. Die Autumn-Winter 2025 Edition präsentiert dabei in ihrem Line-up sowohl etablierte Designer:innen als auch aufstrebende Modelabels und Newcomer Brands. Auch in dieser Saison zählen die Shows und Präsentationen der Gewinner:innen des Konzeptwettbewerbs „Berlin Contemporary“ , initiiert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Zusammenarbeit mit dem Fashion Council Germany, zu den besonderen Highlights. Diese finden erneut an ikonischen und historisch wertvollen Orten in ganz Berlin statt, darunter die Halle am Berghain, das Kraftwerk Berlin, die KINDL Brauerei, Clärchens Ballhaus, die St. Elisabeth Kirche oder die KANTGARAGEN. Die Hauptstadt mit ihrem „Powerhouse of Talents“ setzt erneut auf einen vielfältigen sowie inklusiven Ansatz. Die Berlin Fashion Week knüpft dabei weiter an den Erfolg der vergangenen Saisons an und kräftigt sein Standing als international relevantes Modeevent. Christiane Arp , Vorstandsvorsitzende des FCG und Franziska Giffey , Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, eröffneten den Abend und hoben die zunehmende internationale Sichtbarkeit sowie die stetig wachsende Community der Berlin Fashion Week hervor. Dies sei besonders dem Mut der Designer:innen zu innovativen Ideen sowie ihren künstlerischen Ansätzen zu verdanken. Auch der Fokus auf Nachhaltigkeit, welcher in dieser Saison im Rahmen der Pilot-Phase der Sustainability Requirements vertieft wurde, sei eine wichtige und notwendige Entwicklung. Christiane Arp betonte: „Wir brauchen Fashion Weeks, wie hier in Berlin. Sie sind die Bühnen, auf denen Designer:innen ihre Geschichten erzählen und jungen Talenten geben sie die Chance, ihre Stimme zu finden und entdeckt zu werden. Sie sind Plattformen für Kreativität, Orte der Begegnungen und des Austausches. Mode hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen. Sie ist visuelle Sprache und nonverbale Kommunikation. So, wie wir uns kleiden, sagt immer auch etwas darüber aus, wer und wie wir sind. Mode ist Ausdruck unserer Überzeugungen und Werte und kann notwendige gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben.“ Franziska Giffey ergänzte: „ Berlin bietet ein einzigartiges Umfeld für Kreativität und Innovationen. Daraus hervorgegangen ist eine Modebranche, die ihren ganz eigenen Stil etabliert hat und dafür international anerkannt wird. Das zeigt sich auch an den wirtschaftlichen Zahlen. Mit knapp 4.800 Unternehmen, die einen Umsatz von 5 Milliarden Euro generieren, ist die Modebranche ein wichtiger Treiber für den Wirtschaftsstandort Berlin. Wovor wir aber nicht die Augen verschließen: die Modeindustrie ist einer der größten Umweltverschmutzer. Dies gehen wir nun in Berlin in einer gemeinsamen Anstrengung an. Mit der Einführung der Sustainability Requirements in Kooperation mit der Copenhagen Fashion Week unterstreichen wir unser Engagement für eine nachhaltige Transformation der Mode. Wir sehen, dass etablierte wie auch aufstrebende Designerinnen und Designer sich dieser Herausforderung gemeinsam annehmen, um mit kreativen und innovativen Ideen neue Maßstäbe zu setzen. Die wachsende internationale Strahlkraft der Fashion Week zeigt, dass Berlin nicht nur ein Zentrum für künstlerische Visionen, sondern auch für nachhaltige Fortschritte in der Modebranche ist.