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- „DISRUPTION“ - FCG und The King’s Foundation bringen Modeindustrie zur FASHION ZUKUNFT Konferenz in Schottland zusammen
22. Nov. 2023 Auch in diesem Jahr veranstaltete der Fashion Council Germany gemeinsam mit The King’s Foundation, ehemals The Prince’s Foundation, am 15. November die jährliche FASHION ZUKUNFT Konferenz in Schottland. Als langjähriger Partner des Fashion Council Germany unterstützt die Stiftung Seiner Majestät König Charles III. verschiedene Initiativen, die sich für eine nachhaltigere Welt einsetzen. Gemeinsam mit eBay Deutschland , The PVH Foundation und TENCEL™ lud der FCG bereits zum dritten Mal zur Konferenz in das historische Anwesen Dumfries House in Schottland ein. Unter dem Motto „Disruption“ kamen über 100 Teilnehmer:innen unterschiedlicher Generationen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich zu Workshops, Panel Talks und Gastvorträgen zusammen. Teilnehmen durften Studierende aus dem Vereinigten Königreich sowie Industrieexpert:innen, Pressevertreter:innen und Schüler:innen jeweils aus beiden Ländern. Als Erweiterung zur Konferenz wurden zusätzlich Teilnehmer:innen aus zwei weiteren FCG Projekten nach Schottland eingeladen: 24 ausgewählte Schüler:innen von GENERATION ZUKUNFT sowie die 6 Teilnehmerinnen des FASHION X CRAFT Projektes. Letzteres richtet sich an Absolvent:innen im Bereich Mode- und Textildesign, die in mehrwöchigen Workshops und Seminaren h andwerkliche Techniken und den Umgang mit nachhaltigen Ressourcen erlernen. Bei GENERATION ZUKUNFT werden Schüler:innen aus ganz Deutschland in verschiedenen Unterrichtseinheiten über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie unterrichtet, um so einen wichtigen Grundstein für ein nachhaltiges Bewusstsein gegenüber Mode zu legen. Zusätzlich zu ihrer Teilnahme an der eintägigen Konferenz hatten die 30 Projektteilnehmer:innen die Möglichkeit, sich in verschiedenen Workshops mit den Partnern eBay und TENCEL™ tiefergehend über die Modeindustrie auszutauschen und z.B. mehr über das Thema Upcycling zu erfahren. Unter dem Motto „Disruption“ zielte die FASHION ZUKUNFT Konferenz besonders darauf ab, das generationsübergreifende Lernen zu fördern sowie Diskussionsräume für aktuelle Themen und den Austausch innerhalb der Branche zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich zu fördern. Thematisch wurde der Konferenztag in zwei Teile gegliedert - unter dem Titel YOUTH lag der Fokus am Vormittag besonders auf der jüngeren Generation, bei der zusätzlich zu den 24 deutschen auch 80 Schüler:innen aus dem Vereinigten Königreich zum Austausch zusammenkamen. Im Anschluss an die Workshops hatten die jungen Gäste die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse in „Youth Pledges" zu präsentieren. Am INDUSTRY Nachmittag kamen wichtige Vertreter:innen der Branche zusammen. Dazu wurden verschiedenen „disruptors“ eingeladen, um den aktuellen Stand der Modebranche kritisch zu hinterfragen. In unterschiedlichen Panels wurden so disruptive Fragen wie „How to disrupt our perception of fashion?“ oder „How to disrupt materials in fashion?“ diskutiert und bearbeitet. Den Höhepunkt der Konferenz bildeten zwei Key Note Speeches von hochkarätigen Branchenexpertinnen: Dilys Williams vom Center of Sustainable Fashion mit „Fashion placing earth and equity at it’s core” und Amy Powney von Mother of Pearl / Fashion Reimagined mit „How to fix fashion and protect the planet”. Unter den Speaker:innen der Konferenz waren außerdem Alice V Robinson (British Pasture Leather), Catharina Berndt (The KaDeWe Group), Christiane Arp (FCG), Emily Chan (British Vogue), Georgina Gilmore (Colorfix Limited), Jemma Tadd (eBay), Jörg Ehrlich (Odeeh), Patrick McDowell (Designer), Sophie Claussen (AVENIR) und Tamara Cincik (Fashion Roundtable). Mehr Informationen zu der FASHION ZUKUNFT Konferenz unter folgendem Link . AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Henriikka Bierwirth INFOS ANFRAGEN henriikka.bierwirth[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://princes-foundation.org/ MITGLIEDER Previous Next News „DISRUPTION“ - FCG und The King’s Foundation bringen Modeindustrie zur FASHION ZUKUNFT Konferenz in Schottland zusammen
- Frau Frieda
members Frau Frieda Accessoires Frieda Vogel ist nicht nur bekannt für Fotografie. Heute besteht ihre grösste Leidenschaft darin, ausgefallene Handtaschen zu kreieren, die unter dem Markennamen Frau Frieda als Gesamtkunstwerke mit allerhöchstem Qualitätsanspruch gefertigt werden. Jede Tasche und jedes Accessoire ihrer Kollektion gestaltet sie persönlich, vom Rahmen bis zum individuellen Verschluss. http://www.fraufrieda.com/de/luxus-taschen-accessoires office[at]fraufrieda.com Next Previous
- Empfang im Bundeskanzleramt