“ U nter den Gästen waren u.a. Bettina Billerbeck (TextilWirtschaft), Bliss Foster (Content Creator), Carlo Capasa (Camera Nazionale della Moda Italiana), Cosima Gadient (Ottolinger), Edward Buchanan (Perfect Magazine), Emilia Pfohl und Nan Li (beide NAMILIA), Gerrit Jacob, Grace Palmer (Hypebeast), Jacob Langemeyer (SF1OG), Jörg Ehrlich (ODEEH), Julian Daynov, Kerstin Schneider (Harper’s Bazaar) , Kerstin Weng (VOGUE Germany), Klaus Ritzenhöfel (Apropos), Loic Prigent (Content Creator), Mumi Haiati (Reference Studios) , Michael Biel (Berliner Staatssekretär für Wirtschaft), Pascal Morand (Fédération de la Haute Couture et de la Mode), Roy Mukuva (SSENSE), Sia Arnika, Stavros Karelis (Machine-A), Timo Weber (KaDeWe) und William Fan. (Foto-Credit: Jeremy Möller & Tonya Matyu für Berlin Fashion Week) AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Berlin Fashion Week Berlin Fashion Week Opening: Exklusives Fireside Dinner vereint die Modebranche
- Bikini Berlin: German Sustain Concept
26. Apr. 2019 „Nachhaltigkeit wird für den Consumer zurecht immer wichtiger“ Nachhaltige Mode gewinnt an Bedeutung, für Kunden, Fashion Labels genauso wie für Retailer. Eine, die das wissen muss, ist Antje Leinemann, Geschäftsführerin des Bikini Berlin: Jener Concept Shopping Mall, die seit 2014 mit innovativen Ideen Kaufen und Verkaufen neu denkt. Mit Leinemann, die zuvor nach einem BWL-Studium und Traineeprogramm bei Hertie über 20 Jahre Geschäftsführerin verschiedener Filialen von Karstadt als auch Regional Sales Director war, sprachen wir über Sustainable Malls, Berlin als nachhaltigen Modestandort — und das gemeinsam mit dem Fashion Council Germany und Neonyt initiierten zweijährige Nachwuchsförderprogramm „German Sustain Concept“. FCG: Dieses Jahr wird das Bikini Berlin fünf Jahre alt. „Neues Kaufen“ lautete damals der Werbeslogan. Was war damals neu am Konzept der Mall? Antje Leinemann (Bikini Berlin): Das Neue am Konzept von Bikini Berlin war (und ist), dass die Stores und Marken der Mall sorgsam kuratiert werden, wie die Brands in einem Concept Store. Daher verstehen wir uns auch als Concept Shopping Mall, große Ketten und die „üblichen Verdächtigen“ Mainstream-Labels gibt es bei uns nicht. Dafür aber Nischen-Marken und Concept Stores mit jungen Designern aus der ganzen Welt.Bei uns entdeckt man Neues, vor allem in den regelmäßig wechselnden Pop-Up Boxen. Die 19 flexibel einteilbaren Boxes sind wie ein großer Market-Place, viele vergleichen sie mit einer Art Lifestyle-Messe, wo man immer wieder andere neue Labels, upcoming Designer oder Produkt-Launches großer Marken entdecken kann. FCG: Wofür steht Bikini Berlin heute noch? Antje Leinemann: Wir haben unser Konzept um Events, Ausstellungen und Konzerte erweitert, damit unsere Kunden zusätzlich zu den neuen Produkten und der Kulinarik auch Erlebnisse entdecken können. Wir sehen uns als Retail Experience Hub. Bei Bikini Berlin kann man eine gute Zeit haben, shoppen, essen, Inspiration entdecken, ins Kino gehen, im Club tanzen und sogar schlafen — in unserem 25hours Hotel. Bikini Berlin ist die Stadt in der Stadt, Berlin pur. FCG: Bikini Berlin setzt auch auf Nachhaltigkeit. Warum ist das Thema gerade jetzt so wichtig? Antje Leinemann: In Zeiten von Fast Fashion haben die Menschen das Bewusstsein für Produktionsbedingungen, gute Qualität und naturschonende Verfahren aus den Augen verloren. Die klimatischen Veränderungen und der rücksichtslose Umgang mit wertvollen Ressourcen zeigen nun, dass wir es in der Hand haben, unseren Planeten zu retten. Gerade die Modeindustrie trägt einen großen Teil zu diesem Ungleichgewicht auf unserem Planeten bei, daher kann sie es auch sein, die durch schonende und nachhaltige Produktion vieles wieder gerade rücken kann.Teil unseres Selbstverständnisses ist es daher, junge Designer zu unterstützen und Zeitgeist