20. Juli 2018 Dorothee Bär, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, lud am 6. Juli 2018 im Dialog mit dem Fashion Council Germany (FCG) ausgewählte Gäste und Opinionleader der deutschen Modeindustrie zum Empfang in das Bundeskanzleramt. Dass tatsächlich ein Treffen zwischen der amtierenden Bundeskanzlerin und Vertretern der deutschen Modeindustrie während des Empfangs zu Stande kam, war gewiss die Überraschungssensation der Berlin Fashion Week. Eigentlich hatte Dorothee Bär ausgewählte Gäste, Designer und Opinionleader, darunter John Cloppenburg (Peek & Cloppenburg), Nina Kuhn und Rianna Nektaria Konou (Rianna + Nina) oder Dorothee Schumacher zu einem Meinungsaustausch ins Bundeskanzleramt geladen. Doch auch Angela Merkel persönlich kam dazu, um sich über die momentane Lage von Deutschland als Modenation zu informieren und einige der Vertreter persönlich kennen zu lernen. Für Dorothee Bär war der Empfang ein „Auftakt zu einem Dialog, Fashion designed in Germany im digitalen Zeitalter" voranzubringen. Dass die Bundeskanzlerin selbst zu dem Empfang gekommen ist, zeigt "die Bedeutung der Modebranche für unser Land". Ein Zusammenkommen mit echter Symbolwirkung". Berechtigterweise bemängelte die Kreativbranche in der Vergangenheit immer wieder, in Deutschland werde — anders als in Nachbarländern wie Frankreich oder Italien — die Mode als Kulturgut nicht ernst genommen. Und das trotz ihrer Wirtschaftsmacht. Immerhin arbeiten hierzulande rund 135.000 Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 35 Milliarden Euro. Der FCG wird die daraus entstandenen Gespräche zum Anlass nehmen, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Konzepte anzuregen, um die deutsche Modeindustrie bei der Wahrnehmung der sich bietenden Chancen zu unterstützen. Ziel der Aktivitäten ist es, deutsche Mode gesamtgesellschaftlich als Kultur- und Wirtschaftsgut zu verankern. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next News Empfang im Bundeskanzleramt
- VISIONARY SERVICES
members VISIONARY SERVICES Influencer Agency Nach der Gründung im Jahr 2019 ist VISIONARY SERVICES zunächst auf das Management von aufstrebenden Mode-Influencern, sogenannten Talents, spezialisiert. Der Fokus liegt klar auf Talenten, die sich durch ihre Persönlichkeit, Kreativität oder ihren Kleidungsstil auszeichnen. Nach den ersten Vertragsunterzeichnungen in Deutschland expandierte die Agentur nach Europa und dann in die USA und Großbritannien. Derzeit sind 38 Talente bei VISIONARY SERVICES unter Vertrag, die auf sozialen Kanälen wie YouTube, Instagram oder TikTok täglich internationale Inspiration liefern. https://www.visionaryservices.de/ info[at]visionaryservices.de Next Previous
- NEWS: FASHION COUNCIL GERMANY LÄDT ZUM FIRESIDECHAT IN DÜSSELDORF EIN
Anlässlich der Düsseldorf Fashion Days veranstaltete der Fashion Council Germany sein bekanntes Networkingformat: den „Firesidechat“. Gäste aus der lokalen und internationalen Fashionszene, Wirtschaft und Politik trafen sich im Weltstadthaus von Peek & Cloppenburg* Düsseldorf um Mode zu zelebrieren und die Zukunft der Branche zu besprechen. NEWS: FASHION COUNCIL GERMANY LÄDT ZUM FIRESIDECHAT IN DÜSSELDORF EIN Fashion Council Germany Düsseldorf, 26.01.2023: : Am Donnerstagabend lud der Fashion Council Germany, unterstützt durch Peek & Cloppenburg Düsseldorf* und die Wirtschaftsförderung Düsseldorf zum Firesidechat im Rahmen der Düsseldorf Fashion Days ein. Das Networking-Event fand im Düsseldorfer Verkaufshaus des Fashion Retailers Peek & Cloppenburg statt und bot einen intimen Rahmen zum Netzwerken, Ideen austauschen und Weiterdenken. Neben dem Neueintritt von Peek & Cloppenburg Düsseldorf als Mitglied im Fashion Council Germany, im Oktober 2022, wurde außerdem die Winter-Ausgabe der Düsseldorf Fashion Days gefeiert, die vom 25.01. bis zum 01.02.2023 in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens stattfinden. Diese sind für das deutsche und europäische Einkäuferpublikum einer der wichtigsten Termine im Jahr, haben sich mit ihren zahlreichen Showrooms und Messen national wie international einen Namen gemacht und wurden seit einigen Saisonen, um ein spannendes Programm für Endkonsument:innen erweitert. Seit 2018 bringt der Fashion Council Germany regelmäßig mit seinem Networking-Format, den Firesidechats, Entscheidungsträger:innen aus ganz Deutschland und Europa zusammen, um Netzwerke zu knüpfen und in informeller Atmosphäre zum Gedankenaustausch anzuregen. Neben dem Vorstand des Fashion Council Germany und Birgit Berthold-Kremser (Sprecherin des internationalen Marketing Board, der Peek & Cloppenburg Gruppe Düsseldorf) und Theresa Winkels (Amtsleitung Wirtschaftsförderung Düsseldorf) waren u.a. folgende Gäste mit dabei: Andreas Rebbelmund (Geschäftsführer Breuninger Düsseldorf), Angelika Firnrohr (Geschäftsführerin Fashion Net), Angelika Kammann (Gründerin und Designerin Societé Angelique), Ina Köhler (Programmverantwortliche AMD Düsseldorf), Jeakyong Sim (Gründer und Designer Acceptance Letter Studio), Johnny Talbot (Co-Gründer Talbot Runhof), Mirjam Dietz (The Supreme Group), Ljiljana Radlovic (Gründerin Strike a Pose Festival). Die Gastgeber:innen brachten somit verschiedenste Player der Kreativbranche zusammen und zeigten durch den gemeinsamen Abend wie gelungene Kooperation zwischen Kreativität, Interessensvertretung, Journalismus, Wirtschaft und Politik aussieht. * Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Diese Information bezieht sich auf die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf. Unterstützt durch: About Unternehmensgrupe Peek & Cloppenburg (Düsseldorf): Die Peek & Cloppenburg (Düsseldorf) Gruppe mit Hauptsitzen in Düsseldorf und Wien hat sich als einer der größten Multimarken-Modehändler in Europa einen festen Namen gemacht. Erreichbar über sechs Online-Shops und zentral in über 160 Verkaufshäusern bietet P&C als Omnichannel-Anbieter den Kundinnen und Kunden mit einer Auswahl an kuratierten Modetrends aus Premium-Labels, angesagten jungen Marken und innovativen Exklusivmarken individuelle Einkaufserlebnisse. Heute sind rund 16.000 Mitarbeitende in mittlerweile 16 Ländern für die Unternehmensgruppe tätig. Zur Unternehmensgruppe gehören neben P&C auch der Herrenausstatter ANSON’S und Magasin du Nord. About Düsseldorf Fashion Days: hier About Wirtschaftsförderung Düsseldorf: hier About Fashion Council Germany: hier ANSPRECHPARTNER Fenja Niechoj E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://www.fashion-net-duesseldorf.de/de/duesseldorf-fashion-days-307.html https://www.duesseldorf.de/wirtschaftsfoerderung.html https://www.fashion-council-germany.org/uber-uns DOWNLOAD PM Download
- Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
4. Aug. 2021 Fashion for Good ist ein auf vielen Ebenen agierendes Unternehmen, welches es sich zum Ziel gemacht hat die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten - zum Einen durch unterschiedlichste Weiterbildungsangebote um den Übergang in eine nachhaltigere Modewelt zu fördern zum Anderen verbindet Fashion for Good vielversprechende Unternehmen und Start-ups, um ein Netzwerk aus Expert:innen dieser Branche zu bilden und durch interdisziplinäre Projekte innovative, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Mehr zu den vielfältigen Ansätzen und Initiativen von Fashion for Good erfährst Du in einem Interview, das wir mit Katrin Ley (Managing Director) geführt haben. FCG: Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, um zu einem nachhaltigeren Modebusiness beizutragen? Fashion for Good: Fashion for Good ist die globale Initiative, die darauf abzielt, Mode 'gut' zu machen, d. h. eine zirkuläre Lieferkette zu integrieren, die alle Elemente vom Design bis zum Ende der Nutzung berücksichtigt. Die Herausforderung dies zu erreichen, wird durch Zusammenarbeit und Gemeinschaft ermöglicht. Das Herzstück von Fashion for Good ist unsere Innovationsplattform, auf der wir Innovative startups unterstützen und ihnen helfen, ihre Konzepte in der Mode-Lieferkette zu etablieren. Wir wählen die weltweit vielversprechendsten Start-ups aus und bringen sie in gemeinsamen Pilotprojekten großen Unternehmen zusammen. Fashion for Good unterstützt diese gemeinsamen Pilotprojekte tatkräftig und bietet Coachings, maßgeschneiderte Unterstützung bei der Mittelbeschaffung und in einigen Fällen auch finanzielle Unterstützung für die Hersteller durch den Good Fashion Fund. In unserem Co-Working Space beherbergen wir die sogenannte Circular Apparel Community - eine Gemeinschaft gleichgesinnter Organisationen und anderer Expert:innen mit dder geeinten Mission, die Modeindustrie nachhaltiger zu gestalten. Das interaktive Fashion for Good Museum ist ein öffentlich zugängliches Museum, in dem wir Menschen aus der ganzen Welt inspirieren und über den Einfluss der Modeindustrie aufklären. Die Besucher:innen erfahren etwas über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Modeindustrie. Mit der digitalen Good Fashion Journey und einem RFID-Armband entdecken sie Wege im Alltag zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen und sich zu engagieren, um etwas zu verändern. Wir veranstalten Workshops, zeigen Dokumentarfilme und halten Vorträge zu jedem Thema, um die Besucher:innen zu informieren, zu befähigen, den Good-Fashion-Gedanken in ihre Leben zu integrieren. Außerdem bieten wir Bildungsmaterial an und entwickeln Toolkits, Papiere, Berichte, Leitfäden und andere Ressourcen, die wir auf unserer Website für alle zugänglich machen. FCG: Ihr habt ein relativ neues Projekt gestartet, das sich mit einer neuen Methode des Baumwollanbaus befasst. Inwiefern waren die bisherigen Verfahren des Baumwollanbaus nicht nachhaltig und wie wollt ihr das mit eurem Projekt ändern? Fashion for Good: Baumwolle macht fast 30 % der weltweiten Textilproduktion aus, ist jedoch für 24 % des weltweiten Insektizid Einsatzes verantwortlich und kann als wasserintensive Kulturpflanze bis zu 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm verbrauchen. Mehr als 60 % der weltweiten Baumwollproduktion wird von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen erzeugt. Etwa 90 % dieser schätzungsweise 100 Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen leben in Entwicklungsländern und bauen die Pflanze auf weniger als zwei Hektar an. Bei schlechten Anbaumethoden kann Baumwolle zu einem übermäßigen Verbrauch von Wasser, Düngemitteln und Pestiziden beitragen. Innovative Anbaumethoden wie die Präzisionslandwirtschaft verbessern die Ressourceneffizienz und die Widerstandsfähigkeit des Baumwollanbaus und sind dringend erforderlich, um den Einsatz von Pestiziden, Land und Wasser zu reduzieren. Fashion for Good hat in Zusammenarbeit mit den führenden Marken Kering und PVH Corp., sowie dem weltweit führenden Textilhersteller Arvind Limited ein zweijähriges Pilotprojekt gestartet, um eine radikal ressourceneffiziente Baumwollanbautechnologie des Fashion for Good-Innovators Materra (ehemals hydroCotton) zu testen. Materras innovative Kombination aus Präzisionslandwirtschaft, Umweltkontrolle und Echtzeit Datenverfolgung in Echtzeit erleichtert den Baumwollanbau in Entwicklungsregionen, in denen Klima und Ressourcen eine Herausforderung für den Baumwollanbau darstellen. Materras Ansatz für den