zu verkörpern. Nachhaltigkeit wird für den Consumer zurecht immer wichtiger. FCG: Wie lässt sich Sustainability im Kontext einer Mall implizieren? Antje Leinemann: Bikini Berlin ist von Natur aus ein „grünes Haus“, wir sind Golden-Leed zertifiziert, dem Oscar in punkto nachhaltigem Refurbishement. Es wurde bereits bei der Renovierung des Bikinihauses ein Umgang mit ökologischen Gesichtspunkten frühzeitig berücksichtigt. Zudem stellen wir unseren Stores kostenlos Papiertüten in zwei verschiedenen Größen zur Verfügung, um die Verwendung von Plastik zu vermeiden. Das vielseitig grüne Konzept spiegelt sich zu guter Letzt auch in der Begrünung unserer Dachterrasse – eine Anlehnung an den New Yorker Highline Park – wider. FCG: Woran arbeiten Sie noch konkret? Antje Leinemann: Bei unserem kuratierten Mieterkonzept wird begleitend zum gesellschaftlichen Umdenken auf einen ausgewogenen Mieter-Mix mit nachhaltigen Projekten geachtet. Hierzu zählen bereits über zehn Mieter, die sich dem Aspekt der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Unsere Gastronomen im Streetfood-Market Kantini sind angehalten, kein Plastikgeschirr zu verwenden. Besucher schätzen das hochwertige Geschirr – das jeweils zum kulinarischen Stil des einzelnen Gastronoms passt – übrigens sehr. FCG: Eignet sich der Standort Berlin generell gut für nachhaltige Ziele? Antje Leinemann: Berlin ist Start-Up City und dadurch kommen viele spannende und zukunftsträchtige junge Geschäftsideen in die Hauptstadt, viele davon auch in punkto Nachhaltigkeit. Es gibt eine bedeutsame nachhaltige Community und viele modebewusste Menschen, die behutsamer und nachhaltiger Shoppen, als früher. Wir denken Berlin hat hier großes Potential. FCG: Auch der Fashion Council Germany, einer Ihrer Mieter, setzt sich verstärkt für nachhaltige Ziele ein. Wie bewerten Sie das Engagement? Antje Leinemann: Selbstverständlich schätzen wir dieses Engagement sehr und bringen uns hier gerne ein, um den Council zu unterstützen. Wir sind aus vollster Überzeugung neben Neonyt einer der Partner des zweijährigen Nachwuchsförderprogramms „German Sustain Concept“, bei dem ich auch Jury-Mitglied war. Jedes der ausgewählten Talente agiert nachhaltig und kann damit Vorbild für weitere Designer sein. Wir möchten mit der Förderung unserer nachhaltigen Jungdesigner des German Sustain Concepts einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass sie und ihre bewusste Mode unterstützt und gesehen werden. FCG: Welche Rolle wird Bikini Berlin dabei spielen? Antje Leinemann: Neben der grundsätzlichen finanziellen Unterstützung des Programmes werden die vier ausgewählten Designer jeweils zur Berlin Fashion Week eine Installation bei Bikini Berlin zeigen, in der sie — jeder kreativ auf seine Art — ihren nachhaltigen Aspekt bei ihrer Mode darstellen. Jeder Designer kann frei agieren und wir sind selbst schon gespannt, was gezeigt werden wird.Bereits im Mai wird es außerdem eine Pop-Up Box mit zwei Designern des German Sustain Concept in Kooperation mit dem Fashion Council Germany geben. Das wird ebenso ein Highlight, nicht nur für Liebhaber nachhaltigen Designs. FCG: Warum ist insbesondere das Fördern des Nachwuchses in dieser Hinsicht so wichtig? Antje Leinemann: Den Nachwuchs zu unterstützen ist eine Investition in die Zukunft. Gerade junge Designer haben ganz frische Ansätze, sie sind noch nicht in den Spiralen großer Unternehmen sondern denken „out of the box“. Sie werden etwas bewegen, das kann man doch nur unterstützen! FCG: Was müssen junge Designer speziell aus Retail-Perspektive