Baumwollanbau kombiniert Präzisionslandwirtschaft und kontrollierte Umgebungen, um radikal ressourceneffiziente Baumwollbetriebe zu schaffen. Effiziente Bewässerung, die übermäßige Wasserverluste verhindert, liefert landwirtschaftliche Betriebsmittel direkt an das Wurzelsystem der Pflanze, wo sie effizient aufgenommen werden können, und ist pestizidfrei, wobei biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Die Anbaugebiete sind mit einem Netz intelligenter Sensoren ausgestattet, welche Daten in Echtzeit erfassen und so eine bessere ökologische und soziale Absicherung gewährleisten. FCG: Ihr sprecht davon, dass Biobasierte Materialien die Zukunft sind, um synthetische Materialien zu ersetzen, und dies scheint derzeit einer Ihrer Schwerpunkte zu sein. Könntest Du bitte näher auf die Initiativen und Maßnahmen eingehen, die ihr in dieser Hinsicht ergreift, und erklären, warum dies die Zukunft der Mode sein könnte? Fashion for Good: Biobasierte Materialien sind natürliche Materialien, also Materialien, die biologischen Ursprungs und ganz oder teilweise von lebenden Organismen stammen. Unsere aktuelle Ausstellung GROW zeigt den aktuellen Stand sowie die Zukunft dieser Materialien. Weil es Zeit braucht, bis solche Technologien skalierbar und marktreif sind, haben wir das GROW-Talentprojekt ins Leben gerufen, ein dreimonatiges Programm, bei dem junge Designer:innen mit Biomaterialien arbeiten, um Kleidungsstücke der Zukunft zu entwerfen. Diese Kleidungsstücke werden in der Ausstellung GROW 2.0 präsentiert, die im Oktober 2021 eröffnet wird. Dies ist tatsächlich erst der Anfang der Materialien der nächsten Generation, die sich in den nächsten Jahrzehnten entfalten wird. Biologisch hergestellte oder biologisch zusammengesetzte Materialien können als Ersatz für bestehende Materialien wie Polyester, Nylon oder Leder verwendet werden. Unternehmen wie AMSilk, Bolt Threads, Ecovative, Modern Meadow, MycoWorks, Spiber usw. stehen für eine neue Generation von Materialinnovationen, die Fachwissen in den Bereichen Organismusdesign (GVO) und -technik, Fermentation und Textilien sowie Materialwissenschaft miteinander verbinden. Eine solche Zusammenführung von Disziplinen wäre früher nur von großen Chemiekonzernen möglich gewesen. Das Versprechen dieser Technologien besteht darin, dass die gestaltete Biologie den Zugang zu allen Vorteilen der Leistung, Ästhetik und des Komforts der Natur und darüber hinaus ermöglicht, jedoch ohne denselben ökologischen Fußabdruck. Die Nachfrage nach neuen Biowerkstoffinnovationen übersteigt derzeit massiv das Angebot. Einige unserer jüngsten Pilotprojekte befassen sich mit dem Potenzial dieser neuen Technologien; das "Renewable Carbon Textiles Project" beispielsweise ist ein Konsortium zur Förderung der Entwicklung von Polyhydroxyalkanoaten oder PHA-Polymerfasern, einer vielversprechenden biosynthetischen Alternative zu Fasern auf fossiler Basis, die das Potenzial hat, die Kohlenstoffemissionen in der Mode-Lieferkette zu verringern. FCG: Glaubst Du, dass die Pandemie neben all ihren negativen Aspekten auch dazu beigetragen hat, dass die Menschen ein besseres Verständnis für Nachhaltigkeit entwickeln? Habt ihr ein gesteigertes Interesse an nachhaltiger Mode sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Verbraucher festgestellt? Fashion for Good: Nachhaltige Innovationen haben gerade in schwierigen Zeiten immer wieder bewiesen, wie wichtig sie sind, um den normalen Geschäftsbetrieb wiederzubeleben und die Unternehmensziele zu unterstützen. Wir sehen vielversprechende Anzeichen, die auf ein strukturelles Umdenken der Modebranche hindeuten. Die derzeitige Situation bietet die Gelegenheit, Ansätze neu zu bewerten und positive Veränderungen voranzutreiben, die bereits in Gang gekommen sind, z. B. in den Bereichen Logistik und Transport. Immer mehr Branchenführer:innen erkennen die dringende Notwendigkeit verantwortungsbewusster Praktiken, wie sie von Verbraucher:innen und Investor:innen gefordert werden und wie der regulatorische Druck wächst. Deutliche Anzeichen für ein Umdenken der Verbraucher:innen waren schon vor der Panndemie erkennbar. Die renommierte Trendforscherin Li Edelkoort sprach von einer "Quarantäne des Konsums", die tiefgreifende kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen hat. So könnten sich die Erwartungen an zweckorientiertes, nachhaltiges Handeln und der Widerstand gegen verschwenderische Geschäftsmodelle beschleunigen. Wir sehen, dass die Verbraucher:innen zunehmend Marken zur Verantwortung ziehen und Fragen stellen, wie und von wem ihre Kleidung hergestellt wurde. 90 % der Verbraucher:innen der Generation Z geben an, dass sie Veränderungen vorgenommen haben, um ihr tägliches Leben nachhaltiger zu gestalten. Marken, die in der Lage sind, innovativ zu sein und zu nachhaltigeren Praktiken und Geschäftsmodellen überzugehen, werden in der Lage sein, ein informiertes Publikum anzusprechen und für sich zu gewinnen. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Lydia Kleiber INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Einblicke in das Unternehmen Fashion for Good mit Katrin Ley
Previous Next Grafik & Web Design Während und nach ihrem Grafikstudium arbeitete Victoria Plewniok als Designerin in Agenturen und Unternehmen. Seit Anfang 2025 betreut sie das Kommunikationsdesign im Comm2 Team beim Fashion Council Germany; nebenher schreibt sie. vpl[at]fashion-council-germany.org +49 30 994 0489 53
- GOLDGARN Denim
members GOLDGARN Denim Fashion Brand GOLDGARN Denim wurde 2015 als Liebeserklärung an die Stadt Mannheim gegründet und hat sich auf die Produktion von Premium-Jeans im Herren- und Damensegment spezialisiert. Die Liebe zum Detail sowie die Leidenschaft für traditionelle Verarbeitungstechniken und Rezepturen geben jeder Jeans ihren eigenen Charakter und überzeugen mit zeitgenössischen Passformen, Waschungen und Schnitten. Heute ist die Brand im internationalen Denim-Markt fest etabliert, in vielen Ländern Europas an über 600 Verkaufspunkten erhältlich und erfreut sich einer stetig wachsenden Community. Neben Denim-Qualitäten hat sich das Sortiment um Non-Denim und Outerwear erweitert. https://goldgarndenim.de k.oezcelik[at]masquare.de Next Previous
- Manakaa Project
members Manakaa Project Fashion Brand Manakaa Project verbindet die indische Handwerkskunst der Perlenstickerei mit codierten Mustern und zeitlosen Schnitten. Seit 2019 entstehen limitierte Editionen aus hochwertigen, nachhaltigen Materialien. Die Stickereien werden in aufwendiger Handarbeit aufgebracht. Neben höchsten Maßstäben an Fairness und Transparenz engagiert sich Manakaa Project vor Ort in Indien. https://www.manakaaproject.com/ info[at]manakaaproject.com Next Previous
- Teilnehmer:innen von Fashion x Craft Teil eines 3-tägigen Workshops im Headoffice des FCG
27. Apr. 2023 Vom 25. - 27. April 2023 fand im Office des Fashion Council Germany in Berlin ein 3-tägiger Workshop mit den Teilnehmer:innen unseres diesjährigen Fashion X Craft Programms statt. Im Zuge dessen nahmen sie an diversen spannenden und interaktiven Seminaren und Aktivitäten teil, wobei sie die Möglichkeit hatten etablierte Persönlichkeiten der Modeindustrie kennenzulernen und mit ihnen in den Dialog zu treten. Die 6 Teilnehmer:innen durften außerdem die Studios der Modedesignerinnen Olivia Ballard sowie Rianna + Nina besuchen. In einem interaktiven Gespräch mit Letztjahresteilnehmern Milk of Lime tauschten sie sich über die gesammelten Erfahrungen bei Fashion X Craft aus. In einem Deepdive PR & Communications Workshop mit vbc Agency erfuhren sie mehr zur Förderung der eigenen Vision und Mission als Designer:innen und erhielten Tipps zur erfolgreichen Kommunikation rund um das Themenfeld Nachhaltigkeit. Außerdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit an einem Workshop mit ChainBalance, einem Smart Supply Softwareunternehmen, zum Thema Kollektionsentwicklung teilzunehmen. Dabei wurden Fragen wie „Was sind KPI’s?“, „Wofür kann ich sie nutzen?“ und „Welche Daten spielen in der Modeindustrie eigentlich generell eine Rolle?“ behandelt und diskutiert. Gemeinsam mit dem Londoner Bestseller Autor Ben Mercer widmeten sie sich zusätzlich verschiedensten Essays und Dokumentationen zu den Themen Nachhaltigkeit und handwerklichem Können. Ein Dinner im Papillon Berlin rundete den Workshop ab und bot allen Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Das Fashion X Craft Projekt wird im Juli mit einem dreiwöchigen Aufenthalt der Teilnehmenden in Highgrove (England) fortgesetzt. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Sander Cornilly INFOS ANFRAGEN Sander.Cornilly[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S https://www.swarovskifoundation.org/ https://princes-foundation.org/ MITGLIEDER Milk of Lime Rianna + Nina Chainbalance Previous Next News Teilnehmer:innen von Fashion x Craft Teil eines 3-tägigen Workshops im Headoffice des FCG
- Im Gespräch mit Dr. Christian Ehler vor der Europawahl
3. Juni 2024 1. Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst eine Vielzahl von Branchen, darunter auch die Modeindustrie. Welche Maßnahmen ergreift die EU, um diese Sektoren zu unterstützen und ihre Innovationskraft zu fördern? Seit meinem Bericht über eine kohärente Politik der EU für die Kultur- und Kreativwirtschaft von 2016 gibt es auf Europäischer Ebene erst überhaupt eine gemeinsame Definition des gesamten Sektors. Wichtig war hier vor allem ein Bewusstsein innerhalb der Branchen zu kreieren, dass sie als Gesamtindustriezweig zu sehen sind. Außerdem ist es gelungen, in der Industriestrategie der Europäischen Union die Kultur- und Kreativwirtschaft als festen Bestandteil und Sektor zu integrieren. Die gezeigte Anerkennung auf höchster politischer Ebene führt dazu, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft als ein Politikschwerpunkt der Europäischen Union gesehen wird. Auch wenn das erst einmal sperrig klingt: daraus ergeben sich dann direkte Unterstützungs- und Fördermaßnahmen. Das zentrale Förderungsinstrument der EU für die Kultur- und Kreativwirtschaft, „Kreatives Europa“ konnte durch die Forderung des EU-Parlaments in seinem Gesamtumfang nahezu verdoppelt werden. Nun stehen ungefähr 2,2 Milliarden € zur Verfügung. Es ist uns als Fraktion der Europäischen Volkspartei, in der die CDU Mitglied ist, außerdem gelungen, erstmals eine sogenannte „Knowledge and Innovation Community“, ein KIC, für den Sektor im Rahmen des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts zu schaffen. Die Grundidee dieser KICs sind gesteigerte Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen, Forschung und Wirtschaft, um sich den gesellschaftlichen Herausforderungen mit neuen innovativen