mitbringen, um langfristig nachhaltig zu agieren? Antje Leinemann: Junge Designer müssen im Grunde nichts anders machen, als alle anderen Retailer auch: attraktive Ware zu einem attraktiven Preis attraktiv darbieten – und das mit einem Lächeln. Nur eben mit ihrem USP, der Nachhaltigkeit. FCG: Tragen Sie selbst auch nachhaltige deutsche Mode? Antje Leinemann: Selbstverständlich. Zudem bin ich ein „Bewahrer“, was mich zu einem nachhaltigen Konsumenten macht. Ich hebe meine Stücke stets lange auf – und kombiniere sie mit aktuellen Pieces. Wenn man auf Qualität achtet und seine Kleidung gut behandelt, trägt man ebenso ein Stück zur Nachhaltigkeit bei. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Bikini Berlin Previous Next Interview Bikini Berlin: German Sustain Concept
- The New European Bauhaus - Werkstatt der Zukunft
21. Mai 2021 Im Rahmen der neuen europäischen Bauhaus Bewegung veranstaltet der Fashion Council Germany erstmals die Konferenz „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“. Gemeinsam mit renommierten Stimmen aus den Bereichen Mode, Design, Kunst, Kultur, Bildung, Digitalisierung und Technologie werden wir neue Lösungen suchen, um die Modeindustrie nachhaltig, inklusiv und damit begehrenswerter zu machen. Die Auftaktveranstaltung der Konferenz-Reihe findet am 06. Juli 2021 in Kooperation mit der Frankfurt Fashion Week statt und wird digital mit vorausgehender Registrierung für alle frei zugänglich sein. Die Eröffnungsrede der Konferenz "The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“ wird die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen halten. Unsere Veranstaltungs-Reihe ist durch Ursula von der Leyen's Initiative "The New European Bauhaus" inspiriert, die sie erstmals in ihrer "State of the Union"-Rede im September 2020 darlegte. Die „New European Bauhaus“-Bewegung setzt sich dabei nach dem historischen Vorbild zum Ziel, eine interdisziplinäre und co-kreative Zusammenarbeit zu fördern und somit Ideen und Projekte für ein nachhaltiges Europa im Sinne des Green Deals hervorzubringen. Die zukunftsweisenden Projekte werden dabei zur Schnittstelle von Kunst, Kultur, sozialer Inklusion, Wissenschaft, Digitalisierung und Technologie. Unsere „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“ Konferenz wird diese Bewegung erstmals auf die Modeindustrie anwenden. „Wir brauchen kreative Ideen, um nachhaltige Mode attraktiver zu machen. Die Kombination aus ressourcenschonenden Technologien mit innovativem Design schafft eine neue Begehrlichkeit – Mode muss uns emotional erreichen und wieder Spaß machen.“ Christiane Arp, Präsidentin und Gründungsmitglied des Fashion Council Germany Eine Pre-Registrierung kann schon jetzt über die Website neweuropeanbauhaus.fashion vorgenommen werden. Wir würden uns zudem freuen, wenn Du uns auch auf Instagram @neweuropeanbauhaus.fashion folgst. Die Liste der Sprecher:innen sowie die dazugehörigen Themen werden Anfang Juni zusammen mit dem Start der offiziellen Registrierung bekannt gegeben. Wir können es kaum erwarten, mit Dir gemeinsam die neue europäische Bauhaus Bewegung auf Mode und Design in Deutschland und EU-weit anzuwenden und die Modeindustrie auf eine nachhaltige, inklusive und attraktive Zukunft vorzubereiten. Re-build by taking responsibility. Re-design by using sustainable solutions. Re-think your actions now. Re-imagine your future is today. Be part of something beautiful, together with us! AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Conference The New European Bauhaus - Werkstatt der Zukunft