Produkten, Fortbildungskursen und Studiengängen, Services und Prozessen zu stellen. Das EIT hat dazu knapp 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung, die auf die 9 verschiedenen KICs verteilt werden. Da sehe ich großen Mehrwehrt für die Kultur- und Kreativwirtschaft, da hier Innovationen und Forschungsergebnisse im Mittelpunkt stehen, die auch in der Wirtschaft nützlich und praxisnah sind. 2. Die Modebranche ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Wirtschaft. Welche Bedeutung messen Sie der Modeindustrie innerhalb der EU bei und wie tragen Modeunternehmen zur wirtschaftlichen Stärke Europas bei? Die Modeindustrie ist sehr tief verwurzelt in der europäischen Kultur und Wirtschaft. Seit Jahrhunderten strahlt die exzellente Mode Europas in die Welt hinaus und ist somit Botschafter unseres Europas. Gleichzeitig beschäftigt sie sehr viele Menschen, direkt und indirekt, und ist deshalb auch ein ökonomisch relevanter Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Führende Modehäuser sind weltweit in der Spitzenklasse unterwegs und erwirtschaften viel Geld - und damit auch Steuern. Nicht umsonst wird der Chef einer Firma der Modeindustrie, Bernard Arnault, als reichster Mensch der Welt geschätzt. Aber auch ganz viele kleine Unternehmen, von kleinen Designmanufakturen zu Boutiquen, tragen zur wirtschaftlichen Stärke der Modeindustrie bei und geben Tausenden Menschen Arbeit. Was für mich an der Modeindustrie ganz besonders ist und was auch den besonderen Wert dieser Industrie und der Menschen darin ausmacht, ist die Verbundenheit mit den Menschen und das kreative Denken, Anpassen und Lösungen finden. Ich denke, dass wir deshalb für die Transformationsaufgaben, die vor uns liegen, vor allem auf dem Weg zu Klimaneutralität und der Digitalisierung, uns auf die Stärken und das Wissen der Modeindustrie, aber eigentlich der Kultur- und Kreativindustrie generell, verlassen sollten. Wie sich Menschen und die Gesellschaft verhalten und wie sie Änderungen annehmen und wie Attraktivität von Technologie dazu beitragen kann, akzeptiert zu werden, ist eine große Herausforderung. Denn wir leben in transformativen und besonderen Zeiten. Und nur mit der Akzeptanz der großen Mehrheit der Menschen schaffen wir es, unsere Digital- und Klimaziele auch wirklich zu erreichen. Kreativität ist für mich deshalb der Schlüssel für disruptive Technologie. Und ich glaube ihre besondere Kreativität ist da ein ganz großer Beitrag, den die Kreativwirtschaft uns geben kann. 3. In den letzten Monaten wurden einige neue EU-Regularien angekündigt, beschlossen und implementiert. Können Sie uns einen kurzen Überblick über die Maßnahmen geben? Wir haben in den letzten Jahren sehr viel für die Kultur- und Kreativindustrie, insbesondere für die Modeindustrie, getan. Ich habe vorhin schon über die Förderinstrumente für die Kreativbranche gesprochen. Nennen möchte ich jetzt hier vor allem die EU-Textilstrategie, die 2022 ausgegeben wurde und die ich im Parlament begleitet habe. Gleichzeitig haben wir aber auch echte Regulierung für den Sektor gesetzt. Ich denke da vor allem an die Überarbeitung der Ökodesign-Verordnung mit dem Digitalen Produktpass, die Green Claims-Richtlinie gegen Greenwashing und ganz besonders die Richtlinie für Nachhaltigkeitsberichterstattung und das EU-Lieferkettengesetz. 4. Die genannten Maßnahmen sind wichtige Instrumente der EU-Politik. Wie sehen Sie die Rolle dieser Regularien speziell für die Modebranche und welchen Einfluss erwarten Sie auf die Nachhaltigkeit und Transparenz in der Industrie? Mit der Textilstrategie haben wir uns als Europäische Union Nachhaltigkeitsziele und Anreize für neue, innovative Geschäftsmodelle, nachhaltiges Design und Investitionen in Innovationen für Materialien und Recyclingmethoden gesetzt. Und diese wollen und müssen wir natürlich jetzt auch erreichen und umsetzen. Dafür haben wir die angesprochenen legislativen und finanziellen Rahmenbedingungen gesetzt. Und alle davon sind äußert relevant für die Modebranche! Nehmen wir die Ökodesign-Verordnung: eigentlich ein schon länger bestehendes Gesetz für energieverbrauchende Maschinen - man kennt zum Beispiel das „CE“ Zeichen - erweitern wir diese jetzt auf fast alle Produkte, die auf dem europäischen Markt gehandelt werden. Mit dieser Erweiterung wird es dann jetzt in den nächsten Monaten sogenannte delegierte Rechtsakte auch für die Mode- und Textilbranche geben, die genaue Vorschriften über verschiedene Eigenschaften von Materialien, wie Recyclingfähigkeit, Widerstandsfähigkeit, Anzahl der minimalen Waschgänge und viele mehr, machen werden. Das ist also äußerst relevant für die Modebranche, weil es auch hier Designer und Modeschaffende beeinflussen wird. Zur Entwarnung: Diese Vorgaben gelten nicht sofort und werden nicht aus der Luft gegriffen, hier gibt es zusammen mit der EU-Kommission viele Workshops und Möglichkeiten für Input und Feedback. Was auch in der Ökodesign-Verordnung enthalten ist, ist der digitale Produktpass. Dieser Produktpass wird Unternehmen, Designern, Kunden und Verarbeitern helfen, die richtigen Daten über Materialien und Nutzungsverhalten, über Recyclingfähigkeit und Waschvorgaben, zu erhalten. Wir können damit sowohl die Nachhaltigkeit von modischen Schöpfungen, zum Beispiel durch nachhaltigeren Konsum, erhöhen, als auch für Brands und Unternehmen neue Geschäftsmodelle ermöglichen, die durch die Mehrzahl an Daten möglich sind. Ich glaube, da darin steckt ganz viel Potential für die Modebranche. Transparenz und mehr Nachhaltigkeit schaffen natürlich auch das Lieferkettengesetz und die Nachhaltigkeitsberichterstattung - wenn man sie richtig ausgestaltet und diese nicht, wie jetzt leider geschehen, zu einem neuen Bürokratiemonster macht. Wir stehen zu den Nachhaltigkeitsverpflichtungen unserer Unternehmen auch außerhalb Europas und natürlich müssen diese in einer angemessenen Art und Weise nachgewiesen werden. Aber hier muss es eine ganz klare Abwägung zwischen Nutzen und unnötigem Aufwand geben, die leider so nicht geschehen ist. Da müssen wir wohl als EU nochmals ran. 5. Die EU schafft durch Zollabkommen und den Schengen-Raum ideale Bedingungen für internationale Kooperationen zwischen Unternehmen. Welche Vorteile sehen Sie darin für die Modeindustrie, und halten Sie diese Konzepte für gefährdet? Ja, wir sehen die Angriffe der Rechtspopulisten auf Europa, auf unsere Freiheiten und die Demokratie. Aber ich bin fest davon überzeugt: Europa bietet mit seinen offenen Grenzen, mit seinen vier Freiheiten für Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital und mit seinen internationalen Verbündeten ein starkes Fundament für Demokratie und wirtschaftliches Handeln. Deshalb ich halte die EU als Konzept nicht für obsolet und überholt. Mit dem EU-Binnenmarkt gibt es auch für die Modebranche die Möglichkeit, Waren frei zu handeln, Talente aus ganz Europa anzuziehen und sich mit anderen Kreativen auszutauschen. Das ist ganz elementarer Bestandteil der Branche! Hundertausende von Arbeitsplätzen werden dadurch geschaffen und erhalten, auch durch den Handel und den Austausch mit EU-Partnern weltweit. Deshalb ist es auch so wichtig, für proeuropäische Parteien am 9. Juni bei der Europawahl abzustimmen! 6. Sie persönlich setzten sich schon seit vielen Jahren für die Kultur- und Kreativwirtschaft und ganz besonders die Modebranche ein – Woher nehmen Sie Ihre Motivation dazu und wie denken Sie, dass Sie in Zukunft hier noch weitere Akzente setzen können? Ich finde, dass von der Kultur- und Kreativindustrie, und vor allem der Modebranche, immer eine positive Energie durch die kreative Schaffenskraft ausgeht. Auch wenn ich vielleicht als über 60-Jähriger Christdemokrat nicht so wirke, bin ich seit Kindestagen an durch meine Eltern als Autoren und Theaterregisseure künstlerisch geprägt. Kreativität und Ideenreichtum verbinden Menschen, Gesellschaften und Generationen. Wir können unsere Gesellschaft nicht aus einer Dystopie heraus, wie die Angst vor dem Klimawandel, betreiben. Wir müssen uns verändern, aber wir brauchen eine positive Vision. Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat eine intrinsische Begabung, solch eine positive Vision zu beschreiben: mit fast jedem Produkt, für fast jeden Menschen. Wir brauchen diese Begabung, um unsere Gesellschaft und möglichst viele Menschen von den notwendigen Veränderungen zu überzeugen. Aus dieser Motivation im Zusammenspiel mit der wirtschaftlichen Stärke und Relevanz der Kreativwirtschaft entspringt mein Engagement. Und daran will und werde ich auch in Zukunft weiterarbeiten, denn es ist noch viel zu tun. Ich glaube, die Herausforderungen für Nachhaltigkeit und für die Digitalisierung und durch den Fachkräftemangel sind vielfältig. Dass wir diese gemeinsam schaffen, immer mit einem Blick auf die Wirtschaftlichkeit und die Innovationskraft der Branche, dafür setze ich mich auch in Zukunft ein. Und das am liebsten dort, wo es am besten geht: im Europaparlament als erfahrener Abgeordneter. 7. Sie fungieren schon seit der Gründung des FCG als Präsidiumsmitglied und haben die Gründung der European Fashion Alliance begleitet. Was ist Ihrer Meinung nach der Kern der Zusammenarbeit und welche Ziele setzen Sie sich hier für die Zukunft? Ich unterstütze es sehr, dass der Fashion Council Germany sich auf den Weg gemacht hat, eine Europäische Allianz zu gründen, um somit bei wichtigen Themen ein Austauschforum untereinander zu haben, aber auch nach außen geschlossen aufzutreten. Deshalb habe ich den Prozess auch gern begleitet, denn der Austausch über Ländergrenzen hinweg, Erfahrungen und Ideen miteinander zu teilen, das ist der Kern von Europa - hier wiedergespiegelt in der European Fashion Alliance. Für lange Zeit fehlte es in Brüssel an einem Sprachrohr der Europäischen Modebranche, wir wussten schlicht nicht, an wen wir uns wenden sollten. Mit der Gründung ist dies anders geworden. Das wurde auch schon von mehreren EU-Kommissaren gewürdigt. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass aus diesem Verbund noch mehr gemeinsame Aktionen zu konkreten Gesetzgebungsverfahren, zu Expertenrunden im Parlament und Kommission und für den Austausch zwischen Wirtschaftsbranchen und Zivilgesellschaft, entstehen. Und außerdem liebe ich einfach, was Modeschaffende tun: es ist vielfältig, bunt, manchmal provozierend und frech. Einfach das, was Europa sein sollte. Wir bedanken uns bei Dr. Ehler für das Gespräch. AUTOR:IN Fashion Council Germany ANSPRECHPARTNER:IN Fenja Niechoj INFOS ANFRAGEN press[at]fashion-council-germany.org WEBSITE/S MITGLIEDER Previous Next Interview Im Gespräch mit Dr. Christian Ehler vor der Europawahl
- NEWS: STUDIO2RETAIL: WENN MODE ZUM ERLEBNIS WIRD!
DIE STUDIO2RETAIL EVENTS ZEIGTEN EINMAL MEHR: NACHHALTIGKEIT, DIVERSITÄT UND INNOVATIONEN HABEN ENORME ANZIEHUNGSKRAFT AUF DAS FASHION INTERESSIERTE PUBLIKUM! NEWS: STUDIO2RETAIL: WENN MODE ZUM ERLEBNIS WIRD! Fashion Council Germany Berlin, 23. Januar 2023: Die bereits zum vierten Mal im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vom Fashion Council Germany e.V. organisierte Initiative STUDIO2RETAIL sorgte auch in der gerade zu Ende gegangenen Fashion Week Berlin für hohes Publikumsinteresse. Das Konzept, Mode und ihre Designer:innen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Off-Site-Veranstaltungen, Store-Events, Atelier-Workshops, Vernissagen und Performances nahbar und unmittelbar erlebbar zu machen, beweist enorme Anziehungskraft. Das Format vereinte 151 teilnehmende Stores und Ateliers im Netzwerk und über 30 Veranstaltungen für interessierte Berliner:innen und Gäste. Dabei standen die Themen Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion sowie innovative Techniken ganz im Mittelpunkt der STUDIO2RETAIL-Events. Der Bogen spannte sich vom Metaverse Showcase „ HOOKED “ der neun VORN Academy -Teilnehmer:innen, die eine dreiteilige phygitale Capsule Collection präsentierten, deren Entstehung die Besucher.innen mit Hilfe von VR Brillen nacherleben konnten, über die Präsentation von „ Diverse it! – A Fashion Trialogue “, eine Initiative von PLATTE, bei der fünf Berliner Designer:innen divers-bedürfnisorientierte Looks entwarfen, bis zur Fashion Flatrate-Aktion von STUDIO2RETAIL-Wettbewerbs Gewinner:in Ward´Robe Affaire, bei der Kund:innen während der Berlin Fashion Week täglich unterschiedliche Looks leihen konnten. Das Thema Nachhaltigkeit stand auch im Fokus der Events weiterer Gewinner:innen des mit je 5.000 Euro dotierten STUDIO2RETAIL-Wettbewerbs für innovative Konzepte. So widmete sich das in Berlin ansässige Label mit japanischen Wurzeln SUSUMU AI dem Thema „ Degrowth “. In Workshops wurden den Besucher:innen von japanischen Handwerkskünstler:innen verschiedene traditionelle Techniken wie beispielsweise Sashiko zur Wiederverwendung von ausrangierten Stoffen und Kleidungsstücken demonstriert. Den menschlichen Faktor beim Entstehungsprozess von Bekleidung stellte der Fashion-Verleih Kleiderei mit dem Projekt „ The Human Touch “ in den Vordergrund. Mit einer Live-Fashion-Performance ihrer Sewing-Painting-Technik visualisierte die Bekleidungstechnikerin und Designerin Juliet Segner die unmittelbare Auswirkung der menschlichen Arbeitskraft auf die hergestellte Kleidung. Die dabei entstandenen Unikate konnten im Anschluss käuflich erworben werden. Zu den geförderten Konzepten zählte auch The Circle-Pop-Up von IMPARI , dem 2018 gegründeten Label von Jana Heinemann, die den Kreislauf der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt. Jedes der von ihr entworfenen Teile wird vor Ort und ohne Abfall produziert, indem Schnittreste in zukünftigen Stücken wiederverwendet werden. Zur Berlin Fashion Week stellte sie jungen, nachhaltigen Labels Verkaufsflächen in ihrem Store zur Verfügung, um die Bedeutung gemeinsamen Handelns für Veränderungen sowohl durch Hersteller wie auch durch die Kund:innen hervorzuheben. Das Miteinander zelebrierte auch das Projekt „ Moving Concept Fashion Show “ von Anja Gockel in ihrem Laden Paris44 . Dabei folgte das Publikum den Tänzer:innen durch den Store auf zwei Ebenen, die die Sommerkollektion 2023 „Move on“ sowie von anderen jungen Designer:innen in Bewegung präsentierten. Weitere Informationen zu STUDIO2RETAIL sowie dem Programm unter www.studio2retail.berlin/ . About Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe / Project Zukunft: hier About Berlin Fashion Week: hier About Fashion Council Germany: hier About Hubert Burda Media: hier ANSPRECHPARTNER Fenja Niechoj E-MAIL press[at]fashion-council-germany.org TELEFON +49 30 994 0489 – 53 WEBSITE/S https://projektzukunft.berlin.de/themen/modewirtschaft https://fashionweek.berlin/ueber-uns.html https://www.fashion-council-germany.org/uber-uns DOWNLOAD PM Download









